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Wegemuseum

Vorschaubild

Herzlich willkommen im Herbst’schen Haus …

 

…einem der stattlichsten barocken Bürgerhäuser Wusterhausens, heute das Zuhause des Wegemuseums, der Bibliothek, der Galerie "Alter Laden" und der Tourismusinformation.

 

Wege sind Lebensadern einer Gesellschaft, sie vernetzen und verbinden. Meist wird die Bedeutung des Alltagsphänomens jedoch erst dann wahrgenommen, wenn Wege unter dramatischen Umständen unterbrochen werden. Das und vieles mehr zeigt die neue Dauerausstellung des Wegemuseums.

  

 

Wege entstehen dadurch,
dass man sie geht.

Franz Kafka

Am Markt 3
16868 Wusterhausen/Dosse

Telefon (033979) 877-60

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.wegemuseum.de

Öffnungszeiten:
Montag geschlossen
Dienstag 13.00-18.00 Uhr
Mittwoch geschlossen
Donnerstag-Freitag 10.00-17.00 Uhr
Samstag 10.00-16.00 Uhr
Sonntag geschlossen

Nach Vereinbarung für Gruppen auch außerhalb der Öffnungszeiten.


Veranstaltungen

17.10.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
17.10.2017
 
19.10.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
19.10.2017
 
20.10.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
20.10.2017
 
21.10.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
21.10.2017
 
24.10.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
24.10.2017
 
26.10.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
26.10.2017
 
27.10.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
27.10.2017
 
28.10.2017
17:00 Uhr
Feuer&Flamme und Tag der Bibliotheken
Um 17 Uhr trommelt der Flashmob vorm Haus - um kräftiges Mitmachen wird gebeten! Auf dem ... [mehr]
 
28.10.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
28.10.2017
 
31.10.2017
14:00 Uhr
Sonderführung am Reformationstag
durch die Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten" Finissage[mehr]
 
31.10.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
31.10.2017
 
02.11.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
02.11.2017
 
03.11.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
03.11.2017
 
04.11.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
04.11.2017
 
07.11.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
07.11.2017
 
09.11.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
09.11.2017
 
10.11.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
10.11.2017
 
11.11.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
11.11.2017
 
14.11.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
14.11.2017
 
16.11.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
16.11.2017
 
17.11.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
17.11.2017
 
18.11.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
18.11.2017
 
21.11.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
21.11.2017
 
23.11.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
23.11.2017
 
24.11.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
24.11.2017
 
25.11.2017
Sonderausstellung "Bücher aus 5 Jahrhunderten"
Erstaunliche Bibeln und Erbauungsbücher aus dem Depot des Wegemuseums[mehr]
 
25.11.2017
 
28.11.2017
 
02.12.2017
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
05.12.2017
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
07.12.2017
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
08.12.2017
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
09.12.2017
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
12.12.2017
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
14.12.2017
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
15.12.2017
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
16.12.2017
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
19.12.2017
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
21.12.2017
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
22.12.2017
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
23.12.2017
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
26.12.2017
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
28.12.2017
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
29.12.2017
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
30.12.2017
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
02.01.2018
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
04.01.2018
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
05.01.2018
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
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06.01.2018
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
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09.01.2018
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
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11.01.2018
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
12.01.2018
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
13.01.2018
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
16.01.2018
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
18.01.2018
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
Ein Wusterhausener malt seinen Urlaub - Bilder von Erich Langsdorf[mehr]
 
19.01.2018
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
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20.01.2018
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
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23.01.2018
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25.01.2018
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26.01.2018
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27.01.2018
Sonderausstellung "Erich Langsdorf – Urlaubsbilder aus dem Westen"
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Aktuelle Meldungen

Sonnabend, 14. Oktober 2017 11 Uhr Vernissage im Alten Laden

(13.10.2017)

Natur als Erleben: Bilder in Acryl, Erde und Pigmenten
Ana Finta, Brandenburg/Havel

14. Oktober bis 29. November 2017 in der Galerie Alter Laden

 

"Frau Fintas Gespür für Sand

Die Brandenburger Künstlerin Ana Finta malt mit Pigmenten aus Erde – Freunde schicken ihr Päckchen aus Frankreich, Brasilien oder von Lanzarote

Eskimos sollen der Legende nach 100 verschiedene Wörter für "Schnee" haben. Aufgewachsen in der weißen Wüste, haben sie ein Auge für die kleinen Unterschiede zwischen Frau Holles Flocken entwickelt. Wohl ähnlich gut ausgeprägt ist Ana Fintas Gespür - für Sand. Wo andere Menschen nur nackten Erdboden wahrnehmen, sieht die Brandenburgerin eine Fülle von Material. Allerdings: Ob härterer dunkelgrauer aus Ungarn oder weicherer brauner aus der Türkei, Sand heißt bei Ana Finta stets "Sand". Aber sie will ja auch nicht über ihn reden, sondern mit ihm malen.."

(Tim Ackermann) Kulturportal Brandenburg

Foto zu Meldung: Sonnabend, 14. Oktober 2017 11 Uhr Vernissage im Alten Laden

Tag des offenen Denkmals im Wegemuseum und Eröffnung der Sonderausstellung

(08.09.2017)

Am Sonntag ist das Wegemuseum von 10-16 Uhr geöffnet.

Neben Informationen zum Haus gibt es auch die neue Sonderausstellung mit Büchern aus fünf Jahrhunderten erstmals zu sehen.

Foto zu Meldung: Tag des offenen Denkmals im Wegemuseum und Eröffnung der Sonderausstellung

Spannende Lesung zum Abschluss der Fallada-Ausstellung

(12.07.2017)

Als Fallada die Prignitz fand

Finissage der  Ausstellung über den bekannten Erzähler rückt Perleberg in den Mittelpunkt

 

Eine Ausstellung, die für Wusterhausener Verhältnisse etwas aus dem Rahmen fiel, ist am vergangenen Sonnabend in Wusterhausen zu Ende gegangen.  Im Alten Laden des Herbst'schen Hauses - Heimstatt für das "Wegemuseum"-  ging es in der Finissage noch einmal um Hans Fallada. Ihm ist die Wanderausstellung "Familienbilder" gewidmet. Auf die Reise geschickt durch mittlerweile mehr als ein Dutzend deutscher Städte in Ost und West hat sie die Hans-Fallada-Gesellschaft mit Sitz im mecklenburgischen Carwitz bei Feldberg. Die Schau umfasst  22 Tafeln mit vielen interessanten Fotos. Sie zeigt die familiären Wurzeln und Verflechtungen im Leben Hans Falladas von frühester Jugend an bis zu seinem Wirken als Landwirt und schließlich weltbekannter Autor.

Roland Tille, stellvertretender Vorsitzender des Kulturvereins, begrüßt herzlich alle Mitwirkenden und Gäste.  Kantorin Hayan Kim führt musikalisch durch den Nachmittag.
Dann richtet sich die Aufmerksamkeit auf Wolfgang Hörmann. Der Journalist und Mitglied der Hans-Fallada-Gesellschaft spricht über einen der großen deutschen Erzähler, der 1893 als Rudolf Ditzen in Greifswald geboren wurde und im 1947 in Berlin verstarb. Leicht und locker kommt der Vortrag daher, das Publikum versinkt in die Welt von damals und fragt sich, ob nicht vieles, was heute geschieht, vergleichbar ist.  Die Zuhörer erleben noch einmal das Auf und Ab in Falladas Leben, werden an seine großen Bucherfolge erinnert. Dazu zählen „Der eiserne Gustav“ „Kleiner Mann, was nun?“ „Jeder stirbt für sich allein“ „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“, „Der Trinker“. Hans Fallada schrieb seine großen Romane in kürzester Zeit,  abhängig von Süchten, zu denen man auch seine "Schreibwut" zählen möchte. Die Figuren der Romane entstammen fast alle seiner unmittelbaren Umgebung. So liefern ehemalige Arbeitgeber, Ehefrau Suse und seine drei Kinder immer wieder Vorlagen für brillant geschilderte Charaktere. Der Leser gewinnt den Eindruck, dass er sich den Alltag von der Seele schrieb. Seine Akteure sind oftmals Spielball der Gesellschaft, nicht Mitspieler.  Sie leben in Metropolen ebenso, wie auf dem "flachen Land". 1941 entstand der Roman "Die Stunde, eh' Du schlafen gehst", geschrieben innerhalb von sechs Wochen. Die „Münchner Illustrierte“ veröffentlichte ihn in Fortsetzungen. Es handelt sich bei diesem Liebesroman ausnahmsweise nicht um die "kleinen Leute", sondern um Unterhaltungslektüre, die in der Welt der Schönen und Reichen angesiedelt ist und mit der Hans Fallada Geld verdienen musste. Solche Geschichten sind zeitlos, politisch nicht anfechtbar und lenken die Leser mitten im Zweiten Weltkrieg für Momente von persönlichem Leid und Entbehrungen ab.  Handlung und Zusammenhang zur Prignitz lassen sich etwa so formulieren: Das Wusterhausener Wegemuseum befindet sich nahe der Bundesstraße 5, die Berlin mit Hamburg verbindet. Auf dieser Chaussee reisen der berühmte Schauspieler und Sänger Gerhard Babendererde und die junge Debütantin Ilse van Reep von Berlin nach Lübeck über Perleberg, wo sie in einem Gasthaus am Markt rasten, um später weiter ins Glück zu fahren. Der Wirt berichtet den Gästen von Perleberger Besonderheiten, wie dem alten Rathaus, der Rolandfigur, der Perleberger Glanzwichse, und einem mysteriösen, bis heute nicht aufgeklärten Kriminalfall. Der 1809 inkognito reisende englische Gesandte in Wien, Lord Bathurst , der von Wien nach England unterwegs ist, verschwindet in Perleberg vor den Augen vieler Zuschauer spurlos beim Einsteigen in seinen Vierspänner. Eine wahrlich gruselige Geschichte, in der Kaiser Napoleon die Fäden gesponnen haben soll. Die Nachforschungen belegen, dass es sich um eine wahre Begebenheit handelt, die Fallada gut recherchierte. Im Museum der Prignitz-Stadt ist dazu eine Broschüre mit dem Titel „Das Geheimnis von Perleberg - gesammelte Schriften über das Verschwinden Lord Bathursts in Perleberg“ zu haben.


Text und Foto: Frauke Borchardt

 

Foto zu Meldung: Spannende Lesung zum Abschluss der Fallada-Ausstellung

Sommertheater im Regen war vom Feinsten

(02.07.2017)

Die Entscheidung war schnell gefallen: trotz andauernden Nieselregens sollte die Aufführung der Hans Sachs-Spiele nicht in der als Ausweichstandort angekündigten Dossehalle stattfinden, sondern im Hof des Herbst’schen Hauses. Einer nach Meinung der Theaterleute malerischsten Kulissen, die sie sich vorstellen können. Diese Entscheidung führte zu einer Reihe von zusätzlichen Absagen der ohnehin nur spärlichen Gästeschar.

Die 25 Zuschauer, die blieben, wurden von den Mitgliedern des Kulturvereins mit Kissen, Decken, Regenponchos und Wein überaus fürsorglich versorgt und hatten viel Vergnügen am Geschehen auf der Bühne. Die Schauspieler hatten offensichtlich auch viel Spaß daran, wie Hans Sachs die Tumbheiten seiner Mitmenschen auf‘ s Korn nahm, sie zitierten, musizierten und sangen, dass der Regen bald vergessen war. Und der hörte dann auch nach der Pause ganz und gar auf.

Es ging zuweilen ziemlich derb zu auf der Bühne. Das Publikum amüsierte sich sehr über die Bauern, die auf den fahrenden Schüler hereinfielen. Auf den pfiffigen fahrenden Schüler hegte es keinen sicht-oder hörbaren Groll. Dem aufmerksamen Zuschauer drängt sich die Analogie zum heute praktizierten „Enkeltrick“ auf, die Sympathien sind heute gleichwohl entgegengesetzt verteilt.

Überhaupt – vieles, was Hans Sachs in den Schwänken zum Thema machte, ist uns auch heute noch sehr vertraut, sei es die ihren Mann misstrauende und selbst nicht treue Ehefrau oder sei es, dass man sich durch das Streben nach einem kurzfristigen kleinen Vorteil langfristig eher schadet.

Sein Spott zielte auch auf die Bigotterie mancher Pfarrer. Auch sie gibt es heute noch. Die Kirche geht zunehmend offensiver mit der Klärung von solchen Verfehlungen um.

Ob es heute noch einen Hans Sachs bräuchte? Darüber ließe sich gut diskutieren. Gerade deshalb war der ganze Abend bei allem Spaß und Amüsement auch sehr anregend und ein sehr guter Beitrag zum Luther-Jahr.

Ein Wort noch zur malerischen Kulisse: Für drei Begrenzungsseiten trifft das zu. Aber hinter der vierten Begrenzung, dem grün berankten Mäuerchen, sieht man die Fassade des Nachbarhauses. Diese Ansicht hat nichts mit morbiden Charme zu tun, sie ist einfach nur hässlich.

Foto zu Meldung: Sommertheater im Regen war vom Feinsten

Sommertheater findet im Hof des Marktes 3 statt!

(30.06.2017)

Das Sommertheater findet nun doch im Hof des Hauses am Markt 3 - Museum statt!!

Foto zu Meldung: Sommertheater findet im Hof des Marktes 3 statt!

Ab sofort Kartenvorverkauf fürs Sommertheater

(15.06.2017)

Ab sofort sind die Karten für das Sommertheater im Haus Am Markt 3 zu den Öffnungszeiten des Wegemuseums erhältlich!

 

Am Sonnabend, dem 1. Juli um 19.30 Uhr bietet auf dem Wusterhausener Markt das theater 89 Spaß aus der Reformationszeit mit Schwänken von Hans Sachs.

 

Im Preis von 12 EUR ist ein Getränk der Wahl inbegriffen. Den ermäßiten preis von 8 EUR gibt es für Schüler und Studenten sowie Schwerbeschädigte mit Ausweis. Für Kinder unter 12 Jahrn ist der Eintritt frei.

Das Museum hat an diesem Tag bis 18.30 Uhr geöffnet.

Foto zu Meldung: Ab sofort Kartenvorverkauf fürs Sommertheater

Erich Langsdorf - ein Wusterhausener malt seine Reisen

(27.05.2017)

Heute erhielt das Wegemuseum Gemälde von Erich Langsdorf (1914-1986) als Leihgabe - darunter auch Bilder seiner Heimatstadt Wusterhausen, in der er geboren wurde und 1931 seine Malerlehre abschloss. Vielen Dank an seine Ziehtochter Christa Richter aus Baden-Württemberg, die uns die Bilder zur Verfügung stellt!

 

Sie sagt über den begeisterten Reisenden: "Das Thema "Wege-Lebenswege" hat Erich Langsdorf sein Leben lang beschäftigt. So ist er von Wusterhausen über Berlin und Heidenheim ins "Schwabenländle" gekommen."  Er hat seine vielen Reisen in Aquarell und Öl festgehalten - die Bilder werden im Wegemuseum in einer Ausstellung zu sehen sein und den Lebensweg eines Wusterhausener Kindes nachvollziehen.

 

Foto zu Meldung: Erich Langsdorf - ein Wusterhausener malt seine Reisen

200 jahre Fahrrad - Ausstellung im Museumshof

(21.05.2017)

Zur Tour de Prignitz war schon mal ein Blick in die Ausstellung möglich - und heute 12.30 Uhr wird sie eröffnet: unsere Fahrradsammlung ist nun bis Anfang September (je nach Wetter) im Museum und in der Remise auf dem Museumshof zu bestaunen.

Warum eigentlich 200 Jahre Fahrrad? Am 12. Juni 1817 fuhr Carl Drais zum ersten Mal mit seiner Draisine, einem hölzernen Laufrad, dessen Nachbau in der Dauerausstellung zu sehen ist. Außerdemsind dort der "Knochenschüttler" aus den 1860er Jahren, Hochräder und ein Rennrad aus der Neuruppiner Fahrradfabrik ausgestellt.

Die Fahrräder aus dem Depot sind in der Sonderausstellung zu sehen: die Brandenburger Marken Brennabor und Excelsior sind ebenso wie MIFA und Diamant vertreten.

Selten zu bestaunen: zwei Radball-Sporträder und Zubehör

Diese Sportart war bis Anfang der 70er in Wusterhausen beheimatet.

 

Damit weitere Ausstellungnen zum Fahrradfahren und zum Radball folgen können, bitten wir um Mithilfe und Spenden: historische Fahrräder bis ca. 1980 und  Fahrradzubehör, Fotos und andere Materialien und vor allem auch die Geschichten, die damit verbunden sind. Für die Ausstellung erhielten wir bereits 2 Spenden: ein Brennabor-Rad von Dr. Christiane Schael und einen Vollgummi-Reifen aus der nachkriegszeit von Günter Haeseke - vielen Dank dafür!

Foto zu Meldung: 200 jahre Fahrrad - Ausstellung im Museumshof

Familienbilder eines Vielschreibers

(09.05.2017)

Fallada-Ausstellung begann mit einem interessanten Vortrag über das Museumshaus in Carwitz

 

Wolfgang Hörmann

War Hans Fallada jemals in der Prignitz oder im Ruppiner  Land? Hat der Schriftsteller auch nur eine seiner Geschichten hier angesiedelt? Ließ er zwischen Perleberg und Neuruppin irgendwann mal von sich hören? Die einen sagen so, die anderen sagen so. Dabei gilt zweierlei als sicher: Nein, von einem persönlichen Aufenthalt ist nichts bekannt. Und: Ja, man hat schon viel von ihm gehört, gerade erst wieder, am Nachmittag des 2. Mai in Wusterhausen an der Dosse, im 70. Jahr nach seinem Todestag. Allerdings brauchte es dazu einen zum Weitersagen, einen sachkundigen Übermittler. Als  die neue Ausstellung "Hans Fallada - Familienbilder" im "Alten Laden" des Herbst'schen Hauses am Markt eröffnet wurde, da konnte es mit Stefan Knüppel keinen besseren geben. Der Leiter des Fallada-Hauses in Carwitz, das sich 1995 anschickte, als Museum literarische Traditionspflege zu betreiben, führte eine knappe Stunde lang virtuell über das Anwesen am Carwitzer See. Die bunten Bilder auf der weißen Leinwand ließen die Besucher  der Vernissage eintauchen in die Wohnwelt, in der Rudolf Ditzen alias Hans Fallada von 1933 bis 1944 lebte mit Frau Anna und den drei Kindern Uli, Achim und Lore. Am längsten durften die Besucher des "Ladens" im einstigen Wohn- und Arbeitszimmer der Familie Ditzen verweilen. Sie schauten über  den Tisch mit der Schreibmaschine hinweg, daneben Kaffeekanne und Aschenbecher, auf gute gefüllte Bücherschränke. Hans Fallada war nicht nur Schreiber, sondern auch Sammler von Literatur. Über 4000 Bände sollen sich einst im Dichterhaus befunden haben. Auch in der Veranda. Auf Knopfdruck führte Stefan Knüppel dorthin, von da zu Küche und Kinderzimmmer. Ein Kameraschwenk und schon rückten die Vitrinen mit den Erstausgaben in den Fokus. Noch ein Klick, und es präsentierte sich das Außengelände mit Dreiecksbeet von Anna Ditzen, Streuobstwiese, und Bienenhaus. Zu allem erzählte der Gast  ohne Stocken über den Mann, der sich beim Schreiben selber antrieb und für jedes seiner Romanprojekte eine klaren Plan hatte. "Er begann mit sechs Seiten am ersten  Tag. Weniger durften es am nächsten nicht sein, eher mehr. Wenn es gut lief, absolute Stille den Schriftsteller umgab, kamen bis zu 25 zusammen, alles handschriftlich. Das erklärt, wie ein 700-Seiten-Buch in fünf Wochen fertig war -  sein Autor aber auch", gab Dr. Knüppel Einblicke in den Schaffensprozess, der meistens hinterher auch Leidensprozess war, weil der Körper streikte. Der Vortrag war ein interessanter Abriss, der zwangsläufig ganz Unterschiedliches  berührte - den begnadeten Erzähler, liebevollen Vater, von Süchten gequälten Menschen, bei dem alles in einem Buch endete, was er anfing, wie es Hans Fallada selbst einmal sagte.

Die Ausstellung "Familienbilder" wurde bisher bereits in mehr als  15 deutschen Städten in Ost und West gezeigt. Sie hebt sich ab von den gewohnten Schauen, die der Kulturverein Wusterhausen viermal im Jahr organisiert. Werden in aller Regel nur die "Seh-Süchte" befriedigt, so sind die jetzt aufgehängten Exponate mit fast 250 Aufnahmen zwar auch üppig bebildert, die rechteckigen Banner fordern aber auch stark zum Lesen heraus. Wer sich darauf einlässt, wird belohnt. Er erfährt viel Interessantes über Hans Fallada und jene Menschen, die ihn in seinem nur 53 Jahre andauernden Leben umgaben. Das alles ist spannend. Bis zum 8. Juli  kann "Hans Fallada - Familienbilder" zu den Öffnungszeiten des Herbst'schen Hauses besichtigt werden. Eine Liste mit Titeln und Erscheinungsjahren all seiner Werke liegt zur Mitnahme bereit. Die Bibliothek hält etliche Titel zur Ausleihe vor. In manche der Bücher konnten die Besucher der Vernissage am Dienstag schon mal blättern. Sie präsentierten sich auf dem Klavier neben der Eingangstür. Gute Idee.

info

Die Ausstellung "Hans Fallada - Familienbilder" schöpft im wesentlichen aus den Beständen des Hans-Fallada-Archivs.  Auf 16 biografischen Tafeln und sechs Thementafeln wird mit Hilfe von 248, zum großen Teil erstmals veröffentlichten Fotos und Dokumenten, die Geschichte der Familie erzählt. Daran mitgearbeitet hat auch Achim Ditzen (77), jüngster Sohn von Hans Fallada.

 

 

Zitat: "Er begann mit sechs Seiten

am Tag. Weniger durften es

am folgenden nicht sein,

eher mehr."

Stefan Knüppel, Leiter des

Fallada-Hauses

 

Foto zu Meldung: Familienbilder eines Vielschreibers

Anradeln 2017 am 29.4.: Teilnehmer aus Wusterhausen starten in Kyritz

(26.04.2017)

Auch in diesem Jahr sind die Radelbegeisterten aus Wusterhausen aufgerufen, am Sonnabend, dem 29.4. 2017 an der Sternfahrt zum Auftakt der Radelsaison teilzunehmen. Start ist in Kyritz um 9.30 Uhr auf dem Marktplatz. Das Ziel des diesjährigen Anradelns ist Wittstock und es sind 32 Kilometer zu bewältigen. Die Anreise nach Kyritz erfolgt individuell, eine Anmeldung zur Tour ist nicht erforderlich.
 

[weitere Infos zum Anradeln auf www.dieprignitz.de oder bei der Touristinfo Kyritz]

Foto zu Meldung: Anradeln 2017 am 29.4.: Teilnehmer aus Wusterhausen starten in Kyritz

Wegemuseum beteiligt sich am Projekt der Prignitzer Museen

(20.04.2017)

Das Wegemuseum ist eines der Museen, die 2017 und voraussichtlich auch 2018 die Hilfe eines Museumspädagogen zur Entwicklung spannender Angebote für Kinder und Jugendliche in Anspruch nehmen können. Initiiert wurde das Projekt vom Förderkreis Prignitzer Museen.

[MAZ-Beitrag vom 16.4.2017]

Foto zu Meldung: Wegemuseum beteiligt sich am Projekt der Prignitzer Museen

Wunderbares Konzert zu Ostern - und Sonntag ist Osterspaziergang

(13.04.2017)

Der Abend des Gründonnerstag war für die fast 40 Gäste des Konzerts mit Prignitzfolk genau richtig zur Einstimmung auf Ostern. Lieder aus ganz Europa, Klezmer und Folk begeisterten, sogar zum Mitsingen. Ein tolles Konzert, das wollen wir jedes Jahr machen!

Und nicht vergessen: am Sonntag 10.30 Uhr beginnt an der Kirche der Osterspaziergang!

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Neue Jahresübersicht der Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum in Wusterhausen

(23.03.2017)

In Wusterhausen reicht das Angebot  zum Reformationsjubiläum  2017 von fünf Ausstellungen in Museum und Kirche über das Sommertheater bis hin zum Musiksommer, der das Ambiente unserer Stadtkirche  auf ganz besondere Weise erleben lässt.

Auftakt der Aktivitäten ist am 28. März um 10 Uhr am Alten Pfarrhaus, das zum  "Denkmal des Monats" erkoren ist. Mit der feierlichen Übergabe der Urkunde durch das Ministerium und der Enthüllung der Ausstellungsstelen der Kulturland-Kampagne beginnt ein spannendes Ausstellungsjahr - wer hat z.B.schon von nachreformatorischen Beichtstühlen gehört? Dabei steht sogar einer in der Stadtkirche...

 

Der Veranstaltungskalender steht steht hier als PDF zur Verfügung oder ist in der Touristinfo im Herbstschen Haus erhältlich.

 

[Download]

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Eröffnung der Sonderausstellung zum Pilgerweg Berlin -Wilsnack

(11.02.2017)

Beim Pilgerweg-Netzwerktreffen am 11.2. tauschten sich die 30 Teilnehmer zu ihren Erfahrungen und Vorhaben aus. Als Abschluss wurde die Sonderausstellung mit Fotos von Wolfgang Holtz und Julia Lüneburg eröffnet, die noch bis zum 29. April im Wegemuseum zu sehen ist.

 

Die Fotos von der Erstbegehung des Weges im Jahr 1988 hat der Berliner Wolfgang Holz gemacht. 25 Jahre später spürte die Mediendesignerin Julia Lüneburg die alten Standorte auf und fotografierte sie neu. Die Gegenüberstellung der Fotos bietet reizvolle Einblicke in die Veränderungen an der Strecke.

 

Seit 2006 gibt es den modernen, mit dem Pilgerzeichen ausgeschilderten Pilgerweg Berlin-Wilsnack. Die 130 km  absolvieren jährlich ca. 1000 Pilger. Auch in Wusterhausen machen sie Halt. In der Kirche und im Herbst'schen Haus können sie einen Stempel in ihrem Pilgerpass erhalten.

 

 

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Volles Haus bei der Ausstellungseröffnung in der Galerie Alter Laden

(11.02.2017)

Am letzten Sonnabend wurde die neue Ausstellung "Malen - pure Lebensfreude" in der Galerie Alter Laden im Beisein von 80 Gästen eröffnet. Ingrid Sielaff-May und Elisabeth Noack begeistern mit ihren Aquarellen und Gemälden noch bis zum 29. April.

 

 

[Reportage von Wolfgang Hörmann]

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Ausstellungstipps des Wegemuseums

(11.11.2016)

Die nächsten Veranstaltungen im Wegemuseum und in der Galerie Alter Laden stehen ins Haus: Am 26.11. können wir noch einmal Perter Frenkel erleben, der zur Finissage seiner Ausstellung "Olympia ist überall" seine Erlebnisse mit Anekdoten und Hintergrundwissen erzählen wird.

 

Zum Nikolausmarkt gibt es am Sonntag, dem 4.12. nicht nur die Vernissage der Ausstellung der Astrid-Lindgren-Schule. Im Sonderausstellungsraum des Museum wird es Winter - einige "Perlchen aus dem Depot" stimmen auf die kalte Jahreszeit ein.

Beide Ausstellungen sind bis zum 25. Januar 2017 zu den Öffnungszeiten des Hauses zu sehen.

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Neues aus dem Herbst'schen Haus

(01.09.2016)

Mehrere Veranstaltungen des Kulturvereins, des Wegemuseums und der Bbliothek  laden im September ins Herbst'sche Haus ein:

Das Denkmal und das Ehrenamt:

Am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, dem 11.9.  gibt es um 11 und 14 Uhr Führungen zur Baugeschichte und im Sonderausstellungsraum präsentiert sich der Kulturverein Wusterhausen mit einem Rückblick auf die Vereinstätigkeit. Es stehen interessante Gesprächspartner zur Verfügung. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.

Das Museum stellt sich außerdem in Neustadt/Dosse gemeinsam mit den anderen Museen der Kleeblattregion vor.

Sportlich und nachdenklich:

Am Freitag darauf, dem 16.9. um 19 Uhr eröffnet die Ausstellung "Olympia ist überall" mit Fotografien von Peter Frenkel. Die Sportfotografien zur Erinnerungskultur von Sportereignissen sind bis zum 25.11. zu den Öffnungszeiten des Hauses kostenlos zu  besichtigen.

Mal ganz woanders ins Museum gehen:

Am 17.9. sind die Besucher des Erntefestes in Läsikow zu einer kleinen Bügeleisen-Ausstellung aus Beständen des Wegemuseums eingeladen, die von Mitgliedern des Kulturvereins präsentiert wird.

Erzähltes Museum  - Generationendialog in Form der Lebendigen Bibliothek zum Thema FLUCHT in Geschichte und Gegenwart

Sommertheater 2016 mit Regenschirm

(05.07.2016)

Für seine diesjährige Sommertournee hat das theater 89 zwei Einakter des berühmten irischen Dramatikers Sean O’Casey ausgewählt: DAS ENDE VOM ANFANG und GUTNACHTGESCHICHTE. Damit gastierten sie am 2. Juli in Wusterhausen. Es war bereits das fünfte Mal, dass die Künstler bei uns zu Gast waren. Und wie jedes Mal begeisterten sie auch letzten Samstag wieder die Zuschauer. Und das, obwohl die Wusterhausener und ihre Gäste dieses Mal viel zu tun hatten, immer wieder den Regenschirm aufzuspannen. Das Geschehen auf der Bühne – Kurzfassung “ Männer haben es nicht leicht“ – hat bis heute nicht viel an Aktualität eingebüßt. Und bei der bezaubernden Laila-Maria Witt war es durchaus nachvollziehbar, dass der sonst so brave Beamte nicht umhin konnte, eine Dummheit zu begehen. Und dafür musste er büßen.

Für Wusterhausener Männer bestand aber keine Chance bei Laila-Marie Witt - Insider erinnern sich  vielleicht an die “Hochzeit des Jahres 2015“.  Ihr Auserwählter, Investmentbanker und „hoffnungsloser Romantiker“, wie er sich selbst beschreibt, saß am Abend in Wusterhausen in der ersten Reihe.

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Edler geht's nicht

(04.08.2015)

Ganz „edel“ ging es am Mittwochabend im Alten Laden des Herbst’schen Hauses in Wusterhausen zu. Zu einem Vortrag über die Edlen von Plotho und die Edlen Gänse, beides bekannte Prignitzer Adelsgeschlechter, hatte der örtliche Kulturverein eingeladen.

Die Vorsitzende Bärbel Hartwig begrüßte zahlreiche Zuhörer und Joachim Riedel als Referenten. Er leitet das Regional- und Stadtmuseum in Perleberg. Der Gast ging besonders ausführlich auf Erstgenannte ein, ziert doch die Plotho’sche
Lilie sowohl die Stadtwappen von Kyritz goldfarben als
auch von Wusterhausen in Rot. Die Stadtgründung von Kyritz und die landesherrliche Stellung der Plotho-Brüder im Ländchen Wusterhausen gehen auf Stendaler Recht zurück. Bei Kyritz stimmen die Urkunden buchstäblich überein. Ausgetauscht wurden lediglich die Namen. Wusterhausen seit 1233 und Kyritz seit 1237 waren also „Tochterstädte“ Stendaler
Rechts. Für sie galt die Anweisung, in zweifelhaften
Fällen, in denen sie nicht selber in der Lage waren, ein Urteil zu finden, in ihrer Mutterstadt Rechtsbelehrungen einzuholen.

„Ich wundere mich, dass es weder hier noch da eine ‚Stendaler Straße’ gibt“, so Joachim Riedel augenzwinkernd. „Wir werden
das überprüfen“, versprach Bärbel Hartwig für ihren Kulturverein.

 

von WOLFGANG HÖRMANN

Schicht um Schicht

(31.01.2015)

Am vergangenen Donnerstag eröffneten wir im Herbst'schen Haus Am Markt 3 das Ausstellungsjahr 2015 mit einer Ausstellung des Künstlerpaares Friederike Meintke und Harmut Behder aus Lögow. Sie gestalteten unseren Alten Laden mit Spachtelarbeiten und Stadtlandschaften.

 

In ihren Arbeiten spiegelt sich deutlich wieder, dass die beiden die vielfachen Möglichkeiten der Spachtel- und Collagentechnik auskosten und sich mit ganz unterschiedlichen Materialien ausprobieren, die sie, sich untereinander abwechselnd, Schicht um Schicht auftragen. „Wann das Bild fertig ist, entscheiden wir gemeinsam - ohne viel Worte - ein Blick muss genügen.“ So entstehen quasi in "einem stummen Dialog" ihre Spachtelarbeiten. Eine Auswahl davon ist im Alten Laden zu sehen, ebenso weitere Arbeiten von Friederike Meintke mit ihrer Interpretation zum Thema „Stadtlandschaften“, geprägt von ihren Jahren in der Großstadt. „In meinen Bildern „denke“ ich mir die Menschen weg - dennoch ist ihre Gegenwart spürbar - durch ihre Bauten, die in ihrer Existenz abhängig vom Menschen sind und ihren Lebensraum wiederspiegeln.“

 

Rosemarie Blank übernahm die Einführung in die Ausstellung. Sie fasziniere, wie zwei Personen abwechselnd an einem Kunstwerk arbeiten können; das erfordere enormes gegenseitiges Vertrauen. Die Inspiration griff auch auf unseren Kantor Christopher Sosnick über, der die Eröffnung mit einigen klassischen Stücken am Klavier begleitete. Er improvisierte aus dem Stehgreif eine respektable Eigenkomposition über ein Werk, das ihn besonders gefesselt habe. Mit netten Gesprächen und einem Gläschen Sekt klang der Abend aus.

 

Die Ausstellung kann noch bis zum 6. April 2015 zu den gewohnten Öffnungszeiten (Dienstag von 13 bis 18 Uhr sowie Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr) besichtigt werden.

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Fröhliche Weihnachten ...

(21.12.2014)

... und zum Ende des Jahres ein herzliches Dankeschön an die zahlreichen Helfer des Herbst’schen Hauses – vor allem aus den Reihen des Kulturvereins Wusterhausen e.V. –  für ihre rege und vielfältige Unterstützung!

 

Ein ereignisreiches kulturelles Jahr neigt sich für uns dem Ende entgegen. Wir freuen uns sehr, dass unsere Aktivitäten bei unseren Besuchern so viel Zuspruch und Anklang fanden.

Auch im neuen Jahr haben wir viel vor und planen u.a. ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm. Stöbern Sie doch einfach schon einmal, was Sie im neuen Jahr bei uns erwartet! http://www.wegemuseum.de/veranstaltungen/index.php oder http://www.wusterhausen.de/veranstaltungen/index.php.

 

 

Das gesamte Team des Herbst’schen Hauses wünscht Ihnen ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest und ein glückliches, erfüllendes neues Jahr! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen bei den Kulturerlebnissen 2015!

 

Ihr Team vom Herbst’schen Haus Am Markt 3 (Bibliothek und Wegemuseum)

 

Weihnachtspause:

Bitte beachten Sie unsere Schließtage zwischen Weihnachten und Neujahr (24. Dezember 2014 bis 1. Januar 2015). Ab 2. Januar 2015 sind wir wieder für Sie da!

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Feuriger Aktionstag für die alte Post

(29.10.2014)

Der Aktionstag „Feuer und Flamme“ am vergangenen Samstag, 25.10.2014, läutete auch in diesem Jahr die dunkle Jahreszeit mit einem besonderen Programm rund um die Post- und Chausseegeschichte im Wegemuseum ein. Schon vor dem Haus empfingen zwei Vermesser mit moderner Messausrüstung unsere Besucher, die ihre amtliche Körpergröße messen und per Urkunde beglaubigen lassen konnten. Franz-Josef und Max Focke ließen schon erahnen, dass es an diesem Tag im Museum noch mehr Besonderes zu entdecken geben würde.

 

Zunächst startete ein geführter Rundgang durch die Sonderausstellung "Wege zwischen Preußen und Sachsen“. Zusätzlich zum üblichen Rundgang waren im Foyer noch weitere, seltene Schriftzeugnisse aus der Postkutschenzeit aufgebaut, die aus dem BLHA und Geheimen Staatsarchiv PK stammen und in Vorbereitung der Sonderausstellung in den Archiven entdeckt worden waren. Dazu gehörten Protokolle der Verhandlungen während des Wiener Kongresses über das Postwesen aus dem Jahr 1814, unterzeichnet von Fürst von Hardenberg persönlich. Oder auch die sächsische Ratifikation des geschlossenen Postvertrags mit Preußen 1815, abgefasst in Französisch und Deutsch, war doch Französisch die Verhandlungssprache auf dem Wiener Kongress.

 

Zu unserem Aktionsprogramm gehörten auch historische Vermessungstechniken beim Wegebau. Schließlich waren sie notwendige Voraussetzung, um angesichts des zunehmenden Post- und Reiseverkehrs im 18. Jahrhundert Entfernungen zu markieren. Wurden Messwagen und Messkarre noch per Abbildung erklärt, ging es bei der Messkette direkt ans Werk. Rekonstruiert nach historischem Original hatten wir uns die preußische Messkette vom Heimatverein Fehrbellin geliehen und sie seit Mai in unserer Sonderausstellung gezeigt. Mit freundlicher Erlaubnis aus Fehrbellin führten Roland Tille und Andrea Perlt am Samstag vor, wie mit solcher einer Messkette eine Distanz vermessen wurde. Unserem Publikum wurde schnell der Aufwand für damalige Zeitgenossen bewusst, die Messkette (18,84 m) 100-mal entlang von Kettenstäben auszurichten, um dann gerade einmal einen Viertelmeilenstein (nach 1,88 km) abstecken zu können.

 

Helga Schimpke bereitete währenddessen frische Waffeln zu, die sich die Besucher bei Kaffee oder Tee an den warmen Feuerschalen in unserem gemütlichen Innenhof schmecken ließen.

 

Zahlreiche Ferienkinder, die an unserem Ferienprogramm teilgenommen hatten, kamen ins Museum, um ihren Eltern zu zeigen, was wir zur alten Post alles erkundet und gestaltet haben. Neben selbst gebastelten Postkutschen waren dabei auch kleine Briefe, zum Teil sogar mit Federkiel und Tinte, entstanden, die nun per Flaschenpost auf Reisen gehen sollten. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit zogen wir gemeinsam los zur Dosse, wo jeder kleine Autor seine Flaschenpost auf Reisen sendete.

Das abendliche Programm gestaltete die Bibliothek mit Gänsehautmärchen zum Tag der Bibliotheken (separate Meldung).

 

Ein ganz herzlicher Dank an das Vermessungsbüro Focke & Focke-Bruns in Wusterhausen sowie an die breite Helferfront aus dem Kulturverein, durch die der Aktionstag zu einem Erlebnis für Jung und Alt geworden ist.

 

Andrea Perlt

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Woche voller Ferienspaß im Wegemuseum

(27.10.2014)

In der ersten Herbstferienwoche gab es vom 21. bis 23.10.2014 im Wegemuseum allerhand zu entdecken. Viele kleine Entdecker im Grundschulalter fanden sich zum Herbstferienprogramm bei uns ein und begaben sich mit uns auf Erkundungstour durch das Wegemuseum und im Speziellen durch die Sonderausstellung "Wege zwischen Preußen und Sachsen". Diesmal ging es darum, die Geschichte der Post spielerisch zu entdecken. Bärbel Hartwig vom Wusterhausener Kulturverein und unsere Praktikantin Katrin Großmann begleiteten die Museumsleiterin bei dem bunten Programm.

 

Ausgerüstet mit einem Museumspass, zogen wir los, um das Museum kennenzulernen. Jeder wählte sich ein Ausstellungsstück aus, das er beschreiben und seinen Mitschülern vorstellen wollte. Danach gingen wir auf die Spur, wie die Post früher funktionierte, wozu es Postillione gab und welche Aufgaben sie hatten. Unser Postillion Philipp kassierte sogleich die Fahrkosten und Wegegelder ab, um die vielen Fahrgäste auf unserer Route von Wusterhausen nach Kyritz mitzunehmen. Und die vielen Groschen, die er uns abnahm, machten ganz schnell deutlich – Fahren mit Postkutsche war damals ganz schön teuer! Jeder durfte auch seine eigene Postkutsche bauen und mit selbst gebasteltem Reisegepäck und Reisegästen schmücken. Dabei entstanden ganz bunte und individuell gestaltete Postkutschen. Wir beschäftigten uns aber auch damit, wie abenteuerlich das Reisen mit der Postkutsche früher war. Dazu schlugen wir im Benimmbuch von (Adolph Freiherr von) Knigge nach, welche Umgangsformen es früher beim Reisen gab. Und wir probierten aus, wie mit Federkiel und Tinte geschrieben wurde. Denn schließlich schrieb man schon damals auf Reisen Grüße nach Daheim. Nach einigen Probeläufen verfasste jeder einen kleinen Brief mit Text und Zeichnungen. Den Höhepunkt unserer Erlebniswoche bildete die Aktion "Feuer und Flamme" am vergangenen Samstag, als jeder kleine Autor seinen Brief per Flaschenpost über die Dosse auf Reisen schickte.


Ein riesiges Dankeschön an Bärbel Hartwig, die sich bereit erklärte, uns die ganze Ferienwoche über zu unterstützen! Wir hoffen, dass es allen Teilnehmern so viel Freude bereitet hat wie uns, und wünschen uns natürlich auch, dass viel neues Wissen hängen bleibt.

 

Andrea Perlt

Foto zu Meldung: Woche voller Ferienspaß im Wegemuseum

Gemeinsam auf Entdeckungsreise gehen - Nachwuchsfotografen ausgezeichnet

(17.10.2014)

Am 30. September 2014 ging der Kinder- und Jugend-Fotowettbewerb "Meine Entdeckungsreise 2014", der in diesem Sommer vom Wegemuseum zusammen mit der Fotografin Barbara Wolff ausgelobt wurde, zu Ende. Im Wegemuseum betreute unsere studentische Praktikantin Katrin Großmann den Wettbewerb mit großem Einsatz.

15 Workshops führten Barbara Wolff und Katrin Großmann in den Sommermonaten durch und machten dabei über 320 Kinder mit der Fotografie und der Kreation einer Bildserie vertraut: In drei Fotografien sollte die ganz persönliche „Entdeckungsreise“ dargestellt werden. Viele viele Bildideen entstanden und erreichten uns im Laufe der Monate aus nah und fern. Sowohl aus unserer Region im Landkreis OPR als auch weiteren Städten Brandenburgs und anderen Bundesländern trudelten Einsendungen bei uns ein. Die am weitesten entfernte Bildserie erreichte uns aus Steindorf (Bayern). Unter 111 Einsendungen haben unsere fünfköpfige Jury, bestehend aus Elke Kaddasch (Gymnasium Kyritz), Axel Knopf (Märkische Allgemeine Zeitung), Christopher Arndt (Sparkasse Ostprignitz-Ruppin), Barbara Wolff (Fotografin) und Andrea Perlt (Wegemuseum), schließlich die Gewinner gekürt.

 

Am Donnerstag, 16.10.2014, eröffneten wir die zugehörige Fotoausstellung im Alten Laden des Herbst’schen Hauses mit den Preisträgerfotos und weiteren ausgewählten Fotoserien mit besonders schönen und kreativen Bildgeschichten. Zahlreiche Entdeckungsfreudige – ob jung oder alt – fanden ihren Weg zur Eröffnung der Fotoschau. Die Anwesenden waren sehr gespannt, denn erst bei Eröffnung verkündeten wir die Preisträger. Die ausgezeichneten Fotografinnen und Fotografen erhielten einen Gutschein für eine Kameraausrüstung im Wert von 250 EUR und weitere Preise zum Thema Fotografie.

 

Die Jury überzeugen konnten folgende Gewinner:

 

Altersklasse I (bis 12 Jahre):

1. Preis: Anton Weingart

2. Preis: Alexa Dahlenburg

3. Preis: Stella Heinze

 

Altersklasse II (13 bis 19 Jahre):

1. Preis: Noomi Thormann

2. Preis: Annemarie Oberthür

3. Preise erhielten: Antonia Paesler, Frederike Wistuba, Anja Rogge

 

Es gibt noch viele weitere Serien, die nicht in der Ausstellung hängen. Leider – aus Platzgründen – konnten wir nicht alles zeigen. Wir danken natürlich auch denen, die nicht ausgestellt werden konnten und hoffen, dass es allen so viel Freude gemacht hat wie uns!

 

Wir danken außerdem all den Institutionen und Schulen, die unser Angebot an Workshops annahmen – sei es in Karnzow (AWO), im Ferienlager Bork, im Camp am Untersee, in der Gemeinde Wildau, in den Schulen in Neustadt und Wusterhausen (besonderen Dank an Frau Winterle) und im Gymnasium Kyritz. Ein herzlicher Dank an unsere Sponsoren, der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin und der Firma Hüffermann Transportsysteme GmbH, sowie an den Kulturverein Wusterhausen für die Unterstützung bei der Abwicklung der Fördermittel. Ein großes Dankeschön geht auch an unsere Juroren, die sich für die nicht gerade kurze Auswertung und Diskussion der vielen Einsendungen viel Zeit genommen hatten.

 

Zu guter Letzt möchte ich das große Engagement der beiden Koordinatorinnen unseres Fotoprojekts, Katrin Großmann und Barbara Wolff, hervorheben und mich für die gute Zusammenarbeit ausdrücklich bedanken!

 

Andrea Perlt

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Forscher tagen in Wusterhausen

(28.09.2014)

Im Rahmen der Tagung „Wege zwischen Preußen und Sachsen“ trafen am 27. September Vertreter der Forschungsbereiche Geschichte und Kartographie, der Forschungsgruppen Meilensteine und des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg mit weiteren Interessierten aus der näheren Umgebung bis hin aus dem brandenburgischen Süden in Wusterhausen zusammen. Im Zentrum des Interesses standen die Wechselwirkungen zwischen den politischen Verflechtungen von Preußen und Sachsen und den historischen Wegen zwischen beiden Ländern.

 

Ausgehend von einem historisch-politischen Diskurs über die Beziehungsgeschichte zwischen Preußen und Sachsen in der Frühen Neuzeit führte der Wissensaustausch von der sächsischen und preußischen Kartographie und Landesaufnahme über die Entwicklung der Post und den Wegebau, insbesondere dem einsetzenden Chausseebau, bis hin zum heutigen Verkehrssystem zwischen Brandenburg und Sachsen.

Nach dem Vortrag von Restaurator Manfred Sährig über die Restaurierung von Meilensteinen und anderen Kulturgütern überreichte Manfred Bartz, Bezirksverordnetenvorsteher a.D. von Berlin-Neukölln, dem Wegemuseum zwei maßstabgerechte Nachbildungen von Meilensteinen an der B 179, die letzten Exemplare aus dem Fundus des Rudower Heimatvereins und des Bürgervereins Berlin-Britz, mit eigens dazu angefertigten Beschreibungen.

 

Die Tagung wurde vom Wegemuseum veranstaltet. Sie fand als Begleittagung zur aktuellen und gleichnamigen Sonderausstellung im Wegemuseum statt. Weitere Informationen erhalten Sie im beigelegten Tagungsprogramm oder bei der Museumsleiterin Frau Perlt (Tel. 033979/877-62).

[Tagungsprogramm]

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Wie ein Spiegel ins Herbst’sche Haus des 19. Jahrhunderts

(15.09.2014)

Die gründerzeitliche Balustrade im Eingangsbereich fällt unseren Besuchern sofort ins Auge, wenn sie das Haus betreten. Sie stammt aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts und wurde als Emulsionsmalerei aufgetragen. Noch heute versetzt es unsere Besucher ins Staunen, welch eindrückliche Zeugnisse aus einer früheren Epoche unsere Wände preisgeben.

 

Zum Denkmaltag am gestrigen Sonntag zum Thema „Farbe“ luden wir den Restaurator Thomas Dietenberger zu uns ein, der die restauratorischen Arbeiten im Haus vorgenommen hatte. Mit der Kernsanierung des Herbst'schen Hauses in den Jahren 2009 bis 2011 waren alte Wandmalereien aus dem 19. Jahrhundert zutage gekommen, die fachmännisch gesichert und wiederhergestellt wurden. Thomas Dietenberger bot uns einen Einblick in die Farbgestaltung im ländlichen Profanbau allgemein und in die Baugeschichte des Hauses im Besonderen. Bei unserem Rundgang durch die Räumlichkeiten des Erd- und Obergeschosses erfuhren unsere Besucher, darunter auch Kulturstaatssekretär Martin Gorholt, viele, nicht alltägliche Hintergrundinformationen zu den Originalbefunden und den rekonstruierten Farbfassungen, zu den abwechselnden Stilrichtungen und den Farbtechniken, die die Restauratoren anwendeten. Anschließend ließen die Besucher die vielen Erkenntnisse im Alten Laden nochmal Revue passieren und stärkten sich am Kuchenbuffet.

 

A. Perlt

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Reisefotografie einmal anders

(07.09.2014)

Ist es noch Reiseerinnerung oder doch schon Selbstinszenierung? Unwillkürlich stellt sich diese Frage bei so manchen Fotomotiven, die die Fotografin Barbara Wolff in ihrer jüngsten Neukreation „I was here!“ eingefangen hat. Am vergangenen Freitag begingen wir die Eröffnung der neuen Fotoausstellung in unserem Alten Laden.

 

Fast ein Heimspiel für die gebürtige Kyritzerin! Schon im alten Heimatmuseum und im frisch neu eröffneten Wegemuseum 2011 stellte sie ihre Werke aus. Damals trugen sie die Titel „Ghostwriter“ und „Transit F5“, in denen sie ihre eigene Kindheit an der Transitroute F 5 aufarbeitete.

 

Nun ein weit aktuelleres, wenn nicht sogar zeitkritisches Thema:

 

Die Fotografin Barbara Wolff begab sich in Berlin auf die Fersen von Reisenden und analysierte - quasi als „Trittbrettfahrerin“  - ihr Verhältnis zur Fotografie. Der Trend, sich selbst im Fokus vor Sehenswürdigkeiten zu fotografieren, zeichnet sich deutlich ab: Viele, viele Fotos entstehen heutzutage mit Digitalkameras, Fotohandys und Tablets, lassen sich sofort wieder aussortieren oder später auf Facebook und co. posten. Barbara Wolff wählte im Besonderen die neuralgischen Punkte der ehemals geteilten Stadt Berlin, also die politischen Spuren der jüngsten deutschen Geschichte, als Beobachtungsorte. Dabei beobachtete sie des Öfteren, wie historische und touristische Bedeutung für die Reisenden nahezu verschwimmen. Und tatsächlich muten auch einige Fotos so an, als ob die Touristen scheinbar den Ort, an dem sie sich bewegen, nicht mehr wirklich in seiner historischen Bedeutung wahrnehmen.

 

Dabei sind die Aufnahmen durchaus heiter gestimmt – manch einer würde es vielleicht auch Ironie des Zeitgeistes nennen. An anderer Stelle in Berlin würde die heutige „Selfie-Kultur“ sicher etwas denkwürdiger ausfallen, wenn wir zum Beispiel an das Berliner Holocaust-Denkmal gingen.

 

In jedem Fall empfiehlt sich eine Besichtigung dieser besonderen Perspektive auf Berliner Sehenswürdigkeiten. Lukas Sabionski umgab die Eröffnung mit Klavierstücken wie Streets of London und My Way. Auch ein kleines Buffet mit leckerem Fingerfood und Getränken erfreute unsere Gäste. Bis zum 12. Oktober 2014 sind die Fotoarbeiten im Alten Laden bei freiem Eintritt noch zu sehen.

 

Andrea Perlt

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Tag des offenen Denkmals in der Kleeblattregion

(03.09.2014)

Der Deutsche Denkmaltag am 14. September 2014 steht in diesem Jahr unter dem Thema „Farbe". Bei jedem Denkmal, bei jeder archäologischen Fundstelle spielen Farben eine zentrale Rolle. Prägen sie doch neben der Form unsere Wahrnehmung der Objekte wesentlich. Farbfassungen werden von Restauratoren erforscht und wiederhergestellt. Farben können sich verändern, sie unterliegen zeittypischen Geschmacksvorstellungen, sie schützen und schmücken Objekte.

Folgende Museen und Denkmäler unserer Region bieten am 14. September ein Sonderprogramm an:

 

Demerthin:

In der Dorfkirche Demerthin findet die offizielle Eröffnung des Denkmaltages im Landkreis Prignitz statt. In der Dorfkirche kann man an den einzigartigen Wandbildern aus dem 15. Jahrhundert sehr schön sehen, wie Farben in der Geschichte eingesetzt wurden. Sie sind so selten und außergewöhnlich, dass der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg der Demerthiner Kirche eine eigenes Buch gewidmet hat. Am Denkmaltag wird dieses Buch nach einer Andacht um 13.30 Uhr offiziell vorgestellt, Besichtigungen der Kirche, der Gutsanlage und des Schlosses schließen sich an.

 

Papierfabrik Hohenofen:

Die Papierfabrik Hohenofen ist am Samstag und Sonntag, 13.9. und 14.9., jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Am Sonntag finden um 11 und 14 Uhr Führungen durch den Papierhistoriker Klaus B. Bartels statt. Er steht auch am Sonnabend für Auskünfte und Gespräche gern zur Verfügung. Klaus Bartels ist eine Koryphäe zur Geschichte der Papierfabriken im Allgemeinen und zur Geschichte Hohenofens im Besonderen. 2011 hat er das Buch "Papierherstellung in Deutschland. Von der Gründung der ersten Papierfabriken in Berlin und Brandenburg bis heute" herausgebracht. Ein Besuch lohnt sich also nicht nur für interessierte Laien, sondern auch für Fachleute.

 

Wegemuseum Wusterhausen:

Das Wegemuseum lädt um 15 Uhr zu einer Sonderführung zur „Farbgestaltung im ländlichen Profanbau im 18./19. Jahrhundert am Beispiel des Herbst'schen Hauses“ ein. Die Kernsanierung des Herbst'schen Hauses (2009-2011) legte alte Wandmalereien frei, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen und die in fachmännischer Arbeit gesichert und wiederhergestellt wurden. Sie sind für uns heute wie ein Spiegel in das barocke Fachwerkhaus im 19. Jahrhundert und dem damaligen Zeitgeschmack. Der Restaurator Thomas Dietenberger, der die restauratorischen Arbeiten vorgenommen hat, wird uns am Denkmaltag Einblicke in die Farbgestaltung im ländlichen Profanbau im Allgemeinen und im Herbst'schen Haus im Speziellen geben. Anschließend wartet frischer Kaffee und Kuchen.

 

Kalebuz-Gruft:

Selbst in der Kalebuz-Gruft in Kampehl überraschen den aufmerksamen Besucher Farbgestaltungen. Wer genau hinsieht, kann sich selbst von den neuesten Erkenntnissen, die dank einer kürzlich verfassten Doktorarbeit u.a. zu den Mustern und Abbildungen auf dem Sarg des Kalebuz gewonnen wurden, überzeugen. Auch Informationsblätter werden dazu bereitgehalten.

 

 

Neben diesen besonderen Aktionen öffnen am Denkmaltag auch die weiteren Museen der Region ihre Türen für die Besucher. Der Tag fällt in diesem Jahr genau auf den Wahlsonntag der Landtagswahl. So lässt sich der Gang zur Wahlurne gleich mit einem Besuch unserer historischen Stätten verbinden. Auf diese Hoffnung setzen alle teilnehmenden Museen und Denkmäler und freuen sich auf viele Besucher!

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Altministerpräsident und Kultur-Staatssekretär zu Besuch im Wegemuseum

(31.08.2014)

Vor einigen Tagen stattete der ehemalige Ministerpräsident und Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe unserem Wegemuseum einen Besuch ab. Er war auf Sommertour mit Kultur-Staatssekretär Martin Gorholt unterwegs. Unsere beiden Besucher erfuhren viel über die Wege- und Verkehrsgeschichte und über die Region selbst und zeigten sich sehr beeindruckt von unserem Museum. Diesen Eintrag hinterließ uns Herr Stolpe als Erinnerung an seinen Besuch im Gästebuch:

 

„Mit großer Überraschung und viel Freude habe ich heute das Wegemuseum kennengelernt. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal für Wusterhausen! Es wurde Zeit, daß ich als ehemaliger Ministerpräsident und Bundesverkehrsminister herkam. Dank den MitarbeiterInnen für die Liebe und den Fleiß, die Sie hier einbringen.“

 

Wir freuen uns über den positiven Zuspruch und halten unsere Türen jederzeit gern geöffnet für einen zweiten Besuch!

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Die längste Straße im Havelland

(29.08.2014)

Der Havelländer der MAZ stellt in seiner Sommerserie Rekorde im Havelland vor. Nachdem bereits das "tiefste Loch" gefunden, das "höchste Gebäude" angeschaut und  im "kleinsten Hotelzimmer" eingecheckt wurde, ging es nun auf die Piste. Der Havelländer stellt die längste Straße des Havellandes vor - und bezog dabei auch das Wegemuseum mit seinem Ausstellungsthema Transit an der F 5 mit ein.

 

Viel Spaß bei der Lektüre!

[MAZ vom 18.08.2014]

Per Fahrrad den Postkutschen auf der Spur

(25.08.2014)

Unsere zweite Auflage der Radtour am vergangenen Samstag gestaltete sich zur Freude aller Beteiligten als sonnige, vergnügliche Fahrt durch die Region. Bei heiterem Wetter führten Roland Tille und Andrea Perlt die gut gelaunten Radlern durch die Gegend, um sich gemeinsam auf die Spuren des Post- und Chausseewesens zu begeben. Denn auch bei uns gibt es noch zahlreiche Chausseehäuser und Meilensteine am Wegesrand.

 

An den einzelnen Stationen wurden Informationen ausgetauscht und über die Recherchen und Thesen, wo genau der Postweg zu welcher Zeit verlief, diskutiert. Auch der Heimatforscher Wolfgang Holtz aus Berlin-Steglitz war wieder mit von der Partie und hatte viele weitere Details parat. Schließlich war er selbst schon zu Fuß auf dem alten Postweg von Berlin nach Hamburg unterwegs.

 

Nach einem Abstecher nach Heinrichsfelde radelten wir über Wusterhausen und Metzelthin nach Barsikow. Dort hatte Ortsvorsteherin Barbara Linke einen Mittagsimbiss vorbereitet und zeigte uns die örtliche Meilensteinsammlung. Sie tragen bis heute noch die alten Meilenangaben, obwohl schon im Jahr 1870/1 auf Kilometer umgestellt worden war, und sind weit und breit eine Rarität! Viele nutzten auch die Gelegenheit, unter Führung von Herrn Grützmacher einen Blick in die Kirche und die Pilgerherberge im Kirchturm zu werfen.

Die Nachmittags-Etappe führte uns über Segeletz und Neustadt (Dosse) nach Plänitz in die „Alte Post“, wo uns frischer Kuchen und Kaffee erwartete. Zum Ausklang trug uns Herbert Liman Reiseberichte aus dem 19. Jahrhundert vor, die die abenteuerliche Fahrt mit einer Postkutsche eindrücklich deutlich machte.

 

A. Perlt

[Artikel von Alexander Beckmann in der MAZ (25.08.2014)]

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Foto-Workshops in den Sommerferien

(07.08.2014)

Die Seele in der Hängematte baumeln lassen, Wildtiere am See beobachten, die Natur entdecken – und dazu den Fotoapparat schwingen. Damit haben sich in den letzten Wochen viele Ferienkinder vergnügt. Passend zu unserem Fotowettbewerb zum Thema „Meine Entdeckungsreise" haben wir seit Juni zahlreiche Foto-Workshops mit Schülern der Grundschule Wusterhausen und dem Kyritzer Gymnasium sowie Ferienworkshops in Wusterhausen, Kyritz, Karnzow und Bork durchgeführt und dabei kleine und große Nachwuchsfotografen für ihre Motivsuche begeistern können. Viele Aufnahmen haben sie gesammelt, die zeigen, wie man mit wenigen Bildern von seinen Ferienerlebnissen und Entdeckungen berichten kann. Die dabei entstandenen Serien kann man sich auf unserer Webseite ansehen und sich dabei gleich Inspirationen für eigene Bilder holen.


Wir möchten auch noch weitere Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre animieren, bei unserem Fotowettbewerb zum Thema „Entdeckungsreise“ mitzumachen und in den Ferien entstandene Motive bei unserem Wettbewerb einzureichen. Es gibt tolle Sachpreise zu gewinnen, zum Beispiel einen Gutschein für eine Kameraausrüstung im Wert von 250,- Euro. Alles, was man für eine Teilnahme tun muss, ist eine Serie von drei Bildern aufzunehmen, das Anmeldeformular auszufüllen und beides an das Museum zu senden. Das geht auch über die eigens dafür angelegte Webseite. Wir bieten auch kurz nach den Ferien noch Workshops für Einrichtungen mit Kinder- und Jugendgruppen an. Aber auch Eltern, Großeltern und Verwandte sind dazu aufgerufen, zusammen mit Ihren Kindern auf Motivsuche zu gehen. Denn es dauert nicht mehr lange, bis der Wettbewerb am 30. September endet. Wer Fragen oder Interesse an Workshops oder einer Teilnahme hat, der kann sich auf unserer Webseite http://entdeckungsreise.wegemuseum.de informieren oder sich im Wegemuseum melden (telefonisch unter 033979/877-60 oder per Mail an info@wegemuseum.de).

[Webseite des Fotowettbewerbs]

Foto zu Meldung: Foto-Workshops in den Sommerferien

Ab auf die Insl!

(25.06.2014)

Wer möchte von seinen schönsten Ferieneindrücken berichten und sich erste Anregungen für seine Bildidee holen?

 

Wir laden Euch herzlich zu unserem öffentlichen Foto-Workshop am Freitag, 4.7., auf die Kyritzer Insel ein. Dort zeigen wir Euch zwischen 14 und 17 Uhr, was eine Bildgeschichte ist und wie man selbst Ideen für eine Bildserie findet. Danach gehen wir gemeinsam auf eine kleine Insel-Entdeckungstour, um erste Probeaufnahmen zu knipsen. Bringt also unbedingt Eure Kameras oder Fotohandys mit!

 

Zeit: Freitag, 04.07.2014, 14 bis 17 Uhr

Ort: Insel im Kyritzer Untersee

 

Darüber hinaus bieten wir an, weitere Workshops mit Kindergruppen und Jugendlichen durchzuführen. Bei Interesse freuen wir uns über eine telefonische Rückmeldung unter 033979/877-60 oder eine E-Mail an info(at)wegemuseum.de.

 

Zusammen mit der Fotografin Barbara Wolff veranstaltet das Wegemuseum in diesem Sommer einen Fotowettbewerb mit dem Thema „Meine Entdeckungsreise“ für Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre. Dafür kann bis zum 30. September 2014 eine Bildserie eingereicht werden, die in drei Bildern von einem interessanten Ort oder einem besonderen Erlebnis erzählt.

Foto zu Meldung: Ab auf die Insl!

Neun sind attraktiver als eines

(23.06.2014)

Seit Anfang 2012 treffen sich die Kleeblattmuseen zu regelmäßigen Beratungs- und Arbeitstreffen zusammen. Vor wenigen Tagen hat der Journalist Alexander Beckmann unserer Runde einen Besuch abgestattet und über unsere Arbeit berichtet (nachzulesen in der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 21./22.06.2014):

 

"Jedes Jahr sind die Museen der Kleeblattregion etwas besser auf die Urlaubssaison vorbereitet. Jedesmal haben sie ihren Besuchern etwas mehr zu bieten. Das liegt nicht zuletzt an der verstärkten Zusammenarbeit. Seit 2012 kommen Vertreter von neun Einrichtungen zu regelmäßigen Treffen zusammen. Motto: Neun sind attraktiver als eines. Per Vertrag wurde die Kooperation offiziell besiegelt.

„Am Anfang haben wir sehr viel über Öffnungszeiten diskutiert“, erinnert sich die Leiterin des Wusterhausener Wegemuseums Andrea Perlt. Es ging darum, Angebote besser abzustimmen, um gemeinsame Veranstaltungen und Werbung und natürlich auch um den Erfahrungsaustausch. Schließlich sind die Museen sowohl von ihrer Thematik als auch von ihren Voraussetzungen her ganz unterschiedlich. Das reicht von der Kahlbutzgruft in Kampehl über die Heimatstuben in Kyritz und Dreetz bis hin zu Agrarflugmuseum, Gestütsmuseen und eben Wegemuseum.

 

„Wir hatten ganz viele Ideen“, berichtet Andrea Perlt. „Nicht alle haben sich durchgesetzt.“ Einige schafften es aber doch. Da wäre der gemeinsame Veranstaltungskalender, der sozusagen einen musealen Überblick über die Kleeblattregion bietet. Ein wichtiger Punkt darin ist die landesweite Aktion „Feuer und Flamme“, an der sich im vergangenen Oktober erstmals acht Kleeblatt-Einrichtungen beteiligten – übrigens als Einzige im Landkreis. Diesen Herbst gibt es eine Neuauflage.

Gemeinsam bieten die Museen Besuchern auch ihre „Entdeckerpfade“ an, auf denen man thematisch durch die Region geführt wird. „Damit haben wir uns sehr viel Mühe gegeben“, sagt Andrea Perlt. „Der Tourismusverein saß von Anfang an mit am Tisch.“ Die „Dosse-Fahrradtour“ beispielsweise sei inzwischen sehr beliebt. Seit einem Jahr können Besucher zudem die „Kleeblatt-Museumscard“ erwerben. Für 10 Euro kommen sie damit ein Jahr lang in alle neun beteiligten Museen – und können sich gleich an der Schnitzeljagd durch alle Einrichtungen beteiligen. Aktuell arbeitet man – wieder gemeinsam mit dem Tourismusverein – beispielsweise an einem regionalen Museumsführer, an der Gestaltung von Internetseiten und an weiteren Veranstaltungen.

 

Auch Organisatorisches kommt im Verbund zur Sprache. So haben gerade die kleineren, rein ehrenamtlich betriebenen Einrichtungen immer wieder Personalprobleme: Jeder Besucher muss schließlich von irgendjemandem empfangen und betreut werden. Der Verbund wirbt nun offensiv für solch ehrenamtliches Engagement und setzt dazu auch den „Museumspass“ ein, der Aktiven freien Eintritt in alle Einrichtungen gewährt.

 

„Einer alleine mit seiner Sammlung oder seinem Denkmal ist gar nichts“, betont Roland Deter vom Neustädter Gaswerk. „Aber wenn sich mehrere zusammentun, dann haben wir richtig was zu bieten“. Andrea Perlt ergänzt: „Auch wenn jedes Museum eher speziell ist, finden wir doch immer Synergien.“

 

Alexander Beckmann (Text und Foto)

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Wegebau und Co. zwischen Preußen und Sachsen

(17.06.2014)

Am vergangenen Donnerstag fand der Begleitvortrag im Rahmen der Sonderausstellung "Wege zwischen Preußen und Sachsen" statt. Herbert Liman referierte über die Anfänge und Zusammenhänge des Post- und Chausseewesens in Preußen und Sachsen, die Entwicklungsstufen der Chaussierung und den Umbruch in den Jahren 1814/15 in Folge des Wiener Kongresses. Als besonderer Kenner des preußischen Chausseewesens hatte Herbert Liman das Wegemuseum schon bei der Ausstellungsvorbereitung aktiv unterstützt. Bei seinen Ausführungen stellte er allerhand überraschende Details vor, zum Beispiel seine Vermutung, das mögliche Vorbild für unsere Meilensteine in einer antiken Säule im Alten Rom ausgemacht zu haben (der "Obelisci Vaticani" - wie er in einer Quelle genannt wird). Viele Fragen aus dem Publikum, ein kleiner Umtrunk und Imbiss im Foyer und ein reger Austausch unter Fachleuten und Nichtfachleuten in unserem lauschigen Innenhof rundeten den Abend ab, bevor auch unsere Gäste ihren WM-Abend einläuteten.

A. Perlt

(Foto: Perlt)

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Sommertheater 2014: "Max und Moritz" von Wilhelm Busch

(12.06.2014)

Die Geschichten von Max und Moritz aus dem vorvorigen Jahrhundert fehlen in kaum einem deutschen Bücherschrank. Zwei Jungen treiben Unsinn oder stiften Unheil. Opfer der „bösen Buben“ sind die „guten Nachbarn“, die Rechtschaffenen, die notorischen Kinderquäler, die Besserwisser und Alleskönner „Tür an Tür und Haus an Haus“.

 

Mit der Inszenierung von Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ greift das diesjährige Sommertheater das Motto der AG Historische Stadtkerne im Jahr 2014 "Tür an Tür und Haus an Haus - Nachbarschaft(en) in der historischen Stadt" auf amüsante sowie pointierte Art und Weise auf. Das Open-Air-Spektakel wird wie in den Vorjahren vom theater 89 aus Berlin inszeniert und mit zahlreichen Liedern und szenischen Späßen auf dem Makrtplatz Wusterhausen aufgeführt. Deftige Worte, deftige Reime und die Musik von und mit Hannes Zerbe würzen die Gaudi.

 

Der Kulturverein und die Gemeinde Wusterhausen organisieren die Aufführung auf dem Wusterhausener Marktplatz. Der Eintrittspreis beträgt 10 EUR. Wir bitten um Ihre rechtzeitige Kartenreservierung (telefonisch unter 033970/877-60). Ab sofort sind die Karten auch im Vorverkauf direkt im Herbst’schen Haus erhältlich. Als „Schlechtwettervariante“ ist die Aufführung in der Dossehalle vorgesehen.

 

Wir freuen uns auf diesen amüsanten Theaterspaß und auf zahlreiche Zuschauer!

[Webseite des Theater 89 mit zahlreichen Vorschaubildern zur Aufführung]

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Neuruppiner stellt Federzeichnungen aus

(07.06.2014)

Bizarr und doch vertraut wirken die Formen, die sich in den Federzeichnungen von Bernd Weimar finden. Man muss sich schon etwas Zeit nehmen, um sie in die eigene Gedankenwelt einzuordnen - im Vorbeilaufen lassen sich die Bilder nicht erschließen.

 

Die neue Ausstellung im Alten Laden gestaltete der bekannte Künstler Bernd Weimar aus Neuruppin und zeigt, was in solch einer alten Technik der Federzeichnung steckt. Zur Eröffnung am vergangenen Donnerstag erinnerte Christiane Schael, dass Bernd Weimar genau vor 14 Jahren und einem Tag seine erste Ausstellung in Wusterhausen eröffnet hatte – und zwar gemeinsam mit Jan Witte-Kropius im Kirchturm bei der ersten Auflage von KUNST im TURM im Sommer 2000. Bernd Weimar erinnerte an die Worte von Picasso, dass Bilder oft um des Verstehens willen betrachtet werden; es ginge jedoch darum, Kunst zu entdecken, auf sich wirken zu lassen und seine eigene subjektive Interpretation eines Bildes zu finden. Dies gab Bernd Weimar auch unseren Gästen mit auf den Weg, die sich anschließend aufmerksam den Zeichnungen zuwanden. Dazu gab es moderne Klavierstücke von Lisa Schulze und eine Kurzgeschichte, ausdrucksstark vorgetragen von Christel Weimar. Anregende Gespräche und ein Buffet mit Häppchen und Getränken rundeten den Abend ab.

 

Zum Künstler

 

Beruflich war Bernd Weimar 16 Jahre lang Leiter der Betriebsakademie der Elektrophysikalischen Werke in Neuruppin. Als Dozent für Mathematik und Physik bildete er Meister und Ingenieure aus. Später übernahm er die Leitung der Volkshochschule. So war er stets unabhängig und konnte seinem kreativen Kopf freien Lauf lassen – ohne den Zwang, von der Kunst leben zu müssen. Viele kreative Phasen durchziehen sein künstlerisches Schaffen. In den 1980er Jahren machte er sich als Maler und Grafiker einen Namen in der Region. Seine Arbeiten belegten seine Begabung für klare Gliederungen und expressive Botschaften. In den 1990er Jahren ging er zur Bildhauerei über, widmete sich zehn Jahre lang insbesondere Holzschnitten, bevor er zu Skulpturen überging. In den letzten Jahren hat sich Bernd Weimar zunehmend der Fotografie gewidmet.

 

„Alle Zeichnungen werden von einer dynamischen Grundstimmung getragen. Schwingende, dynamische Umrisslinien, bildbestimmende Konturen ersetzen die perspektivische Illusion; Linien und die Flächen dazwischen heben sich zum Teil gegenseitig auf, erzeugen eine Ahnung von Verstörung, Abstoßung, Ausgrenzung, aber zugleich auch von schicksalhaft Ineinanderverwobensein, körperlicher und erotischer Abhängigkeit.“ (Günter Rieger, Karwe)

 

Die Ausstellung kann noch bis 31. August 2014 zu den Öffnungszeiten des Herbst’schen Hauses (Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr) besichtigt werden.

 

A. Perlt

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Der Fotowettbewerb ist erfolgreich gestartet!

(04.06.2014)

Was ist eigentlich eine Bildserie? Wie findet man eine tolle Idee für eine spannende Bildgeschichte? Und: Wie kann man die Fotos am Ende einreichen? Diese und weitere Fragen beantworteten wir beim Kick-Off am vergangenen Sonntag zusammen mit der Fotografin Barbara Wolff.

 

Im Rahmen eines kleinen Workshops gingen wir gemeinsam auf Motivsuche. In der Natur rund um den Wusterhausener Klempowsee gab es vieles zu entdecken und es entstanden die ersten pfiffigen Probeaufnahmen, wie zum Beispiel von der kleinen Froschfamilie im Schilf. Bäume und Pflanzen wurden aus unterschiedlichen Perspektiven fotografiert. Anschließend konnten die Bildfunde an unserem Stand ausgewertet und besprochen werden.

 

Viele weitere Infos zum Mitmachen und zu Bildideen findet Ihr auf unserer Webseite http://entdeckungsreise.wegemuseum.de.

 

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"Meine Entdeckungsreise" - Fotowettbewerb für Kinder und Jugendliche

(27.05.2014)

Wer hat Lust, auf eine Reise zu gehen und neue Entdeckungen zu machen? Das Wegemuseum lädt alle Kinder und Jugendlichen bis 19 Jahre ein, ihre interessantesten Eindrücke festzuhalten und an unserem Fotowettbewerb „Meine Entdeckungsreise 2014“ teilzunehmen. Dabei ist es egal, ob im Sommer zu einer kleinen oder größeren Reise aufgebrochen oder die nähere Umgebung erkundet wird. Wir freuen uns über alle Impressionen, die bei einer spannenden Entdeckungstour gesammelt und festgehalten werden.

 

Für Deine Teilnahme kannst Du uns bis zum 30. September 2014 eine Bildserie von 3 Fotos einsenden. Am Ende des Wettbewerbes werden die besten Arbeiten ausgezeichnet und in einer Ausstellung im Alten Laden präsentiert. Und es warten spannende Preise auf die Gewinner!

 

Auf unserer Webseite http://entdeckungsreise.wegemuseum.de sind alle Neuigkeiten rund um den Fotowettbewerb und Informationen zu den Teilnahmebedingungen zu finden. Wer mitmachen möchte, der kann dort auch seine Bildserie hochladen.

 

Kick-Off

Den Auftakt des Wettbewerbes bildet eine Kick-off-Veranstaltung beim Sommerfest in Wusterhausen am 1. Juni 2014. Beim Familiennachmittag im Volksgarten ab 14 Uhr ist das Wegemuseum mit einem Stand vertreten, an dem Fototipps und Anregungen gegeben und zusammen die ersten Schnappschüsse gemacht werden. Kinder und Jugendliche bringen dafür bitte ihre Kamera oder ihr Fotohandy mit!

 

Workshops

Damit die jungen Fotografinnen und Fotografen das Rüstzeug für ihre eigene Entdeckungsreise erwerben, bieten wir an, zusammen mit der Fotografin Barbara Wolff vor den Sommerferien in die Schulen zu kommen und mit Schulklassen Workshops zur Fotografie durchzuführen. Wenn Lehrerinnen oder Lehrer Interesse haben, können sie sich im Wegemuseum erkundigen oder anmelden (info(at)wegemuseum.de oder 033979/877-60).

[Webseite des Fotowettbewerbs]

Foto zu Meldung: "Meine Entdeckungsreise" - Fotowettbewerb für Kinder und Jugendliche

Organisierte und geführte Radtour durch die Kleeblattregion zum Internationalen Museumstag 2014

(19.05.2014)

Zum Internationalen Museumstag hatten sich Kulturverein und Wegemuseum etwas Besonderes ausgedacht: Passend zu unserer Sonderausstellung „Wege zwischen Preußen und Sachsen“ wollten wir einmal den Blick auf das eigene Post- und Chausseewesen lenken und uns auf Spurensuche nach den alten Post- und Chausseewegen in der Region begeben. Denn auch bei uns gibt es noch zahlreiche Chausseehäuser und Meilensteine am Wegesrand.

 

Der nicht aufhören wollende Regen rief Plan B auf die Tagesordnung, auch wenn einige Hartgesottene sich nicht abschrecken ließen und sich durch den Dauerregen kämpften. Roland Tille führte das Radlertrupp beherzt an und informierte die Radler an den einzelnen Zwischenstationen. Zahlreiche weitere Interessierte schlossen sich Plan B an und fuhren per Auto direkt nach Barsikow und Plänitz, an denen unser Programm mit Dach über dem Kopf wie geplant stattfinden konnte.

 

Freundlich empfangen in der Kirche Barsikow, gab es zunächst einen Mittagsimbiss, den uns Barbara Linke bereitet hatte. Rolf Zimmermann (Mitglied der Forschungsgruppe Meilensteine e.V.) brachte uns dann sichtbar und hörbar die Zeit der Postillione näher. Als preußischer Postillion verkleidet und mit einer großen Sammlung an nachgebauten Meilensteinen verschiedenen Typs im Gepäck, erfuhren wir Näheres über die alten Postrouten, vom Bau der Chaussee Berlin-Hamburg und die Umstände, wie ganze 7 Meilensteine nach Barsikow gelangen konnten. Sie tragen bis heute noch die alten Meilenangaben, obwohl schon im Jahr 1870/1 auf Kilometer umgestellt worden war, und sind weit und breit eine Rarität!

 

Viele nutzten auch die Gelegenheit, unter Führung von Herrn Grützmacher einen Blick in die Pilgerherberge im Kirchturm zu werfen. Im Anschluss statteten wir dem Feuerwehrmuseum einen Besuch ab. Viele lernten zum ersten Mal die kleine, ansehnliche Privatsammlung von Harro Schirmer kennen.

 

Zum Abschluss hielt uns der Heimatforscher Wolfgang Holtz einen spannenden und recht vergnüglichen Lichtbildervortrag über seine eigene Wanderung auf den Spuren des alten Postweges von Berlin nach Hamburg, unterlegt mit vielen Anekdoten, was einem auf einer Wanderung so alles widerfahren kann. Und wo wäre dies passender gewesen als in der Gaststätte „Alte Post“ in Plänitz. Dort erwartete uns zum Ausklang auch Kaffee und Kuchen.

 

Ein herzlicher Dank an alle Mitwirkenden, insbesondere an Roland Tille für die Planung unserer Route vorab und für das Solidarisieren mit unserer Radlertruppe!!

 

A. Perlt

Foto zu Meldung: Organisierte und geführte Radtour durch die Kleeblattregion zum Internationalen Museumstag 2014

Vom Knopfhalter bis zum Heimatquiz zur 48-Stunden-Aktion 2014

(13.05.2014)

Zur 48-Stunden-Aktion 2014 durfte auch die Kultur nicht fehlen! Parallel zum vielseitigen Kunstmarkt auf dem Marktplatz hatten der Kulturverein, die Bibliothek und das Wegemuseum zusammen ein kulturelles Programm organisiert. Salzhandelsfrauen, ein Pilger und die Bücherfee Linda Reimann waren auf dem Markt unterwegs und begrüßten die Ankömmlinge aus den Bussen. Ein Heimatquiz, vorbereitet von Marianne Golde, stellte allerhand knifflige Fragen über Wusterhausen. Nachschlagehilfen lagen direkt bereit, sodass viele Gäste ihre Kreuze richtig setzen konnten. Kinogutscheine, Freikarten für das Wegemuseum und Bücherpreise belohnten die Gewinner.

 

Vor dem Herbst’schen Haus berichteten Martin Klöffler (Facing the Past) in persona eines preußischen Wegeinspektors und sein Gehilfe von der Last und Lust des Reisens um 1800 und empfingen dazu unsere Besucher mit einem reichhaltig ausgestatteten Tisch an Reiseutensilien. Kaum ein Passant ließ es sich nehmen, einen Blick in ihren Reisekoffer zu werfen. Die erhellende Lösung, um welchen Gegenstand es sich eigentlich handelte als auch deren Gebrauchsweise, war oft einen Schmunzler wert – neben einem Knopfhalter zum Reinigen der Knöpfe und einem Staubwedel zum Abklopfen der Kleidung nach der staubigen Fahrt in der Postkutsche war noch allerhand Kurioses darunter.

 

Die am 9.5. frisch eröffnete Sonderausstellung im Wegemuseum „Wege zwischen Preußen und Sachsen“ zog zahlreiche Gäste an. Viel Informationsmaterial über Wusterhausen und die Region haben wir im Herbst’schen Haus unter die Leute gebracht. Maibowle und ein Bücherflohmarkt zum Stöbern rundete unser Programm ab.

 

A. Perlt

Foto zu Meldung: Vom Knopfhalter bis zum Heimatquiz zur 48-Stunden-Aktion 2014

Zwischen Postillion und Messkette - Eröffnung der Sonderausstellung "Wege zwischen Preußen und Sachsen"

(12.05.2014)

Mit zahlreichen offiziellen Gästen und Besuchern aus nah und fern haben wir am vergangenen Freitag, den 9. Mai 2014, unsere neue Sonderausstellung "Wege zwischen Preußen und Sachsen - Zeitzeugen der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung vor und nach 1815 in Brandenburg" eröffnet.

