Neun sind attraktiver als eines

23.06.2014
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Seit Anfang 2012 treffen sich die Kleeblattmuseen zu regelmäßigen Beratungs- und Arbeitstreffen zusammen. Vor wenigen Tagen hat der Journalist Alexander Beckmann unserer Runde einen Besuch abgestattet und über unsere Arbeit berichtet (nachzulesen in der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 21./22.06.2014):

 

"Jedes Jahr sind die Museen der Kleeblattregion etwas besser auf die Urlaubssaison vorbereitet. Jedesmal haben sie ihren Besuchern etwas mehr zu bieten. Das liegt nicht zuletzt an der verstärkten Zusammenarbeit. Seit 2012 kommen Vertreter von neun Einrichtungen zu regelmäßigen Treffen zusammen. Motto: Neun sind attraktiver als eines. Per Vertrag wurde die Kooperation offiziell besiegelt.

„Am Anfang haben wir sehr viel über Öffnungszeiten diskutiert“, erinnert sich die Leiterin des Wusterhausener Wegemuseums Andrea Perlt. Es ging darum, Angebote besser abzustimmen, um gemeinsame Veranstaltungen und Werbung und natürlich auch um den Erfahrungsaustausch. Schließlich sind die Museen sowohl von ihrer Thematik als auch von ihren Voraussetzungen her ganz unterschiedlich. Das reicht von der Kahlbutzgruft in Kampehl über die Heimatstuben in Kyritz und Dreetz bis hin zu Agrarflugmuseum, Gestütsmuseen und eben Wegemuseum.

 

„Wir hatten ganz viele Ideen“, berichtet Andrea Perlt. „Nicht alle haben sich durchgesetzt.“ Einige schafften es aber doch. Da wäre der gemeinsame Veranstaltungskalender, der sozusagen einen musealen Überblick über die Kleeblattregion bietet. Ein wichtiger Punkt darin ist die landesweite Aktion „Feuer und Flamme“, an der sich im vergangenen Oktober erstmals acht Kleeblatt-Einrichtungen beteiligten – übrigens als Einzige im Landkreis. Diesen Herbst gibt es eine Neuauflage.

Gemeinsam bieten die Museen Besuchern auch ihre „Entdeckerpfade“ an, auf denen man thematisch durch die Region geführt wird. „Damit haben wir uns sehr viel Mühe gegeben“, sagt Andrea Perlt. „Der Tourismusverein saß von Anfang an mit am Tisch.“ Die „Dosse-Fahrradtour“ beispielsweise sei inzwischen sehr beliebt. Seit einem Jahr können Besucher zudem die „Kleeblatt-Museumscard“ erwerben. Für 10 Euro kommen sie damit ein Jahr lang in alle neun beteiligten Museen – und können sich gleich an der Schnitzeljagd durch alle Einrichtungen beteiligen. Aktuell arbeitet man – wieder gemeinsam mit dem Tourismusverein – beispielsweise an einem regionalen Museumsführer, an der Gestaltung von Internetseiten und an weiteren Veranstaltungen.

 

Auch Organisatorisches kommt im Verbund zur Sprache. So haben gerade die kleineren, rein ehrenamtlich betriebenen Einrichtungen immer wieder Personalprobleme: Jeder Besucher muss schließlich von irgendjemandem empfangen und betreut werden. Der Verbund wirbt nun offensiv für solch ehrenamtliches Engagement und setzt dazu auch den „Museumspass“ ein, der Aktiven freien Eintritt in alle Einrichtungen gewährt.

 

„Einer alleine mit seiner Sammlung oder seinem Denkmal ist gar nichts“, betont Roland Deter vom Neustädter Gaswerk. „Aber wenn sich mehrere zusammentun, dann haben wir richtig was zu bieten“. Andrea Perlt ergänzt: „Auch wenn jedes Museum eher speziell ist, finden wir doch immer Synergien.“

 

Alexander Beckmann (Text und Foto)

 

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