Was lange währt… nun wird es gut!

07.04.2025
Vorschaubild zur Meldung: Was lange währt… nun wird es gut!

Informationsveranstaltung zur Sanierung der Berliner Straße


„Seit hundert Jahren wurde hier nur geflickt…“, so beginnt Bärbel Heuer vom Ingenieurbüro Heuer Partnerschaft mbH aus Wittstock/Dosse am Abend des 3. April ihre Ansprache.


Der Stadtsaal ist voll, denn es geht um etwas, dass sehr viele Bürgerinnen und Bürger Wusterhausens schon nicht mehr für möglich hielten: Die Komplettsanierung der Berliner Straße.


„Generationen“ von Bürgermeistern, Bauamtsleitern und Gemeindevertretern hatten dieses Vorhaben auf dem Tisch, ernsthaft angegangen wurde es, bis auf eine Entwurfsplanung aus 2012, nie. Dafür gab es unterschiedliche Gründe, aber mit der Zeit hörten sich die Argumente immer entmutigender an. Und das Geld in der Gemeindekasse wurde auch nicht mehr. 

Doch diese Zeiten sind vorbei! Die angesprochene Entwurfsplanung wurde nun auf den aktuellen Stand der Technik gebracht, das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg überreichte 2024 einen Fördermittelscheck und mit dem Ingenieurbüro Heuer hat ein neues Planungsbüro die Planung und Baubegleitung übernommen.
Bärbel und Michael Heuer präsentierten den Anwohnern und Interessierten auf großer Leinwand so detailliert wie möglich die Pläne für die Neugestaltung der Berliner Straße.
 

Es ging in den Ausführungen um Wasserleitungen, Pumpwerke, Regenwasserableitung, Gas- und Stromleitungen, auf die Baumaßnahmen abgestimmten Glasfaserausbau und natürlich die Gestaltung der Straße selbst.


Wie wird sie aussehen, nach der Sanierung?
Auf jeden Fall schön breit und mit kombinierten Geh- & Radwegen auf beiden Seiten, dazu noch eine Bepflanzung mit Bäumen zur Verschattung. Und ein Teil des Pflasters im südlichsten Straßenabschnitt kann ebenfalls erhalten werden.
Allerdings ist das alles nicht ohne deutliche baulich Veränderungen zu haben. Dazu Bauamtsleiter Danilo Suhrweier: „Der Fördermittelgeber fordert einen regelhaften Straßenausbau. Dem müssen wir Rechnung tragen.“
Vieles kann und soll erhalten bleiben, um kosteneffizient zu arbeiten, jedoch die Vorgärten werden wohl am Stärksten in Mitleidenschaft gezogen. Die vorgeschriebene Breite der Straße bedingt, dass die Gärten nach Abschluss der Sanierung nicht mehr in heutiger Größe zur Verfügung stehen werden.
Bärbel Heuer kündigte an, dass individuelle Lösungen für die Anrainer angestrebt werden, aber ein Vollerhalt ist nicht möglich. 
Ihr Appell: „Lassen Sie uns für die Zukunft bauen. Damit wir hier vielleicht weitere hundert Jahre eine gute und sichere Straße für alle Benutzer haben können.“
 

Natürlich löste gerade die Vorgärten-Problematik Kritik bei einigen Zuhörern aus und es entspannen sich einige Debatten. Letztlich war es jedoch die allgemeine Überzeugung, dass etwas Grundlegendes getan werden muss, da die aktuelle Situation nicht mehr haltbar ist. Wenn es „Abstriche “ erfordern sollte, müsse man diese eben in Kauf nehmen, weil gegen bestehende Planungen nicht verstoßen werden dürfe. Sonst stünden die Mittel und das Projekt in Gefahr und am Ende würde der Straßenausbau auf Jahrzehnte nicht mehr angefasst werden können.


Nach 90 min. waren alle Fragen fürs Erste geklärt.


In seinem Schlusswort dankte Bürgermeister Philipp Schulz allen Anwesenden für ihre Beiträge und kündigte an, dass das weitere Vorgehen selbstverständlich transparent für die Bürgerinnen und Bürger ablaufen würde. Vorschläge und Hinweise nimmt das Bauamt gern entgegen. „Denken Sie daran, es geht voran!“, schloss er seine Rede.
 

Nach jetzigem Planungsstand wird dann ab Mitte 2026 gebaut.
 

 

Weitere Informationen: