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Bibliothek Wusterhausen

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B ücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
I nformationen
B iblioft - der Bibliotheksführerschein für Kinder
L esungen mit Autoren
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O nline-Katalog und OnlineBibliothek (unter anderem E-Books herunterladen!)
T hematische Buchausstellungen
H örbücher, Musik-CD's, CD-ROMs, DVDs, Spiele, Zeitschriften
E inführungen in die Benutzung für Erwachsene 
K lassenführungen

Am Markt 3
Herbst'sches Haus
16868 Wusterhausen/Dosse

Telefon (033979) 877-60

E-Mail E-Mail:
Homepage: bibliothek.wusterhausen.de/webopac/

Öffnungszeiten:
Montag geschlossen
Dienstag 13.00-18.00 Uhr
Mittwoch geschlossen
Donnerstag-Freitag 10.00-17.00 Uhr
Samstag 10.00-16.00 Uhr
Sonntag geschlossen
Nach Vereinbarung für Gruppen auch außerhalb der Öffnungszeiten.


Keine Zeit vorbeizukommen? Dann einfach schon mal von zu Hause aus im Online-Katalog zu jeder Tages- und Nachtzeit stöbern und Medien vorbestellen.
Nur abholen müssen Sie die bestellten Medien noch selbst.


Veranstaltungen

30.08.2017
14:00 Uhr
Bilderbuchkino
mit einer Kindergruppe aus der AWO Wusterhausen Bilderbuchkino "Pia Plappermaul"[mehr]
 
08.09.2017
09:30 Uhr
Vorlesereihe "Mit gespitzten Ohren"
Eine Vorlesepatin liest eine Überraschungsgeschichte für Kinder von 4 bis 7 Jahren. Eltern und ... [mehr]
 
06.10.2017
09:30 Uhr
Vorlesereihe "Mit gespitzten Ohren"
Eine Vorlesepatin liest eine Überraschungsgeschichte für Kinder von 4 bis 7 Jahren. Eltern und ... [mehr]
 
09.10.2017
09:00 Uhr
Kreativwettbewerb des Literarischen Bilderbogens: Manga-Workshop
„Mangamania - Tauche ein in die Welt der japanischen Comics“ Die Manga-Zeichnerin Alexandra ... [mehr]
 
17.10.2017
19:30 Uhr
Literarischer Bilderbogen: Historische Lesung mit Tilmann Röhrig
„Die Flügel der Freiheit“ (Der große Luther-Roman) Es hat geschneit. Auf den ... [mehr]
 
20.10.2017
Pippilothek??? Eine Bibliothek wirkt Wunder
Bibliotheksführung mit Bilderbuchkino, Spielen, Bewegen und Schmökern in Büchern sowie ... [mehr]
 
26.10.2017
10:00 Uhr
Literarischer Bilderbogen: Lesung für Kinder „Das Huhn Angelika“
Lesung mit Live-Zeichnen Andrea Böhm, Lee D. Böhm „Das Huhn Angelika" für Kinder von 5 bis ... [mehr]
 
28.10.2017
19:30 Uhr
Tag der Bibliotheken: Lesung mit Alexander G. Schäfer
„Wir haben auch gelacht!“-Kostproben großer ostdeutscher Satiriker[mehr]
 
28.10.2017
Tag der Bibliotheken und Feuer & Flamme
Zu den Aktionstagen der Bibliothek Wusterhausen "Tag der Bibliotheken" und des Wegemuseums "Feuer & ... [mehr]
 
10.11.2017
09:30 Uhr
Vorlesereihe "Mit gespitzten Ohren"
Bibliotheksführung mit Bilderbuchkino, Spielen, Bewegen und Schmökern in Büchern. Mit den ... [mehr]
 
17.11.2017
Bundesweiter Vorlesetag
im Herbst'schen Haus[mehr]
 
25.11.2017
19:30 Uhr
Literarischer Bilderbogen - Kai Twilfer: „Ich hab keine Macken! Das sind Special Effects“
humoristische Lesung in der Gastsstätte "Bootshaus", An der Seemühle 3, Wusterhausen/Dosse[mehr]
 
04.12.2017
Vorlesewettbewerb: Schulentscheid
Vorlesewettbewerb der 6. Klassen
 
08.12.2017
09:30 Uhr
Mit gespitzten Ohren
Eine Vorlesepatin liest eine Überraschungsgeschichte für Kinder von 4 bis 7 Jahren. Eltern und ... [mehr]
 

Aktuelle Meldungen

Land Brandenburg-Quiz

(14.06.2017)

Fast 40 Schüler der 4. Klassen der Astrid-Lindgren-Schule Wusterhausen trafen sich am 14.6. 2017 zum Brandenburg Quiz in der Wusterhausener Bibliothek.
Das Quiz sollte der Vorbereitung des Schulstoffs der 4. Klassen - Land Brandenburg- dienen.
Vor dem Quiz fand eine Führung durch das Wegemuseum durch Frau Hartwig statt. Alles, was Frau Hartwig erzählte, glaubten die Schüler nicht, zum Beispiel, dass der Einbaum schon so alt sei. „Ich habe noch nie so einen alten Baum gesehen“, sagte ein Steppke.
Nach der Museumsführung ging es los: 25 Fragen waren zu beantworten. Die Kinder wussten einiges aus dem Kopf, zum Beispiel, wie die Hauptstadt des Landes Brandenburg heißt. Bei anderen Fragen mussten sie in den ausgelegten Büchern und im Internet recherchieren. Das ging beeindruckend zielstrebig vor sich. Auffallend viele Viertklässler konnten gut mit dem PC umgehen und im Internet recherchieren. Allerdings hatten nicht alle einen Computer zu Hause.
Neben den deutschen Schülern fiel besonders der kleine David durch gutes Wissen und zielstrebige Recherche auf. Sein Heimatland ist die Türkei. Die beiden kleinen Afghanen, der Junge aus Syrien und auch das kleine Mädchen aus Kuweit beherrschten zwar die deutsche Sprache recht gut, aber mit ihrer neuen Heimat kannten sie sich noch nicht so gut aus. Ganz anders das polnische Mädchen, das jetzt in Segeletz wohnt.
Der Unterricht zu diesem Thema beginnt ja erst. Die kleinen Ausländer werden es noch lernen. In der Quizrunde ging es insgesamt sehr munter zu. Die Schüler zeigten ziemlich viel Ehrgeiz, alles richtig zu beantworten.
Eine sehr lobenswerte und für die Kinder spannende und interessante Veranstaltung. Die Bibliothekarin, Frau Jonas, der Bibliotheksmitarbeiter, Herr Kahler sowie die „Helferinnen“ Frau Hartwig und Frau Schimpke vom Kulturverein und Frau Lugauer als ehemalige Lehrerin hatten alles gut vorbereitet und die muntere Truppe gut im Griff. Als Dankeschön erhielten sie von den Kindern und Lehrerinnen Konfekt.

 

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Lesung gegen das Vergessen "Bücher aus dem Feuer"

(11.05.2017)

Gedanken kann man nicht verbrennen
Wusterhausener trafen sich im Alten Laden zu einer Lesung der Erinnerung


von Wolfgang Hörmann


"Bücher kann man verbrennen, Gedanken aber nicht." Mit diesem Satz eröffnete Pfarrer Alexander Bothe am Mittwochnachmittag  eine Veranstaltung im Alten Laden des Herbst'schen Hauses genau an jenem Tag, an dem vor 84 Jahren Werken  bedeutender Literaten in Feuer geworfen wurden. Die Schmach angezettelt von faschistischen Machthabern, ausgelebt von ihren fanatischen Anhängern. Erich Kästner musste miterleben, wie in Berlin seine Werke ein Raub der Flammen wurden.  Was ihn dabei bewegte, schrieb er auf. Es ist überliefert. Helga Kuball trug es vor. Ihr folgten weitere Vorleser mit Kostproben aus Werken von Mascha Kalèko, Kurt Tucholsky und Michail Sostschenko. Zu den Erwachsenen, die sich den Lesestoff aus dem eigenen Bücherschrank mitgebracht hatten, gesellten sich auch Sechstklässler der Astrid-Lindgren-Grundschule. So gab es für Nathalie Harnack und Lara Nagy Beifall für Passagen aus Kästners "Die Entwicklung der Menschheit". Die Bibliothek präsentierte aus ihrem Bestand Werke von Künstlern, die in den 30er Jahren als geächtet galten. Zum Gelingen der Gedenkstunde, die allerdings einen besseren Besuch verdient gehabt hätte, trugen Silas und Willy Schulze mit ihrem einfühlsamen Gitarrenspiel bei.

Foto zu Meldung: Lesung gegen das Vergessen "Bücher aus dem Feuer"

Literatur-Cafè: Dietmar Linke "Bedrohter Alltag: Als Pfarrer im Fokus des MfS"

(28.04.2017)

Ein unvergessen überwachtes Leben

Keine leichte Kost im "Literaturcafè"/Die Linkes kannten Wusterhausen schon aus ihrer Jugendzeit


Wolfgang Hörmann
Wusterhausen. Das Wusterhausener "Literaturcafè"  hat am Mittwochnachmittag seine Eingangstür für dieses Frühjahr geschlossen. Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas und ihre Helfer verstanden es auch 2017, drei Nachmittage im "Café" bei Kaffee, Kuchen und geistiger Nahrung kurzweilig zu gestalten. Das haben etwa 200 Besucher genutzt. Auch  zum Finale im "Alten Laden" des Herbst'schen Hauses kamen noch einmal etwa 50 Zuhörerinnen und Zuhörer. Dabei hatte es schon die Einladung verraten: Mit Schonkost durfte diesmal niemand rechnen. Dietmar Linke und seine Frau Barbe gaben gut eine Stunde lang Einblicke in ihr überwachtes Leben. Beide lasen aus seinem Buch "Bedrohter Alltag". Darin erinnert sich der 1944 in Breslau Geborene, wie er als Pfarrer mit seiner Familie in den Fokus des Ministeriums für Staatssicherheit geriet. Für viele Passagen musste der heute in Berlin Beheimatete sein Manuskript  nicht bemühen. "Die Eindrücke sind in meinem Gedächtnis abgespeichert."  Die Linkes studierten an der Berliner Humboldt-Universität Theologie. Von 1971 bis 1978 war der streitbare Kirchenmann Pfarrer in einer kleinen Gemeinde im damaligen Kreis Jüterbog. Eine Versetzung bescherte ihm dann einen Umzug nach Neuenhagen bei Berlin.  Das Ehepaar zählte zu den Mitbegründern der "Friedenswerkstatt" in Ostberlin und arbeitete mit kritischen Schriftsteller wie Jürgen Fuchs zusammen. Kontakte bestanden auch zu Stefan Heym.  Dietmar und Barbe Linke gehörten zu den Rundum-Bewachten durch hauptamtliche und inoffizielle  Mitarbeiter des MfS, einschließlich einer vermeintlich "wirklich guten Freundin", verwanzter Telefone und einer nicht entdeckten Abhöranlage in der Wohnung in Neuenhagen. Zwei Tage vor Heiligabend 1983 wurde die Familie "ausgebürgert" und fand sich im Westteil von Berlin wieder. Gleichzeitig galt ein Einreiseverbot in die DDR bis 1999. Dass es zehn Jahre früher  endete, weil die Mauer fiel, hatte auch mit Menschen wie dem Ehepaar Linke zu tun. Zu Beginn seiner Ausführungen hatte der Pfarrer im Ruhestand mit der Information überrascht, dass ihm und seiner Frau Wusterhausen gar nicht unbekannt waren. Beide absolvierten nach ihrem Studium einst ein diakonisches Praktikum in der von der Kirche betriebenen Wohnstätte für behinderte Menschen im nahen Heilbrunn, was auch Besuche der Dossestadt mit  sich brachte.
Die Reihe "Literaturcafè" ist  bis zum nächsten Winter zu Ende gegangen, doch die Vorbereitungen auf weitere Veranstaltungen laufen bereits. Dazu zählen kurzfristig das öffentliche Lesen am 10. Mai, dem Jahrestag der Bücherverbrennung durch nationalsozialistische Vandalen, und langfristig der nächste "Literarische Bilderbogen". Auch die Bibliothek in Wusterhausen will dabei wieder neue Seiten aufschlagen.