 

Der Wiener Kongress, der weite Landesteile Sachsens Preußen zusprach, war ein wichtiger Meilenstein innerhalb der Beziehungsgeschichte Preußen und Sachsen. In dessen Themenspektrum bewegt sich das diesjährige Kulturlandjahr "PREUSSEN - SACHSEN - BRANDENBURG.. nachbarschaften im wandel". Das Ausstellungsprojekt, das das Wegemuseum beisteuert, öffnet ein weites Feld: Das preußische und das sächsische Postwesen hatten viele Berührungspunkte, waren in ihren Grundzügen aber auch sehr unterschiedlich - zumal Sachsen wesentlich früher mit dem Ausbau von Postwegen, der Vermessung und der Aufstellung von Postmeilensäulen begonnen hatte, was natürlich auch dem Handel und dem Reisen sehr zuträglich war. Die Ausstellung nimmt strukturgeschichtlich das Post- und Chausseewesen in seinem Grundaufbau in den Blick, bezieht eine vergleichende Perspektive zwischen Preußen und Sachsen mit ein und legt regionalgeschichtlich seinen Hauptfokus auf den heutigen Süden Brandenburgs. Mit Herbert Liman und dem Landesbetrieb Straßenwesen standen dem Wegemuseum bei der Ausstellungsvorbereitung starke Partner zur Seite.

 

Mit dieser Ausstellung beteiligen wir uns erstmalig bei einem Themenjahr von Kulturland Brandenburg. Die Ausstellung ist aber auch strategisch für das Wegemuseum ein wichtiger Schritt, da es die erste Sonderschau ist, bei der sich das Museum von seinem regionalen Bezug auf die Dosseregion löst und sich mit einer gänzlich anderen Region Brandenburgs auseinandersetzt – der ehemaligen Grenzregion Preußen-Sachsen. Auch für die Zukunft eröffnet dies spannende Perspektiven für neue Sonderausstellungsprojekte, zumal sich unser Museumsprofil auch für vergleichende Projektarbeiten mit anderen Regionen anbietet.

 

Zur Eröffnung waren auch Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger und Kulturstaatssekretär Martin Gorholt nach Wusterhausen gekommen. Neben den offiziellen Eröffnungsreden und Rundgängen durch die Ausstellung gab es eine Vorführung von Martin Klöffler (Facing the Past), der uns als Wegebauinspektor der Oberbaudeputation Berlin zeitgenössische Vermessungstechniken beim Chausseebau von Berlin nach Hamburg vorstellte. In seinem amüsanten Vortrag als Hannes Knufinke, zusammen mit seinem Gehilfen Peter Fröse, erklärte er alte Längenmaße, historische Gerätschaften beim Wegebau und führte diese auch vor.

 

Musikalisch begleitet wurde der Nachmittag vom jungen Musikteam aus Lisa, Willi, Silas und Simone Schulze sowie Tabea Sänger am Klavier und an der Gitarre. Ein Buffet mit frischen Kuchen und Kaffee, Sekt und kalten Getränken sorgte für geistige und körperliche Stärkung. Vielen Dank an alle, die unsere Ausstellungseröffnung mit vorbereitet und unterstützt haben, dass sie zu einem gelungenen Auftakt für unsere Sonderausstellung werden konnte!

 

Die Ausstellung kann bis zum 30.11.2014 besichtigt werden. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr (ab Nov. Do bis So 10 bis 16 Uhr). Es lohnt sich, auch einen Blick in unser umfangreiches Begleitprogramm zu werfen!

 

A. Perlt

[Artikel in der MAZ (10.05.2014)]

[Hinweise zu unserem Begleitprogramm]

Foto zu Meldung: Zwischen Postillion und Messkette - Eröffnung der Sonderausstellung "Wege zwischen Preußen und Sachsen"

Geschichte und Geselligkeit beim Osterspaziergang 2014

(23.04.2014)

Petrus hielt, was er versprach: Das schöne Wetter lockte am Osterwochenende zahlreiche Einheimische und Gäste hinaus in die Natur. Am Ostersonntag luden auch in diesem Jahr die Kirchengemeinde, der Kulturverein Wusterhausen, die Bibliothek und das Wegemuseum zum historischen Osterspaziergang ein, um gemeinsam den Frühling zu begrüßen.

 

Direkt im Anschluss an den Ostergottesdienst folgte zunächst eine Runde um das Gotteshaus selbst, schließlich hat es im letzten Jahr erst seine Hüllensanierung erfolgreich abgeschlossen. Pfarrer Alexander Bothe berichtete von der wechselvollen Baugeschichte der Kirche und gab Einblicke in die neuesten Erkenntnisse, die die Untersuchungen während der jüngsten Sanierungszeit ergaben. Erweiterungen, Anbauten, Umbauten und Ausschmückungen begleiteten den Kirchenbau seit dessen Errichtung im 13. Jahrhundert.

 

Im Anschluss bewegte sich der Trupp entlang der früheren Dosse an der historischen Vierrademühle vorbei, die Promenade entlang bis hin zur Schiffahrt. Roland Tille als stattlicher Stadtführer manövrierte die Osterspaziergängler durch die Innenstadt und auf den Spuren des blauen Bandes, das im Rahmen eines Schülerprojektes der Astrid-Lindgren-Grundschule im Schuljahr 2012/2013 erarbeitet wurde und sich seitdem durch die Altstadt schlängelt. Die Salzhandelsfrauen des Kulturvereins, allen voran Bärbel Hartwig, berichteten von den alten Dossearmen durch Wusterhausen, unterstützt von alten Fotoaufnahmen von historischen Postkarten. Anknüpfend an den Osterspaziergang 2013 wurde damit auch die zweite Route auf den Spuren der früheren Dosse gemeinsam absolviert.

 

Als letzter Station erwarteten unsere Gäste im Innenhof des Herbst’schen Hauses ein gemütlicher Ausklang mit einem Osterbrunch und Musik. Das Ensemble Querkusz sorgte mit Volksmusik auf Dudelsack, Querflöte, Gitarre und Trommel für mittelalterliches Ambiente und gab zugleich seinen Einstand in Wusterhausen. Nicht nur am Spielplatz an der Promenade, sondern auch im Herbst’schen Haus hatte der Osterhase kleine Überraschungen für die recht wenigen teilnehmenden Kinder versteckt, die dafür umso mehr suchen und finden konnten.

 

Ein herzlicher Dank an Alexander Bothe und an die vielen Beteiligten aus den Reihen des Kulturvereins sowohl bei der Organisation im Vorfeld als auch bei der Durchführung!

 

 

Andrea Perlt

Foto zu Meldung: Geschichte und Geselligkeit beim Osterspaziergang 2014

Original Wusterhausen von der Newa

(22.03.2014)

Locker vertraut und ein bisschen feierlich zugleich ging es am Donnerstagabend (20.03.2014) bei der Eröffnung der neuesten Ausstellung im Alten Laden zu. Lukas Sabionski spielte am Klavier Mozart und Tschaikowski. Die Vorsitzende des Kulturvereins Christiane Schael begrüßte ganz offiziell Ekaterina Fedorova aus St. Petersburg, die für die Ausstellungseröffnung in Wusterhausen selbst angereist war.

 

Schon im vergangenen Jahr hat es eine Skulpturenausstellung der Künstlerin im Turm der Stadtkirche St. Peter und Paul gegeben. Zeitgleich war eine Sonderschau mit Bildern für den Herbst geplant, musste jedoch aus zeitlichen Gründen verschoben werden. Umso größer ist die Freude über die neue Schau. Die 41-jährige Malerin ist Dozentin an der St. Petersburger Akademie für Technologie und Design und kam über die Lentzker Kunstsymposien Peter Stajkoskis mit der Region in Kontakt. Ihre in Wusterhausen gezeigten Werke stehen fast ausnahmslos zum Verkauf – nicht zuletzt, um die Reisekosten zu finanzieren.

 

Eigens für diese Ausstellung hatte sie nach Vorlagen Stadtansichten von Wusterhausen gemalt – keine fotorealistischen Kopien, sondern farbenfrohe, mit kräftigem Strich stilisierte Eindrücke von Gebäuden und Plätzen. „Impressionen aus Wusterhausen“ ist die Ausstellung dementsprechend auch überschrieben. Dieser Titel trifft allerdings nur auf einen kleinen Teil der gezeigten Bilder zu. Neben weiteren, teils stark abstrahierten Stadtansichten von St. Petersburg und Potsdam sind vor allem Porträts und Aktstudien der Künstlerin zu sehen. Ihr Stil wirkt dabei ebenso farbenfroh wie schlicht. Ihre Motive sind weit davon entfernt, naturalistisch zu sein, bleiben aber trotzdem fast immer gut nachvollziehbar. Sie sind dekorativ, ohne trivial zu sein.

 

Ein herzlicher Dank geht an Peter Stajkoski, der die Ausstellung vermittelt hatte, und an Bärbel Hartwig und Roland Tille, die sich um ein liebevoll hergerichtetes Fingerfood-Buffet gekümmert hatten, das sich im Laufe des Abends schnell leerte.

 

Die Ausstellung kann noch bis zum 01.06.2014 im Alten Laden besichtigt werden.

 

 

Alexander Beckmann (Märkische Allgemeine Zeitung vom 22.03.2014) / A. Perlt

 

Den vollständigen Artikel von Alexander Beckmann finden Sie untenstehend.

[Presse-Artikel (MAZ) vom 22.03.2014]

Foto zu Meldung: Original Wusterhausen von der Newa

Vortrag der Befreiungskriege flankiert vom traditionellen Corps aus Kyritz

(08.03.2014)

Wissen Sie noch, wann die Befreiungskriege begannen und wann sie endeten? Welche Länder zu der Zeit beteiligt waren? Wie es überhaupt zu den Befreiungskriegen kam?

So ging es auch vielen Wusterhausenern und weiteren Besuchern aus der Umgebung, die gestern deshalb in den Alten Laden des Herbst´schen Hauses kamen. Die Referentinnen Uta Land und Helga Rentke des Historischen Vereins der Grafschaft Ruppin gaben Auskunft und Antwort auf allgemeine Fragen über die Französische Revolution, den Sturm auf die Bastille, Napoleons Feldzüge und natürlich auch über die Befreiungskriege.

Im Publikum des gestrigen Abends befanden sich jedoch nicht nur interessierte Besucher aus der Umgebung, sondern auch 3 Vertreter des 1. Historischen Traditions- und Artilleriecorps Kyritz in Uniform eines Sekondeleutnants, eines Soldaten der preußischen Armee und eines preußischen Grafen. Werner John, Konstanin Normann und Hilmar Bergmann hatten von dem Vortrag gelesen und hatten sich spontan entschieden, sich unter das Publikum zu mischen - natürlich in Uniform. Mit ihren originalgetreuen Uniformen waren sie natürlich auch der Blickfang des gestrigen Abends.

Der Vortrag der Referentinnen war insbesondere auf die einheimischen Märker abgestimmt. Interessantes über das Leben der damaligen Bewohner von Neuruppin, Neustadt und Wusterhausen zur Zeit der Befreiungskriege beeindruckten die Zuhörer. Nach dem informativen Vortrag konnten nun auch die Besucher mit mehr Geschichtswissen im Kopf nach Hause gehen.

Sebastian Neun

Foto: Christiane Schael

Foto zu Meldung: Vortrag der Befreiungskriege flankiert vom traditionellen Corps aus Kyritz

Ausstellungseröffnung „Erzwungene Wege“

(20.02.2014)

Am 19.02. haben wir im Turm der Stadtkirche sowie im Wegemuseum die Eröffnung der Wanderausstellung „Erzwungene Wege – Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts“ begangen.

 

Flucht und Vertreibung in europäischer Perspektive sind nach wie vor ein sensibles Thema, über das - auch angeregt durch diese Ausstellung - ein offener und konstruktiver Dialog entstehen sollte. Von politischer Landesebene aus begleiteten die Landtagsabgeordneten Dieter Dombrowski (CDU) und Manfred Richter (SPD) die Eröffnung der Ausstellung. Auch zahlreiche Vertreter der Kreisverbände des BdV und weiterer Gesellschaften aus Brandenburg haben zu diesem Anlass den Weg nach Wusterhausen gefunden.

 

Die Dimension von Flucht und Vertreibung für jeden Einzelnen ist für die heutige Nachfolgegeneration kaum mehr vorstellbar. Dieter Dombrowski machte in seinem Grußwort deutlich, dass das Thema Flucht und Vertreibung weltweit auch heute noch vielfach in Gang ist und aktuelle Flucht- und Vertreibungsschicksale uns mahnende Erinnerung und Besinnung zugleich sind, in welch stabilen politischen Zeiten wir heutzutage miteinander in Europa leben können.

 

Nach den Grußworten von Dieter Dombrowski gab die Ausstellungskuratorin, Dr. Katharina Klotz, einen Einblick in die Recherchearbeiten und die Aussageabsichten der Ausstellung.

 

Neugierige Blicke schweiften durch die Ausstellung, vielfältige Gespräche und Diskussionen umgaben die Vernissage. Der Kulturverein Wusterhausen umsorgte die zahlreichen Gäste mit Getränken. Ein herzlicher Dank geht auch an die evangelische Kirchengemeinde, die den Turm für einen Teil der Ausstellungstafeln zur Verfügung gestellt hat und es uns damit erst ermöglicht hat, die gesamte Ausstellung in Wusterhausen zu präsentieren.

 

Die Ausstellung kann noch bis zum 13.04.2014 besichtigt werden. Öffnungszeiten sind Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr.

 

A. Perlt

[Artikel der MOZ]

[Die Ausstellung und ihre Inhalte]

Foto zu Meldung: Ausstellungseröffnung „Erzwungene Wege“

Praktikant/in im Bereich Kulturinformatik gesucht

(06.02.2014)

Im Sommer 2014 lobt das Wegemuseum einen Foto- und Videowettbewerb für Kinder und Jugendliche zum Thema „Meine Entdeckungsreise 2014“ aus. Für dieses Projekt suchen wir ein/e Praktikanten/in, der/die unseren Fotowettbewerb begleitet und medial aufbereitet.

 

Wer Interesse hat, findet anbei die vollständige Ausschreibung.

 

[Download]

Jubiläum eines Künstlers, Schriftstellers, Übersetzers, Chansontexters u.v.a.

(25.01.2014)

Zu einem Grasshoff-Abend mit Ausstellungseröffnung und Soirée lud am Freitagabend der Kulturverein zusammen mit dem Wegemuseum ein.

 

Fritz Grasshoff (1913-1997) ist derzeit in vieler Munde, wäre doch erst am 9. Dezember 2013 sein 100. Geburtstag gewesen. Zahlreiche Würdigungen, sowohl in seiner Heimatstadt Quedlinburg als auch in seinen weiteren Wohnorten Celle und Zwingenberg, fanden bereits statt. Bekannt wurde Fritz Grasshoff besonders durch seine Schlagertexte. Er schrieb Schlager über Seefahrt und Sehnsucht für Hans Albers, Freddy Quinn und Lale Andersen und erreichte auf diese Weise finanzielle Sicherheit. „Kapitän, nimm mich mit auf die Reise“ kennen wohl die meisten. Dafür blieb seine eigentliche Leidenschaft für Literatur und Kunst lange im Hintergrund. Die letzten 14 Lebensjahre verbrachte Fritz Grasshoff in seiner Wahlheimat Kanada.

 

Ein großer Teil seines künstlerischen Nachlasses ist heute in Besitz von Peter M. und Barbara Stajkoski aus Lentzke, die eine langjährige Freundschaft mit Grasshoff verband. Bei der Ausstellungseröffnung berichtete Peter Stajkoski von seinen Erinnerungen und Begegnungen mit Fritz Grasshoff als auch von seinen vielen künstlerischen Techniken, die er im Laufe seines Lebens anwendete. Auch in der Ausstellung hinterlassen sie einen eindrucksvollen Querschnitt durch sein künstlerisches Schaffen mit tachistischen und expressiven Motiven, seriellen Bildern und Graphiken.

 

Im Anschluss trug Eckart Schloifer heitere und nachdenkliche, aber auch frivole und freche Texte von Grasshoff vor. Zum Programm gehörten Gedichte aus Grasshoffs verschiedenen Lebensabschnitten, Epigramme, eine Passage aus seinem Roman “Der blaue Heinrich” und eine Erzählung aus “Les animaux en pantalons”. Auch Auszüge aus seinem frühen Gedichtband „Die Halunkenpostille“ (1947) durften nicht fehlen. Oft wird Grasshoff als Unangepasster bezeichnet, der mit seiner drastischen, unverblümten Sprache provozierte - die ausgewählten Passagen brachten dies sehr ausdrucksstark zur Geltung. Untersetzt war der lauschige Abend mit Stücken auf der Violine - das eigentliche Hauptmetier von Eckart Schloifer, der als Solist und Kammermusiker verschiedener Ensembles bereits national und international tätig war.

 

Grasshoffs Lebensstationen in Verbindung mit seinem künstlerischen und literarischen Schaffen zeichneten ein Bild von einem leidenschaftlichen Künstler, der eine enorme Bandbreite an Talenten in sich vereinte und sich nie seinen eigenen Kopf verbieten ließ.

 

Die Ausstellung im Alten Laden kann noch bis zum 16. März 2014 besichtigt werden. Geöffnet ist immer Dienstag von 13 bis 18 Uhr sowie von Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr.

 

A. Perlt

Foto zu Meldung: Jubiläum eines Künstlers, Schriftstellers, Übersetzers, Chansontexters u.v.a.

Fröhliche Weihnachten ...

(22.12.2013)

... und zum Ende des Jahres ein herzliches Dankeschön an all unsere Besucher für ihr Kommen und ihr Interesse an unseren Aktivitäten sowie an die zahlreichen Helfer des Hauses für ihre Unterstützung!

 

Das Herbst’sche Haus kann auf ein besonderes Jubiläumsjahr zurückblicken. Um Ihnen einen kleinen Rückblick auf die Highlights des Jahres zu geben, empfehlen wir Ihnen die Lektüre unseres Jahresberichts. Wir wünschen Ihnen viel Freude dabei.

 

Das gesamte Team des Herbst’schen Hauses wünscht Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr und freut sich auf ein Wiedersehen bei den Kulturerlebnissen 2014!

 

Unsere Veranstaltungs- und Ausstellungsplanung 2014 ist schon sehr weit gediehen. Stöbern Sie doch einfach schon einmal, was Sie im neuen Jahr bei uns erwartet! http://www.wegemuseum.de/veranstaltungen/index.php bzw. http://www.wusterhausen.de/veranstaltungen/index.php.

 

Bitte beachten Sie unsere Öffnungszeiten während der Feiertage:

 

Wegemuseum und Bibliothek sind am 25.12. und 26.12.2013 jeweils von 13 bis 16 Uhr für Sie geöffnet. Wer einen weihnachtlichen Spaziergang mit Kultur verbinden möchte oder mit seinem Besuch ein Ausflugsziel sucht, ist herzlich willkommen!

Am 24.12.2013 sowie vom 27.12.2013 bis 01.01.2014 bleibt das Herbst’sche Haus geschlossen! Ab 02.01.2014 sind wir in alter Frische wieder für Sie da.

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"Ronja Räubertochter" oder "Was so nicht im Buch steht…"

(16.12.2013)

Eine besondere Ausstellungseröffnung mit Erzähltheater und weihnachtlichen Klängen

 

Innerhalb des diesjährigen Nikolausmarkts wurde eine Ausstellung mit Bildern und künstlerischen Arbeiten von Kindern der Astrid-Lindgren-Grundschule, die unter Anleitung ihrer Kunstlehrerin Martina Winterle entstanden, im Alten Laden des Herbst’schen Hauses eröffnet. Dies erfolgte auf besondere Weise, denn Märchenerzählerin Tina SonnenHerz alias Bettina Beyer regte mit ihrem Kamishibai-Theater zum Erzählen einer fantasievollen Geschichte an, die sich auf Themen der Ausstellung beziehen sollte. Diese Form des Theaters entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Japan. „Kami“ bedeutet Papier und „shibai“ Theater bzw. Schauspiel. In ihrer Ausstellung zeigen die Kinder Bilder zu den Themen „Eine Reise um die Welt“, „Wenn Häuser Gefühle hätten“, „Hänsel und Gretel“, „Ich kommuniziere mit der Welt“ und Kunstwerke wie „Ich war mal ein Schuh“ sowie „Die Höhle von Ronja Räubertochter und Birk“.


Das Buch „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren diente als roter Faden: Ronja ist die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis, die mitten im Wald zwischen Räubern, Graugnomen und Wilddruden aufwächst. Eines Tages trifft sie auf Birk, den Räubersohn aus der verfeindeten Sippe von Borka, und freundet sich mit ihm gegen den Willen ihrer Eltern an. Als der Streit der Eltern unerträglich wird, beschließen Ronja und Birk, gemeinsam auszuziehen. Was sie erleben könnten, trug das Publikum in der folgenden Geschichte zusammen:


„Ronja und Birk reisen in die Welt, überall dorthin, wie es auf den Bildern in der Ausstellung zu sehen ist. Zuerst gehen sie in den Wald, wo sie sich von Beeren ernähren. An manchen Tagen angeln sie oder schwimmen im See. Sie treffen sich auf dem Marktplatz in Wusterhausen, dort an der Wasserpumpe. Hier gibt es wenigstens immer Wasser und im Winter gefriert es, das ist auch schön. Ronja und Birk gehen zusammen zur Bushaltestelle und klettern auf einen Baum. Nun liegen sie irgendwo auf einer Wiese. Und dann reisen sie mit dem Flieger und den schönsten Schuhen aus der Ausstellung nach Jamaika und hören Reggae-Musik. Ihre Reise führt sie nun nach Afrika, wo es auch toll ist. Dort gehen sie auf Safari und sehen Löwen, Tiger und Elefanten, die alle lieb sind. Anschließend steigen sie auf den Himalaya, aber die Luft ist dort oben so dünn. Deshalb fliegen sie nach China und essen ganz viel Reis.
Und immer wieder sind die Schuhe durchgelaufen, so gibt es neue – die Auswahl im Alten Laden in „Schusterhausen“ ist riesengroß und wunderschön. Doch bald weint der starke Räuberhauptmann Mattis. Er ist so traurig, weil seine Tochter weg ist. Aber seine kluge Frau Lovis tröstet ihn und schlägt vor, zum gegnerischen Häuptling Borka zu gehen, um Frieden zu schließen: mit einem großen Essen, mit ganz vielen Wildschweinen – wie bei Asterix und Obelix. Die Tafel biegt sich von der Last des Essens. Die beiden Männer haben die ganze Nacht gefeiert und geredet und dann war alles gut. Wie können Ronja und Birk über diese glückliche Wendung der bisher verfeindeten Familien erfahren? Sie werden über Facebook informiert oder über die Trommelsprache. Vielleicht auch über die „Stille Post“ unter den Räubern – aber was mag dabei herauskommen? Sie treffen Häuser, die es sich gegenseitig erzählen – Häuser mit Gefühlen wie auf den Bildern. Oder sie werden per Steckbrief gesucht, so wie im Western. Auch Telepathie kann helfen oder eine Information über Skype oder WhatsApp. Ronja und Birk laufen an der Chinesischen Mauer entlang, da sehen sie einen Regenbogen am Horizont aufleuchten. Sie gehen dem Regenbogen nach und verspüren so langsam Hunger. Da treffen sie Hänsel und Gretel, die ebenfalls auf den Bildern zu sehen sind. Und sie haben gerade die Hexe verscheucht und bieten Lebkuchen feil. Ausläufer des Orkans Xaver ziehen vorüber. Sie schwingen sich auf eine Windböe und reisen so nach Hause. Da sehen sie, dass unter dem Regenbogen Frieden eingekehrt ist. Sie haben sich einen Eisbecher beim Vater bestellt und haben drei Tage lang gegessen. Nun leben alle friedlich auf der Festung zusammen.

 

Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute…“

 

Diese wunderbare Erzählstunde wurde umrahmt durch weihnachtliche Lieder am Klavier, gespielt von Elisabeth Schroeder – alle musikbegeisterten kleinen und großen Leute konnten mitsingen. Ein Dankeschön an die beiden Künstlerinnen für diese wunderbare Erzähl- und Musikstunde und an die Gestalter der Ausstellung. Vor allem aber sei den Kindern gedankt, die diese wunderschönen Bilder und kleinen Kunstwerke so fantasievoll geschaffen haben. Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich für Jung und Alt! Anschauen kann man sie bis zum 19. Januar 2014 zu den Öffnungszeiten des Wegemuseums und der Bibliothek im Alten Laden des Herbst’schen Hauses Am Markt 3 in Wusterhausen/Dosse. (Dienstag: 13 – 18 Uhr; Donnerstag bis Sonntag: 10 – 16 Uhr)

 

Marianne Golde 

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Kreismusikschüler begeisterten mit klassischem Konzert

(29.11.2013)

Viel Charme und Esprit schwang mit, als Schüler der Kreismusikschule Neuruppin gestern Abend ein klassisches Konzert in unserem Alten Laden gaben und ihren Zuhörern einen sehr stimmungsvollen musikalischen Abend bereiten. Die neun Schüler unternahmen eine musikalische Reise durch die Jahrhunderte - vom Mittelalter über Barock und Romantik bis in die Moderne. Oboe, Fagott, Englischhorn, Trompete und Klavier spielten in unterschiedlicher Zusammensetzung und boten ein sehr abwechslungsreiches Programm. Das Publikum war mit Herz und Seele dabei und dankte es den Musikern mit viel Applaus. Die vorgetragenen Stücke wurden für den Wettbewerb „Jugend musiziert“ einstudiert, bei dem die Musikschüler regelmäßig teilnehmen.

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Kultur trifft Kulinarik

(30.10.2013)

Unter dem Motto „Feuer und Flamme“ taten sich am Sonnabend (26.10.2013) erstmals alle Museen der Kleeblatt-Region zu einem Veranstaltungsmarathon zusammen. Von Dreetz bis Demerthin, von Dessow bis Kyritz gab es für die Besucher Besonderes zu erleben. In Neustadt kooperierten das Industriedenkmal Gaswerk und das Schloss Spiegelberg.

 

In Dreetz vermittelte die Heimatstube einen Einblick in die Geschichte des Dorfes. Zu den Besuchern zählten nicht nur Einwohner des Ortes und aus der Umgebung. Auch ehemalige Dreetzer, die es in die Ferne verschlug, kamen zum Aktionstag. Die Dreetzerin Rita Wolff, die seit vier Jahren die Heimatstube betreut, führte durch die Geschichte der Gemarkung Dreetz. Die Heimatstube ist in einem der ältesten Häuser des Ortes untergebracht. Und dabei wird der Name dem kleinen Museum längst nicht mehr gerecht. Die Ausstellung nimmt bereits das ganze Haus ein. Jede Menge Materialien aller Art, die vom Alltag der Dreetzer in der Vergangenheit erzählen, konnten den ganzen Nachmittag hindurch besichtigt werden.

 

In Neustadt taten sich das Industriedenkmal Gaswerk mit seiner Ausstellung zur Neustädter Spiegelmanufaktur und das Schloss Spiegelberg zusammen. Im mit Kerzen illuminierten Park präsentierten Internatsschüler "schon im Hinblick auf das Neustadttreffen im nächsten Jahr", wie es hieß, ihr eigenes Theaterstück "Auf der Suche nach dem richtigen Neustadt". Phantasievoll kostümiert erzählten sie mit eigenen Texten und unter eigener Regie die Geschichte von Graf Karl und Gräfin Charlotte auf der Suche nach einer neuen Bleibe in einer der 21 deutschen Neustädte. Die zahlreichen Besucher hatten daran ebenso Freude wie an der Bewirtung und dem milden Herbstabend.

 

"Schrecklich schöne Märchen" standen im Keller des Demerthiner Schlosses auf dem Veranstaltungsprogramm. Mehr als 30 gruselwillige Besucher aus der Region fanden sich dazu im Kellergewölbe ein. Bei Kerzenschein gab die Märchenerzählerin Tina Sonnenherz düstere Märchen über Mörder und Untote zum Besten. An ihrer Seite spielte Camilla Pinder aus Friesack an der Harfe. Sie sang passend zur Atmosphäre, die das alte Gemäuer erzeugt, Lieder über schaurige Gestalten. In einer kurzen Pause konnte sich das Publikum dann bei einem kleinen Imbiss stärken.

