Seit einigen Jahren lädt an jedem 9. November Jacques-Yves Henry alle Bürger ein, an einer Mahnwache auf dem Markt von Wusterhausen/Dosse teilzunehmen, um den tragischen Jahrestag der 1938 an diesem Tag von den Nazis organisierten Pogromnacht zu begehen.
Die von Jacques-Yves Henry initiierte Zeremonie dient nicht nur dem Gedenken an das Grauen der Ereignisse von 1938, sondern erinnert auch daran, was es dieses Land, Deutschland, gekostet hat. Die Erinnerung an die Wunden, das Blut und die Tränen der Opfer, insbesondere des jüdischen Volkes, bleibt unverzichtbar. Aber es ist auch eine Pflicht, sich mit den Spuren auseinanderzusetzen, die die nationalsozialistische Verfolgung und Vernichtungspolitik tief im sozialen, intellektuellen und kulturellen Leben Deutschlands hinterlassen hat.
Wie in jedem Jahr verlesen die Teilnehmer eine Namensliste, mit der in diesem Jahr insbesondere das Wirken früher deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus gewürdigt wird.