Zitat: "Die Eindrücke sind in meinem Gedächtnis abgespeichert."
Daniel Linke, Buchautor

 

Foto zu Meldung: Literatur-Cafè: Dietmar Linke "Bedrohter Alltag: Als Pfarrer im Fokus des MfS"

Literatur-Cafè: Christel Weimer und Christa Eggert "Weibergeschichten - nicht nur für Frauen"

(24.03.2017)

Zwei Frauen in der Frühjahrsoffensive

Christa & Christel servierten im Literaturcafé  Geschichten für die gute Laune


Wolfgang Hörmann
Wusterhausen.  Frühlingsstimmung herrschte am Mittwochnachmittag im Alten Laden, dem Veranstaltungsraum des Herbst'schen Hauses in Wusterhausen. Der war auch beim zweiten Literaturcafè dieses Jahres wieder proppenvoll. Und wen die Frühlingsgefühle noch nicht erreicht hatten, der bekam sie akustisch vermittelt. Christa Eggert spielte "Veronika, der Lenz ist da" auf ihrem Saxophon. Unüberhörbar summte das Publikum mit  - ein fast nur feminines. Dabei wollte Hauptakteurin Christel Weimar eine gute Stunde lang zwar "Weibergeschichten" erzählen, aber "nicht nur für Frauen", wie es in der  Einladung ausdrücklich hieß.  Bei acht Männern im Raum gelang das also nur ansatzweise. Das Duo Christa & Christel betrat in der Dossestadt bekanntes Terrain. Der mittlerweile vierte gemeinsam Auftritt hier glich fast einem Heimspiel, organisiert wieder von der Bibliothek, "angepfiffen" von Leiterin Kerstin Jonas. Mitglieder des Kulturvereins unterstützten sie. Ohne die Helferinnen hätte es zur Literatur mit Kaffee keinen Kuchen gegeben.
So aber passte wieder  alles zusammen, konnte die Rezitatorin  meist augenzwinkernd zu großer Form auflaufen. Verse von Erich Kästner und Wilhelm Busch, Ephraim Kishon, Erwin Strittmatter und vor allem Kurt Tucholksy nahmen die kleinen Schwächen des schönen Geschlechts aufs Korn, wie beim "Blusenkauf" von Otto Reuter. Der Handel beginnt als klitzekleine Kleinigkeit, die scheinbar mal eben so im Vorbeigehen machbar ist, letztendlich aber den getreu wartenden Herrn Gemahl dahinrafft.  Der übersteht nämlich die Wartezeit vor der Tür nicht unbeschadet. Natürlich war das arg übertrieben. Ein Körnchen Wahrheit durfte aber doch herzhaft belacht werden. Einen großen Teil des Nachmittags nahm ein, was gerade als Fake-News Schlagzeilen macht. Immer mal wieder vom Eggertschen Saxophon unterbrochen, kamen sie (wie altmodisch) als  "Klatsch und Tratsch" daher.  Christel Weimar verstand es hier meisterhaft darzustellen, wie aus einer einfachen Frage und einer ebensolchen Antwort durch unterschiedlich-akzentuiertes Weitersagen von Weibermund zu Weibermund  ein "interessanter Frauenroman" entstehen kann. Und die Männer? Sind die etwa besser? Die hundertprozentig belastbare Auskunft auf diese Frage gab es am Mittwoch nicht. Als sicher gilt - das wurde mit passender Mimik in Reimen untermauert:  Sie sind anders  und doch bei allen Weibergeschichten die gefragten, unabkömmlichen Pendants. Oft kommen  sie wohl auch als die Stilleren daher.  Jedenfalls stand dafür die einhellig zustimmende Reaktion auf einen Reim des 2008 verstorbenen Schriftstellers  Gerhard Branstner. Der Thüringer will herausgefunden haben: "Die Wahrheit ist die, das Weib schweigt nie." Was das Literaturcafè  betrifft, das nun schon ein Dutzend Folgen hinter sich hat, so dürfen ihre Akteurinnen vom Mittwoch gern so munter plaudernd und spielend  wiederkommen. Der Abschlussapplaus vom Mittwoch glich einer neuerlichen Einladung.
info: Bei der Reihe der Bibliothek sind in diesem Frühjahr aller guten Dinge drei. Die nächste Veranstaltung findet  am 26. April wieder ab 14.30 Uhr statt.  Dann liest Dietmar Linke aus seinem Buch "Bedrohter Alltag, als Pfarrer im Fokus des MfS".

 

Foto zu Meldung: Literatur-Cafè: Christel Weimer und Christa Eggert "Weibergeschichten - nicht nur für Frauen"

Literatur-Café: Alexander Latotzky präsentiert sein Buch „Kindheit hinter Stacheldraht“

(03.03.2017)

Über Mütter und Kinder hinter Stacheldraht

Berührende Lesung am Anfang der "Literaturcafé"-Saison 2017

 

Wolfgang Hörmann
Wusterhausen. Das erste "Literaturcafé"  dieses Jahres, zu dem die Wusterhausener Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas am Mittwochnachmittag im Herbst'schen Haus zahlreiche Gäste begrüßte, war eine sehr bemerkenswerte Veranstaltung. Dominierte in den zurückliegenden 11 Ausgaben der Reihe zumeist leichte literarische Kost, so beleuchtete der aktuelle Autor eine bedrückende Seite der Vergangenheit. Sie dürfte den meisten bis dato unbekannt gewesen sein. Alexander Latotzky, zu Hause in Berlin und Kolrep, stellte das Ergebnis einer Forschungsarbeit vor. Sie mündete in seinem Buch "Kindheit hinter Stacheldraht" und beschäftigt sich mit einem der schlimmsten Kapitel der Nachkriegsjahre. Latotzky wurde 1948 im Zuchthaus Bautzen geboren. Seine Mutter sollte hier, im damaligen Sonderlager Nr.1 der russischen Staatssicherheit, eine 15-jährige Haftstrafe wegen angeblicher Spionage verbüßen. Nach drei Monaten wurden Mutter und Kind in das ehemalige KZ Sachsenhausen verlegt, nun ebenfalls ein Sonderlager. Es gab bis 1950 zehn solcher Stätten der Allierten, im Osten unter sowjetischer Aufsicht. Dazu zählte auch Buchenwald bei Weimar. Als sie aufgelöst wurden, galten viele der Frauen als politische Gefangene der DDR-Justiz. Sie kamen in das berüchtigte Gefängnis Hoheneck. Alexander Latotzky wollte am Mittwoch nicht sein eigenes Schicksal in den Mittelpunkt stellen. Stattdessen gehe es darum, was abertausende Menschen, die grundlos inhaftiert wurden,  erleiden mussten. Es waren Mütter, denen man ihre Kinder nahm, Opfer, die unsägliche Qualen erleiden mussten, sagte der Autor. Der 69-jährige pensionierte Lehrer las aus Biografien von drei Frauen, die ähnliche Schicksale durchleiden mussten, wie seine Mutter. Deshalb hat deren Biografie doch etwas  Exemplarisches. Wenn man im geschilderten Trauma überhaupt von einem guten Ende sprechen darf, dann ist auch das relativ zu sehen. Die Mutter und ihr Sohn, der zwischenzeitlich in einem Leipziger Kinderheim untergebracht worden war -  namenlos als ein "Kind der Landesregierung", wie es offiziell hieß - kamen später wieder zusammen. Sie wurden in den Westen Deutschlands abgeschoben. Über das Geschehene sollte allzeit Stillschweigen herrschen. Die Frau starb 1967. Aber Alexander Latotzky fand seinen Vater wieder. Der einstige sowjetische Wachsoldat, als 17-Jähriger zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt und später Rotarmist, wurde einen Tag vor Alexanders Geburt wegen seiner Liebe zu einer Deutschen in einen Gulag nach Sibirien verbannt. Er überlebte. Im Verlauf der Forschungen fand sein Sohn auf einer der Listen den Namen des tot geglaubten Mannes. Im Jahr 2000 kam es zur ersten Begegnung. Alexander Latotzky hat bei seinen Recherchen mehr als 100 Namen von Kindern hinter Stacheldraht gefunden. Ein Teil von ihnen schrieb seine Erinnerungen auf und stellte sie für Veröffentlichungen zur Verfügung. In der Wusterhausener Bibliothek liegt ein Exemplar von "Kindheit hinter Stacheldraht" zur Ausleihe bereit. 

[Weitere Informationen, auch zum gleichnamigen Verein: www.kindheit-hinter-Stacheldraht.de]

Foto zu Meldung: Literatur-Café: Alexander Latotzky präsentiert sein Buch „Kindheit hinter Stacheldraht“

Den Tieren auf der Spur

(01.02.2017)

Draußen ist es bitterkalt, Schneeflocken fallen und überall hat der Frost die Wälder und Wiesen in seiner Gewalt.

Was machen die Tiere im Winter?

Diese und viele Fragen mehr stellen sich die 3. Klassen der Astrid-Lindgren-Grundschule Wusterhausen, denn „Tiere im Winter“ ist zurzeit das Thema im Sachkundeunterricht.

Die Bibliothek Wusterhausen lud an zwei Tagen (17.01. und 24.01.2017) je eine der 3. Klassen mit ihren Lehrerinnen Frau Wille und Frau Schulze ein, um mit den Kindern gemeinsam mehr über dieses Thema zu erfahren.

Kennt ihr den Unterschied zwischen Winterschlaf, Winterruhe oder Winterstarre?

Was machen z.B. Igel, Hamster und Fledermaus im Winter und was fressen sie?

Was sind Zugvögel?

Und wie sehen die Fußabdrücke von Tieren im Schnee aus?

Auf alle diese und viele andere Fragen fanden die Kinder in schön illustrierten und spannenden Sachbüchern der Bibliothek ihre Antworten.

Mit einer kurzen Geschichte stimmte Bibliotheksmitarbeiter Tobias Kahler auf das Thema ein.

Die bereitgelegten Tierbücher und Lexika halfen den Kindern bei der Erstellung eines Tier-Steckbriefes.

So wurden z.B. für die Tiere: Eichhörnchen, Igel, Frosch und Bär Informationen gesammelt und anschließend der Klasse vorgetragen.

Das gemeinsame Ratespiel mit verschiedenen Bildern von Tierspuren war ein gelungener Abschluss, an dem sich die Kinder mit viel Begeisterung beteiligten.

Bei einem Bibliotheksbesuch mit der Schulklasse gehören natürlich das Stöbern in der Kinderbibliothek und die Ausleihe von Büchern und Spielen immer mit dazu.

 

Kerstin Jonas

Foto zu Meldung: Den Tieren auf der Spur

In der Bibliothek Wusterhausen darf’s auch mal laut werden

(25.01.2017)

Wenn Schüler der 5. Klassen vor Spannung mit den Füßen auf den Boden trommeln und bei richtigen Antworten mit Begeisterungsschreien die Arme in die Luft reißen, sehen die Bibliotheksmitarbeiter dieses mit einem zufriedenen Lächeln.

Mit der Veranstaltung „Wer wird Biblionär“ lädt die Bibliothek Wusterhausen die 5. und 6. Klassen zu einem Bibliotheksquiz der anderen Art ein. Wer kennt nicht die Fernsehsendung „Wer wird Millionär“ mit Günther Jauch.

Im Gegensatz zu den bekannten Regeln spielen hier Kinder in unterschiedlichen Teams gegeneinander, und das mit viel Begeisterung. Die Multiple-Choice-Fragen sind natürlich auch dabei. Pro Gruppe gibt es einen Spielleiter, der die gewählte Antwort seines Teams hochhält.

Zusatzpunkte sammeln kann der Spielleiter am Ende einer jeden Fragerunde mit einer alphabetischen Sortierung von Autoren-Namen.

Ziel ist es, den Schülern Begriffe aus den Bereichen Bibliothek und Bücher zu vermitteln und zu erläutern, wie z. B. Medien, Klassifikation, OPAC, Lektor und Illustrator. Aber auch Kenntnisse über bekannte Jugendbücher, wie „Harry Potter“, „Die wilden Fußballkerle“ und „Das Sams“ werden hier getestet.

Rückblickend können die Bibliotheksmitarbeiter (Tobias Kahler und Kerstin Jonas) auf zwei sehr gelungene Veranstaltungen (25./26.01.2017) mit den Schülern der 5. Klassen der Astrid-Lindgren-Grundschule Wusterhausen/Dosse zurückblicken. Der etwas andere Unterricht machte nicht nur den Schulklassen Spaß.

 

Kerstin Jonas

Foto zu Meldung: In der Bibliothek Wusterhausen  darf’s auch mal laut werden

Märchenhaftes Finale

(20.12.2016)

Dankeschön-Veranstaltung für ehrenamtliche Helfer der Wusterhausener Bibliothek

 

Wolfgang Hörmann

 

Rund 70 Veranstaltungen für Kinder, die Hälfte davon Lesungen, hat es im zu Ende gehenden Jahr in der Bibliothek Wusterhausen gegeben. Achtmal waren Erwachsene eingeladen.

"Das wäre nicht zu machen gewesen, ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer, zu denen Sie alle gehören." Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas wandte sich mit diesem Lob an die Frauen und Männer, die am vergangenen Freitag ihrer Einladung zu einer Dankeschön-Veranstaltung gefolgt waren.

Im Alten Laden des Herbst'schen Hauses wurde es ein märchenhafter Abend mit Musik, Glühwein, Schnittchen, Gebäck und entspannten Plaudereien. Dabei sorgten zwei Frauen aus dem Havelland mit ihrem Programm für den Höhepunkt. Bettina Sonnenherz (Schüler der Astrid-Lindgren-Grundschule kennen die Lehrerin auch unter dem Namen "Frau Beyer") und die Harfenspielerin und Sängerin Camilla Pinder brachten im Hauptteil ein ukrainisches Märchen zu Gehör. Unter dem Titel "Drachenschlund und Sternenzelt" bauten die beiden Frauen in einem Mix aus gestenreichem Textvortrag und feinem Balladengesang zur Musik am großen Saiteninstrument zunächst Spannung auf. Es ging wie bei der Mehrzahl aller Geschichten dieser Art um den Kampf von Gut gegen Böse, bei dem - trotz klarer Vorahnung Aufatmen im vollbesetzten Raum - natürlich das Gute gewann.

Das Duo musste dann in einer kurzen Pause jede Menge Fragen beantworten, um danach ihr Programm fortzusetzen und sich auch um eine Zugabe nicht lange bitten zu lassen. Marianne Golde, Mitglied des Fördervereins der Bibliotheken im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, würdigte am Rande der Veranstaltung die Arbeit von Kerstin Jonas und überreichte ihr ein Präsent. Für die Besucher blieb noch Zeit, das Wegemuseum zu besuchen und die Bibliotheksräume zu besichtigen. Die Bibliothek hat am 23. Dezember letztmalig in diesem Jahr geöffnet.