 

"Feuer und Flamme" für unser Museum hieß es auch in Wusterhausen. Das Wegemuseum im "Herbst'schen Haus" bot abendliche Führungen an. Gleich zu Beginn versammelte man sich im lauschigen Hof bei einem Umtrunk am lodernden Feuer und bekam von Bärbel Hartwig viel Wissenswertes zur Geschichte des denkmalgeschützten Gebäudes erzählt. Einheimische konnten eigene, bisher unbekannte Geschichten beisteuern. Helga Schimpke tat dies. Sie hatte seinerzeit aus dem Besitz der Familie Herbst einen Porzellanhund erworben, den sie dem Museum nach der Restaurierung des Hauses zur Verfügung stellte. Der Hund schlummert nun in einer Schublade. Die wird von der ehrenamtlichen Museumsführerin Helga Schimpke immer für die Besucher aufgezogen. Andrea Perlt, die Leiterin des Wegemuseums, lud Interessierte dann zu einem Rundgang durch das Museum ein.

Frivol ging es anschließend im Alten Laden weiter. Die Schauspielerin Friederike Möckel erfreute mit einer Auswahl aus den erotisch-amüsanten Novellen aus Giovanni Boccaccios „Dekameron“. Die Bibliothek organisierte diese Lesung im Rahmen der Reihe „Treffpunkt Bibliothek – Information hat viele Gesichter“. ... Die Geistlichkeit kam in den Geschichten Boccaccios oft nicht sehr gut weg. Deshalb habe die Kirche seinerzeit das Erscheinen des „Dekameron“ verhindern wollen, erzählte Friederike Möckel eingangs ihren Zuhörern. Diese erlebten bei Wein und Imbiss in jedem Fall einen unterhaltsamen Abend.

 

Renate Zunke/Alexander Beckmann/André Reichel

Märkische Allgemeine Zeitung vom 28. Oktober 2013

 

Foto: André Reichel (MAZ)

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Junge Forscher auf alten Wegen

(24.10.2013)

Manche Bürger staunten nicht schlecht, als in den letzten Tagen Grundschüler emsig in der Innenstadt unterwegs waren und mit viel Eifer die noch zugänglichen Bereiche der alten Dosse mit Farbe wieder sichtbar machten. Schon fast alle Bereiche im Innenstadtbereich, die noch nicht überbaut wurden, sind bereits mit der blauen Straßenmarkierungsfarbe gekennzeichnet worden (Mühlendosse, Promenade und Pintussteig).

 

Spätestens am 19. Oktober ging das Schülerprojekt der Astrid-Lindgren-Grundschule nun seinem finalen Ende entgegen. Anlässlich der Schaustelle Stadtkern berichteten die Schüler der Dosse-AG den Wusterhausenern über ihr Projekt „Die historische Dosse unter unseren Füßen“ und stellten anhand von Thementischen ihre Ergebnisse vor.

 

12 Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse hatten sich zusammen mit ihrer Lehrerin Martina Winterle im Schuljahr 2012/2013 aktiv mit der Stadtgeschichte und dem alten Verlauf der Dosse auseinandergesetzt. Dazu gehörten Analysen des Stadtgrundrisses, das Konsultieren alter Stadtpläne, Ortsbegehungen, Befragungen und Gestaltungsentwürfe, die Dosse im historischen Stadtkern „begehbar“ zu machen.

 

Zusätzlich wurden Informationstafeln und Flyer vom Wegemuseum angefertigt, die mit Text, alten Postkartenmotiven und dem Altrichter-Stadtplan von 1888 Auskunft über den alten Dosselauf geben. An drei Orten in Wusterhausen sind diese mittlerweile zu finden: in der Borchertstraße, Berliner Straße und am Standort der alten Vierrademühle - dem heutigen Hotel Mühlenhof. Die Informationsflyer mit Erläuterungen für Besucher, die auf den Spuren der alten Dosse wandeln wollen, sind ideale Begleiter bei einer Erkundungstour durch Wusterhausen und liegen auch im Wegemuseum aus.

 

Im Anschluss startete eine Stadterkundungsrallye durch den historischen Stadtkern. Die Kids waren auf den Spuren des blauen Bandes unterwegs und hatten dabei sichtlich Spaß, ihre Aufgaben kreativ umzusetzen.

 

A. Perlt

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500 Kilometer Geschichte live

(15.10.2013)

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Auf wen träfe dies besser zu als auf Günter Kerfin und Udo Stange, die sich im Juni dieses Jahres auf 22-tätige Wanderschaft begaben.

 

Ein Vortrag über den Söldner Peter Hagendorf, der im Dreißigjährigen Krieg 25.000 Kilometer zu Fuß gelaufen war, inspirierte Günter Kerfin, die Reiseumstände in der Frühen Neuzeit einmal selbst nachzuempfinden. Seine Idee war, auf den Spuren des Kurfürsten Friedrich Wilhelm zu wandern, als dieser die schwedischen Truppen in einer bedeutenden Schlacht am 28. Juni 1675 bei Fehrbellin schlug. Von Schweinfurt aus war er dorthin mit einem 6000 Mann starken Tross gezogen. Diesen Weg sind Günter Kerfin und Udo Stange nachgewandert und legten dabei stolze 500 km zurück. Was sie unterwegs erlebten, erzählten sie am vergangenen Freitagabend in unserem Alten Laden.

 

3 preußische Meilen (etwa 23 km) nahmen sich die beiden Wanderer pro Tag vor. Bereits die erste Etappe führte die beiden über 26,6 km. 7:45 h waren sie dafür unterwegs. Am fünften Tag wollte Günter Kerfin aufgeben. "Am zehnten hat's Spaß gemacht", sagt der Wusterhausener heute. Die letzte Etappe führte sie von Nauen über Hakenberg und am 22. Tag schlussendlich nach Fehrbellin.

 

Bei allen Strapazen und Unwägbarkeiten sind die beiden froh, durchgehalten zu haben. Und noch etwas war Günter Kerfin wichtig: "Unterwegs habe ich gemerkt, wie gut es ist, wenn man sich als Wanderer auf einer Bank ausruhen und rasten kann." Deshalb hat der Wusterhausener eine Bank gestiftet, die noch im Herbst vor dem Herbst'schen Haus aufgestellt werden soll. Die Zustimmung von Bürgermeister Roman Blank dafür liege schon vor.

 

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Zwei Aktionen unter einem Dach - das Herbst'sche Haus lädt ein

(15.10.2013)

Gleich zwei Aktionen unter dem Dach des Herbst’schen Hauses Am Markt 3 in Wusterhausen/Dosse gibt es am Samstag, den 26. Oktober 2013. Die Bibliothek lädt zu „Treffpunkt Bibliothek – Information hat viele Gesichter“ und das Wegemuseum zu „Feuer und Flamme“ ein.

 

Ab 19 Uhr erwarten wir unsere Besucher mit öffentlichen Führungen zum Thema „August Herbst und weitere Wegbegleiter – ein Traditionshaus in Wusterhausen im Wandel“, die viel Wissenswertes zur Hausgeschichte bereithalten. Kulinarisch versorgt werden die Besucher mit Speisen und Getränken von Dietmar Miehlke (BuchWeinKunst Kyritz). Unser idyllischer Innenhof wird mit Fackeln und Feuerkörben zum Leuchten gebracht und lädt zum herbstlich gemütlichen Verweilen am Feuer ein.

 

Eine Schnitzeljagd für Ratefüchse liegt in allen teilnehmenden Museen aus – eine Frage zu jedem Museum. Eine Rundfahrt durch die Museen hilft natürlich bei der Beantwortung der Fragen! Auf die richtigen Einsender warten attraktive Preise von regionalen Sponsoren (darunter Schloss Spiegelberg, Kulturhaus Kyritz, Lindenkino und weitere).

 

Im Rahmen des 50-jährigen Bibliotheksjubiläums ist im Alten Laden die Ausstellung „50 Jahre Bibliothek Wusterhausen/Dosse“ zu besichtigen. Bei einem Rundgang lässt sich das Bibliotheksquiz sicherlich mühelos beantworten. Die Schauspielerin Friederike Möckel liest dort ab 20 Uhr erotisch-amüsante Geschichten aus dem „Dekameron“ von Giovanni Boccaccio. Die Gäste erwartet ein romantischer Abend bei Kerzenschein, Snacks und Wein.

Info: Unkostenbeitrag für die Lesung 4,00 EUR; Reservierung empfohlen 033979/877-60 (Dienstag – Sonntag)

„Feuer und Flamme“ in der Kleeblattregion - Erkundungsreise durch die Museen

(15.10.2013)

Die sehr erfolgreiche Museumsaktion „Feuer und Flamme“ wird am Samstag, den 26.10.2013, wieder zahlreiche Besucher in die brandenburgischen Museen locken. Erstmalig in diesem Jahr sind auch 6 Kleeblattmuseen und -einrichtungen beteiligt. Sie haben ein kulturell vielfältiges Programm organisiert, das zeitlich untereinander abgestimmt ist, sodass von 17 bis 20 Uhr zu jeder vollen Stunde in einem Haus eine Aktion beginnt und so eine Route durch das Kleeblatt entsteht.

 

Eine Schnitzeljagd für Ratefüchse liegt in allen teilnehmenden Museen aus – eine Frage zu jedem Museum. Eine Rundfahrt durch die Museen hilft natürlich bei der Beantwortung der Fragen! Auf die richtigen Einsender warten attraktive Preise von regionalen Sponsoren.

 

Folgende Museen und Einrichtungen freuen sich auf Ihren Besuch:

Heimatstube Dreetz

∙ 13.00 Uhr: Präsentation zum Thema: „Die Geschichte von Dreetz“

 

Kalebuz-Gruft / Kirche Kampehl

∙ 17.00 Uhr: „Herbstliche Impressionen“

Ein buntes Programm aus Musik (Orgel und Trompete) sowie Lesungen aus bunten Blättern.

 

Schloss Spiegelberg Neustadt (Wohnhaus des damaligen Spiegelfabrikanten und Direktor der Spiegelmanufaktur)  

∙ 18.00 Uhr: kulturelles Programm mit historischen Figuren und einer Theateraufführung, Musik und Umtrunk im illuminierten Gutspark

∙ ergänzend zum Schloss Spiegelberg: Gaswerk Neustadt mit einer Ausstellung zur historischen Flachglas- und Spiegelproduktion in der alten Spiegelmanufaktur und die Geschichte der Hugenotten in Neustadt; von 13.00 bis 20.00 Uhr geöffnet


Herbst'sches Haus in Wusterhausen mit Wegemuseum und Bibliothek

∙ 19.00 Uhr: öffentliche Kurzführungen zum Thema „August Herbst und weitere Wegbegleiter – ein Traditionshaus in Wusterhausen im Wandel“ und viel Wissenswertes zur Hausgeschichte; gemütliche Atmosphäre im Innenhof, der mit Fackeln und Feuerkörben erleuchtet wird; kulinarische Versorgung mit Speisen und Getränken durch Dietmar Miehlke, BuchWeinKunst Kyritz

∙ 20.00 Uhr Lesung (Veranstalter: Bibliothek Wusterhausen)

Die Schauspielerin Friederike Möckel liest im Alten Laden erotisch-amüsante Geschichten aus dem „Dekameron“ von Giovanni Boccaccio. Erleben Sie einen romantischen Abend bei Kerzenschein, Snacks und Wein. Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Treffpunkt Bibliothek – Information hat viele Gesichter“. Gleichzeitig ist es die dritte Veranstaltung für Erwachsene im Rahmen „50 Jahre Bibliothek“. Info: Unkostenbeitrag für die Lesung 4 EUR; Reservierung empfohlen 033979/877-60 (Dienstag – Sonntag)

 

Renaissanceschloss Demerthin
∙ 20.00 Uhr

„Schlossturm bei Kerzenschein“ – Romantische Geschichten zum Tagesausklang

 

Des Weiteren hat die Heimatstube Kyritz von 15.00 bis 20.00 Uhr geöffnet.

 

 

Die Museen bedanken sich schon im Voraus herzlich bei den Sponsoren, die Preise für unsere Erkundungsrallye durch die Kleeblattmuseen zur Verfügung gestellt haben:

 

- Schloss Spiegelberg

- Lindenkino

- Kulturhaus Kyritz

- Gänseblümchen Kyritz

- Jugendclub Dreetz

- Tourismusverein Kleeblattregion

- Pfarramt Neustadt

 

Wir wünschen allen Besuchern einen abwechslungsreichen und vergnüglichen Herbstabend!

Foto zu Meldung: „Feuer und Flamme“ in der Kleeblattregion - Erkundungsreise durch die Museen

Die Museen der Dosse- und Prignitzregion per QR-Code entdecken!

(10.09.2013)

Einem glücklichen Händchen beim Gewinnspiel ist es zu verdanken, dass 25 Museen jetzt über einen QR-gestützten Regionalführer miteinander vernetzt sind.

 

Der Prignitzer Tourismusverein war einer der glücklichen Gewinner beim Gewinnspiel eines QR-Anbieters. Das Ergebnis kann man jetzt an 25 Museen in der gesamten Prignitz sehen – von Lenzen bis Wittstock und Havelberg. Auch das Agrarflugmuseum Kyritz, das Gaswerk Neustadt und das Wegemuseum wurden einbezogen, über die man nun zusätzliche Informationen mit seinem Smartphone abrufen kann.

 

Die QR-Codes wurden im direkten Umfeld der Museen und Sehenswürdigkeiten angebracht. Touristen scannen diesen QR-Code und erhalten damit weitere Informationen zu diesem Museum. Gleichzeitig wird der aktuelle Aufenthaltsort und der komplette QR-Regionalführer mit den weiteren Orten, die im Umfeld besichtigt werden können, angezeigt. Touristen können sich damit z. B. auch an Schließtagen der Tourismusinformation – ohne weiteres Flyer-Material und nur mit ihrem Smartphone ausgestattet – gut in der Umgebung orientieren und sich die spannenden und sehenswerten Ziele der Region aussuchen. Dabei vernetzen sich alle QR-Projekte gegenseitig und per Klick auf der Karte sieht man, welche QR-Führer in welcher Region bereits vorhanden sind. In Verbindung mit den in der Nähe befindlichen QR-Regionalführer Elbe-Havel-Land und dem Stadtführer Pritzwalk gibt es eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten zu entdecken!

 

Die Sehenswürdigkeiten des QR-Regionalführers im Überblick:

 

Nötig ist nur ein Smartphone, ein QR-Scanner (gängige kostenlose App) und eine Internetverbindung. Damit sind fast alle Smartphone-Nutzer ausgestattet.

 

Ein Blick lohnt sich auch auf die Homepage: http://www.world-qr.de/. Unter der Rubrik „News“ ist der Regionsführer Prignitz anschaulich dargestellt.

 

Einführung der Kleeblatt-Museumscard: Ein Ticket für 9 Museen

(23.07.2013)

Die 9 Museen der Kleeblattregion haben erstmalig ein gemeinsames Eintrittsticket kreiert. Einheimische oder touristische Besucher können ab sofort für 10 EUR eine Kleeblatt-Museumscard erwerben, mit dem sie Eintritt in alle 9 Museen erhalten. Und dafür kann man sich ein ganzes Jahr Zeit lassen, denn die Tickets sind ein Jahr gültig.

 

Beteiligt sind:

Agrarflugmuseum Kyritz

Brauerei Dessow

Gaswerk Neustadt (Dosse)

Gestüts- und Kutschenmuseum

Heimatstube Dreetz

Heimatstube Kyritz

Kalebuzgruft Kampehl

Schloss Demerthin

Wegemuseum Wusterhausen

 

Erhältlich sind die Kleeblatt-Museumscards in allen beteiligten Museen und in den Tourismusbüros in Wusterhausen (Herbst’sches Haus, Am Markt 3) und in Kyritz (Maxim-Gorki-Straße 32).

Jubiläumsfest zum 50. Geburtstag des Museums Wusterhausen

(01.07.2013)

Nach 50 Jahren so jung wie nie zuvor

 

Es ist mit Sicherheit kein Zufall das die Organisatoren um Museumsleiterin Andrea Perlt und die Mitglieder des Kulturvereins den Juni 2013 wählten, als sie sich Gedanken um das Festprogramm anlässlich des 50. Geburtstages des Wusterhausener Museums machten, das im Jahre 1963 als „Heimatmuseum des Kreises Kyritz“ gegründet wurde.  

Genau dreißig Jahre zuvor, anlässlich der 700-Jahrfeier am 4. und 5. Juni 1933 hatten heimatgeschichtlich interessierte Bürger um den Lehrer Karl Jahn sowie Heimatmaler Theophil Dombrowski die erste stadtgeschichtliche Ausstellung in der Schulturnhalle organisiert. Es wurden Exponate zusammengetragen und ausgestellt, die den Grundstein für die heutige Museumssammlung bildeten. Also könnte man auch getrost vom 80. Jahrestag des Beginns einer heimatgeschichtlichen Sammlung in Wusterhausen sprechen.

Hartmut Schlüter eröffnete am Freitagabend das Jubiläumswochenende mit einem Vortrag über das Leben und Wirken des Heimatmalers und Poeten Theophil Dombrowski. Das Interesse der Wusterhausener Bürger war so enorm, das zeitweise die Sitzgelegenheiten im „Alten Laden“ des Herbst’schen Hauses knapp wurden. Das Organisationsteam unter Federführung von Hartmut Schlüter hatte über Monate akribische Recherchen zum Leben Dombrowskis betrieben.

Museumsleiterin Andrea Perlt begrüßte die rund 90 Gäste und Lukas Sabionski stimmte mit klassischer Klaviermusik auf den nachfolgenden heimatgeschichtlichen Leckerbissen ein. In seinem Vortrag beleuchtete Hartmut Schlüter gekonnt sowohl den Werdegang des Künstlers als auch den Privatmann Theophil Dombrowski. Nicht unerwähnt blieb dabei dessen Rolle und Gesinnung im „Dritten Reich“.

Mit minutenlangem Applaus honorierten Zuhörer dies, um danach Werke des Heimatmalers in Augenschein zu nehmen. Sie sind in einer Sonderausstellung bis zum Jahresende im Wegemuseum zu sehen.

 

Gestern Vormittag dann ging es im Museumshof richtig festlich zu. Bei der bis auf den letzten Platz besetzten Jubiläumsveranstaltung erinnerte Museumsleiterin Andrea Perlt noch einmal an den Werdegang der heimatgeschichtlichen Sammlung. Insbesondere würdigte sie die Initiatoren und Förderer des Museums: Karl Jahn, Gerhard Fenske, Manfred Teske und Klaus Hoferichter. Und nach der Krise der 90er Jahre sei es vor allem der Wusterhausener Kulturverein gewesen, der die Einrichtung wieder mit Leben erfüllte. „Bei all diesen Entwicklungen wird immer wieder deutlich, wie stark sich die Wusterhausener für ihr Museum eingesetzt haben.“

Landrat Ralf Reinhardt war in seiner Zeit als Wusterhausener Bürgermeister selbst an dem Comeback der Einrichtung beteiligt. Er erinnerte an den Aufwand und die vielen Unwägbarkeiten des Neuanfangs. „Man muss wirklich sagen: Es stand damals auf der Kippe.“ Reinhardt dankte auch den Rathausmitarbeitern, die zum letztlichen Erfolg beitrugen und der Kirchengemeinde, die der Sammlung während der Sanierung des Herbst’schen Hauses über Jahre Zuflucht gewährt hatte. „Ich freue mich, dass all das funktioniert hat – und dass trotzdem noch so vieles andere in derGemeinde geklappt hat.“

Bürgermeister Roman Blank schloss sich den Dankesworten an und würdigte ausdrücklich das Wirken von Jahn, Fenske, Teske und Hoferichter: „Nicht zuletzt ihnen ist es zu verdanken, dass Wusterhausen heute über ein so schönes Museum verfügt.“ Wie fest das Haus in der Stadt verankert sei, zeige nicht zuletzt ein aktuelles Schülerprojekt, bei dem sich Kinder mit den einstigen Wasserläufen Wusterhausens und ihrer Geschichte befassten.

Für Unterhaltung sorgten neben der Gitarrenmusik der zwei jungen Wusterhausener Silas und  Willi Schulze die Theaterszenen, mit denen junge wie alte Wusterhausener Geschichte und Geschichten ihre Stadt darstellten.

Fahrten mit der historischen Postkutsche und ein Imbiss rundeten die sehr stimmungsvolle Veranstaltung ab.

 

Marco Schimpke und Alexander Beckmann

Märkische Allgemeine Zeitung vom 01.07.2013

 

[Bericht in der MAZ (01.07.2013)]

Foto zu Meldung: Jubiläumsfest zum 50. Geburtstag des Museums Wusterhausen

50 Jahre Museum Wusterhausen

(26.06.2013)

Am 30. Juni ist es soweit: Auf den Tag genau vor 50 Jahren gründete sich das Heimatmuseum Wusterhausen im Jahre 1963. Nach vielen Höhen und Tiefen in der Entwicklungsgeschichte des Museums blickt es heute auf eine ereignisreiche Zeit zurück – von ehrenamtlichem Einsatz über Erweiterungen der Ausstellung, oft geprägt vom politischen Zeitgeist und begleitet von Existenzängsten, bis hin zur völligen Neugestaltung und Wiedereröffnung als Wegemuseum Wusterhausen im September 2011.

 

Dieses Jubiläum wollen wir mit allen Freunden des Hauses, allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Kulturbegeisterten gemeinsam begehen. Am Sonntag, den 30. Juni 2013, ab 11 Uhr laden wir zu einem Museumsfest in den Innenhof des Herbst'schen Hauses ein. Als Festredner werden Landrat Ralf Reinhardt, Bürgermeister Roman Blank und ein Überraschungsgast erwartet.

 

Es schließt sich ein kulturelles Programm mit Musik und einer Theaterpremiere an. Der Kulturverein führt ein Theaterstück mit Wusterhausener Wegegeschichten auf, die in den letzten Monaten mit Hilfe von der Theaterpädagogin Friederike Möckel einstudiert wurden. Als besonderes Highlight wird das Gestüt Neustadt mit einer Postkutsche vorfahren und Rundfahrten durch die historische Altstadt von Wusterhausen anbieten. Auch ein Sektempfang und ein kleiner Imbiss sind geplant.

 

Zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten hält Dr. Hartmut Schlüter am Freitag, den 28. Juni 2013, einen Vortrag zum Thema „Theophil Dombrowski – Ein Heimatmaler zwischen Ruppiner Land und Mecklenburg“. Dr. Hartmut Schlüter hat sich bereits vor einigen Jahren sehr intensiv mit Dombrowski und seinem Leben und Wirken beschäftigt. Um 19 Uhr beginnt der Abendvortrag im Alten Laden, in dessen Rahmen auch eine Sonderschau mit Werken von Theophil Dombrowski eröffnet wird.

 

Wir laden alle Museumsinteressierten herzlich ein!

Foto zu Meldung: 50 Jahre Museum Wusterhausen

Schüler sprayen blaues Band in Wusterhausen

(23.06.2013)

Aus der AG Spurensuche des Wusterhausener Zukunftskreises Anfang 2012 stammte die Idee – aufgegriffen und kreativ umgesetzt wurde sie von der Lehrerin Martina Winterle und ihren AG-Schülern der Wusterhausener Grundschule. Das blaue Band, das sich seit einigen Tagen durch Wusterhausen schlängelt, kennzeichnet den alten Dosselauf in Wusterhausen.

 

Unter Leitung von Martina Winterle beschäftigten sich die Schüler der 5. und 6. Klassen ein Schuljahr lang intensiv mit der Dosse und der Stadttopografie. Mit Recherchen im Museum, Erkundungen durch Wusterhausen und Gestaltungsentwürfen, die Dosse „begehbar“ zu machen, war das Programm gut gefüllt. In Martina Winterle fanden die Schüler eine engagierte Projektleiterin, das Thema immer wieder aufs Neue kreativ zu erschließen. Kurz vor Ende des Schuljahres ging es nun mit viel Eifer an die Kennzeichnung des ersten Abschnitts.

 

Zu sehen sind bisher nur die ersten 100 Meter in der Kyritzer Straße (Höhe Feuerwehr bis Seestraße), die mit Hilfe von selbstgebastelten Schablonen und mit Straßenmarkierungsfarbe aufgesprayt wurden. Der ursprüngliche Plan, den ehemaligen Flusslauf mit blau-gefärbten Steinen kenntlich zu machen, ließ sich nicht verwirklichen. Weiter geht’s nach den Sommerferien. Ergänzt werden soll das blaue Band noch durch abends leuchtende Markierungssteine. Auch Informationstafeln und Flyer mit Erläuterungen für Besucher, die auf den Spuren der alten Dosse durch die Stadt wandeln wollen, sollen noch erstellt werden.

 

Das Projekt wurde von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz innerhalb des Programms „Denkmal aktiv“ gefördert. Unterstützt werden schulische Projekte zur kulturellen Bildung, die die Erkundung und Erforschung des kulturellen Erbes im Lebensumfeld der Schüler als Thema haben.

 

A. Perlt

 

Foto: Martina Winterle

Foto zu Meldung: Schüler sprayen blaues Band in Wusterhausen

Mobile Sommeraktion gestartet - Prignitzer Stadtrallye mit Wegemuseum als Station

(13.06.2013)

Seit 1995 finden in der Prignitz Sommeraktionen, initiiert von der Naturwacht, dem Staatlichen Schulamt und der Sparkasse Prignitz, statt. Jährlich nehmen zahlreiche Kinder und Jugendliche aktiv daran teil und erkunden ihre nähere Umgebung in punkto Umwelt und Natur.

 

Passend zum Thema „Unterwegs auf neuen Wegen und alten Pfaden“ ist in diesem Jahr das Kernstück eine Rallyekarte, die von Familien auch als Anregung für ein Ferienprogramm genutzt werden kann. Darin sind 16 verschiedene regionale Standorte und Veranstaltungen aufgeführt. Für den Besuch eines Museums oder die Teilnahme an einer Veranstaltung gibt es jeweils einen Stempel. Wer bis 13. Oktober möglichst viele Stempel gesammelt hat, kann einen tollen Preis gewinnen.

 

Auch das Wegemuseum macht bei dieser Stadtrallye mit. Zu den 15 weiteren Stationen gehören das Kleinbahnmuseum in Lindenberg und die Museen in Perleberg, Wittenberge, Pritzwalk und Havelberg. Es geht aber auch um die Teilnahme an Veranstaltungen, wie dem Breetzer Spaßmarathon am 18. August, dem Storchenfest in Rühstädt am 27. Juli und den Rambower Moorgeschichten am 14. Juli.

 

Wer gerne mitmachen möchte, kann sich im Wegemuseum eine Rallyekarte abholen. Dann kann die Stadtrallye kreuz und quer durch die Prignitz gleich starten!

 

Veranstalter: Naturwacht, Naturschutzbund (Nabu) und die Verwaltung des Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe-Brandenburg

 

Freizeitideen zum Sparpreis – der neue Familienpass 2013/2014

(04.06.2013)

Der neue Familienpass ist da! Und er wartet mit über 588 Angeboten und verschiedenen Rabattvarianten in ganz Brandenburg und Berlin auf! Die Angebote bieten Ideen aus den Bereichen Kultur, Sport, Natur, Bildung und Freizeitspaß aller Art. Von Wassersport bis Kletterwald, von Konzert bis Filmfestival, von Museum bis Sternwarte – für Abwechslung ist gesorgt. 

 

Der Familienpass gilt ein ganzes Schuljahr lang (vom 20. Juni 2013 bis 30. Juni 2014) und kann zum Preis von nur 2,50 EUR erworben werden.

 

Auch das Wegemuseum gewährt Passbesitzern einen Familienrabatt in Höhe von 1 EUR auf jede Familienkarte.

