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Bückwitz

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Bückwitz wird im Jahre 1308 im Zusammenhang mit der Übertragung des Sees an die Stadt Wusterhausen in einer Urkunde der Stadt Wusterhausen erwähnt. Während Bückwitz nach dem 30jährigen Krieg zu Neustadt kam, blieb Metzelthin Gutsdorf mit einem Herrenhaus und Park aus dem Jahre 1793. Dass es eine bewegte Geschichte hinter sich hat, zeigten auch historische Funde, die bei Baggerarbeiten im See gemacht wurden. Dieser See war über Jahrhunderte hinaus Streitpunkt zwischen den Bückwitzern und den Wusterhausenern. Der Zufluss aus dem Ganzerfließlag auf Bückwitzer Land und der Abfluss auf Wusterhausener Land, die Schwenze, die die Wusterhausener auch zu pflegen, das heißt, im Notfall zu beräumen hatten, was Sie allerdings oftmals nicht taten. So kam es im Jahre 1679 zur Klage der Neustädter, zu denen Bückwitz gehörte, weil der Rückstau einen Hof so überflutete, dass man auf ihm Kahn fahren musste. Auch das Fischrecht war ein Streitpunkt, der darin gipfelte, dass die Bürger von Wusterhausen den Bückwitzern die Netze zerschnitten. Diese meinten, dass dadurch, dass die Wusterhausener ein Wehr erbauten und der See dadurch ja größer geworden wäre, ein jeder das Recht hätte, so weit zu angeln wie er waten könne. Denn dadurch angle er auf Bückwitzer Grund. Erst im vorigen Jahrhundert wurde dieser Streit geschlichtet, als eine Urkunde aus dem Jahr 1308 auftauchte, die bewies, dass Markgraf Waldemar den See für 80 Mark Silber an die Stadt Wusterhausen verkaufte. Die heute bestehende Kirche wurde am 30.11.1880 nach langer Bauzeit eingeweiht. Ihre Vorgängerin war im 30jährigen Krieg zusammen mit dem Dorf verbrannt worden. Lediglich zwei Häuser hatten diesen Brand überstanden. Auch eine 1525 erwähnte St.Catharinen- Capelle befand sich einst im Dorf. 1698 entstand der Plan, eine Schule zu errichten. Der Lehrer, dazu noch Küster und Schneider in einer Person, unterrichtete hier für 6 Pfennige Schulgeld pro Woche zwischen 16 und 28 Schüler. Eine schwere Zeit hatten die Bückwitzer unter dem Amtsrat Claudius, der in seiner Zeit ,,den spanischen Mantel und das Fiedeltragen" einführte, den Hofdienst wieder erzwang und sogar gegen seine ihm befohlenen Untertanen vor Gericht zog. Auch im napoleonischen Krieg hatte Bückwitz zu leiden. Häufige Einquartierungen, Diebstähle und Verschleppungen gehörten zur Tagesordnung. Vier Bückwitzer machten auch beim Feldzug 1813 mit. Das ganze Dorf zieht auch mit, als gemeldet wird, die Franzosen kämen von Magdeburg. Unter Kommandeur Jesse geht es bis Stüdenitz, wo sich herausstellt, dass man dort ,,einen" Franzosen sah. Siegreich kam man wieder zu Hause an und feierte so ausgelassen, dass es doch noch einen Verletzten gab und der Bauer Grützmacher ein Auge bei der Schlägerei verlor. Am 30. September 1835 zerstörte ein Brand 9 Wohnhäuser, drei gefüllte Scheunen, 6 große und noch mehr kleinere Ställe. Gemeinsam wurde das Dorf wiedererrichtet. Die Gemeinschaft schweißte es noch mehr zusammen. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich das Dorf wie seine Nachbarn. Langsam wurden die Errungenschaften der Neuzeit auch im ländlichen Bereich spürbar. Am Sonntag war der Knecht äußerlich kaum vom Bauern zu unterscheiden. Die Herrschaftsverhältnisse bildeten schon immer einen Zusammenschluss von Bückwitz und Metzelthin. Dieser wurde verstärkt durch den Bau der Neustadt-Ruppiner Chaussee im Jahre 1849, durch den Anschluss von Kyritz an die Bahnlinie Hamburg-Berlin. Trotzdem kam es zur Gründung der Doppelgemeinde Bückwitz/Metzelthin erst in unserem Jahrhundert. Seit der Eingemeindung der beiden Dörfer im Jahre 2001 werden diese als Ortsteile von Wusterhausen geführt. Bückwitz hatte 190 Einwohner, Metzelthin 124 (Stand 01.06.2012).