Foto zu Meldung: Märchenhaftes Finale

Vorlesewettbewerb der 6. Klassen in der Bibliothek Wusterhausen am 05.12.2016

(15.12.2016)

Für den diesjährigen Vorlesewettbewerb hatten sich sechs Kinder aus den 6. Klassen der Astrid-Lindgren-Grundschule Wusterhausen qualifiziert: Alexandra Fritz, Otwin Geitz, Luca Jänchen, Mark Lange, Lukas Schrolle und Chris Stamer.

Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas begrüßte im Alten Laden des Herbst’schen Hauses die Wettbewerbsteilnehmer, die Jury mit Julia Tscharntke, Petra Buschke, Martina Pelzer, Tobias Kahler sowie Marc Dehne als Schülervertreter, die Lehrerinnen Frau Winterle und Frau Herrmann sowie Schüler aus den 5. Klassen der Astrid-Lindgren-Grundschule.

Die sechs SchülerInnen hatten sich interessante Bücher herausgesucht. Jeder stellte zunächst sich und dann auch kurz das Buch vor, aus dem er dann einen kurzen Auszug vorlas. Für die Jury war es sehr schwer, für diesen Teil des Wettbewerbsprogramms den Sieger zu bestimmen, Mindestens drei Teilnehmer lagen sehr dicht beieinander, lasen mit guter Betonung, sehr flüssig und brachten die Spannung gut hinüber. Etwas differenzierter fiel die Bewertung der vorgelesenen Fremdtexte aus. Als Sieger wurde nach äußerst knapper Entscheidung Chris Stamer ausgezeichnet, der als Vertreter aus Wusterhausen an der nächsten Runde des Lesewettbewerbs auf Kreisebene in Neuruppin teilnehmen wird. Dafür wünschten ihm alle viel Erfolg.

Frau Jonas nutzte die Gelegenheit, allen 6 Klassensiegern nochmals zu danken und überreichte Urkunden und Lesezeichenkalender.

Für die Fünftklässler, die beim Vorlesen aufmerksam zuhörten, war es sicher eine gute Erfahrung, an die sie sich spätestens dann erinnern, wenn sie im nächsten Jahr zum Vorlesewettbewerb antreten werden.

Den diesjährigen Teilnehmern hat es viel Spaß gemacht. Aber bei manch einem haben vor Aufregung die Hände gezittert. Alle Teilnehmer sind eifrige Buchleser. Aber sie erzählten, dass sie manches Mal einen Stelle zweimal lesen, um den Text richtig zu verstehen. Da hilft nur: lesen,lesen,lesen.

Frau Herrman überlegte laut, dass sie in der Schule bei der Ermittlung der besten Leser beim nächsten Mal den Schwerpunkt auf Fremdtexte legen wird. Da besteht - wie auch heute sichtbar wurde - noch Nachholbedarf.

Rosemarie Blank

Foto zu Meldung: Vorlesewettbewerb der 6. Klassen in der Bibliothek Wusterhausen am 05.12.2016

Schnell noch Bücher ausleihen und die Winterausstellung bestaunen – zwischen Weihnachten und Neujahr ist das Herbst’sche Haus geschlossen

(07.12.2016)

Am Freitag, 23. Dezember 2016 ist bis 15:00 Uhr geöffnet. Vom 24.12.2016 bis 02.01.2017 sind Wegemuseum, Bibliothek und die anderen Einrichtungen des Hauses Am Markt 3 geschlossen.

Deshalb empfehlen wir, sich noch mit ausreichend Literatur, Hörbüchern oder Musik aus der Bibliothek einzudecken. Spannenden Lesestoff bieten die mehr als 50 neu eingetroffenen Bücher. Ausreichend Gesprächsstoff für die Feiertage können die Ausstellungen im ganzen Haus liefern: In der Galerie Alter Laden sind die fröhlich bunten Arbeiten der Schüler der Astrid-Lindgren-Schule zu bewundern. Die von der Schularbeitsgemeinschaft „Leseclub“ gestalteten Fantasiefiguren „Spunks“ bevölkern die Bibliothek und im Sonderausstellungsraum des Wegemuseums sind als „Perlchen“ aus dem Depot historische Schlitten, Gemälde und andere winterliche Exponate aus Museumsbeständen ausgestellt.

Ab Dienstag, dem 3. Januar 2017 geht es mit den regulären Öffnungszeiten weiter.
Noch ein kleiner Ausblick auf die ersten Veranstaltungen des nächsten Jahres:
25.1.         Ausstellungswechsel in der Galerie Alter Laden
4.2.         Vernissage „Malen – pure Lebensfreude“ - Acryl- und Aquarellmalerei
11.2.        Eröffnung Sonderausstellung zum Pilgerweg Berlin-Wilsnack im Wegemuseum
22.2.         14.30 Uhr Literatur-Café der Bibliothek: Alexander Latotzky "Kindheit hinter Stacheldraht"


Schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr wünschen die Mitarbeiter des Herbst’schen Hauses!

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Mini-Schreibkurs und Lesung mit Martina Rellin

(22.10.2016)

Ein besonderes Angebot anlässlich des Tags der Bibliotheken 2016 bestand in dem Mini-Schreibkurs mit der Autorin Martina Rellin. Eigentlich war ich skeptisch. Wer sollte kommen? Immerhin standen nur zwei Stunden für diesen Schnupperkurs zur Verfügung. Erstaunlicherweise fanden sich etwa 20 Schreibinteressierte aus Nah und Fern in der Galerie Alter Laden ein, sogar aus Wustermark und Pritzwalk. Martina Rellin kennt sich im Handwerk des Schreibens bestens aus, sie gab vielfältige Tipps und Anregungen und motivierte uns, gleich eine kleine Geschichte innerhalb von 5 Minuten zu schreiben. Das ist aus meiner Sicht den drei Teilnehmern, die am Ende ihren Text vorlasen, hervorragend gelungen. Dieser „Schnupperkurs“ kam bei den meisten Schreibinteressierten gut an. Er lohnte sich im doppelten Sinne, denn einige meldeten sich für einen Wochenendkurs in der Nähe von Berlin an.

Martina Rellin wurde in Hamburg geboren, wo sie auch ein Journalistik-Studium absolvierte. Sie war Chefredakteurin der Zeitschrift „Das Magazin“. 2001 erschien ihr erstes Buch „Ich habe einen Liebhaber“. Große Aufmerksamkeit erregten ebenfalls ihre Frauenprotokolle „Klar bin ich eine Ost-Frau“. Aus ihrem zuletzt erschienen Buch „Göttergatten“ las sie bei der Abendveranstaltung. Sie wählte zwei der 17 Lebensberichte von Männern unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft und Berufe aus und präsentierte sie mit besonderer Mimik und Gestik den etwa 55 Besuchern. Auf eine dritte Geschichte verzichtete sie zugunsten einiger Querbeet-Berichte. Mit Esprit beantwortete sie die vielen Fragen ihrer Leser. Fast eine Stunde dauerte die lebendige Gesprächsrunde. Einen Tag nach der Lesung resümierte eine Besucherin:

„Ich finde, Martina Rellin hat etwas Besonderes, mit ihr hätte ich mich gern ganz persönlich unterhalten.“ Die Gelegenheit dazu wäre auf jeden Fall gewesen, denn die Autorin brachte an diesem Tag viel Zeit für ihre Leser mit.

Zu einem rundherum guten Gelingen beider Programme trugen Mitglieder des Kulturvereins und des Fördervereins der öffentlichen Bibliotheken im Landkreis OPR bei.

 

 

Marianne Golde

Foto zu Meldung: Mini-Schreibkurs und Lesung mit Martina Rellin

Kleiner Streber Feminismus und das Ende der Jugend

(23.09.2016)

Wer gern lacht und Spaß an hintergründiger, leichter Lektüre hat, der war am Freitagabend im Alten Laden des Herbst`schen Hauses in Wusterhausen genau richtig. Hier las innerhalb der Reihe „Literarischer Bilderbogen“ der Bibliotheken Sarah Bosetti aus ihrem Buch „Mein schönstes Ferienbegräbnis“ und aus unveröffentlichten Texten. Seit 2009 tritt die 32-Jährige, die in Aachen aufwuchs und jetzt in Berlin lebt, auf Lesebühnen, Kabarettbühnen und bei Poetry Slams auf. Sie ist Kolumnistin bei Radio 1 und schreibt seit Anfang des Jahres ebenfalls für „Das Magazin“. 2013 wurde sie mit „Team Mikrokosmos“ (Sarah Bosetti und Daniel Hoth) deutschsprachige Vizemeisterin im Poetry Slam. 2014 erschien ihr erstes Buch „Wenn ich eine Frau wäre“. Schon 2015 folgte „Mein schönstes Ferienbegräbnis“ mit folgendem Inhalt: Mit ihrem Freund Ulf schlägt sich Sarah durch den unsicheren Dschungel des großstädtischen Künstlerdaseins – orientierungslos und pleite. Aber sie sind jung und dynamisch. Sarah Bosetti erzählt mit Feingefühl, Sprachwitz und hintersinnigem Humor vom Ende der Jugend. Das Alter wird nicht ausgeklammert. Es sei ja kein Schicksal, das nur wenige ereilt, die von der Jugend betrauert werden müssten. Immerhin könne man dann in einer fast leeren Bahn zum einzigen besetzten Platz gehen und zu dem dort sitzenden Zwanzigjährigen sagen: „Gib mir deinen Platz, sonst brech ich erstens zusammen und zweitens auf deine Schuhe.“

Skurril, fies und bissig können die Texte von Sarah Bosetti sein, wenn die Unwegsamkeit zwischenmenschlicher Beziehungen thematisiert wird. Doch auch Nachdenklichkeit und Melancholie zeichnen sie aus. Das konnten die Zuhörer feststellen. So verkündete die Autorin in Wusterhausen, wie von der Lesebühne gewohnt in beeindruckend langer, freier Rede, ihre Ansichten zum Feminismus: „Ich bin Feministin, aber ich wünschte, es gebe keinen Feminismus. Feminismus hat immer Recht, ist der kleine Streber, der im Deutschunterricht anfängt, die Grammatik der anderen zu berichtigen. Feminismus nervt.“ Ebenfalls großes Gelächter erntete ihre Ansicht, dass Gott eventuell bei einigen Menschen Darm und Gehirn verwechselt hätte. Diese Idee sei ihr im Sprechzimmer ihres Arztes angesichts der anatomischen Darstellung von Gehirn und Darm gekommen. Deshalb würden wohl „die Köpfe einiger Menschen nur braune Masse produzieren“. Andere wiederum würden „Scheiße denken, aber nur klug scheißen“.

Dass Tempo, im Denken und Formulieren, ein Markenzeichen der jungen Autorin ist, das konnten die Zuhörer im bis auf den letzten Platz besetzten Alten Laden live erleben. Fast war man versucht zu rufen: „Luft holen nicht vergessen“, als Bosetti zum Schluss aus dem Buch „Mein schönstes Ferienbegräbnis“ einen Ausschnitt las, den sie als „Die Boote“ überschrieb. Diesen Text bezeichnete sie als „das Beste, das ich je verfasst habe. Da habe ich all meine Klugheit reingeschrieben“. Ohne Punkt und Komma las sie dann die humorvolle Passage über einen Familienurlaub vor, und die Zuhörer kamen mit dem Lachen kaum nach.

 

Renate Zunke

Foto zu Meldung: Kleiner Streber Feminismus und das Ende der Jugend

Ihr Kind kommt in die Schule? Die Bibliothek hält die richtigen Medien bereit

(06.07.2016)

Die Bibliothek Wusterhausen hält für Schulanfänger jede Menge Medien bereit. Schauen Sie doch mal vorbei. Einen kleinen Vorgeschmack gibt die Bücherliste:

[Download]

Taschenlampenquiz in der Bibliothek

(06.07.2016)

Diesen netten Brief erhielten die Bibliotheksmitarbeiter von Zweitklässlern der Astrid Lindgren Grundschule Wusterhausen/Dosse als Dankeschön für einen tollen Vormittag in der Bibliothek.

 

Liebe Frau Jonas,

wir haben uns sehr über unsere Überraschung gefreut. Die Überraschung mit dem Taschenlampenquiz ist Ihnen gut gelungen. Wir hatten viele Fragen zum Weltall, zu Tieren, Traktoren und zu Filmen. Das blaue Tuch und die Kiste mit dem roten Fragezeichen haben uns neugierig gemacht. In der Kiste waren geheimnisvolle Briefe. Auf einem Brief stand „Sternenkunde“, auf dem nächsten „Der menschliche Körper“ und auf dem letzten „Bienen“! Die Sternenkunde interessierte uns am meisten. Die Quizkarten mit Glitzerpunkten fanden wir toll. Es hat uns Spaß gemacht mit der Taschenlampe ein Kärtchen anzuleuchten. Viele Fragen konnten wir schon beantworten. Was wir nicht wussten, konnten wir im Buch nachlesen. Nun wissen wir schon mehr über das Weltall. Die Infos über das schwarze Loch waren sehr spannend. Wir haben gelernt, eine Geschichte von einem Sachtext zu unterscheiden. Sie waren sehr nett zu uns. Danke, dass Sie alles so gut vorbereitet haben! Ein Dankeschön auch an Herrn Kahler. Wir kommen immer gern zu Ihnen und Herrn Kahler.