 

Der Pass ist ab sofort in den üblichen Vertriebsstellen (Zeitschriftenhandel, Touristeninformationen, bei den Lokalen Bündnissen für Familie, Buch- und Spielzeughandlungen) sowie in der Tourismusinformation im Herbst’schen Haus, Am Markt 3 in Wusterhausen/Dosse erhältlich.

 

 

Foto: Vorstellung des Familienpasses auf der Pressekonferenz in der Biosphäre Potsdam

[Familienpass Brandenburg]

Foto zu Meldung: Freizeitideen zum Sparpreis – der neue Familienpass 2013/2014

Kleeblattentdeckerpfade für kleine und große Entdecker

(29.05.2013)

Pünktlich zum Start der Sommersaison informieren wir Sie in ganz druckfrischen Flyern über Entdeckerpfade durch die Kleeblattregion.

Die Flyer verbinden die Museen unserer Kleeblattregion durch Themenrouten miteinander. Auf ländlichen Routen werden Sie durch die idyllische Landschaft geführt und können zugleich die musealen Angebote unserer Region entdecken. Darunter ist eine Industrietour, eine Dosse-Fahrradtour und zwei Touren „Land und Leute“ für Neustadt und für Wusterhausen-Kyritz-Gumtow. Die Routen empfehlen sich für gemütliche Radler, aber auch für Familien.

 

Wer etwas geübter ist, kann sich gleich an die Radrouten der AG Städte mit historischen Stadtkernen wagen. In den Routen 2, 3 und in der Tagesroute 11 ist auch die Kleeblattregion integriert.

 

Flyer und Tourenmaterial gibt es in den Kleeblattmuseen sowie in den Tourismusinformationen in Wusterhausen und Kyritz. Auch auf unserer Homepage können Sie sich über die Routen informieren.

[Historische Wege durch die Kleeblattregion]

Die Welt als Kleeblatt

(22.05.2013)

Geschichte der Kartografie derzeit Thema im Wegemuseum Wusterhausen / Projekt mit Kyritzer Schule

 

Ist es eines, oder ist es keines? Es könnte ein Windrad sein, eine Blüte oder sonstwas. Doch es ist eins, denn es steht über dieser Kupferstichkarte tatsächlich geschrieben: „Die ganze Welt in einem Kleberblat.“ Ein Kleeblatt also, das Europa, Asien, Afrika zeigt und Amerika nur als Randerscheinung. Eine solche Weltkarte sorgt in einer Region wie Wusterhausen, Kyritz, Gumtow und Neustadt, die sich als Kommunalverbund in Kleeblatt-Form präsentiert, für besondere Beachtung. Aber auch so manche andere Ausführung von Andrea Perlt – die Leiterin des Wegemuseums in Wusterhausen, die Pfingstsonntag fast zwei Dutzend Gäste hatte zu ihrer Führung unter dem Titel „Meilensteine der Kartografie“ – sorgte für Verblüffung.

 

Dass diese Führung ausgerechnet im 100. Todesjahr des in Kyritz geborenen weltbekannten Lehrers und Kartogafen Carl Diercke auf ein solches Thema abzielte, sei Zufall gewesen. „Ich hatte sie schon für voriges Jahr geplant“, verriet Perlt der MAZ. Nun aber kam es in diesem Jahr idealerweise sogar zu einer Zusammenarbeit mit der Kyritzer Carl-Diercke-Oberschule. Dort widmeten sich Schüler in mehreren Projekten ihrem Namensgeber. Nach der dort jüngsten Festveranstaltung in der Schule als Höhepunkt werden einige Projekte noch das gesamte Jahr über weitergeführt. Von einem wird das Ergebnis demnächst sogar im Wegemuseum präsentiert. So ist laut Perlt bereits für den nächsten Monat ein Termin geplant, an dem dort ein zusammen mit den Schülern erarbeiteter neuer Flyer mit dem Titel „Meilensteine der Kartographie“ erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

 

Am Pfingstsonntag indes war im Museum schon mal detailliert zu erfahren, wie viele solcher Meilensteine es gibt und dass dabei auch die Region und mitunter gar die Lage des Ortes Wusterhausen in immer wieder neuem Licht erschien – befindet sich das Wegemuseum doch nicht zufällig an der Kreuzung eines einst wichtigen Wasser- und auch heute noch Verkehrswegs.

 

Andrea Perlt führte die Kartografie von ihren Anfängen aus, begonnen mit der Bedeutung des Wortes aus dem Lateinischen und Griechischen für eine gezeichnete, beschriebene Urkunde, über die Kosmografie, die mit der jüngst gefundenen Himmelsscheibe von Nebra neuen Auftrieb erfuhr, dann den besonders fein ausgebildeten Ansichten des Mittelalters bis in die Neuzeit hinein und zu den ersten Schul-Atlanten.

 

Unter den Zuhörern befanden sich weit angereiste Berliner, aber auch interessierte Wusterhausener sowie ehemalige Beschäftigte aus dem Kyritzer Katasteramt. Sie zogen sich weiße Stoffhandschuhe des Museums an, um in den originalen Atlanten zu blättern, oder sie nahmen sich eine der Lupen, um etwa auf einer kleinen Kopie der sogenannten Ebstorfer Weltkarte Details auszumachen. Im Original war die Karte 3,5 Meter hoch. War – weil sie im Zweiten Weltkrieg beim Bombenangriff auf Hannover zerstört wurde.

 

Im Original jedoch ist im Wegemuseum neben Karten, die vom Wusterhausener Experten Günter Kerfin geliehen sind, auch ein 1611 erschienenes Werk Heinrich Büntings zu bestaunen. Dessen Illustrationen erregten zur Entstehungszeit viel Aufsehen, zeigen sie doch etwa Asien als Pegasus, Europa in Form einer Jungfrau und eben die ganze Welt als ein Kleeblatt.

 

Matthias Anke (MAZ vom 21.05.2013)

 

Foto: Matthias Anke

Foto zu Meldung: Die Welt als Kleeblatt

Theophil Dombrowski - Ein Maler und Dichter in Retrospektive

(13.05.2013)

Ausstellung über den bekannten Heimatmaler Dombrowski eröffnet

 

Eine Sonderausstellung mit Bildern des wahrscheinlich wichtigsten und bekanntesten Heimatmalers und -dichters von Wusterhausen ist am gestrigen internationalen Museumstag im Wegemuseum eröffnet worden. Dort sind nun etwa 40 Arbeiten von Theophil Dombrowski (1880-1969) zu sehen, der von 1906 bis 1934 sowie von 1962 bis 1969 in der Dossestadt gelebt hat.

 

Theophil Dombrowski gilt als wichtiger Wegbereiter für das 1963 in Wusterhausen neu gegründete Museum. Er wirkte nicht nur 1933 zur 700-Jahr-Feier an der ersten Wusterhausener Ausstellung mit, sondern er bestückte auch 1964 die erste Sonderschau im noch jungen Museum. Die jetzige Ausstellung bilde damit einen Brückenschlag zum Jubiläum, sagt die Leiterin des Wegemuseums, Andrea Perlt. Die Schau konzipierte sie zusammen mit Hartmut Schlüter. Die Vorbereitung sei intensiv gewesen, auch im Hinblick auf Dombrowskis Einstellung zum Nationalsozialismus, mit der sich vor einigen Jahren sogar Gutachter beschäftigten. Diese kamen zum Ergebnis, dass man zur Gesinnung des Theophil Dombrowski zwar unterschiedlicher Meinung sein könne, ein Täterverhalten und eine Verherrlichung des Naziregimes jedoch nicht erkennbar ist.

 

Im Fokus der Ausstellung steht der Versuch einer Charakterisierung des Menschen und Künstlers in den verschiedenen Epochen deutscher Geschichte. Dazu werden auch bisher unbekannte schriftliche Überlieferungen und Zeugnisse seines Schaffens präsentiert. Zunächst als Justizbeamter ausgebildet und angestellt, ging er in seiner Freizeit seiner großen Leidenschaft des Malens nach. Später versuchte er damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Mehrere tausend Bilder entstanden im Laufe der Zeit. In der Ausstellung werden Bilder aus dem eigenen Bestand sowie Leihgaben von Privatleuten und anderen Museen präsentiert. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung vom Trompetenspieler Anton Winterle.

 

Axel Knopf (MAZ vom 13.5.2013)

 

Foto: Christiane Schael

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Kleeblattmuseen laden ein: Internationaler Museumstag am 12. Mai 2013

(08.05.2013)

Am Sonntag, dem 12. Mai, wird der diesjährige Internationale Museumstag begangen. Auch unsere Kleeblattmuseen haben wieder spannende Aktionen vorbereitet. Jedermann ist zu einem Frühlingsausflug in die Museen eingeladen!

 

Besondere Aktionen werden an diesem Tag von folgenden Museen angeboten:

 

Das Wegemuseum eröffnet um 11 Uhr eine Sonderausstellung zum Thema „Theophil Dombrowski – Ein Heimatmaler zwischen Ruppiner Land und Mecklenburg“. Dombrowski als wichtigster Heimatmaler und -dichter Wusterhausens lebte von 1906 bis 1934 sowie von 1962 bis 1969 in der Stadt. Auch für das im Jahr 1963 gegründete Heimatmuseum Wusterhausen war Dombrowski ein wichtiger Unterstützer. Die Ausstellung bildet damit einen Brückenschlag zum 50-jährigen Jubiläum des Museums Wusterhausen und stellt einen Mann vor, der weit über Wusterhausener Grenzen hinaus bekannt geworden ist.

 

In der Heimatstube Dreetz gibt es ab 15 Uhr eine Feier mit kulturellen Einlagen und der Einweihung einer Unterstellfläche für größere Geräte, die von einem ehemaligen Dreetzer Einwohner gesponsert wurde.

 

In der Dessower Brauerei kann man nicht nur das Brauereimuseum und die Dampfmaschine besichtigen. Die Dessower werfen auch ihre Produktionsmaschine an und brauen frischen Gerstensaft.

 

Im Gestütsmuseum startet um 14 Uhr eine Führung.

 

Auch die weiteren Kleeblattmuseen heißen ihre Besucher herzlich willkommen.

 

Öffnungszeiten aller beteiligten Museen:

Agrarflugmuseum: 14 Uhr bis 16 Uhr

Brauerei Dessow: 9 Uhr bis 15 Uhr

Gestütsmuseum: 11 Uhr bis 14 Uhr, anschließend Führung

Heimatstube Dreetz: 15 Uhr bis in die Abendstunden

Heimatstube Kyritz: 10 Uhr bis 17 Uhr, derzeitige Ausstellung zur „Postroute Berlin-Hamburg“

Kalebuz-Gruft in Kampehl: 10 Uhr bis 12 Uhr und 13 Uhr bis 17 Uhr; Eintritt: 2,- EUR, ermäßigt 1,- EUR

Kutschenmuseum: 10 Uhr bis 15 Uhr

Technisches Denkmal Gaswerk: 10 Uhr bis 16 Uhr

Wegemuseum: 10 Uhr bis 17 Uhr

 

diesjähriges Motto des Internationalen Museumstages: „Vergangenheit erinnern – Zukunft gestalten: Museen machen mit!“

Wo einst die Dosse floss - Historischer Osterspaziergang 2013

(02.04.2013)

Warum heißt der Wusterhausener Pintussteig eigentlich Pintussteig? Weil er den Verlauf der einstigen Pintus-Dosse markiert. So viel konnte Roland Tille am Sonntag beim zweiten historischen Osterspaziergang des Kulturvereins, der evangelischen Kirchengemeinde und des Wegemuseums versichern. Nur, woher der vor Jahrzehnten zugeschüttete Dossearm seinen Namen hatte, blieb weitestgehend Spekulation.

 

Das blieb die Ausnahme. Denn ansonsten herrschte an konkreten Informationen zur Wusterhausener Fluss-Geschichte kein Mangel. Gut 60 Teilnehmer schlossen sich dem Rundgang auf den Spuren der Dosse, die einst die komplette Stadt umfloss, an: von der Kirche über die Borchertstraße, den Pintussteig vorbei an Schule und Feuerwehr hin zum Museum. Dabei hatte Stadtführer Roland Tille zu Beginn noch gewitzelt: „Der Bürgermeister verleiht nachher jedem, der mitgeht, die Tapferkeitsmedaille.“

 

Doch zum einen machten die vielen Hinweise auf die Stadtgeschichte das trübe Wetter schnell vergessen. Zum anderen hatte die Kirchengemeinde im Gemeindehaus Kaland eine warme Rast vorbereitet – mit Bläsermusik, Plätzchen und einem weiteren historischen Exkurs – diesmal in die Baugeschichte.

Im Wegemuseum schließlich bot ein Imbiss weitere Gelegenheit zum Austausch.

 

Alexander Beckmann

MAZ vom 02.04.2013

 

Foto: Alexander Beckmann

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Museumsmarketing-Projekt erfolgreich auf IOS-Messe in Potsdam vertreten

(13.03.2013)

Zusammen mit der Schülerin Lisa Müllen und den Lehrkräften Edelgard und Gerhard Dorn der Carl-Diercke-Oberschule hat das Wegemuseum am Dienstag das gemeinsame Kooperationsprojekt „Auf dem Weg ins Wegemuseum - Erarbeitung eines Marketingskonzeptes“ auf der IOS-Tagung und Fachmesse in Potsdam vorgestellt. Das Projekt wurde gemeinsam mit drei weiteren Projekten als besonders innovativ und nachhaltig aus insgesamt 119 Vorhaben ausgewählt, die im Schuljahr 2012/2013 im Rahmen der „Initiative Oberschule“ durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport gefördert werden.

 

Ziel unseres Projekts ist die Erarbeitung von Marketingmaßnahmen, um vor allem die junge Zielgruppe als Besucher für das Wegemuseum zu gewinnen und zu begeistern. Derzeit bereiten wir die Gestaltung eines Flyers vor, der auf das Thema „Meilensteine der Kartografie“ zugeschnitten ist und mit einer attraktiven Aufmachung auch Jugendliche ansprechen soll.

 

Näheres zu unserem Kooperationsprojekt zwischen der Carl-Diercke-Oberschule und dem Wegemuseum erfahren Sie hier.  

 

Andrea Perlt

 

Foto: A. Perlt

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Zehn Minuten in Pose für eine Aktaufnahme

(12.02.2013)
Neue Sonderausstellung mit 150 Jahre alten Stereofotografien eröffnet

 

Die Aktmodels musste die Gabe haben, lange in einer Pose ausharren zu können. Die Belichtung der Fotos dauerte in der frühen Phase der Stereofotografie um 1850 zehn Minuten, berichtete Peter Maria Stajkoski am Freitagabend bei der Eröffnung seiner Ausstellung im Wegemuseum Wusterhausen. Der Sammler aus Lentzke präsentiert unter dem Titel „Ansichten des Körpers in der Stereofotografie: Nudes in 3D Visions – Il mondo nudo“ 400 Aktbilder.

 

Die Fotos vermitteln einen ungewöhnlichen räumlichen Eindruck. Alle Models wurden aus zwei leicht versetzten Positionen, die dem menschlichen Augenabstand entsprechen, abgelichtet. Die Fotos sind durchweg ästhetisch und gerade die frühen Aufnahmen erinnern an zeitgenössische Motive aus der Malerei oder der Bildhauerei. Möglicherweise liege dies daran, dass die ersten Fotografen oft diese Berufe studiert hatten, sagte Stajkoski. Als Geburtsstadt dieser Aktfotografie, die im 19. Jahrhundert tabuisiert war und an der trotzdem berühmte Fotografen ohne Nennung ihres Names gut verdienten, gilt Paris.

 

Die von Peter Maria Stajkoski ausgestellten Fotos entstanden zwischen 1851 und 1940. Der Lentzker sammelt seit 40 Jahren Stereofotografien. Er besitzt etwa 25.000 Bilder und zeigt bereits seit Anfang 2012 im Wegemuseum Aufnahmen zu unterschiedlichen Schwerpunkten.

 

Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung der Sonderausstellung, der etwa 50 Interessierte beiwohnten, von der Neuruppiner Sopranistin Raja Zimmermann und dem neuen Wusterhausener Kantor Jonas Sandmeier. Die beiden gaben Operettenmelodien zum Besten.

 

Die Sonderausstellung kann während der Öffnungszeiten des Wegemuseums (Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr) besucht werden.

 

Axel Knopf (MAZ vom 11.02.2013)

 

Foto: Chr. Schael

 

Foto zu Meldung: Zehn Minuten in Pose für eine Aktaufnahme

Weihnachtsgruß aus dem Herbst'schen Haus

(20.12.2012)

Auch in diesem Jahr können wir uns an einem prächtigen Weihnachtsbaum in unseren Räumen erfreuen, der über das Sponsoring vom Alfa-Handel in Wusterhausen zustande kam. Ganz herzlichen Dank dafür an Alfred Schulz!

 

Das gesamte Team des Herbst’schen Hauses wünscht Ihnen und Ihren Angehörigen für das bevorstehende Weihnachtsfest besinnliche sowie gesellige Festtage und alles Gute für das Jahr 2013!

 

Über die kommenden Feiertage haben wir im Übrigen auch für Sie geöffnet: Vom 25.12. bis 30.12.2012 sowie am Neujahrstag heißen wir Sie von 13 bis 16 Uhr willkommen. Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste!

 

Foto zu Meldung: Weihnachtsgruß aus dem Herbst'schen Haus

Auf den Spuren der Dosse

(14.12.2012)

Wasser ist die Lebensader schlechthin. Wo könnte man dies historisch besser unter die Lupe nehmen als in Wusterhausen.

 

12 Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen der Astrid-Lindgren-Grundschule beschäftigen sich für ein Schuljahr intensiv mit der Dosse. Unter der Leitung von Martina Winterle setzen sie sich mit der Stadttopografie auseinander und spüren dem historischen Verlauf der Dosse nach. Derzeit werden fleißig Stadtpläne gesichtet und ausgewertet, der historische Dosseverlauf erkundet und Materialrecherche betrieben. Ziel des Projekts ist es, den früheren Verlauf eines Dossearms optisch nachvollziehbar und „begehbar“  zu  machen. Dafür sollen blau glasierte Pflastersteine in die Bepflasterung eingesetzt werden, woraus ein Rundweg – "Der Fluss unter unseren Füßen“ –  entsteht, der dazu beiträgt, die Besonderheiten der Stadt Besuchern und Einheimischen bewusst zu machen.

 

Das Projekt wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Rahmen des Programms  denkmal aktiv gefördert. Denkmal aktiv fördert schulische Projekte zur kulturellen Bildung, die die Erkundung und Erforschung des kulturellen Erbes im Lebensumfeld der Schüler zum Gegenstand haben. Die Schüler erleben gebaute Geschichte und lernen so den Wert und die Bedeutung von Kulturdenkmalen kennen.

 

Als Partner bei der Planung und Durchführung steht das Wegemuseum zur Seite. Auch einige kundige Wusterhausener standen schon für Rundgänge durch Wusterhausen bereit, wie erst jüngst Jürgen Kubitza. Wenn der Winter vorüber ist, wollen die Schülerinnen und Schüler beim Steinesetzen selbst mit Hand anlegen. Bis es soweit ist, steht erstmal ein Spendenaufruf an. Es sollen nämlich noch möglichst viele Spenden für weitere Steine gesammelt werden, damit das sichtbare Stücke der Dosse noch etwas größer werden kann.

 

Wer sich mit einer Spende einbringen möchte, kann sich bei der Grundschule Wusterhausen melden.

 

Andrea Perlt

 

Foto: Martina Winterle

Foto zu Meldung: Auf den Spuren der Dosse

Kyritzer Schüler in Sachen Wegemuseum unterwegs

(08.11.2012)

Eine Kooperation der besonderen Art wird derzeit zwischen der Carl-Diercke-Oberschule Kyritz und dem Wegemuseum erprobt. Ein Schuljahr lang arbeiten Schüler innerhalb des Wahlpflichtunterrichts mit und für das Wegemuseum. Intention solch eines IOS-Projekts ist es, Schüler auf die Arbeitswelt vorzubereiten.

 

Dazu arbeiten zwei Gruppen unter Betreuung des Wegemuseums mit zwei gänzlich unterschiedlichen Herangehensweisen. Eine Schülergruppe beschäftigt sich mit ihrem Lehrer Willi Dorn mit Marketingthemen. Die Schüler lernen Marketinginstrumente und -maßnahmen in verschiedenen Branchen kennen, die sie anschließend auf die Museumsbranche übertragen. Vorgegebene Zielstellung für die Gruppe ist, den Bekanntheitsgrad des Museums bei der jungen Zielgruppe zu erhöhen. Derzeit wird gerade ein Fragebogen für eine Umfrage ausgearbeitet, aus der weitere Arbeitsschritte abgeleitet werden können.

 

Die zweite Gruppe unter der Leitung von Gerlind Brinschwitz hat die Erforschung von alten Wegen der Region mit einem besonderen Fokus auf den alten Postweg von Berlin nach Hamburg, der auch über Wusterhausen – Kyritz – Gumtow führte, zum Gegenstand. Grundlage ist die Arbeit mit historischem Kartenmaterial, die gerade für die Schüler spätestens im März 2013 interessant wird, wenn die Carl-Diercke-Schule den 100. Todestag ihres Namensgebers Carl Diercke (1842-1913) begeht. Von dem gebürtigen Kyritzer Kartographen stammt auch der erste, weithin bekannt gewordene Diercke-Schulaltas aus dem Jahr 1883. Zielführend sollen wichtige Meilensteine der Kartographie auf anschauliche Weise präsentiert werden, die für die junge Zielgruppe nutzbringend eingesetzt werden kann. Ob klassisch in Form eines Flyers oder auf andere Weise, wird derzeit noch ausgelotet.

 

Weiterhin sind mehrere Exkursionen, zum Beispiel zum Gaswerk in Neustadt (Dosse) und zum Technikmuseum in Berlin, geplant.

 

Dieses Projekt wird im Rahmen der „Initiative Oberschule“ (IOS) vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, vom Europäischen Sozialfonds und der Bundesagentur für Arbeit gefördert. Die „Initiative Oberschule“ (IOS) unterstützt Kooperationsprojekte zwischen Oberschulen und außerschulischen Partnern, die dazu dienen sollen, die Ausbildungsfähigkeit der Jungen und Mädchen an Oberschulen zu verbessern, ihre Sozialkompetenzen zu stärken und eine bessere Berufsorientierung zu garantieren. Gleichzeitig sollen durch IOS-Projekte die Kompetenzen der Lehrerinnen und Lehrer als wichtige Begleiter der Schülerinnen und Schüler auf dem Weg der Ausbildungsplatzsuche erweitert und die Oberschulen gestärkt werden.

 

Andrea Perlt

 

Herbst’sches Haus beteiligt sich erstmals am landesweiten Aktionstag „Feuer und Flamme“

(30.10.2012)

Erstmalig nahm das Wegemuseum in diesem Jahr an der brandenburgischen Aktion "Feuer und Flamme für unsere Museen" am 27. Oktober teil, die in 60 Kultureinrichtungen in ganz Brandenburg vielfältige Unterhaltung bis in die Abendstunden verspricht.

 

Mit einem breiten Rahmenprogramm bot sich auch im Herbst’schen Haus viel Abwechslung bis in den Abend hinein: Der Buchvorstellung von Eugen Glieges Neuerscheinung „Liebe heiter und frivol“ folgte eine öffentliche Führung im Wegemuseum, die sich – passend zum Motto des Aktionstages – den Stadtbränden von Wusterhausen widmete.

Ein interessierter Kreis fand sich anschließend im Alten Laden zur Eröffnung der Fotoausstellung „Wusterhausen von seiner schönsten Seite“ zusammen, gestaltet von den beiden Hobbyfotografinnen Jana Kuska und Elke Schmiele. Gekonnt führte Bärbel Hartwig in die Ausstellung ein, während Lukas Sabionski die Anwesenden mit seinem erfrischenden Klavierspiel erfreute.

Die Bibliothek Wusterhausen gestaltete den Tag tatkräftig mit und lud innerhalb der bundesweiten Veranstaltungsreihe "Treffpunkt Bibliothek - Information hat viele Gesichter“ zu einer abendlichen Lesung mit Bernd Donner ein. Der ehemalige Lehrer, heute wohnhaft in Köpernitz, las heiter-satirische Geschichten aus Schule und Elternhaus und erntete mit vielen wohlbekannten Szenen aus Schul- und Pubertätszeit unserer Zöglinge viele Lacher.

 

Fackeln und Kerzen begrüßten symbolisch die dunkle Jahreszeit mit Licht und Wärme. Im Innenhof sorgten Feuerschalen für ein gemütliches Beisammensein bei Glühwein und Imbiss.

 

Unser Anliegen, diesen Aktionstag auch in unserer Region einzuführen, glückte vollauf. Die Besucherresonanz war großartig, sodass wir uns den letzten Samstag im Oktober auch im kommenden Jahr für eine Lange Nacht im Herbst’schen Haus vormerken.

 

Andrea Perlt

[MAZ vom 29.10.2012]

Kleeblattmuseen setzen auf nachhaltige Zusammenarbeit

(09.10.2012)

Die Vernetzung der Museen des Kleeblatts ist einen wichtigen Schritt vorangekommen. Schon seit Anfang dieses Jahres treffen sich die Kleeblattmuseen regelmäßig mit dem Anliegen, vom Erfahrungsaustausch untereinander zu profitieren und Synergien zu heben. Mit ihren unterschiedlichen Profilen bilden sie eine Museumslandschaft mit außergewöhnlicher Bandbreite, dessen Potenzial besser genutzt werden soll.

 

Vor wenigen Tagen wurde ein Kooperationsvertrag von allen beteiligten Museen unterzeichnet, der die nachhaltige Zusammenarbeit nun auch auf dem Papier festschreibt. Anliegen ist es, Öffnungszeiten und Angebote besser aufeinander abzustimmen. Geplant ist u. a., einen regionalen Museumsführer zu gestalten und Museumsrouten zu verschiedenen Themen auszuarbeiten. Derzeit wird zum Beispiel ein Entdeckerpfad und eine Industrietour erarbeitet. Diese sollen nicht nur für Aktivurlauber per Fahrrad erkundbar sein, sondern auch von Reiseveranstaltern für Busreisen gebucht werden können.

 

Wer Freude daran hätte, das Museum in seinem Ort zu unterstützen, sei jederzeit herzlich eingeladen, sich in seinem Museum zu melden und eigene Ideen einzubringen.

 

Beteiligt sind:

 

Agrarflugmuseum Kyritz

Brauerei Dessow

Gaswerk Neustadt (Dosse)

Gestüts- und Kutschenmuseum

Heimatstube Dreetz

Heimatstube Kyritz

Kalebuzgruft Kampehl

Schloss Demerthin

Wegemuseum Wusterhausen

 

Rakete im Schafspelz - Wegemuseum bei der Jahrhundertausstellung in Brandenburg

(21.09.2012)

Gemeinsam geht Vieles besser als allein. Darum gründeten 18 brandenburgische Museen eine Vereinigung. Das war 1912 - vor genau 100 Jahren. Deshalb feiert der brandenburgische Museumsverband in diesem Jahr seinen hundertsten Geburtstag.

 

So hat er alle Museen aufgerufen, für jedes der letzten 100 Jahre ein Museumsstück für eine Ausstellung bereitzustellen. 100 Museen haben mitgemacht. Und jedes Exponat erzählt eine ganz eigene Geschichte.

