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Bewertungskommission des LBV zu Besuch in Wusterhausen/Dosse

11.04.2017
Vorschaubild zur Meldung: Bewertungskommission des LBV zu Besuch in Wusterhausen/Dosse

Die Bewertungskommission der Arbeitsgemeinschaft der Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg unter Leitung von Andreas Pfaff – Abteilungsleiter im Landesamt für Bauen und Verkehr – war am 6. April 2017 zu Besuch in Wusterhausen. Die wichtigste Frage war, wie die Gemeinde Wusterhausen/Dosse bei der Sanierung des historischen Stadtkerns der Stadt Wusterhausen/Dosse voran kommt und welche weiteren Projekte angedacht sind.

 

Die Bilanz konnte sich sehen lassen: Fast alle öffentlichen Einrichtungen und viele Gewerbebetriebe befinden sich im Stadtzentrum. Der Markt und die vielen Geschäfte im Zentrum sind ein lebendiger Ort der Begegnung. Bürgermeister Roman Blank konnte außerdem von den vielen kulturellen Veranstaltungen berichten, die die Gemeinde und die Vereine – allen voran der Kulturverein – jedes Jahr im Stadtzentrum anbieten. Hier nimmt der jährliche Osterspaziergang seinen Auftakt, der Markt bildet die Kulisse für das Sommertheater in den historischen Stadtkernen, einer Initiative der Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg, sowie des Teatro Mobile im Rahmen der jährlich stattfindenden Schöllerfestspiele und auch des Nikolausmarktes, um nur die wichtigsten Veranstaltungen zu nennen.

 

Im Rahmen eines ausgedehnten Stadtrundgangs wurden die praktischen Ergebnisse der bisherigen Bemühungen, aber auch noch bestehende Baustellen gezeigt: Das Alte Pfarrhaus – gerade als Denkmal des Monats der AG ausgezeichnet –, Markt 9 und 14, das Eckhaus Markt 35, in dem gerade ein neues Hotel entsteht, aber auch Sorgenkinder, wie das Eckhaus Markt 54, die Sankt Petri Straße 9 oder die Alte Poststraße 5. Großes Interesse zeigten die Mitglieder der Bewertungskommission am Haus Kyritzer Straße 6, das gerade mit viel Liebe zum Detail saniert wird, an der Alten Grundschule und an der Kapelle aus dem 13. Jahrhundert auf dem Friedhof, die dringend saniert werden muss.

 

Die Gemeinde wurde dafür gelobt, dass sie einen Verfügungsfonds etabliert und mit der Sicherung des Hauses in der Alten Poststraße 5 neue Wege geht: die Denkmäler, für die sich derzeit niemand interessiert, soweit zu sichern, dass sie weitere Jahre stehen und so der nächsten Generation erhalten bleiben in der Hoffnung, dass sich irgendwann jemand findet, der den alten Mauern neues Leben einhauchen will. Es gab auch Ratschläge, etwa denjenigen, eine Gestaltungssatzung zu erlassen oder Instrumente des Baurechts zu nutzen, um Eigentümer intensiv zu motivieren, sich um ihre Gebäude zu kümmern. Auch die Ausarbeitung eines Stadtentwicklungskonzepts speziell für die Gebäude der Wusterhausener Wohnungsbaugesellschaft wurde angeregt, da diese den sonst eher kleinteiligen Maßstab des historischen Stadtkernes nicht widerspiegeln. Vorbildlich sind auch die Bemühungen, bereits entstandene Lücken in der geschlossenen Bebauung wieder zu schließen.