Liebe Grüße

von den Kindern der Klasse 2a

und Frau Schulze

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Reime heiter weiter: Zu einem bunten Programm für zukünftige Schulanfänger

(10.06.2016)

Die Burgwallhüpfer der Kita Regenbogen, Erzieher Michael Martin und Erzieherin Marion Dammasch machten es sich auf den Sitzkissen der Kinderbuchabteilung bequem. Buchstaben zierten eine Leine. In der Mitte des Sitzkreises lagen die 26 Großbuchstaben des Alphabets und verschiedene Klangkörper wie Xylophon, Triangel, Rassel… Bibliothek und Vorlesepatin Marianne Golde hatten zu einem bunten Programm eingeladen, um die zukünftigen Erstklässler neugierig auf die Schule zu machen. Was passiert, wenn man nicht lesen und schreiben kann, hörten die Mädchen und Jungen aus dem spaßigen Buch „Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“ von Martin Baltscheit. Unter dem Motto „Reime heiter weiter“ fanden die Kinder Spaß daran, die passenden Reimwörter am Ende eines Zweizeilers aus dem Kinderbuch „Vom Aal mit dem Schal bis Ziege mit der Fliege“ zu finden.

 

Auch das Nachsprechen der Wortsilben mit Hilfe eines Klangkörpers klappte schon ganz gut.

Dieses fantasievolle Tier-ABC stellt Leseanfängern an Hand von Tier-Reimen und Zeichnungen die  Buchstaben des Alphabets vor.  Es wurde von Kindern der AG „Leseclub“ und der AG „Kunst“ der Astrid-Lindgren-Grundschule Wusterhausen für Kinder gemacht und erschien erstmals im Jahr 2010. Um das Lesen nach Silben üben zu können, wurden die Wortsilben in zwei unterschiedlichen Farben gedruckt. Viele weitere Buchtitel dieser Art stehen in der Bibliothek zum Ausleihen bereit. Mit Buchstaben lässt sich vieles machen: basteln, malen und sogar turnen. Das Buchstabenturnen wurde am Ende probiert. Es war nach dem Zuhören und Mitmachen für alle Beteiligten Entspannung pur – sogar für die Erwachsenen. Zeit zum Schmökern blieb selbstverständlich auch noch. Eine  Bücherkiste mit einer bunten Auswahl an Büchern für Leseanfänger stand griffbereit und wurde eifrig genutzt.

Als kleines Geschenk durften die Kinder ein ABC-Lesezeichen, einen gereimten Glückwunsch zum Schulstart und einen Ratgeber-Flyer mit Literaturempfehlungen für die Eltern nach Hause nehmen. „Ich komme bald wieder“, sagte ein besonders begeisterter Junge am Ende.

Dieses Programm fand in der Kindervorlesereihe „Mit gespitzten Ohren“ statt, die Anfang 2014 eingeführt wurde und zu monatlichen Bibliotheksbesuchen einlädt. Es sind sowohl Kindergruppen der Kitas  Wusterhausen, aber auch der übrigen Kitas der Gemeinde Wusterhausen willkommen. Darüber hinaus können natürlich interessierte Urlauber mit ihren Kindern zu den Lesungen dazustoßen. In der Wusterhausener Bibliothek gibt es inzwischen viele Vorlesepatinnen: Rotraut Asmus, Renate Dannenberg, Marianne Golde, Bärbel Hartwig, Brigitte Klatt, Erika Lugauer, Martina Pelzer und Astrid Peschel. Lesen und Vorlesen bildet – diese Chance bietet diese spezielle und regelmäßige Form der Leseförderung. Aber auch für Bilderbuch-Kinoprogramme können sich Kitagruppen anmelden. Durch verschiedene Förderprogramme vom Bundesbildungsministerium wie „Lesen macht stark. Lesen und digitale Medien“ verfügt die Wusterhausener Bibliothek zudem über digitale Medien für Kinder. So können zahlreiche TING-Bücher mit den entsprechenden Hörstiften ausgeliehen werden.

Am Freitag, 8. Juli 2016, bringt Vorlesepatin Rotraut Asmus eine Geschichte aus der beliebten Kinderbuchreihe „Der kleine Rabe Socke“ zu Gehör. Eingeladen sind wie immer Kinder im Alter von

4 bis 7 Jahren, ihre Geschwister und Eltern. Dann heißt es wieder: hereinspaziert in die Kinderbuchabteilung der Bibliothek des Herbst’schen Hauses Am Markt 3 in Wusterhausen/Dosse.

 

Marianne Golde

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„Das Mohnblütenjahr“ - Zu einer Lesung zum Welttag des Buches der Bibliothek Wusterhausen

(22.04.2016)

Frisch auf dem  Markt ist der Roman „Das Mohnblütenjahr“ der Bestsellerautorin Corina Bomann. Sie präsentierte ihn anlässlich des Welttages des Buches  im Alten Laden des Herbst’schen Hauses in Wusterhausen/Dosse. Für Corina Bomann war diese Lesung aus ihrem neuen Roman eine Prämiere. Sie freute sich über das Interesse an ihrer Geschichte vom Schicksal zweier Frauen: Mutter Marianne und Tochter Nicole erzählen jeweils aus ihrer Perspektive ihre Lebensgeschichte. Sie beginnt im Heute mit der Freude Nicoles über ihre lang ersehnte Schwangerschaft und der erschreckenden Nachricht, dass ihr Baby eventuell mit einem Herzfehler geboren wird. Schließlich gilt es für sie herauszufinden, welche Familie die Veranlagung für diese Erbkrankheit in sich birgt. Deshalb macht sich Nicole auf den Weg zu ihrer Mutter an die Mosel, die ihr Schweigen bricht und der Tochter endlich von der großen Liebe erzählt, die sie einst als Austauschlehrerin in Frankreich fand. „Mein großes Interesse gilt der französischen Kultur“, erzählte Corina Bomann. So entstand der Rahmen für die Geschichte. Der Lehreraustausch zwischen Frankreich und Deutschland in den 1970er Jahren leistete einen wichtigen Beitrag zur Verständigung der beiden Länder. Denn auch 30 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg galt es, Ressentiments abzubauen. Für die Autorin war dies ein großer geschichtlicher Hintergrund für ein bewegendes Frauenschicksal. Sehr lebendig, sprachgewaltig und mit großem historischem Wissen ging Corina Bomann auf die Fragen ihrer Zuhörer ein.

 

 „Das Mohnblütenjahr“ – dieser etwas ungewöhnliche Titel wurde gewählt, weil es in dem kleinen Örtchen Bar-le-Duc in der Lorraine (Lothringen), wo ein Teil der Geschichte angesiedelt ist, unzählige Mohnblütenfelder gibt. Und Mohnblüten stehen für Versöhnung – einerseits für den geschichtlichen Hintergrund und andererseits für die ganz persönlichen Beziehungen ihrer Protagonisten. „Mit meinen dargebotenen Lesepassagen wollte ich neugierig auf das Buch machen“, resümierte Corina Bomann am Ende. Es ist ihr gelungen, denn viele Besucher konnten sich begeistern und die Bücher wechselten ihren Besitzer. Die Autorin signierte sie gern.

 

„Als ich in Wusterhausen eintraf, fand ich ein verschlafenes Städtchen mit  wunderschönen Fachwerkhäusern und einer imposanten Stadtkirche vor“, verriet die Autorin über ihren ersten Eindruck. Umso überraschter und erfreuter war sie über das wache, aufmerksame und interessierte Publikum. Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas überreichte Corina Bomann neben Blumen auch eine Broschüre über Wusterhausen. „Vielleicht finden Sie ja Ihren Ort in einer meiner nächsten Geschichten wieder“, bemerkte die Autorin zum Schluss augenzwinkernd. Ein Dankeschön für diesen wunderbaren Abend mit Literatur und anregenden Gesprächen gilt den Mitarbeitern der Bibliothek, ihren Helferinnen vom Förderverein der Bibliotheken, dem Kulturverein und der Bücherfee alias Martina Benn, von der die Besucher freundlich empfangen wurden.

 

Marianne Golde

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Zum Unterricht ins Herbst’sche Haus Bibliotheks-und Museumsbesuch in Wusterhausen/Dosse

(05.04.2016)

Das Land Brandenburg ist zurzeit Thema im Sachkundeunterricht der 4. Klassen der Astrid-Lindgren-Grundschule Wusterhausen/Dosse. Da bot es sich an, einen Blick ins Wegemuseum Wusterhausen/Dosse zu werfen. Es ist für unsere Region eine besondere Sehenswürdigkeit, die  Kindern nahegebracht werden kann. Bärbel Hartwig vom Kulturverein Wusterhausen e.V. zeigte sich als sachkundige Museumsführerin.

Nachdem die Kinder das Museum entdeckt hatten – zu den Favoriten der ausgestellten Exponate gehörten der Einbaum, die alten Radios und die Tanksäule – ging es in den Alten Laden. Dort lagen für jeden Schüler ein Blatt mit 15 Quizfragen über Land und Leute im Bundesland Brandenburg bereit, die beantwortet werden sollten. Dabei ging es besonders darum, dass die Kinder lernen, sich selbstständig Wissen aus Reiseliteratur, Nachschlagewerken und dem Internet anzueignen. Wie heißt der längste Fluss im Land Brandenburg? Welcher Schriftsteller wurde in Neuruppin geboren und wo befindet sich der älteste Flugplatz der Welt?  In Teamarbeit – jeweils drei bis vier Kinder durften zusammenarbeiten – konnten gemeinsam die Fragen beantwortet werden. Zur Seite standen ihnen Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas und ihr Mitarbeiter Tobias Kahler sowie die ehrenamtlichen Helferinnen Marianne Golde und Brigitte Klatt. Dass die Kinder in den Büchern und im Internet gesucht hatten und fündig geworden sind, bewiesen am Schluss die richtigen Antworten. Diese mussten sogar mit Quellenangabe und bei der Reiseliteratur mit der entsprechenden Seitenzahl genannt werden. Die beiden Lehrerinnen Brigitte Freier und Birgit Herrmann zeigten sich am Ende zufrieden mit dem Unterricht im Museum und in der Bibliothek. Sie werden ihren Kolleginnen der zukünftigen Viertklässler der Grundschule Wusterhausen dieses Angebot weiterempfehlen.

Auf die Frage, welche Sehenswürdigkeit am besten gefiel, waren sich fast alle einig: „Das Schiffshebewerk in Eberswalde-Niederfinow“. Aber zunächst führt ein Schulausflug nach Potsdam ins Schloss Sanssouci. Darauf freuen sich die Kinder schon riesig.

Dieses kombinierte Museums- und Bibliotheksangebot zum Thema „Land Brandenburg“ können ebenfalls gern  Sachkundelehrer der Grundschulen in Neustadt, Kyritz oder anderen Orten für ihre Viertklässler ermöglichen. Konnte Ihr Interesse geweckt werden? Dann organisieren Sie einen Unterrichtstag im Herbst’schen Haus Am Markt 3 in Wusterhausen/Dosse. Auch für weiterführende Jahrgangsstufen bieten sich Themenbereiche an, zu denen  mit den Leiterinnen der beiden Einrichtungen Besuche vereinbart werden können. Der Weg ins schmucke barocke Herbst’sche Haus direkt am Marktplatz in Wusterhausen/Dosse lohnt sich auf alle Fälle!                                                                                                                                                                                                                                                                                                     

Marianne Golde

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Literatur-Café: Astrid Hoffamnn und Oliver Wenzlaff präsentieren eine literarische Reise „Von Preußen nach Amerika“

(23.03.2016)

Urgemütliche Atmosphäre im Herbst`schen Haus

 

MAZ 29.03.2016

 

„Von Preußen nach Amerika“-so wurde das Literatur-Café der Bibliothek Wusterhausen für den 23.März angekündigt. Gespannt folgte ich der Einladung in den Alten Laden des Herbst`schen Hauses. Die Kulturjournalistin Astrid Hoffmann war mir bereits bekannt von mehreren Lesungen, in denen sie uns ihre Geschichten über unser Brandenburg nahebrachte, und von einer Schreibwerkstatt von Potsdam, an der ich vor einigen Jahren gemeinsam mit anderen „Schreibwütigen“ teilnehmen durfte. Wir gingen spazieren und schrieben danach unter Leitung von Astrid Hoffmann Texte über unsere Beobachtungen, Gedanken und Empfindungen. Für mich war das ein unvergessliches Erlebnis. Kein Wunder also, dass ich der bevorstehenden Veranstaltung erfreut entgegensah, zumal sie ein Novum bereithielt: Die Kulturjournalistin kam nicht allein, sondern führte uns gemeinsam mit dem Autor und Hörspielmacher Oliver Wenzlaff auf eine literarische Reise von Amerika nach Preußen durch verschiedene Jahrhunderte, wobei Amerika die Domäne Oliver Wenzlaffs, Preußen die Domäne Astrid Hoffmanns war. Die Zuhörer erfuhren so beispielsweise mit Vergnügen von der Fahrt eines Jungen, der später ein berühmt-berüchtigter Erfinder wurde, durch Buffalo, von den Gesprächen der Potsdamer Fürstengattin Augusta mit einem bekannten Landschaftsgärtner über die sinnvolle Gestaltung eines Parks, „vom einzigen Bierzelttheater Deutschlands“ in Niemegk und vielen, vielen anderen interessanten Sachen. Sehr unterhaltsam war auch das dem Vortrag folgende Gespräch. Es machte deutlich, wie Autoren Ideen für ihre Texte gewinnen. So wurde Oliver Wenzlaff inspiriert vom Nebeneinanderbestehen zweier so gegensätzlicher Straßen wie „Klostergasse“ und „Karl-Marx-Straße“ in einer der Geschichten von Astrid Hoffmann. Ein heißer Tipp: Es lohnt sich, die „Hörspielskizzen“ von Astrid Hoffmann, bei denen O. Wenzlaff und viele andere mitwirken, zu genießen, sich dabei über die „Zettelwirtschaft“ zwischen Bertolt Brecht und Helene Weigel zu amüsieren, den Umzug eines Flusskrebses in ein Aquarium mitzuerleben und, und, und.