 

Auch das Wegemuseum ist bei dieser Jubiläumsausstellung dabei. Wir haben das Jahr 1955 mit Leben erfüllt. Mit seinen Schutzblechen, dem zivilen Lenker und neuen Sattel sieht das Fahrrad ziemlich gewöhnlich aus. Tatsächlich handelt es sich um Herbert Toepfers rasante Rennmaschine aus der Zeit der deutschen Teilung, mit der er seine Trainingsfahrten auf der Transitstrecke F 5 absolvierte. Um dabei weitgehend unbehelligt zu bleiben, benutzten er und seine Westberliner Profiradsportler möglichst unauffällige Räder; die italienische Profimaschine blieb zu Hause.

 

Welch kuriose Mischung von weiteren 99 Gegenständen bei der Ausstellung entstand, die von den Machern auch als "Ding-Fest" bezeichnet wird, entdecken Sie am besten selbst in der Jahrhundertausstellung in Brandenburg.

 

Die Jubiläumstagung mit Ausstellungseröffnung findet am 29. und 30. September 2012 statt.

 

Jahrhundertausstellung:

 

Dauer: 30.09.2012 -24.03.2013

Ausstellungsort: Archäologisches Landesmuseum Brandenburg im Paulikloster

Neustädtische Heidestraße 28 | 14776 Brandenburg an der Havel

Tel. 033 81-4 10 41 12 | www.landesmuseum-brandenburg.de

 

Veranstalter:

Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. 

Am Bassin 3 | 14467 Potsdam

Tel. 0331-2 32 79 11 |

www.jahrhundertausstellung.de 

[Ausstellungsflyer]

[Tagungsprogramm]

Foto zu Meldung: Rakete im Schafspelz - Wegemuseum bei der Jahrhundertausstellung in Brandenburg

Gelungener Auftakt für die Ausstellung vom Verleger und Kunstfreund Günter Rieger

(06.08.2012)

Mit einer gelungenen Vernissage startete am vergangenen Freitag die Ausstellung „Land in Sicht“ von Günter Rieger in unserem Alten Laden. Der Aussteller aus Karwe hatte offensichtlich ein großes Stück Anteil am Andrang im Alten Laden. Denn unter den gut 50 Besuchern fanden sich auch zahlreiche Gesichter aus Neuruppin und Rheinsberg.

 

Bekannt ist Günter Rieger vor allem als Verleger und als ausgewiesener Kenner für historische und kulturgeschichtliche Themen. Dass er daneben auch ein echter Freund der Kunst ist, der dazu selbst malen kann, belegen die ausgestellten Werke. Schon in den letzten Jahren hat Günter Rieger den Weg des Öfteren nach Wusterhausen gefunden, sei es für Vorträge oder für Ausstellungen. 

 

Ein Freund Riegers, der Rheinsberger Keramiker und Galerist Hendrik Schink, übernahm die Einführung in die Arbeiten. Schink rezitierte Landschaftsbeschreibungen von Fontane, während ein Enkel von Günter Rieger das dazu passende Bild präsentierte. Johannes Conraths begleitete mit seinem Klavierspiel die Ausstellungseröffnung musikalisch.

 

Die Ausstellung mit Stillleben und Ortsansichten ist noch bis zum 02. September im Alten Laden zu sehen.

 

A. Perlt

[MAZ vom 06.08.2012]

[Verlag Edition Rieger]

Eine Weltreise in Bildern

(20.07.2012)

Es ist so etwas wie eine doppelte Weltreise in Bildern, auf die der Betrachter einer neuen Fotoschau im Wusterhausener Wegemuseum mitgenommen wird. Peter Maria Stajkoski (68) aus Lentzke zeigt dort weitere 360 Bilder aus seiner Stereofotografie-Sammlung. Die Bilder vermitteln einen ungewöhnlichen räumlichen Eindruck, da alle Objekte aus zwei leicht versetzten Positionen – entsprechend dem menschlichen Augenabstand – abgelichtet wurden.

 

Die Fotos entstanden zwischen 1860 und 1910, also in einer Zeit, als die Menschen längst nicht so mobil wie heute waren. Dank dieser Fotos konnte sich der Betrachter „Bilder aus der ganzen Welt gemütlich in seinem Wohnzimmer ansehen und die Wege des Fotografen im Geist nachvollziehen“, sagte Stajkoski. In Wusterhausen sind beispielsweise Aufnahmen aus Kairo, Paris, New York sowie Philadelphia zu sehen. Von der Weltausstellung, die im Jahr 1876 in der Stadt im US-Bundesstaat Pennsylvania stattfand, zeugen ebenfalls Bilder. „Die Ausstellungshallen waren hunderte von Quadratmetern groß. Ein großer Aufwand wurde betrieben, um den Menschen die Welt nahe zu bringen“, berichtete Stajkoski am Freitagabend den Besuchern der Eröffnung der Ausstellung „Tour of the World“. Außer den Fotos sind auch Stereofotografie-Kameras und typische Reiseandenken aus der damaligen Zeit zu sehen. Darunter befinden sich eine Gebetsmühle, Masken, Brautschmuck und Thermobehälter.

 

Peter Maria Stajkoski sammelt seit 40 Jahren Stereofotografien. Er besitzt etwa 25 000 Bilder. Eine Auswahl davon ist auch innerhalb der Ausstellung „150 Jahre 3D-Fotografie in Berlin“ im Informationszentrum „Humboldt-Box“ am Berliner Schlossplatz zu sehen.

 

Axel Knopf (MAZ vom 18. Juli 2012)

Friedrichs traurige Jugend

(26.06.2012)
Premiere des Theaterstücks lockte viele Leute auf den Hof des Herbst’schen Hauses

 

Gleich drei Premieren kündete Wusterhausens Bürgermeister Roman Blank am Freitagabend an – die Eröffnung des Sommertheaters 2012, zum ersten Mal Theater im Innenhof des Herbst’schen Hauses und das erste Mal Open Air ohne Regen. Doch es war wohl nicht nur das schöne Wetter, das 85 Interessierte zum Spiel des Berliner Theaters 89 in den malerischen Hof gelockt hatte. Sie kamen in Erwartung eines besonderen Schauspiels.

 

Angekündigt war, passend zum diesjährigen Kulturlandthema „Friedrich II.“, das Stück „Die traurige Geschichte von Friedrich dem Großen“. Dessen Leben spielte bereits in anderen Veranstaltungen im Herbst’schen Haus eine Rolle – nun also dargestellt von fünf Schauspielern des professionellen Freien Theaters, deren Aufführung an Brecht’sche Erfahrungen und Methoden anknüpft. Und das machte dann auch den Reiz der Aufführung aus – hautnah am Publikum und doch verfremdet durch Masken und dem fast puppenhaften Agieren der Darsteller. Das Stück von Heinrich Mann, 1982 ergänzt durch Alexander Lang, zeigt die Geschichte einer hochneurotischen Vater-Sohn-Beziehung, brutale Familienverhältnisse, Ehekonflikte, also ein Familiendrama, wo Zynismus und Gefühlskälte vorherrschen. Diese Kindheits- und Jugendtragödie, die mit dem gewaltsamen Tod von Friedrichs Jugendfreund Katte endet, erklärt dann auch die weitere Entwicklung des Königs, wo Macht und Einsamkeit vorherrschen, Untertanengeist gefordert wird.

 

Das Theaterstück „Die traurige Geschichte von Friedrich dem Großen“ wurde exklusiv für die Arbeitsgemeinschaft inszeniert und wird mit Wusterhausen in zehn Städten aufgeführt.

 

Renate Zunke (MAZ vom 25.06.2012)

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Familienpass 2012/2013: Freizeitideen zum Sparpreis

(30.05.2012)

Der neue Familienpass ist da! Und er wartet mit über 555 Angeboten und verschiedenen Rabattvarianten in ganz Brandenburg und Berlin auf! 

 

Die Angebote sind nach Regionen sortiert und bieten Ideen aus den Bereichen Kultur, Sport, Natur, Bildung und Freizeitspaß aller Art. Von Wassersport bis Kletterwald, von Konzert bis Filmfestival, von Museum bis Sternwarte, von Bauernhof bis Straußenfarm – für Abwechslung ist gesorgt. Der Familienpass gilt ein ganzes Schuljahr lang (1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013) und bietet auch während der Schulzeit alles, was Kinderherzen höher schlagen lässt. 

 

Die Herausgabe des Familienpasses Brandenburg erfolgt im Auftrag und mit Förderung des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Brandenburg. Parallel zur Broschüre bietet der Internetauftritt www.familienpass-brandenburg.de eine Suchabfrage zu den im Pass enthaltenen Angeboten.

 

Auch das Wegemuseum gewährt Passbesitzern einen Familienrabatt: Pro vollzahlendem Erwachsenen erhalten bis zu 3 Kinder kostenfreien Eintritt in das Museum.

 

Der Familienpass kann zum Preis von 2,50 Euro (inkl. 19 % MwSt.) erworben werden. Neben den üblichen Vertriebsstellen (Zeitschriftenhandel, Touristeninformationen, bei den Lokalen Bündnissen für Familie, Buch- und Spielzeughandlungen) ist der Pass ab sofort auch in der Tourismusinformation im Herbst’schen Haus in Wusterhausen/Dosse erhältlich.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.familienpass-brandenburg.de

[Familienpass Brandenburg]

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Landkarte ist eben nicht gleich Landkarte

(29.05.2012)

Welche große Vielfalt die Kartographie zu bieten hat, stellte Günter Kerfin am vergangenen Freitag bei seinem Vortrag „Wege durch die Zeit – 500 Jahre Landkarten der Mark Brandenburg“ vor. 

 

Der spannende Ausflug in die Geschichte der Landkarten hielt so manche erstaunliche Information bereit. Die wenigen heute noch erhaltenen Karten aus der römischen Antike zeichnen bereits den Lauf der großen Flüsse wie Donau und Rhein nach und beinhalten 2.500 Ortschaften.

 

Der Ausflug in die Historie setzte sich mit der Weltkarte des Beatus fort. Beatus‘ Weltkarte, ein Mönch in Diensten des Frankenkönigs Karl des Großen im 8. Jahrhundert, blieb für ein halbes Jahrtausend hindurch Grundlage aller Weltkarten. Gerade mittelalterliche Karten bieten für unser heutiges Auge kaum eine Orientierung. Ihr Zweck war es, eine Wegroute zu einem bestimmten Reiseziel abzubilden. Da Jerusalem – das damals wichtigste Pilgerziel – an das obere Ende der Karte gesetzt wurde, ergab sich eine Ostung vieler Karten.

 

Einen großen Aufschwung nahm die Kartographie mit der Erfindung des Buchdrucks um 1450 durch Johannes Guttenberg. Nun konnten von Karten auch Kopien angefertigt werden. Geographisches Wissen rückte zunehmend in den Blickpunkt, sodass sich der Nordpol als Koordinierungspunkt herausbildete. Die Exaktheit selbst heutiger Karten ist allerdings nicht immer ganz sicher. So erfuhren die Zuhörer, dass die Darstellungen auf den DDR-Landkarten um einen Viertelgrad verschoben waren. Militärisch und strategisch wichtige Ziele sollten so nicht exakt bestimmt werden können.

 

Nebenher bot der Vortrag interessante Einblicke in die Geschichte der Mark Brandenburg und in die Entwicklung Wusterhausens, die lange Zeit im Zeichen des Salzhandels mit anderen Hansestädten an der Elbe gestanden hatte. Zum Abschluss konnte jeder noch einen Blick in beeindruckende historische Atlanten werfen, die Günter Kerfin aus seiner Sammlung mitgebracht hatte.

 

A. Perlt

Internationaler Museumstag rund ums Automobil

(22.05.2012)

Der diesjährige Internationale Museumstag stand ganz im Zeichen der Automobilisierung. Und das aus gutem Grund: Auf den gleichen Tag fiel der 100. Todestag des an der B 5 verunglückten Welfenprinzen Georg Wilhelm am 20.05.1912. Noch heute erinnert ein Gedenkstein an der B 5 an den Unglücksfall und ist damit das weltweit wohl älteste erhaltene Denkmal für ein Autounfallopfer.

Zu diesem Anlass veranstaltete das Wegemuseum einen Aktionstag zum Thema Automobilisierung, um an die damaligen Straßenverhältnisse und an den Zeitgeist des Kronprinzen zu erinnern. Im Museum erwarteten die Besucher über den Tag verteilte Führungen und ein Memory-Spiel im Innenhof. Zugleich lud das Wegemuseum zu einem Oldtimertreffen mit Ausfahrt durch die Kleeblattregion ein.

Oldtimerfreunde aus nächster Umgebung als auch von weit her reisten bei strahlendem Sonnenschein an. Die ersten Fahrzeuge – vom D-Rad bis zum Triumph – trudelten schon vor 9 Uhr vor dem Herbst’schen Haus ein. Schaulustige aus Wusterhausen begrüßten die Ankömmlinge, fachsimpelten über die alte Technik und warfen sogleich einen Blick unter der Motorhaube. Die fleißigen Bienen vom Kulturverein zauberten im Hintergrund ein reichhaltiges Frühstücksbuffet und am Nachmittag eine Kaffeetafel. Die Bemerkung eines Oldtimerfahrers, die Fahrt nach Wusterhausen habe sich allein des Buffets wegen gelohnt, brachte ein zufriedenes Strahlen in die Gesichter.

Nach einer kurzen Fahrerbesprechung startete um 10 Uhr die Rundfahrt. Die Tour führte zum Dessower Brauereimuseum, anschließend zum Agrarflugmuseum in Heinrichsfelde und zum Gaswerk in Neustadt. Das Mittagessen für den umfangreichen Trupp sponserte Fleischerei Ribbe. Als letzte Station wurde am Denkmal des Welfenprinzen eine Gedenkminute eingelegt und ein Blumengesteck niedergelegt, gestiftet von dem Floristen Brett-Pitt in Wusterhausen.

Zurück im Herbst’schen Haus, fand die Auslobung des ältesten Oldtimers des Tages statt. Erich Vietze aus Breese hatte mit seinem AGA von 1924 knapp die Nase vorn und freute sich über einen eigens gravierten Pokal.

Das Zusammenspiel zwischen den Museen hat wunderbar funktioniert und wir freuen uns über den reibungslosen Programmablauf. Vor allem an Werner John, der bei der Organisation des Oldtimertreffens mit Rat und Tat zur Seite stand, und an die Sponsoren des Tages, Fleischerei Ribbe und Trendfloristik Brett-Pitt, geht ein herzlicher Dank!

Andrea Perlt

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Historischer Osterspaziergang

(09.04.2012)

Spätestens am Ostersonntag weckte die Sonne allerseits die Frühlingslaune. Der Einladung zum angekündigten historischen Osterspaziergang waren mehr als 60 Personen gefolgt, darunter viele Familien mit ihren Kindern. Vor der Stadtkirche versammelt, setzte sich der stattliche Trupp in Bewegung, geführt von Roland Tille als sachkundigen Stadtführer. Die erste Station war das Pfarrhaus mit dem Gotischen Torbogen. Bärbel Hartwig und Annette Tessmer, verkleidet als Salzhandelsfrauen, standen schon bereit, um interessante Auskünfte über die ehemaligen Pfarrhäuser und den Salzhandel zu geben. Auf dem Pfarrhof gab es Hintergrundwissen zur Bedeutung des Osterlamms und sogleich auch süße Osterlämmer zum Probieren. Kulturelle Beiträge mit Ostergedichten und -liedern trugen Mathilda und Helene Schroeder vor. Tatkräftige Schützenhilfe leistete Marianne Golde, die das kulturelle Begleitprogramm der kleinen Darsteller organisiert hatte.

Der Weg führte weiter zum ehemaligen Hospital in der Borchertstraße, wo u.a. Interessantes über Fontane und die Stadtmauer zu erfahren war, und über den Markt mit einem Zwischenstopp am Rathaus. An der letzten Station im Innenhof des Herbst’schen Hauses angekommen, durften die kleinen Teilnehmer ein letztes Mal zur Ostereiersuche losstürmen, bevor das Buffet mit kalten, warmen und süßen Speisen freigegeben wurde und für jeden Gaumen etwas bereithielt.

 

An alle beteiligten Personen, die zum Gelingen dieses besonderen Osterrundganges beigetragen haben, geht ein herzlicher Dank! Die Fragen vielerseits, ob diese Aktion erneut stattfinden könne, bestätigen den Veranstaltern, dass dies eine tolle Gemeinschaftsaktion zwischen Kulturverein, Pfarramt, Seniorenheim und Wegemuseum war, aus der vielleicht der Grundstein für eine Tradition gelegt werden konnte. Wir freuen uns auf jeden Fall schon jetzt, wenn wir nächstes Jahr wieder zum historischen Osterspaziergang einladen können. Dann natürlich mit einer neuen Route durch Wusterhausen!

 

Andrea Perlt

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Ostern im Wegemuseum

(05.04.2012)

Ostern steht vor der Tür und auch im Wegemuseum stehen einige österliche Aktionen auf dem Programm.

 

Am Ostersonntag, den 08.04.2012, führt Sie ein Osterspaziergang mit historischen Figuren, Kulturprogramm und Osterüberraschung für die Kinder durch die Altstadt von Wusterhausen. Die Veranstaltung ist eine Gemeinschaftsaktion des Wusterhausener Kulturvereins, des Pfarramts, der Pro-Seniorenpflege e.V. und des Wegemuseums.

 

In der Osterferienwoche (10.-13.04.2012) haben wir für die Kinder ein Ferienprogramm mit spannenden Erkundungstouren durch das Wegemuseum und durch die Wusterhausener Altstadt vorbereitet. 

 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an unseren Aktionen und Ihren Besuch im Wegemuseum. Auch an den Osterfeiertagen haben wir jeweils von 10 bis 17 Uhr für Sie geöffnet.

 

Das Team des Herbst'schen Hauses wünscht allen ein frohes Osterfest!

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Archäologen stellten in Wusterhausen ihre neuesten Befunde zur Stadt vor

(27.03.2012)

Um nur rund 250 Jahre in der Zeit zurückversetzt hätten selbst alteingesessene Wusterhausener wohl ihre liebe Not, sich auf Anhieb in ihrer Heimatstadt zurecht zu finden. Die Stadt am Südende des Klempowsees hat sich im zurückliegenden Jahrtausend gleich mehrfach grundlegend gewandelt. Vielleicht erklärt das das große Interesse der Wusterhausener an den Spuren der Geschichte unter ihren Füßen. Deutlich über 30 Besucher zählte jedenfalls der Vortrag, zu dem das Archäologiebüro ABD Dressler und das Wegemuseum am Freitagabend in den alten Laden des Herbst’schen Hauses eingeladen hatten.

Gar nicht vieler Worte bedurfte es, um klar zu machen, dass die Archäologen die Faszination der Wusterhausener für Stadtgeschichte vorbehaltlos teilen. Jette Anders hat den aktuellen Straßenbau in der Sankt-Petri- und der Domstraße über Monate fachlich begleitet. Die Archäologin hatte damit große Hoffnungen verbunden und wurde nicht enttäuscht. Schließlich war man schon 2006 bei Bauarbeiten in einem anderen Teil der Domstraße auf Reste eines slawischen Friedhofes mit Dutzenden Erdbestattungen gestoßen. Sensationell waren damals die Funde von Grabbeigaben wie Schwerter und sogar Goldschmuck.

Beim aktuellen Straßenbau traten weitere rund 30 Grabstellen zutage. Der Friedhof muss sich demnach lange vor der Gründung der heutigen Stadt nahezu über den gesamten Domhügel erstreckt haben. Die Archäologen rechnen mit über 1000 Gräbern und schlussfolgern nicht zuletzt deshalb und angesichts der bisherigen Funde, dass das heutige Wusterhausen einst eine bedeutende slawische Siedlung war. Auch bei den jüngsten Ausgrabungen, so führte Jette Anders aus, stieß man auf diverse Grabbeigaben wie metallische Schmuck- und Kleidungsteile, Spuren von Leder, Keramik und einzelne Münzen. Andere Bestattungen wiederum waren offenbar extrem schlicht. Zum Teil liegen die Gräber nur 30 Zentimeter tief. „Warum, lässt sich nicht genau sagen“, erklärte Anders. „Eventuell war Winter und der Boden war bei der Beerdigung gefroren.“

Der Straßenbau förderte zudem Spuren eines Altarms der Dosse zwischen Burgwall und dem Gräberfeld zutage – was offenbar für einige bauliche Probleme sorgte. Es fanden sich Reste eines Bohlenweges, deren Alter noch unklar ist, eine aufwändige Straßenbefestigung aus dem 18. Jahrhundert, vorgeschichtliche Steinbeile und Trümmer einer steinernen Ölmühle, wie man sie bisher nur in Sachsen fand.

 

Die Ausgrabungen und die Auswertung der Befunde seien noch nicht abgeschlossen, betonte Jette Anders. Bis etwa Mai erwarte man aber die Ergebnisse der anthropologischen und dendrochronologischen Untersuchungen, die nähere Aufschlüsse darüber versprechen, wer und wann auf dem Wusterhausener Gräberfeld bestattet wurde.

Torsten Dressler gab am Freitagabend einen Überblick über die archäologische Begleitung bei der Neugestaltung des Marktplatzes. „Ein Anliegen war, die Fundamentreste der älteren Rathäuser freizulegen und die frühere Gestalt des Marktplatzes.“ Dabei habe sich bestätigt, dass dieser Bereich nach Zerstörungen durch Feuer oder Krieg mehrfach grundlegend verändert wurde. Letztes gravierendes Ereignis dieser Art sei der große Stadtbrand von 1758 gewesen, nach dem das Stadtzentrum weitgehend seine heutige Form erhielt.

Für ausgesprochen aufschlussreich halten die Archäologen auch die am südlichen Ende des Marktes gefundenen Reste des Kampehler Tores. Anhand von Holzfunden habe man nachweisen können, dass an dieser Stelle wohl schon in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts eine Befestigung stand.

 

Dressler berichtete in dem Zusammenhang von gedruckten Stadtführern durch die Archäologie, an denen er und seine Mitarbeiter arbeiten. Für Bernau gebe es so etwas bereits, für Putlitz sei es in Arbeit. „Wusterhausen ist so spannend, das ist praktisch prädestiniert dafür, so etwas zu machen.“

 

Bis dahin werden sich Geschichtsinteressierte aber noch etwas gedulden müssen. Wesentlich näher liegt die nächste Veranstaltung mit dem Wegemuseum: der historische Osterspaziergang am Ostersonntag. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr an der Kirche. Kindern ist eine Überraschung versprochen.

 

Alexander Beckmann (MAZ vom 26.03.2012)

 

Foto: A. Beckmann

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Direkt aus Wien in den Alten Laden

(20.03.2012)

Für ein Musikerlebnis auf hohem Niveau muss man nicht extra in die Hauptstadt fahren. Das war die Meinung der Gäste am Freitagabend im Alten Laden des Herbst’schen Hauses in Wusterhausen. Dort boten Sabine Fehlandt (Viola) und Antje Geusen (Violoncello) Freunden der klassischen Musik ein hochkarätiges Konzert. Es war das erste in diesen Räumen. Bürgermeister Roman Blank meinte bei der Begrüßung der kleinen Runde Zuhörer: „Wir werden sehen, was die Akustik hergibt“. Das sie nicht ausreicht, darüber braucht er sich jedoch keine Sorgen zu machen, stand nach dem Konzert fest.

 

Die beiden Musikerinnen waren direkt aus Österreich nach Wusterhausen gekommen. Dort spielte die „Akademie für Alte Musik Berlin“ im „Theater an der Wien“ vier Wochen die Oper „Telemaco“ von Christoph Willibald Gluck. Sabine Fehlandt und Antje Geusen sind Mitglieder dieses Orchesters, das 1982 in Ost-Berlin für die stilgerechte Aufführung der Musik des Barocks und der Klassik gegründet wurde.

 

Vor zwei Jahren begannen sie auch als Duo Konzerte zu geben. In Wusterhausen brachten sie Werke von Johann Friedrich Braun (1759 – 1824), Ludwig van Beethoven (1770 – 1827) und Franz Danzi (1763 – 1826) zu Gehör. Der Funke zum Publikum sprang sofort über – weil die Frauen nicht nur gekonnt, sondern auch mit viel Freude und Lust am Spiel den Bogen über die Saiten führten. Aufgelockert wurde das Konzert durch Erläuterungen zu den Kompositionen und den Instrumenten. So hat das Cello (italienisch Violoncello) von Antje Geusen keinen Stachel, der für Festigkeit auf dem Boden sorgt. „Weil es diesen Stachel am Instrument erst später gab“ erklärte Antje Geusen. Die Bratsche (italienisch Viola) von Sabine Fehlandt ist eine böhmische und um das Jahr 1800 herum gebaut worden, erfuhr das Publikum.

 

Aus dessen Reihen wünschte man sich, dass sich aus der Premiere eine Konzertreihe entwickeln möge, „klein aber fein“ und mit mehr Publikum als am Freitag. Das ist auch im Sinne von Christiane Schael, Vorsitzende des örtlichen Kulturvereins.

 

Renate Zunke (MAZ vom 19.03.2012)

 

Foto: A. Perlt

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Bilder aus dem Kopf - Ausstellungseröffnung im "Alten Laden"

(12.03.2012)

Er wirkt sehr einsam – der kleine Mann. Und man muss genau hinsehen, um ihn auf den Bildern von Martina Winterle zu finden. Das haben am Freitagabend viele Interessierte getan, die zur Vernissage ihrer Ausstellung „Seiltänzer“ in das Wusterhausener Wegemuseum kamen. Christiane Schael, Vorsitzende des einheimischen Kulturvereins, die die Exposition eröffnete, begrüßte ebenfalls den Neuruppiner Kammerchor „Chorisma“, der von Martina Winterles Ehemann Dieter geleitet wird und den Abend gekonnt musikalisch bereicherte. Malerei, Musik und die Architektur des Wegemuseums, das sei doch ein wunderschöner Dreiklang, freute sich dann auch die Chefin des Kulturvereins.

 

Martina Winterle, 1957 geboren, hat an der Hochschule der Künste in Berlin studiert. Sie absolvierte ebenfalls eine Ausbildung in Fotografie. 1998 zog sie mit ihrer Familie von Berlin nach Neustadt und begann als Kunsterzieherin an der Astrid-Lindgren-Grundschule Wusterhausen zu arbeiten. Seit 2007, die zwei Kinder waren nicht mehr klein, malte sie intensiver. Ihre Werke sind seit 2009 in Gruppen- und Einzelausstellungen zu sehen, unter anderem in der Neuruppiner Siechenhauskapelle, im Schloss Kampehl, in einer Galerie im Berliner Prenzlauer Berg.

 

Sie hat mit dem Thema „Seiltänzer“, zu besichtigen sind 24 Collagen und Acrylbilder, unterschiedliche Assoziationen verarbeitet. So zum Beispiel das Lebensgefühl, sich auf schmalem Weg zu bewegen, vielleicht neben etwas Ungewissen. Es reizt sie, verschiedene Materialien zu verarbeiten. Und so sieht man zum Beispiel auch alte Metallteile auf ihren Collagen. Sie erzählen kleine Geschichten, der Betrachter wird mit seltsamen, skurrilen Situationen konfrontiert. Winterle verrät: „Es steckt auch Boshaftigkeit in den Bildern.“ Sie sollen den Betrachter zum „weiterspinnen“ verleiten, die Fantasie anregen. „Gedanken, Ideen, Vorstellungen, also meine Kopfbilder, müssen zur Verarbeitung auf die Leinwand“, meint die Malerin. Das sei notwendig und befreiend, man würde sich dabei selbst besser kennenlernen. Und manchmal entstünde dann etwas, das eine ihr völlig fremde Geschichte erzähle.

Die Ausstellung „Seiltänzer“ mit Bildern vom Martina Winterle kann bis zum 29. April besichtigt werden.

 

Renate Zunke (MAZ vom 12.03.2012)

 

Fotos: C.-P. Schael

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Feldherr und Feingeist

(01.02.2012)

Über Friedrich den Großen gibt es immer noch Interessantes zu erfahren – trotz umfangreicher Berichterstattungen im 300. Geburtsjahr des großen Preußenkönigs. Immerhin fanden sich trotz Schnee und Straßenglätte am Freitagabend 25 Leute im „Alten Laden“ des Herbst’schen Hauses in Wusterhausen ein. Hierher wurde zu einem Vortrag mit dem Neuruppiner Verleger Günter Rieger eingeladen. Der ausgewiesene Friedrich-Kenner und -Experte sparte eingangs der Veranstaltung nicht mit Lob über das „tolle Museum“ in der Schusterstadt. In dieser Hinsicht soll sich auch in der Kreisstadt demnächst einiges tun, erfuhren die Zuhörer – das Neuruppiner Heimatmuseum bekommt einen neuen Anbau, in dem dann auch der Alte Fritz den gebührenden Platz erhalten soll. Bisher gibt es für dessen Geschichte nur ein kleines Räumchen. Dabei sei er doch ein touristisches Pfund, mit dem man im Ruppiner Land wuchern könne, berichtete Rieger.

 

Er entführte seine Gäste an Aufenthaltsorte Friedrichs und Schauplätze seiner Aktivitäten. Und so präsentierte er unter anderem die Bilder heutiger wunderschöner Landschaften, in denen einst der Siebenjährige Krieg seine Opfer forderte. Was erlebte der 16-jährige Friedrich in Dresden? Warum grauste ihn vor dem Schloss in Königs Wusterhausen? Was geschah in der Neuruppiner Zeit des Alten Fritz? Dass er als junger Mann an arme Kinder Taler verschenkte, gehört zu den Anekdoten, die man über ihn erzählt.

Er müsse aus der Distanz betrachtet werden, forderte Rieger. So wäre Friedrich ein Feingeist gewesen, der Flöte spielte, schriftstellerische, historische und philosophische Werke verfasste. Aber er war auch der grausame Feldherr, der über Leichen ging und absolut regierte. Und so bescheiden wie oft dargestellt, wäre er bei weitem nicht gewesen. Beweise seien der mit Brillanten besetzte Krückstock und wertvolle Schnupftabakdosen. Er war eine bedeutende Person, aber auch eine sehr einsame, stellte Verleger Günter Rieger klar.

Zu dieser Einschätzung passte so recht eine Originalgrafik des großen und bedeutenden Malers Bernhard Heisig aus dem Besitz der Wusterhausener Kulturvereins-Vorsitzenden Christiane Schael. Die Grafik war während des Vortrags ausgestellt und stellt den Alten Fritzen dar, fast wie eine Totenmaske, mit den markanten Zügen, die all seine Widersprüchlichkeit aufzeigen.

 

Renate Zunke (MAZ vom 30.01.2012)

 

Foto: Chr. Schael

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Eröffnung einer außergewöhnlichen Sonderschau zur Stereofotografie

(21.01.2012)

Erwartungsvoll gestimmt kamen zahlreiche Wusterhausener und Gäste aus anderen Orten am gestrigen Freitag zur Ausstellungseröffnung einer außergewöhnlichen Sonderausstellung. Peter Maria Stajkoski aus Lentzke präsentiert für ein Jahr seine umfangreiche Sammlung von Stereofotos und Stereotechnik.

 

Dass Stereofotografie eine hochspannende Angelegenheit ist, davon konnte sich jeder bei der interessanten Einführung durch Peter Stajkoksi selbst überzeugen. Besonders interessierten sich die Gäste für die ausgestellten Stereoapparate und -betrachter. Die gesamte Ausstellung installierte der Künstler eigenhändig. Stajkoski berichtete dem begeisterten Publikum, dass ihm die Schau auch in Berlin angeboten worden war, doch er habe sich für Wusterhausen entschieden.

 

Raja Zimmermann und Judith Looney umrahmten die Vernissage gekonnt mit einem kleinen Konzert mit Gesang und Klavier. Für Judith Looney war dies vorerst der letzte Einsatz im Herbst'schen Haus. In wenigen Wochen zieht unsere Kantorin mit ihrer Familie nach Süddeutschland.

 

A. Perlt

 

Weitere Informationen gibt es unter dem folgenden Link.

Foto zu Meldung: Eröffnung einer außergewöhnlichen Sonderschau zur Stereofotografie

Wegemuseum über die Feiertage geöffnet

(19.12.2011)

Das Wegemuseum ist auch über die Feiertage für Sie geöffnet: Wir sind vom 25.12. bis 30.12. jeweils von 13 bis 16 Uhr für Sie da. Wer es in den letzten Wochen noch nicht geschafft hat, sich die neue Dauerausstellung anzusehen, kann die ruhigen Festtage nutzen oder sich mit seinem Besuch auf den Weg machen. Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste!

 

Das Team des Herbst’schen Hauses wünscht allen ein frohes Weihnachtsfest, besinnliche wie auch gesellige Festtage im Kreise der Lieben und einen guten Start ins Jahr 2012!

 

Foto zu Meldung: Wegemuseum über die Feiertage geöffnet

Unterricht im Museum

(19.12.2011)

„Kunst, Kultur und Sprache“, darum ging es beim 2. Thementag der 10. Klassen der Carl-Diercke-Schule Kyritz. Er fand in Wusterhausen im Wegemuseum und in der Bibliothek statt. Dort konnten sich Schüler und Klassenleiter davon überzeugen, was für ein interessanter und toller Kulturtreffpunkt entstanden ist. Im Wegemuseum beschäftigten wir uns mit den verschiedenen Arten, einen Weg zu bewältigen: vom Bronze-Wagenrad über Einbäume, Knüppeldämme, Fahrräder bis hin zur jüngsten Vergangenheit mit Autos und Lastkraftwagen. Sehr interessant war die Geschichte über den Aufbau des preußischen Straßensystems mit Chausseen und Postmeilenhäusern und Wegezoll.

 

Fragen waren zu beantworten, zum Beispiel: Woher kommt der Name Wusterhausen? Wie wurde von Schinkel der Straßenbau geplant? Warum sind und waren Straßen für unsere Gegend so wichtig? Die Fragen werden uns im Unterricht weiter beschäftigen. Auch die Geschichte des Autos wurde uns veranschaulicht. Wie war das mit dem Interzonenverkehr in der DDR für die Anwohner und die Durchreisenden? Wir hörten kleine Geschichten und sahen Filme aus dieser Zeit. Sogar eigene Verwandte wurden wiedererkannt.

 

Die neue Bibliothek wurde anschließend genutzt, um Fragen zum Leben und Werk des Schriftstellers Mark Twain zu beantworten.

 

Wir danken der Museumsleiterin Andrea Perlt und der Leiterin der Bibliothek, Julia Tscharntke, sowie ihren Mitarbeiterinnen für ihre Geduld und ihr Entgegenkommen.

 

Die Schüler der Klassen 10a und 10b der Carl-Diercke-Schule
Kyritz

 

(Leserpost in der MAZ vom 17./18.12.2011)

Weniger Herbst als vielmehr zweiter Frühling

(13.12.2011)

Vor einigen Tagen hat Katrin Ribbe, Redakteurin des Magazins kULTich, dem Herbst’schen Haus einen Besuch abgestattet. Ihre ersten Eindrücke sind in der aktuellen Ausgabe von kULTich (Nr. 31, Ausgabe Dez.2011/Jan.2012) zu lesen:

 

„Bei einem Workshop in der Dossestadt lerne ich die sympathische Museumsleiterin des Wege-Museums Wusterhausen kennen. Und weil es schon mehrmals an mein Ohr gedrungen war, wie toll das soeben sanierte Haus der Kaufmannsfamilie Herbst gelungen ist, lade ich mich gleich mal ein. Montagnachmittag und eigentlich geschlossen. Ich öffne die große schwere Tür des strahlenden Fachwerkgemäuers und bleibe sprachlos stehen. WOW! Mehr fällt mir gar nicht ein. Das hier hat nichts mehr mit dem kleinen vollgestopften Heimatstübchen zu tun, dass ich damals als Schüler der 4. Klasse besuchte. Das Ganze sieht weniger nach Herbst als vielmehr nach einem zweiten Frühling für das im Jahr 1764 erbaute Haus aus. Ich warte etwas unbeholfen am Empfangstresen und schaue mich um. Alte geschliffene Holzdielen, Türen mit Kastenschlössern, rote achteckige Tonkacheln… Sind die neu? Der Wartebereich schlicht und modern. Hinter Glas-Bannern Reste von Tapeten, freigelegt während der Sanierungsarbeiten. Ganz verstohlen werfe ich einen Blick auf den schönen Innenhof, den noch letzte Sonnenstrahlen in ein warmes Licht tauchen. Aus dem oberen Stockwerk höre ich Stimmen und steige die Treppe hinauf. Wie langsam man automatisch wird… Irgendwie: ehrfürchtig. Andrea Perlt hat soeben ein Telefonat beendet und kommt mir nun lachend entgegen. Weil sie sich freut mich zu sehen? Weil ich dastehe wie ne Dreijährige? Egal. Sie führt mich durch das Museum. Warum nun aber Wege-Museum? Andrea Perlt erzählt: Den Anstoß gab der Kulturverein Wusterhausen im Jahr 2000. Man wollte das Denkmal „Herbst‘sches Haus“ erhalten, als Kulturzentrum fördern. Und bei einer kompletten Sanierung bot sich eben an, das Konzept neu zu überdenken. Es gab ja verschiedene historische Wege: Handelswege, Pilgerwege… die Transitstrecke führte durch Wusterhausen…Da bot sich dieses übergeordnete Leitthema eben an…Und zieht dadurch natürlich auch Gäste von Außerhalb an… Der heimatkundliche Charakter jedoch sollte bestehen bleiben. Und genau dieser Spagat ist den Studenten der FH Potsdam wirklich gelungen! Eine perfekte Balance zwischen alten Exponaten und moderner, zurückhaltender Präsentation… genial. Dazu die Mediainstallationen… Bereits im Eingangsbereich die erste Überraschung: Beim Betreten des Raumes ertönt aus Lautsprechern das Geklapper von Pferdehufen auf altem Pflaster, beim Betrachten des Lackprofils, wie man wohl fachmännisch zu dem Querschnitt von bei Ausgrabungen entdeckten Bodenschichten sagt, fährt ein Trabi an uns vorbei. Klasse. Hinter Glas sieht man sehr gut, wie Straßen zwischen dem 13. und 17.Jhdt. gebaut wurden: im unteren Bereich lagen Holzbohlen, darüber Reisigpackungen, denn das Gebiet hier war sehr sumpfig, darüber verschiedene Sandschichten… Auch steht hier ein Kartenterminal, auf dessen Bildschirm man sich altes Kartenmaterial ansehen kann. Am Beeindruckendsten (so im Nachhinein) fand ich den „Tunnel der Entschleunigung“. Wir möchten, dass der Besucher seinen Alltagsstress draußen lässt und sich einstellt auf das, was ihn auf seinem Rundgang erwartet. Er soll seine Sinne schärfen, damit er alles wahrnehmen kann. Und so gehe auch ich durch diesen Gang und: entschleunige. Eine alte Küchenuhr über mir zieht die Aufmerksamkeit auf sich, denn die Stimme einer alten Dame spricht zu mir. Ausschnitte aus unseren umfangreichen Zeitzeugenberichten, werde ich flüsternd aufgeklärt. Eine große alte Standuhr „redet“ nun. Ein alter Herr erzählt von seinen Erlebnissen mit westdeutschen Transitreisenden. Und so werde ich von alten Uhren und ebenso alten Wusterhausenern eingestimmt auf das Kommende. Die einzelnen Themen tauchen beim Rundgang immer wieder auf. Genial. Von der Frühgeschichte bis zum Heute wandelt man durch viele kleine und größere Räume. Ganz so, wie das in alten herrschaftlichen Häusern so war: im Wechsel gute Stube, Zofenkammer - eine Sichtachse entsteht. Es würde zu weit führen, Ihnen jedes Exponat näher zu erläutern, nur so viel sei gesagt: Es ist einfach sehr anschaulich gestaltet, überschüttet einen nicht mit endlosen Schautafeln und Texten, sondern ermutigt, selbst zu entdecken, auch wenn die nächste Info ganz dezent in einer Schublade „versteckt“ ist… Sie müssen sich das wirklich einmal ansehen, es lohnt absolut. Spätestens die alten Filmaufnahmen (ab 1960) sollten Sie interessieren… oder die Geschichten der Einwohner, die sich an Erlebnisse erinnern und die man sich sitzend, pausierend… wie auch immer… anhören kann . Ich bin schwer beeindruckt. Und ich komme gar nicht drüber hinweg, dass unser kleines Wusterhausen solch einen Schatz beherbergt!

Können Sie hiermit etwas anfangen? Knochenschüttler|Wusterhausen-Schusterhausen?| Sommerfrische Wusterhausen| Großer Stadtbrand| Die 4 Ehebücher der Familie Dombrowski

Nein? Ich sag doch, Sie müssen herkommen!

Machen Sie sich auf den Weg. Ist ja schließlich ein Wegemuseum. Hah! Und da schließt sich der Kreis.

;-)“

 

Katrin Ribbe

Theaterpremiere im Alten Laden: Samuel Becketts „Glückliche Tage“

(06.11.2011)

Umringt von Einkaufstüten und mit lethargischer Stimme versucht die Ehefrau verzweifelt, die Aufmerksamkeit des schlafenden, desinteressierten Ehemannes zu erregen. Das Schauspiel „Glückliche Tage“ von Samuel Beckett war am Samstag, den 05.11.2011, das erste Theaterstück, das im Alten Laden des Herbst'schen Hauses aufgeführt wurde.

 

Die Inszenierung der Künstlerin Friederike Möckel verlieh der Tragikomödie eine nachdenkliche und auf bizarre Art zugleich amüsante Note. Den Darstellern Friederike Möckel und Detlef Schumann, begleitet von Sabine Fehlandt an der Bratsche, gelang damit eine besondere Interpretation des Stücks.

 

Der Alte Laden war bis auf den letzten Platz voll besetzt. Das Foyer diente im wahrsten Sinne des Wortes erstmals als Theaterfoyer, in dem sich die Theatergänger bei einem Begrüßungsumtrunk und anregenden Gesprächen auf die Vorführung einstimmen konnten. Zahlreiche Besucher nutzten zuvor die Möglichkeit, das Wegemuseum zu besichtigen. Die Theaterpremiere ist damit vollauf geglückt.

 

Andrea Perlt

 

Foto: Christiane Schael

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Aufruf - Ausstellungsvorhaben über Synagogen in Brandenburg

(11.10.2011)

Lange Zeit galten jüdische Kultur und Diaspora als Randthemen und ließen die Erinnerungen an die lokalen Orte und Zeugnisse jüdischen Lebens fast vergessen. Auch in Wusterhausen ist für das 17./18. Jahrhundert eine jüdische Gemeinschaft überliefert, ihre Spuren verlaufen sich jedoch im Laufe der Zeit. 


Das Moses-Mendelssohn-Zentrum für europäisch-jüdische Studien und das Haus der brandenburgisch-preußischen Geschichte in Potsdam bereiten derzeit eine Ausstellung über Synagogen und jüdisches Leben in Brandenburg vor. Auch der Standort Wusterhausen wird in der Ausstellung präsentiert. Das Wegemuseum unterstützt und begleitet die Vorbereitungen für die Ausstellung, die als Wanderausstellung konzipiert ist und ab März 2012 der Öffentlichkeit präsentiert wird.

 

Die Organisatoren suchen derzeit nach Zeugnissen jüdischen Lebens in Wusterhausen, Hinweise auf Reste von jüdischen Bauten oder Zeitzeugenberichte und setzen dabei auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Bilder, Bauzeichnungen, Erinnerungsstücke, Texte, Zeitzeugenberichte – jeder Hinweis hilft, ein Stück im Puzzle zusammenzutragen.

Wer Hinweise zu diesem Thema hat, kann sich gerne im Wegemuseum melden. Wir leiten Ihre Informationen weiter. Sie können sich auch direkt an das Moses-Mendelssohn-Zentrum, Frau Marie-Luise Hamann, wenden (Tel. 0331/620 85 57, Mail: ).

 

Bitte beachten Sie auch den beiliegenden Aufruf des MMZ.

[Aufruf ]

Eröffnung des Wegemuseums

(12.09.2011)

Am 09.09.2011 haben wir die Eröffnung des Wegemuseums gefeiert. Zahlreiche geladene Gäste, Besucher und Bürger aus der Region fanden sich um 14 Uhr im Innenhof des Herbst'schen Hauses zusammen. Als Gastrednerinnen waren die Kultus- und Wissenschaftsministerin von Brandenburg Prof. Sabine Kunst und die Geschäftsführerin des Museumsverbandes Brandenburg Dr. Susanne Köstering eingeladen. Nach den Eröffnungsreden gaben Mitglieder des Wusterhausener Kulturvereins, verkleidet als Ausrufer, Salzfrauen, Pilger, Kaufmann, Postillion mit Luise Schönermark und Transitreisende, Weggeschichten aus ihrer Zeit zum Besten. 

 

Nach einem kleinen Sektumtrunk und Stärkung am Buffet, das gemeinsam vom Kulturverein, dem Landfrauenverein und der Fleischerei Ribbe gestellt wurde, ging es auf zum ersten Rundgang durch die neue Dauerausstellung. Um 16 Uhr fanden sich zur Vernissage der Sonderausstellung von Barbara Wolff nochmals interessierte Besucher zusammen, um den anschaulichen Ausführungen der gebürtigen Kyritzerin zu folgen und mit ihr ins Gespräch zu kommen.

 

An die vielen Personen, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben, geht ein herzlicher Dank! Wir freuen uns, dass unsere Gäste so begeistert waren und hoffen, dass wir zukünftig noch oft solch ein volles Haus haben werden.

 

Andrea Perlt

 

Foto: Peter Pusch

Foto zu Meldung: Eröffnung des Wegemuseums

Wusterhausener Wegemuseum nimmt auch dank Leihgaben Gestalt an

(05.08.2011)

Dass die Gestaltung einer Ausstellung durchaus schweißtreibende Plackerei sein kann, bekamen die Mitarbeiter des Wusterhausener Wegemuseums und ihre Helfer von der Fachhochschule Potsdam gestern zu spüren: Rund 85 Kilogramm auf die Waage bringt die Leihgabe, mit der Jörg Wirsam vor der Museumstür erschienen war. Das Scheibenrad aus rund einem Zentimeter dicken Blech und mit einem Laufkranz aus Hartgummi stamme von einem Tiger-Panzer der Wehrmacht und sei gegen Ende des Zweiten Weltkrieges in der Region liegen geblieben, wusste Wirsam zu berichten. Der Wusterhausener ist einer der fleißigsten Spender für die neue Ausstellung.

Das Rad werde auf jeden Fall einen Platz im Museum finden, kündigte dessen Leiterin Andrea Perlt gestern an und nahm ganz nebenbei dem nächsten Boten – diesmal war es Bürgermeister Roman Blank – einen Karton mit Leihgaben des Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte ab. Die darin enthaltenen Haushalts- und Schmuckgegenstände, Waffen und Werkzeuge aus Bronze stammen aus einer ganz anderen Zeit als das Panzerrad, werden aber ebenfalls die Geschichte der Region und ihrer Wege dokumentieren.

 

An Leihgaben für das Wegemuseum herrscht offenbar momentan kein Mangel. Andrea Perlt berichtet von alten Plakaten und Atlanten und sogar von einem Tennisschläger, der in der Ausstellung für die Region als Sommerfrische stehen werde. Das alles sind Dinge, die von Wusterhausenern und ihren Nachbarn zur Verfügung gestellt werden. „Wir sind jetzt beim Einräumen“, erklärt die Museumsleiterin. „Bis zur Eröffnung wird’s schon noch ein paar Wochen dauern.“

 

Alexander Beckmann (MAZ vom 05.08.2011)

 

Foto: A. Beckmann

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Nachbildung des Rades von Stade gestern in Schönermark gegossen

(02.07.2011)

Für Christiane Schael, Vorsitzende des Kulturvereins Wusterhausen, weitere Mitglieder und die Leiterin des Wegemuseums in der Dossestadt, Andrea Perlt, war es gestern Morgen ein großer Augenblick: Um 8.45 Uhr öffneten Meister Horst Borchardt und sein Geselle Bodo Blumenthal den Schmelzofen und holten mittels Flaschenzug und Zange den Schmelztiegel heraus. Die darin befindliche flüssige Bronze hatte eine Temperatur von rund 1200 Grad Celsius. Nach zwei größeren Stücken wurde als drittes das sogenannte Rad von Stade gegossen. Es ist eine Nachbildung eines der ältesten Felgenräder Deutschlands, das sich im Besitz des Schwedenspeichermuseums in Stade befindet (die MAZ berichtete). Das Rad ist etwa 3000 Jahre alt und gehörte einst zu einem Prunkwagen. Das Museum in Stade hatte für das Wusterhausenern Wegemuseum eine Nachbildung eines der in Stade ausgestellten Räder zur Verfügung gestellt. In Charlottenhöhe wurden davon zunächst ein Feststoffmodell und dann eine Wachspositivform hergestellt. Im Wachsausschmelzverfahren wurde nun gestern das Rad gegossen. Am kommenden Montag und Dienstag erfolgt das Entfernen der Formen. Für Dienstag zu 14 Uhr sind interessierte Mitglieder des Vereins dann nochmals in die Kunstgießerei nach Schönermark eingeladen, um das Ergebnis in Augenschein zu nehmen. Die Vorfreude darauf war ihnen bereits gestern schon anzusehen.

 

Detlef Czeninga (MAZ vom 02.07.2011)

 

Foto: A. Perlt

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Was aufgeschrieben ist, wird nicht vergessen - Szenische Lesung im „Alten Laden“ des Herbst’schen Hauses

(28.06.2011)

„Als ich gegen 18 Uhr heute auf dem Wusterhausener Marktplatz eintraf, war es noch herrlich warm und der Markt mit seinen restaurierten Fachwerkhäusern wunderschön anzusehen, aber menschenleer“, so etwa begann Ulrike Poppe, die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, ihre kurze Einführungsrede. Zur szenischen Lesung „Die unsichtbare Mauer am Straßenrand“ am 27. Juni 2011 konnte die Museumsleiterin, Andrea Perlt, neben Ulrike Poppe auch den Schriftsteller Martin Ahrends, den Bürgermeister Roman Blank, die bei der Lesung mitwirkenden Zeitzeugen und ca. 65 weitere Gäste begrüßen.

 

Der Transitverkehr zwischen der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin war nur über festgelegte Transitstrecken möglich. Dazu zählte die F5 zwischen Hamburg und West-Berlin. Für die inhaltliche Gestaltung des Wegemuseums bot es sich an, dieses Thema näher zu beleuchten und Menschen nach ihren Erlebnissen zu befragen. Der in Berlin lebende Autor Martin Ahrends interviewte in den Jahren 2009 und 2010 Menschen aus Wusterhausen und der näheren Umgebung. Zu den Befragten gehörten natürlich auch ehemalige Wusterhausener, die viel zu erzählen hatten. Dabei sind Geschichten entstanden, die über Unfälle und Kontrollen im Transitverkehr sowie nicht erwünschte und doch stattgefundene deutsch-deutsche Begegnungen berichten. Die Zeitzeugen schilderten spannende und auch sehr berührende Schicksale.

 

Einer von ihnen, Karlheinz Schafhausen, bis 1949 bei seiner Großmutter und seiner Tante in Wusterhausen aufgewachsen, danach in West-Berlin lebend, berichtete über das riskante Unternehmen, seine schwerkranke Tante bei Nacht und Nebel im September 1959 zu besuchen. „Ich habe keinem Menschen erzählt, was ich vorhatte. Dann bin ich nachts los von Berlin auf die Transitstrecke nach Hamburg. Gegen zwölf war ich Nähe der Bahnhofstraße von Wusterhausen, habe das Licht ausgemacht und bin – husch – reingefahren, ganz vorsichtig, ohne Licht im zweiter Gang. Meine Tante hat sich riesig gefreut. Nach einer Stunde bin ich nach Hamburg gefahren, habe da etwas gegessen und bin dann nachts noch wieder zurück über Wusterhausen - diesmal ohne Zwischenstopp - mit wehmütigen Erinnerungen. Es ging alles gut, war aber ein Risiko.“ Kurz danach verstarb seine Tante und zur Beisetzung bekam er keine Einreisegenehmigung.

 

Bei der szenischen Lesung wirkte weiterhin Eckhard Zempel aus Gumtow mit, der als kleiner Junge den Transitverkehr hautnah miterlebte. Ziemlich häufig kam es vor, dass LKWs, beladen mit Kaffee, Spirituosen, Bananen und anderem am Hang in der Kurve ins Schleudern kamen, umkippten und die Waren auf der Straße und in Gärten verstreut herumlagen. Die Leute sammelten auf und deckten sich mit dem ein, was noch brauchbar war, bevor die Polizei eintraf. Auch viel Kurioses konnte er berichten: von leeren Flaschen, die in Bäumen aufgehängt wurden und einem LKW, der in der Schmiede des Vaters repariert wurde und durch die instand gesetzte Hydraulik nicht mehr durch das Tor passte.

 

Christa Eggert, ehemalige Leiterin der Transitraststätte Gumtow, ließ ebenfalls ihre Erinnerungen Revue passieren. Es herrschten in den Raststätten strenge Sicherheitsbestimmungen. „Die Beschäftigten bekamen manchmal auch eine Tafel Schokolade oder anderes geschenkt, das musste alles abgegeben werden“, erinnert sie sich. Der Leiter des jetzigen DDR-Museums aus Perleberg, Peter Freimark, brachte Geschichten seines Freundes zu Gehör. Diese Erinnerungen und andere Berichte über den Transitverkehr werden im Wegemuseum auszugsweise zum Lesen und Hören bereitstehen. Bei der anschließenden Diskussion berichteten Besucher über ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse, die natürlich auch aufgeschrieben und dem Wegemuseum übergeben werden können. Es ist denkbar, dass in einem weiteren Projekt aus den gesammelten Erlebnisberichten ein Buch entsteht, sodass für spätere Generationen dieses Stück deutsch-deutscher Geschichte in repräsentativer Form vorliegt. „Alles, was aufgeschrieben wird, kann nicht vergessen werden“, darüber waren sich viele Besucher einig, die sich später in kleinen Gruppen noch unterhielten. Eine derartige Resonanz für weitere Veranstaltungen im Herbst´schen Haus wünschen sich die Initiatoren und Mitwirkenden dieses gelungenen Abends.

 

Marianne Golde

 

Foto: Chr. Schael

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Einbaum erhält seinen Platz im Wegemuseum

(27.06.2011)

Um 8 Uhr in der Frühe war es soweit: Sicher im Sarkophag verpackt, wurde der Einbaum mit einem Teleskoplader der Ökohöfe Schönberg durch das Fenster in die erste Etage des Herbst'schen Hauses gehoben. Damit ist es das erste Ausstellungsstück, das im zukünftigen Wegemuseum seinen Platz gefunden. Mit vereinten Kräften ging es ans Werk – neben den Museumsmitarbeitern haben
auch Mitarbeiter vom Bauhof und vom Rathaus mit angepackt.

 

Der hölzerne Einbaum von 1138 mit einer Länge von 4,25 m ist eines der Highlights der künftigen Ausstellung im Wegemuseum. 1974 wurde er bei Schachtarbeiten zum Schulneubau in Wusterhausen gefunden und von Bodendenkmalpfleger Manfred Teske geborgen. Für die Nutzung in der neuen Ausstellung schlossen sich aufwendige konservatorische Maßnahmen an. Die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin wurde Wegepatin für die Restaurierung des Einbaums.

 

A. Perlt

Foto zu Meldung: Einbaum erhält seinen Platz im Wegemuseum