Aber ich will nicht zu viel verraten. Es bleibt noch zu erwähnen, dass der Nachmittag im Herbst`schen Haus in einer urgemütlichen Atmosphäre stattfand – bei Kaffee und wohlschmeckendem, selbstgebackenem Kuchen. Ein herzliches Dankeschön an die fleißigen Bäckerinnen. Und ein Dankeschön an die Bibliotheksleiterin Frau Jonas und ihre Helferinnen. Mögen wir noch viele weitere nachmittägliche Veranstaltungen dieser Art erleben.

 

Gitta Klaschka, Neustadt (Dosse)

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"Märchen und Märchenhaftes" Abschlussveranstaltung eines Märchenprojektes der Kita Regenbogen

(26.02.2016)

Von Drachen und süßem Brei

 

Märchenhafte Geschichten fanden unter Wusterhausener Kindern neue Fans

 

MAZ 27./28.02.2016

 

Einen märchenhaften Vormittag erlebten Kinder gestern in der Wusterhausener Bibliothek. Zum Abschluss des Märchenprojektes der örtlichen Kita „Regenbogen“ trug ihnen Erzählerin Bettina Beyer alias „TinaSonnenherz“ bekannte und weniger bekannte Geschichten vor. Die 29 Mädchen und Jungen zwischen fünf und sechs Jahren waren voll bei der Sache. Bei „Der süße Brei“ war ihnen schnell klar, wie das Zauberwort für den Topf hieß. Aber auch an Erklärungen für das Missgeschick fehlte es nicht: „Mein Vati vergisst auch immer alles.“ Beim Märchen „Die Königstochter in der Flammenburg“ setzte Bettina Beyer auf die Erfahrung der Kinder: „Ihr wisst ja, wie es ist, wenn es gebrannt hat...“ Die Ergänzung folgte ebenso unverhofft wie prompt: „Dann kommt die Feuerwehr.“ Fast richtig. Die Kita schloss mit der Veranstaltung ein Märchenprojekt ab, bei dem sich die Kinder vor allem intensiv mit „Frau Holle“ beschäftigt hatten, und sogar selbst in verschiedene Rollen geschlüpft waren. Unterstützung gab es gestern in der Bibliothek auch von Ehrenamtlern – vor allem beim Spielen, Malen und Basteln nach der Erzählstunde.

 

 Alexander Beckmann

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Vorlesereihe „Mit gespitzten Ohren“

(05.02.2016)

Wusterhausen  hatte  ein  Lesejahr  und  bekommt  noch  eines

Leiterin  der  Bibliothek  im  „Herbst’schen  Haus“  ist  außerordentlich 

zufrieden  und  hat  noch  viel  vor

 

Der Titel der Vorlesereihe trifft den Nagel  auf  den Kopf: Ein Dutzend Kitakinder saß gestern  wieder einmal „mit gespitzten Ohren“ in der Wusterhausener Bibliothek. Als ehrenamtliche   Helferinnen übernahmen Erika Lugauer, Marianne Golde und Brigitte Klatt nicht nur das  Vorlesen und Vorspielen der Geschichte um Wanja und das Klopfen an der Tür – sie hatten sogar den Raum passend hergerichtet. Veranstaltungen wie diese erweisen sich mehr und mehr als wichtiges Standbein der Bibliotheksarbeit. Leiterin Kerstin Jonas blickt auf 101 Termine des Jahres 2015 zurück. „Das war wirklich sehr viel.“ 29 mehr als im Jahr zuvor seien  es gewesen. Lesungen für Kinder (31) und Erwachsene (acht) hatten einen großen Anteil. Die meisten Besucher zählte man im Dezember mit rund 380 bei der Runde mit Gregor Gysi und Friedrich Schorlemmer innerhalb des „Literarischen Bilderbogens.“ Aber auch Bibliotheksfest, Basteltreffs, der Vorlesewettbewerb der Grundschüler und nicht zuletzt die ehrenamtlichen  Sprachkurse für Flüchtlinge mit Rosemarie Blank spülten viele Besucher in die Räume im „Herbst’schen Haus“ am Markt – 5988 insgesamt und rund ein Viertel mehr als im Jahr zuvor. „Ich bin sehr zufrieden“, sagt Kerstin Jonas und meint nicht nur die Besucherzahlen. „Wir haben uns fast überall gesteigert.“ So sei der verfügbare Bestand an Medien um rund 600 auf nun 13.125  Bücher, Zeitschriften, Videos, Spiele und Tonträger gestiegen. Die Zahl der aktiven Bibliotheksnutzer – also derjenigen, die etwas ausliehen– stieg von 281 auf 327. Die Bibliothek verzeichnete 119 Neuanmeldungen. Fast 6700 Mal griffen die Leser zu. „Es ist viel passiert und  es ist noch viel geplant“, sagt Kerstin Jonas. An einer möglichst großen Vielzahl von Veranstaltungen wolle man festhalten. So hatte die Bibliothek im vergangenen Jahr innerhalb des bundesweiten Projektes „Lesen macht stark“ für drei-bis fünfjährige Kinder einen Projektor,   eine Leinwand und ein Notebook anschaffen können. Die Technik bewährte sich vor allem beim  „Bilderbuchkino“, das altersgerechte Literatur mit grafischen Darstellungen verbindet. Das Projekt ist inzwischen beendet. „Aber das ist so gut angekommen, dass wir weitermachen“, kündigt die Bibliotheksleiterin an. „Für März haben sich schon Kita-Gruppen angemeldet.“ Etwas mehr Werbung könnte ihrer Auffassung nach die Online-Bibliothek vertragen: „Das ist ja ein super zusätzliches Angebot der Bibliotheken im Landkreis.“ Nur eben noch viel zu wenig bekannt. Und mit einer ganz eigenen Besonderheit hoffen die Wusterhausener ebenfalls noch  punkten zu können: „Es ist bestimmt nicht selbstverständlich, dass eine Bibliothek auch am  Sonnabend geöffnet ist wie bei uns.“

 

Alexander Beckmann

MAZ 6./7. Februar 2016

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Ein Cocktail für die Sinne und den Magen

(21.12.2015)

Dankeschön-Veranstaltung für Leseförderer

Christel Weimar las Weihnachtliches von Fontane

 

Kurz vor Weihnachten 1831 ist es bitterkalt. Auf dem Dachboden seines Elternhauses in Neuruppin sitzt ein Knabe auf einem alten Schlitten, eingehüllt in Vaters Mantel. Stürmischer Wind schickt Schnee durch die Ritzen zwischen den Dachziegeln. Der Junge versucht tapfer , ein Gedicht zu lernen. "Das Eleusische Fest" von Friedrich Schiller hat 26 Strophen. Die Merkfähigkeit geht bei dem Buben gegen Null. Es sei nicht mal die epische Länge, versichert er seinem Vater, der ihn unterm Dach findet. Er verstehe einfach nicht, worum es in den Versen gehe. Das Glöckchen,  das zum Mittagessen ruft, beendet das Martyrium. Der heranwachsende Theodor Fontane entschwindet in die Wärme und an Mutters Tisch.

Als greiser Dichter, der die Wanderungen durch die Mark längst hinter sich hat, erinnert er sich 1894 in seinem Buch "Meine Kinderjahre" an diese Episode. Christel Weimar hat sie am Freitagabend im alten Laden des Herbst'schen in Wusterhausen einer großen Zuhörerschar nahe gebracht. Fast drei Stunden lang war sie die Hauptperson eines literarisch-musikalischen Programms, trug gekonnt aus Fontanes Werken und Briefen vor.  Sie verstand es, die fast 70 Zuhörer mit toller "Lesestimme" und einer gekonnten Auswahl zu fesseln.  Dazu gehörten auch "Gelegenheitsgedichte" und Geschichten, die sich hauptsächlich um das Fest der Feste drehen. Den musikalischen Part an diesem Abend besetzten das Cello-Ensemble "ConCelli" der Kreismusikschule Havelland und Christa Eggert mit ihrem Saxophon. Zu diesem Cocktail für die Sinne kam solide Hausmannskost für den Magen. Es gab Gebackenes nach Rezepten aus dem 19. Jahrhundert und Glühwein von heute. Eingeladen hatte die Wusterhausener Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas. Gäste waren die aktivsten  Ehrenamtlichen, die sich im zu Ende gehenden Jahr um das Lesen und die Leseförderung verdient gemacht haben. Zu ihnen zählen unter anderem Marianne Golde, Erika Lugauer und Ruth Granowski, aber auch die Mitglieder des Landfrauenvereins, die nie müde wurden, Veranstaltungen im Herbst'schen Haus mit kleinen Backwundern zu bereichern.  Vielen in guter Erinnerung geblieben sind  Lesungen im Literatur-Cafè, Veranstaltungen zum Welttag des Buches und zum Tag der Bibliotheken, aber auch Schnuppertouren von Kita-Sprößlingen in die größte Bücherstube der Gemeinde. "Ihnen allen möchte ich heute sehr herzlich danken", sagte Kerstin Jonas am Beginn des Abends.

Der Dank ist angekommen. Das bewies der Applaus nach jedem der Programmpunkte, das zeigte sich auch in den Pausengesprächen. Wer sich gerade mal nichts zu erzählen hatte, nutzte die Gelegenheit zu einem Rundgang, vorbei an den ausgestellten künstlerischen Arbeiten der Gymnasiasten aus der Neustädter Prinz-von-Homburg-Schule. Auch der lohnte ein Verweilen.

 

Wolfgang Hörmann

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Sonderöffnungszeiten des Museums und der Bibliothek

(21.12.2015)

Liebe Bibliotheks- und Museumsbesucher!


Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit, ein
frohes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr 2016.


Gleichzeitig wird bekanntgeben, dass die beiden Einrichtungen im
Herbst’schen Haus in der Zeit vom 24. Dezember 2015 bis 4. Januar 2016 geschlossen sind.


Nutzen Sie gern die folgenden
SONDERÖFFNUNGSZEITEN!
am Dienstag, 29.12.2015, 10:00 bis 16:00 Uhr und
am Samstag, 02.01.2016, 10:00 bis 16:00 Uhr

 

Die Bibliothek und das Wegemuseum können ab 5. Januar 2016 wieder zu den regulären Öffnungszeiten besucht werden!

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Vorlesewettbewerb der 6. Klassen in der Bibliothek Wusterhausen am 07.12.2015

(09.12.2015)

Für den diesjährigen Vorlesewettbewerb hatten sich vier Kinder aus den 6. Klassen der Astrid-Lindgren-Grundschule Wusterhausen qualifiziert: Till Jahnke, Pascal Schütte,

Sahid Sesay und Alexandra Voigt.

Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas begrüßte im Alten Laden des Herbst’schen Hauses die Wettbewerbsteilnehmer, die Jury (Erika Lugauer, Bärbel Hartwig, Marianne Golde, Rotraut Asmus und Natalie von der 5. Klasse) sowie die Gastklasse mit ihrer Deutschlehrerin Martina Winterle. Die vier Wusterhausener gehören zu den jährlich 600 000 Schülern, die bundesweit an diesem Vorlesewettbewerb teilnehmen. Seit 1994 macht die Wusterhausener Bibliothek mit.

Die vier SchülerInnen hatten sich interessante Bücher herausgesucht und stellten sie erst einmal kurz vor. Das machten alle so souverän und spannend, dass die Zuhörer richtig neugierig wurden.

Beim Vorlesen wurde deutlich, dass es gar nicht so einfach ist, vor Publikum zu lesen, so zu betonen, dass es für die Zuhörer spannend ist und dann auch noch immer mal ins Publikum zu gucken, ob alle zuhören. Und das alles in drei Minuten. Deshalb: Hut ab vor den Leistungen. In einem zweiten Teil  mussten Abschnitte aus dem Buch „Jungenspaß und Mädchenpanik“ von Martin Klein vorgelesen werden.

Gewonnen hat Pascal Schütte, der das Kapitel aus dem von ihm gewählten Buch „Der kleine Hobbit“ von John R.R. Tolkien und den unbekannten Text am besten vorlas. Er wird als Vertreter aus Wusterhausen an der nächsten Runde des Lesewettbewerbs auf Kreisebene in Neuruppin teilnehmen. Dafür wünschten ihm alle viel Erfolg.

Für die Fünftklässler, die beim Vorlesen aufmerksam zuhörten, war es sicher eine gute Erfahrung, an die sie sich spätestens dann erinnern, wenn sie im nächsten Jahr zum Vorlesewettbewerb antreten werden.

Den diesjährigen Teilnehmern hat es viel Spaß gemacht. Pascal meinte: „Ich war aufgeregt, als ich vortragen musste, aber es war cool mitzumachen.“  Till und Sahid waren sich einig, dass es anstrengend war, aber auch schön und dass es sich gelohnt hat. Das einzige Mädchen unter den Vorlesern, Alexandra, meinte: „Ich war sehr froh, als es vorbei war, aber es war sehr schön.“

Dass es allen gefallen hat, lag sicher auch daran, dass Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas und ihre Helferinnen nicht nur für das Vorlesen, sondern auch für die kleine Pause, in der sich die Jury beriet, alles gut vorbereitet hatten.

 

Tf

Foto zu Meldung: Vorlesewettbewerb der 6. Klassen in der Bibliothek Wusterhausen am 07.12.2015

Lesestart in der Bibliothek Wusterhausen

(06.12.2015)

Lesestart in der Bibliothek Wusterhausen am 12. Juni 2015, 17. Juli 2015 und am 14. August 2015 sowie innerhalb des Nikolausmarkts am  6. Dezember 2015

 

Die Bibliothek Wusterhausen beteiligte sich wie schon im Jahre 2014 auch 2015  mit einigen Veranstaltungen für drei- bis fünfjährige Kinder, deren Eltern oder Großeltern  an der Aktion „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“. Dieses Leseförderprogramm wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert, von der Stiftung Lesen durchgeführt und in der zweiten Etappe von den Bibliotheken unterstützt, um schon die Jüngsten für das Lesen zu begeistern.

 

In der Wusterhausener Bibliothek gab es in den Sommermonaten unter anderem das Bilderbuchkino „Emma und der kaputte Fernseher“ und am Nikolaustag „Die verschwundene Weihnachtspost“ -  sogar gleich dreimal  – auf der Leinwand zu sehen, während Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas oder Marianne Golde den Kindern die Geschichten vorlasen. An diesen Tagen kamen etwa 60 Gäste in die Bibliothek, circa 30 Kinder erhielten Buchgeschenke.

Stellvertretend für die Resonanz soll hier eine Gästebucheintragung stehen.

 

Gern haben wir mit unseren Sprösslingen die Familiennachmittage in der Bibliothek Wusterhausen besucht. Wir hörten spannende Geschichten und konnten die Bilder wie im Kino auf der Leinwand anschauen. Außerdem blieb Zeit zum Schmökern, Spielen und zum gemütlichen Beisammensein. Es gab für die Kleinen Saft, Obst und Kekse und für die „Großen“ sogar ein Tässchen Kaffee.

Zum Abschluss konnten sich die Kinder über das Lesestarset mit einem Buchgeschenk freuen.

Vielen Dank an Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas für die liebevolle Vorbereitung! Uns allen hat es großen Spaß gemacht.

 

Victoria Golde mit Emilian und Vitus

Karolin Vogler-Bork mit Konstantin und Sophia

Foto zu Meldung: Lesestart in der Bibliothek Wusterhausen

„Pippilothek??? Eine Bibliothek wirkt Wunder“ oder „Lesen macht stark. Lesen und digitale Medien“

(05.11.2015)

4 Projekttage für 2 Kindergruppen der KITA Regenbogen Wusterhausen:

25.02.2015 und 04.03.2015; 14.10.2015 und 05.11.2015

 

„Lesen macht stark. Lesen und digitale Medien“ ist ein Leseförderungsprojekt des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. in Kooperation mit der Stiftung digitale Chancen im Rahmen von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“. Anliegen ist es, Freude am Lesen zu vermitteln und Bildungschancen zu verbessern.

Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas hat sich als einzige Bibliothek im Landkreis OPR im Jahre 2014 für das Leseförderungsprojekt „Pippilothek??? Eine Bibliothek wirkt Wunder“ angemeldet und es in Kooperation mit der KITA Regenbogen, dem Förderverein der Bibliotheken im Landkreis OPR und den ehrenamtlichen Vorleserinnen Marianne Golde und Martina Pelzer durchgeführt.

Den Abschluss bildeten die „Strolche“ der Kita Regenbogen mit Erzieher Lars Giese.

Seine Gästebucheintragung soll hier wiedergegeben werden.

 

Gern haben wir, die „Strolche“ der Kita „Regenbogen“, an zwei Projekttagen die Bibliothek im Herbst’schen Haus in Wusterhausen besucht. Wir erlebten zwei spannende Vormittage, an denen uns zum Beispiel die Geschichte „Pippilothek??? Eine Bibliothek wirkt Wunder“ vorgelesen wurde und wir dabei das dazugehörige Bilderbuchkino sahen. Anschließend spielten wir einige Szenen der Geschichte nach, malten jeder seinen Lesefuchs bunt aus, sangen und führten Bewegungsspiele durch. Am zweiten Besuchstag durften wir Fragen zum Buch- und Bibliotheksquiz beantworten und sogar Tierrätsel lösen. Danach konnten wir den TING-Stift ausprobieren, der uns die Geschichten vorlas. Außerdem wurde uns erklärt, wo wir Kinderbücher für unser Alter finden, bekamen jeder ein Mini-Buch der Geschichte „Pippilothek???“ und ein T-Shirt mit dem Lesefuchs. Wir wurden köstlich mit Obst und leckeren Säften versorgt und jeder erhielt eine Anmeldekarte für die Bibliothek.

Alle hatten sehr viel Spaß und wir „kommen wieder hierher“. Natürlich möchten wir uns ganz herzlich bei Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas sowie bei den Vorleserinnen Marianne Golde und Martina Pelzer für die sehr gelungenen Vormittage bedanken.

 

Die „Strolche“ der Kita „Regenbogen“ und Erzieher Lars Giese

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Lesung und Saxophon zum 21. Tag der Bibliotheken

(28.10.2015)

Zum Tag der Bibliotheken am Samstag, dem 24. Oktober 2015, hatte die Bibliothek zu einer Lesung mit dem Autor Roland Lampe in den Alten Laden des Herbst’schen Hauses in Wusterhausen/Dosse eingeladen. Er las vor etwa 20 Besuchern aus seinem Buch „Seitenflügel“, das Anfang der 1990er Jahre in Berlin, Ecke Oranienburger Straße, spielt. Kevin, der in einer kleinen Wohnung im Seitenflügel wohnt, erlebt den Mauerfall und die Wende hautnah mit. Einige Episoden, wie z.B. Erich Honecker auf der Flucht, bot Roland Lampe an diesem Abend dar. Die Lesung wurde musikalisch begleitet von Meinhard Blum. Passend zur Stimmung der Geschichten spielte er Improvisationen auf seinem aus den 1970er Jahren stammenden Saxophon. Wer hat schon einmal einen auf dem Klavier und gleichzeitig auf dem Saxophon spielenden Musiker erlebt? Meinhard Blum hat dies seinem Publikum geboten.

 

In der Pause gab es für die Besucher Punsch, Wein und kleine Snacks: Diese feinen Sachen hatten Mitglieder des Kulturvereins Wusterhausen vorbereitet.  Der eine oder andere Besucher warf  einen Blick in den Innenhof des Herbst’schen Hauses,  wo noch die Feuerschalen von der Aktion „Feuer und Flamme für unsere Museen“ anheimelnde Wärme spendeten. Zum Abschluss dankte Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas beiden Künstlern für ihre Darbietungen und überreichte ihnen die Wusterhausen-Broschüre „Stadt mit sieben Schönheiten“.

Der Tag der Bibliotheken – einst vom Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker ins Leben gerufen – fand in diesem Jahr bereits zum 21. Mal statt.

 

Marianne Golde

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Die Vorlesereihe "Mit gespitzten Ohren" ging in die nächste Runde

(11.08.2015)

Am 07. August kamen 14 Einschüler der Kita Regenbogen aus Wusterhausen mit ihren Erzieherinnen Frau Scheibner und Frau Elend, um der Geschichte "Tuppi Schleife und die drei Grobiane" zu lauschen. Vorgetragen wurde diese von der ehrenamtlichen Vorlesepatin Astrid Peschel.

Zu dieser Veranstaltung kamen sogar noch 2 kleine Jungen mit ihrer Mama, die zurzeit auf dem Campingplatz Wusterhausen Urlaub machen. Im Anschluss an die Veranstaltung bekam jedes Kind noch eine Süßigkeit, und sie konnten im Buchbestand stöbern.

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Pippi Langstrumpf ist 70 Jahre alt geworden!

(08.07.2015)

„Hey - Pippi Langstrumpf
trallari trallahey tralla hoppsasa
Hey - Pippi Langstrumpf,
die macht, was ihr gefällt.“

Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf ist gerade 70 Jahre alt geworden!
Zur Feier des Jahres hat die AG Leseclub der Astrid-Lindgren-Grundschule diese Wand gestaltet.
„Wir fühlen uns in der Bibliothek pudelwohl und bedanken uns für die tolle Zusammenarbeit. Nach den Sommerferien sind wir wieder hier- und wenn Ihr noch nie einen „Spunk“ gesehen habt, lohnt es sich, nochmal vorbeizukommen…"

Eure Lese-AG, seit 02/2015 unter der Leitung von Tina SonnenHerz,
bis 01/2015 unter der Leitung von Bianca Müller

Foto zu Meldung: Pippi Langstrumpf ist 70 Jahre alt geworden!

Vorlesereihe „Mit gespitzten Ohren“ am 3. Juli 2015

(06.07.2015)

Zum vierten Mal in diesem Jahr besuchten Kitakinder der Gemeinde Wusterhausen die Vorlesereihe „Mit gespitzten Ohren“. Diesmal kam wieder Vorlesepatin Erika Lugauer zu Besuch und stellte den Kindern der Kita Am Markt die einfühlsame Geschichte „Wuschelbär" von Irina Korschunow vor.  Die Kinderbuchabteilung war mit den Lieblingssachen von Wuschelbär dekoriert, einem Kuschelkissen und einer Tasse.  Zwei kleine Bären, ein brauner und ein weißer, waren zu sehen, denn um sie geht es in diesem Buch.

Benjamin und sein brauner Wuschelbär sind unzertrennlich. Eines Tages jedoch fischt Benjamin einen weißen Bär aus dem Wasser. Er wird Wuschelbärs Bruder. Doch er möchte kein Brüderchen haben und mag den weißen Bären nicht. Und vor allem möchte er Benjamin mit niemandem teilen. Also beschließt er, wegzulaufen und geht in den Wald. Doch nach einiger Zeit bekommt er Angst – und vor allem Heimweh. Schließlich kehrt Wuschelbär, nachdem er einige Gefahren bestehen musste, wieder  nach Hause zu Benjamin.

In der Geschichte geht es  um Eifersucht, die sich oft unter Geschwistern einstellt. Es wird in diesem wundervollen und anrührenden Buch von den Nöten und Freuden eines Kinderlebens, von Ängsten und Gefühlen erzählt.

Die 7 Mädchen und Jungen waren sehr aufmerksam und fieberten mit dem kleinen Wuschelbär mit. Zum Abschied sang die Gruppe mit ihrer Erzieherin Frau Klöß ein Lied. Für kleine Naschkatzen gab es Gummibärchen – überreicht von Frau Lugauer. Es war ein erlebnisreicher Vormittag mit Vorlesen, Singen, Tanzen und Entdecken.

Ein ganz besonderes Dankeschön an Frau Lugauer, die es wunderbar verstand, die Kinder auf dieses  Leseabenteuer mitzunehmen.

 

Kerstin Jonas, Marianne Golde

Foto zu Meldung: Vorlesereihe „Mit gespitzten Ohren“ am 3. Juli 2015

Ulf-Miehe-Lesung und Gedenktafel-Enthüllung am 10. Mai 2015 im Alten Laden des Herbst’schen Hauses

(18.05.2015)

Seit dem 10. Mai 2015 – einen Tag vor dem 75. Geburtstag von Ulf Miehe, der 1940 in Wusterhausen/Dosse geboren wurde  – gibt es eine Gedenktafel im Vorraum der Bibliothek im Herbst’schen Haus Am Markt 3 in Wusterhausen/Dosse. Er war ein deutscher Schriftsteller, Drehbuchautor, Übersetzer und Filmregisseur, den  die Erinnerung an seine Geburtsstadt nie losließ. Neben seinem ersten Prosawerk „Die Zeit in W und anderswo“ von 1968 stieg sein Bekanntheitsgrad durch die Krimis „Ich hab’ noch einen Toten in Berlin“ (1973), „Puma“ (1976) und „Lilli Berlin“ (1981). Er wirkte  als Drehbuchautor bei den Reihen „Tatort“ und „Der Fahnder“ mit, führte selbst Regie in einigen Filmen und erlebte den größten Erfolg mit seinem ersten Kinofilm „John Glückstadt“ nach einer Storm-Novelle.  Für diesen Film wurde er 1975 auf der Berlinale als Nachwuchsregisseur ausgezeichnet und erhielt das Filmband in Gold.

Der später in Berlin, Westfalen und München lebende Autor starb im Jahre 1989 im Alter von 49 Jahren.

 

Die Umsetzung der Idee einer Gedenktafel-Installation hat die Gemeinde der großen Unterstützung des Bürgermeisters Roman Blank, des Kulturvereinsmitglieds Rosemarie Blank sowie der Grafikerin Barbara Wolff zu verdanken. Sie standen von Anfang an mit Rat und Tat dahinter, auf diese Weise Ulf Miehe als einen „Sohn Wusterhausens“ besonders zu würdigen. Die von Barbara Wolff gestaltete Gedenktafel enthält neben biografischen Angaben eine Passage aus dem Buch „Die Zeit in W und anderswo“.  

 

„Die ersten fünf Jahre seines Lebens hatte er in W gelebt, einer Kleinstadt, die von Fremden eher für ein Dorf gehalten wurde, obwohl der lebhafte Autoverkehr – eine wichtige Verbindungsstraße zwischen Hamburg und Berlin führte durch den Ort – W etwas Hektisches, Städtisches verlieh; die Einwohner nahmen teil am lärmenden Treiben der Welt, hörten Motorengeräusch, Autotüren klappten, die Fahrer machten eine Pause, zehn Minuten, um einen Kaffee zu trinken.“ (In: „Die Zeit in W und anderswo“ 1968)

Die Erinnerungstafel wurde im Beisein von etwa 60 Besuchern von Ulf Miehes Frau  Angelika und Bürgermeister Roman Blank enthüllt. Vorher gab es ein kurzweiliges Programm über Leben und Werk des Autors sowie Lesungen aus seinen Büchern. Es wurde von der ehemaligen Bibliotheksleiterin Marianne Golde gestaltet und moderiert.  Die Szenen aus den Büchern und einige bisher unveröffentlichte Wusterhausen-Gedichte lasen ausdrucksvoll die Schauspielerin Claudia Stricker und der Schauspieler Claudius Drewin. Bei den Recherchearbeiten zum Krimi „Lilli Berlin“ 1978 war Miehes Cousin Lutz Schindelhauer in Ost-Berlin dabei. Das Publikum verfolgte interessiert  seine Ausführungen über diesen Spaziergang. Einige Plätze und Begegnungen mit Menschen sind im Buch wiederzufinden. Das Programm wurde technisch begleitet von Helmut Klohs. Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas präsentierte eine informative Ausstellung mit den Büchern Miehes, seinen Herausgeber- und Übersetzerwerken, den bisher unveröffentlichten Wusterhausen-Gedichten und Songtexten für Esther Ofarim sowie einigen Fotos aus Kinder- und Jugendjahren. Vieles, was erzählt und gezeigt werden konnte, hatte Angelika Miehe seit 2004 der Bibliothek und dem Wegemuseum zukommen lassen. Mit netten Gesprächen bei einem Gläschen Wein, Snacks, Kaffee und Kuchen endete die Veranstaltung. Dieses feine Buffet ist von einigen Frauen des Kulturvereins vorbereitet worden.

Bleibt der Wunsch, dass die Gedenktafel zukünftig Einheimische und Touristen an den in Wusterhausen geborenen Autor und Regisseur  erinnert und seine Bücher, deren Schauplatz oft Wusterhausen ist, gern gelesen werden. Im Klappentext der Neuauflage  „Lilli Berlin“ vom Rotbuch-Verlag Berlin heißt es:

 

„Ich schreibe für Publikum. Leuten, die dieses Buch gekauft haben, soll es schwer werden,

es wieder wegzulegen, bevor sie es zu Ende gelesen haben.“

 

Angelika Miehe sagte: „Ich bin erfreut über das große Interesse der Wusterhausener und Touristen an der Lesung und der Erinnerungstafel.“   Gern signierte sie für einige Besucher die Bücher „Lilli Berlin“ und „Puma“.

 

Marianne Golde

(Mitglied des Fördervereins der Bibliotheken im Landkreis OPR und des Kulturvereins Wusterhausen e.V.)

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Vorlesereihe „Mit gespitzten Ohren“ am 8. Mai 2015

(18.05.2015)

Diesmal gestaltete zum ersten Mal die ehrenamtliche Vorlesepatin Renate Dannenberg die Lesestunde. Sie  las für die Kinder der Kita Regenbogen aus dem Buch „Wuschelbär" von Irina Korschunow und hatte mehrere Teddys mitgebracht, um auf die Geschichte einzustimmen.  Worum geht es in diesem Buch?

Benjamin und Wuschelbär sind unzertrennlich. Eines Tages jedoch fischt Benjamin einen weißen Bär aus dem Wasser. Er wird Wuschelbärs Bruder. Doch er möchte kein Brüderchen haben und mag den weißen Bären nicht. Und vor allem möchte er Benjamin mit niemandem teilen. Also beschließt er, wegzulaufen und geht in den Wald. Doch nach einiger Zeit bekommt er Angst – und vor allem Heimweh. Schließlich kehrt Wuschelbär, nachdem er einige Gefahren bestehen musste, wieder  nach Hause zu Benjamin.

In der Geschichte geht es also um Eifersucht, die sich oft unter Geschwistern einstellt. Es wird in diesem wundervollen und anrührenden Buch von den Nöten und Freuden eines Kinderlebens, von Ängsten und Gefühlen erzählt.

Die 12 Mädchen und Jungen waren sehr aufmerksam und fieberten mit dem kleinen Wuschelbär mit. Frau Dannenberg verstand es ausgezeichnet, die Kinder für dieses sensible Thema zu interessieren und mit ihnen darüber zu sprechen.  Der  Bärentanz war eine gelungene Abwechslung und bereitete den Kindern viel Spaß. Für kleine Gaumenfreuden sorgten Gummibärchen. Zum Schluss war noch genügend Zeit,  in den Regalen der Kinderbuchabteilung nach „Lieblingsbüchern“ zu stöbern.

Ein ganz besonderes Dankeschön seitens der Bibliothek an Frau Dannenberg, die diese Lesestunde mit so vielen Aktionen rund ums Buch bereicherte.

 

Tobias Kahler

Bibliotheksmitarbeiter

 

(Co-Autorin: Marianne Golde)

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Vorlesereihe „Mit gespitzten Ohren“

(27.03.2015)

Am Freitagvormittag besuchten die Kinder der Kita "Am Markt" die Bibliothek Wusterhausen. Im Rahmen der Vorlesereihe „Mit gespitzten Ohren“ las Vorlesepatin Erika Lugauer aus dem Buch „Das Osterküken" von Géraldine Elschner vor.

Die  Geschichte erzählt von einem eigensinnigen Küken, das genau am Ostersonntag auf die Welt kommen wollte. Hilda, die liebevolle Henne, macht sich Sorgen. 21 Tagen waren vorbei und das Küken war noch immer nicht geschlüpft.

Wann ist Ostern? Mal im März, dann wieder im April: Das Datum ändert sich jedes Jahr. Warum eigentlich? Hilda will es wissen und so macht sie sich auf, das Geheimnis zu lüften.

Nach der Geschichte überraschten die Jungen und Mädchen die Vorleserin und die Bibliotheksmitarbeiter mit Oster- und Frühlingsliedern.

Sogar die Kleinsten der Gruppe trällerten textsicher mit. Ganz toll –  und dafür einen lieben Dank an die Kinder.
Zum Schluss gab es noch eine kleine Überraschung. Der Osterhase hatte am Morgen bunte Eier und Schokohäschen im Innenhof des Herbst’schen Hauses verloren, und diese Sachen suchten die Mädchen und Jungen eifrig.

 

Kerstin Jonas

Bibliotheksleiterin Wusterhausen

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Eher fröhlich als traurig Die Autorin Christl Damerow las im Wusterhausener Literatur-Café aus ihrem Buch „Bittersüßer Nachtschatten“

(19.03.2015)

„Bittersüßer Nachtschatten“ hat Christl Damerow aus Krangen ihre zweite Buchveröffentlichung genannt. Am Mittwoch las sie im Wusterhausener Literatur-Café im „Alten Laden“ daraus vor. Zu den Zuhörern zählten viele Lehrerinnen – kein Wunder, die Autorin hat ebenfalls diesen Beruf ausgeübt. 1951 in Waren geboren und aufgewachsen, kehrte sie nach dem Studium an der Greifswalder Universität als Pädagogin in ihre Heimatstadt zurück. Später zog sie nach Neuruppin und unterrichtete dort bis zu ihrem Ruhestand Französisch, Englisch und Geschichte. Ihr Erstlingswerk ist das Kinderbuch „Die Biberbande jagt den KR“.

Die 24 Kurzgeschichten, die nun in dem Band „Bittersüßer Nachtschatten“ vereint sind, hat die Autorin in drei Rubriken aufgeteilt: Kriminal-, Liebes- und Lebensgeschichten. Sie alle würden sich durch einen überraschenden Schluss auszeichnen, verriet Damerow vor Beginn ihrer Lesung. Sie stellte außerdem klar, dass sie nicht autobiografisch schreibe. Allerdings würden durchaus eigene Erfahrungen und Begebenheiten in die Geschichten einfließen. „Das lässt sich bei einem gewissen Alter nicht vermeiden, weil man schon zu viel erlebt hat“, erklärte Christl Damerow. 

Was die Autorin vorliest, entscheidet sie meistens unmittelbar vor den Veranstaltungen, wenn sie ihr Publikum in Augenschein genommen hat. In Wusterhausen meinte sie: „Bei Ihnen ist mehr Fröhlichkeit als Trauer angesagt, habe ich im Gefühl.“ Zum Lachen war die Geschichte „Das Seniorenprogramm“ in der die Autorin erzählt, wie sie vor Ruheständlern liest. Wegen eines fehlenden Mikrofons hört anscheinend nur eine Gruppe der Anwesenden aufmerksam zu und applaudiert zum Schluss artig -  die höflichen polnischen Gäste, die kein Wort verstanden hatten. Dass der Wolf aus dem Rotköpfchen-Märchen durchaus auch in Gestalt eines psychotischen Sparkassenangestellten daher kommen kann, erfuhren die Zuhörer aus einer vorgetragenen Kriminalgeschichte. Deren Schluss überraschte Krimifans allerdings nicht unbedingt. Die Erzählungen von Christl Damerwow sind gut konstruiert, mit einem Spannungsbogen, der sich immer schließt. Deshalb kommen Liebhaber von kurzweiligen, launigen Geschichten auf ihre Kosten.

 

 

Renate Zunke

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Vorlesereihe "Mit gespitzten Ohren" - Tschüss, kleines Muffelmonster

(09.03.2015)

Die erste Lesung in diesem Jahr in der Vorlesereihe „Mit gespitzten Ohren“, die normalerweise von Vorlesepaten der Bibliothek gestaltet wird, startete diesmal Schulpraktikantin Lisa-Marie Nehrung. Sie hatte das Kinderbuch

Tschüss, kleines Muffelmonster“ von Julia Boehme ausgewählt, von dem die 12 Kinder der Kita Regenbogen und ihre Erzieher begeistert waren.

 

Schlechte Laune –  welches Kind kennt so etwas nicht? Und welche Möglichkeiten gibt es, sie zu vertreiben? In dem Kinderbuch wird dies wunderbar beschrieben:

Moritz entdeckt eines Morgens ein motzendes Muffelmonster in seinem Zimmer. Es ist schlecht gelaunt. MÄCHTIG schlecht gelaunt! Ganz klar, dass sich Moritz etwas Tolles ausdenken muss, um die schlechte Laune zu vertreiben – und das muffelige Monster am besten gleich mit!

 

Einige Kinder berichteten sogar über ihr eigenes „kleines Monster“. Das witzig und lebendig gestaltete Buch ist also bestens geeignet, um über dieses Thema zu sprechen – und das ohne erhobenen Zeigefinger!

 

Mit einem Kuscheltiger und sauren Gummibärchen nahm Schulpraktikantin Lisa-Marie die Kinder mit auf ein spannendes Leseabenteuer, bei dem sie die außergewöhnliche Freundschaft zwischen Moritz und dem kleinen Muffelmonster kennenlernten.

 

 

Kerstin Jonas

Bibliotheksleierin Wusterhausen

Goldener Rahmen mit Sprung im Glas

(20.02.2015)

Wolfgang Hörmann beleuchtete im Literatur-Café das zerrissene Leben des weltbekannten Autoren Hans Fallada

 

Für Literaturfreunde ist der Alte Laden des Herbst`schen Hauses inzwischen eine feste Adresse geworden. Auch beim ersten Treff dieses Jahres waren im Literatur-Café wieder alle Tische besetzt. Sich vorher anzumelden sei ratsam, so Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas.

Mit einem Vortrag über das Leben des Schriftstellers Hans Fallada eröffnete am vergangenen Mittwoch Wolfgang Hörmann den Reigen der diesjährigen Lesungen. Der ehemalige Kyritzer Redaktionsleiter der MAZ ist seit 18 Jahren Mitglied der Hans-Fallada-Gesellschaft, beschäftigt sich  intensiv mit dem Werk und dem Leben des grandiosen Erzählers, der eigentlich Rudolf Ditzen hieß.

Dessen Persönlichkeit war sehr widersprüchlich. Das stellte Hörmann auch gleich zu Beginn seines Vortrages symbolhaft dar. So zeigte er ein Bild des Schriftstellers im beschädigten Rahmen, weswegen er es eigentlich wegwerfen wollte. Doch dann sei ihm bewusst geworden, dass genau der goldene Rahmen des Bildes, mit Sprung im Glas, das zerrissene Leben von Fallada symbolisiere. Der hielt sein Leben oft selbst kaum aus, denn es war gezeichnet von einem ausgeprägten Suchtverhalten,  Aufenthalten in Gefängnissen, in psychiatrischen Kliniken und Heilstätten für Nerven- und Gemütskranke. Schon mit 18 Jahren hatte er eine Veranlagung zur Schwermütigkeit.

Den pessimistischen Phasen folgten die manischen. Es waren die sehr schreibintensiven Zeiten. So verfasste Fallada, zum Beispiel „Jeder stirbt für sich allein“,  die 700 Seiten starke Geschichte über den Nazi-Widerstand eines Berliner Ehepaares, in der Rekordzeit von nur vier Wochen. Die Zuhörer erfuhren vom Vortragenden weitere interessante Details aus dem widersprüchlichen Leben des Autors, so zum Beispiel, dass Fallada bewusst lernte, „wie die kleinen Leute ticken“. Dessen Schicksale waren bekanntermaßen die Themen vieler seiner Werke. Im Buch „Kleiner Mann - was nun?“, ist als Suse seine erste Frau Anna  Margarete geborene Issel verewigt. Der weltbekannte Roman wurde in 14 Sprachen übersetzt und sofort verfilmt. Auch dass Fallada in Gefängniszeiten ein mustergültiger Häftling gewesen sei - und Mitgefangene bespitzelte, war zu erfahren. Hörmann zitierte Fallada: „Ich muss so leben. Stärkere mögen Helden sein. Ich habe nur das Talent zu einem kleinen Feigling.“ Auch in der Nazizeit hätte der Autor nicht zum Widerständler getaugt, sondern sich lieber in die innere Emigration zurück gezogen. Doch unpolitische Bücher zu schreiben, so wie Fallada es plante, das funktioniert nicht, bemerkte Hörmann. Die Zeit, in der der Autor als Lokalredakteur und Anzeigenwerber arbeitete, findet sich in dem Buch „Bauern, Bonzen und Bomben“ wieder. Vergessen sollte man auch nicht die vielen zauberhaften Geschichten für Kinder. Wer erinnert sich nicht gern an Hoppelpoppel, die Geschichten aus der Murkelei oder Fridolin, den frechen Dachs. Hans Fallada, der 1947 starb, hat  ein bemerkenswertes Werk hinterlassen. Und das zählt, nicht, dass bei ihm Genie und Wahnsinn eng beieinander lagen. Sich mit seinen Büchern intensiver zu beschäftigen, vielleicht das Hans-Fallada-Museum in Carwitz zu besuchen, dazu hat der Vortrag von Wolfgang  Hörmann angeregt. Er las zum Schluss die Geschichte „Das Groß-Stankmal“ vor. Beschrieben wird hier das Parteiengezänk in einer deutschen Kleinstadt. Die Zuhörer konnten feststellen: Falladas Werk hat nichts an Aktualität eingebüßt.

 

Renate Zunke

Foto zu Meldung: Goldener Rahmen mit Sprung im Glas

Vorlesewettbewerb der 6. Klassen in der Bibliothek Wusterhausen – spannender als ein Krimi

(10.12.2014)

Seit 1994 beteiligt sich die Wusterhausener Bibliothek am bundesweiten Vorlesewettbewerb der 6. Klassen, der seit 1959 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels durchgeführt wird.

Auch der 21. Vorlesewettbewerb in Wusterhausen am 8. Dezember 2014 war wieder eine runde und vor allem spannende Geschichte. Mancher mag sich wundern: schon der 21. Wettbewerb und immer noch spannend?

Und wie: Spannender als manch ein Krimi.

Spannend war es für die 5 Kandidaten, die um die Teilnahme an der nächsten Runde auf Kreisebene wetteiferten, und natürlich für ihre über 20 Fans aus den 5. Klassen der Astrid-Lindgren-Grundschule.

Ob die von den Kandidaten selbst gewählten Texte oder der fremde Text, ausgesucht von der Bibliotheksleiterin Frau Jonas – alles wurde souverän vorgetragen.

Spannend wurde es auch für die Jury, den Besten herauszufinden. Gute Lesetechnik und gute Textauswahl konnte man wohl allen Teilnehmern bescheinigen.  Deshalb wurden noch weitere Kriterien beachtet wie Interpretation, also Blickkontakt zum Publikum, aber auch der Aspekt, ob es den Vorlesern gelungen ist, die Zuhörer zu fesseln.

Es hätten gut und gerne  zusätzliche Punkte vergeben werden können. David Bothe hatte ein Buch, das aus der Feder seines Großvaters stammt, vorgetragen:  Pluspunkt für die spannende Geschichte. Linda Henkel behielt bei ihrem Vortag ihre Zuhörer im Blick: Pluspunkt für den Blickkontakt.

Jacob Werblows Plus war seine besondere Stimme, die seinem Lesebeitrag eine ganz  besondere Note verlieh. Lea-Maria Gellhorn punktete mit der Auswahl des Bestsellers „Harry Potter und der Stein der Weisen“ und Chantal Schmidt mit „Gregs Tagebuch“.

Spannend war die Entscheidung der Jury. Ausgewählt wurde nach langer Debatte Jacob Werblow. Er wird die Schule Wusterhausen nun  beim Kreisentscheid in Neuruppin im Februar 2015 vertreten.

Was sagte der Sieger: „Eigentlich wollte ich mich ja jetzt auf Weihnachten vorbereiten. Aber na ja, nun muss ich eben noch üben.“ Daran merkt man: den richtigen Wusterhausener macht so ein Sieg doch nicht „wuschig“.

Die Jurorin Frau Lugauer zitierte zum Abschluss Martin Anderson Nexö: „Ein Buch ist stärker als zehn Pferde.“ Dem haben zumindest die „Vorlesekinder“ sofort zugestimmt.

 

Rosemarie Blank

Foto zu Meldung: Vorlesewettbewerb der 6. Klassen in der Bibliothek Wusterhausen  –  spannender als ein Krimi

Breit gefächerter Bilderbogen: Gina Mayer las zum Abschluss der diesjährigen literarischen Veranstaltungsreihe in Wusterhausen

(05.12.2014)

Der 19. Literarische Bilderbogen  ist Geschichte. Am Donnerstagabend ging im Wusterhausener Bootshaus die letzte Lesung dieses Jahres mit der Autorin Gina Mayer über die Bühne. Die Resonanz war auch in diesem Jahr wieder groß. Etwa 1400 Leute besuchten die insgesamt 13 Veranstaltungen. Dazu kamen neun Lesungen für Kinder mit 500 Beteiligten. Bei sechs Bibliotheksfesten vergnügten sich etwa 800 Mädchen und Jungen. Am Kreativwettbewerb mit    12 Workshops beteiligten sich 150 Kinder. So hat sich das Bibliotheksfest in Fehrbellin zum Beispiel mittlerweile zu einem Stadtfest für groß und klein etabliert.

Geschrieben vom Medienzentrum des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, den öffentlichen Bibliotheken,  war  der Literarische Bilderbogen von Anfang an eine Erfolgsgeschichte.  „Es gibt keinen Anlass, beim 20. Bilderbogen am Konzept etwas zu ändern“, sagt Organisatorin Karin Kloke, Chefin des kreislichen Medienzentrums. Obwohl es inzwischen ein Stammpublikum gibt, ziehen die breit gefächerten Lesungen immer wieder neue Interessierte an. So kamen zur Veranstaltung  mit Andreas Eschbach (Der Jesus-Deal) auffällig viele junge Leute nach Neuruppin. Puhdys-Frontmann Dieter Birr zog dagegen die mittlere und ältere Generation nach Heiligengrabe. In der Regel sind Frauen beim Bilderbogen in der Mehrzahl, so in Kyritz bei der Lesung mit Amelie Fried und in Neustadt mit Gaby Hauptmann. Nach Rheinsberg, wo  Sportkommentator Bela Rethy  zu Gast war, lockte es dagegen vor allem das männliche Geschlecht. Dass Fernsehpopularität zählt, bewies die Veranstaltung mit Jutta Speidel und Bruno Maccallini in Fehrbellin, die von fast 300 Leuten besucht wurde. Die  Lesung mit  Simone Panteleit in Freyenstein wertet Karin Kloke  als sehr gelungen, weil „es eine gute Kombination zwischen Wissensvermittlung und Unterhaltung war.“

Unterhaltsam war auch der Donnerstagabend im Wusterhausener Bootshaus, wo Autorin Gina Mayer aus ihrem Roman „Leonore und ihre Töchter“ las. In der  Familiensaga, getragen von Liebe, Selbstbestimmung und Schicksal, sind die schlechten Arbeitsbedingungen in einer Baumwollspinnerei während der Anfangszeiten der industriellen Revolution in Deutschland das Thema.

Bereits am Vormittag hatte Gina Mayer in Wusterhausen und Walsleben  Fünftklässlern ihren Jugendkrimi „Die Schattenbande legt los“ vorgestellt. Das Buch verfasste sie gemeinsam mit Frank Maria Reifenberg. Dass sie die Vielseitigkeit liebt, daraus macht die Autorin keinen Hehl. „Doch man muss sich für ein Genres entscheiden“, sagte sie in Wusterhausen: „Für Erwachsene schreibe ich deshalb nur noch historische Romane, Krimis und  Zeitgenössisches für Kinder und Jugendliche“. Die ehemalige Webetexterin ist sehr produktiv, verfasst ihre Bücher mit Spaß und Lust. Sie würde diszipliniert jeden Tag arbeiten, gründlich recherchieren und immer pünktlich ihre Manuskripte abgegeben,  verriet sie ihrem Publikum. Historischen Romanen widmet sich die 50-jährige Autorin auch deshalb, weil sie glaubt „ dass man die Vergangenheit kennen muss, um die Gegenwart zu verstehen“.

 

Renate Zunke

Foto zu Meldung: Breit gefächerter Bilderbogen: Gina Mayer las zum Abschluss der diesjährigen literarischen Veranstaltungsreihe in Wusterhausen

2. Projekttag mit einer Gruppe der Kita Regenbogen zum Buch „Pippilothek??? Eine Bibliothek wirkt Wunder“ am 26. November 2014 in der Bibliothek Wusterhausen

(05.12.2014)

Diesmal besuchten die Mädchen und Jungen – einige waren verkleidet mit einem roten Pullover und mit ihren selbst ausgemalten Fuchsketten – die Kinderbuchabteilung der Bibliothek.

Was hatten die Kinder von der Geschichte „Pippilothek???“ verinnerlicht? In einem Quiz mit kniffligen Fragen rund ums Buch ging es darum, sich nochmals intensiv mit den Rollen von Maus, Fuchs und Huhn zu beschäftigen. Ganz nebenbei lernten sie vieles über die Wusterhausener Bibliothek kennen.

Dann wurde es besonders spannend: Einige Kinder suchten die mit einem Fuchslesezeichen gekennzeichneten TING-Bücher aus den Regalen heraus, die anderen rüsteten sich mit einem TING-Stift aus. Zuvor wurde den Kindern ausführlich erläutert, wie sie die Bücher mit den Stiften „zum Klingen“ bringen können. Begeistert und äußerst geschickt entdeckten sie nun selbst die „sprechenden Bücher“ mit all ihren Möglichkeiten: sie hörten Geschichten, einzelne Wörter, Geräusche, Lieder und konnten sogar Aufgaben lösen.

Die digitalen Bücher sollen nicht das Vorlesen ersetzen, aber sie sind eine gute Ergänzung, schon die Jüngsten an Bücher heranzuführen.

Um den Bewegungsdrang der Kinder zu stillen, wurden noch kleine Wettspiele rund ums Buch durchgeführt.

Wer kann mehrere Bücher – ohne dass sie herunterfallen –  auf dem Arm tragend wie der Fuchs an ein Ziel bringen? Es gelang den Kindern  hervorragend, und es machte ihnen sichtlich Spaß.

 

Zum Abschluss überreichte Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas jedem Kind ein mit dem Lesefuchs bedrucktes

T-Shirt, das Buch „Pippilothek???“ in Mini-Ausgabe sowie eine Anmeldekarte der Bibliothek für die Eltern.

Die selbst ausgemalte Fuchskette, die später auch als Lesezeichen genutzt werden kann, enthält auf der Rückseite Informationen für die Eltern und ein Gedicht in Form eines Akrostichons mit  den Anfangsbuchstaben „Lesefuchs“. Das Gedicht haben sich die Vorleserinnen ausgedacht, um für die kleine, aber feine Wusterhausener Bibliothek zu werben.

 

Lernen

Entdecken

Spielen

Eine Geschichte hören

Freunde treffen

Und sogar „sprechende Bücher“ finden

Coole Sachen mit nach

Hause nehmen

Stark: Lesen in der Bibliothek

 

Werden Sie Leser und eröffnen Sie Ihren Kindern die fantastische Welt zwischen den Buchdeckeln mit Büchern aus der Wusterhausener Bibliothek.

 

Zum Abschluss ein ganz besonderes Dankeschön an die Erzieherinnen und Erzieher der Kita Regenbogen für die außerordentlich gute Zusammenarbeit, ohne die ein derart reibungsloser Ablauf der Bibliotheksbesuche nicht vonstattengehen könnte.

 

 

Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas

Marianne Golde und Martina Pelzer  als ehrenamtliche Vorleserinnen und Unterstützer

des Projekts „Lesen macht stark“

Foto zu Meldung: 2. Projekttag mit einer Gruppe der Kita Regenbogen zum Buch „Pippilothek??? Eine Bibliothek wirkt Wunder“ am 26. November 2014 in der Bibliothek Wusterhausen

„Pippilothek??? Eine Bibliothek wirkt Wunder“ – 1. Projekttag für eine Gruppe der Kita Regenbogen am 19.11.2014

(24.11.2014)

 

„Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien“  ist ein Projekt des Deutschen Bibliotheksverbands e.V. in Kooperation mit der Stiftung Digitale Chancen im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Kinder, die nicht richtig lesen lernen, haben später oft schlechtere Chancen in unserer Gesellschaft. Denn Lesen bietet viel mehr als nur den Zugang zu Büchern, es trainiert die Wahrnehmung und das Gedächtnis, fördert die Sprachentwicklung und Kreativität der Kinder, spricht ihre Gefühlswelt an und fordert zu kritischen Nachfragen auf.

 

Bei Vorlesestunden erleben Kinder häufig, wie spannend eine Geschichte sein kann. Um sie auch zu einer selbständigen Beschäftigung mit Büchern zu motivieren, können digitale Medien der Schlüssel sein. Häufig begegnen Kinder diesen schon in jungen Jahren mit sehr großem Interesse.

 

Diese Neugierde möchte die Veranstaltung „Pippilothek??? Eine Bibliothek wirkt Wunder“ für die Leseförderung nutzen.

Über TING-Stifte und -Bücher wird dabei ein spielerischer Zugang zum Lesen geschaffen. Die Kinder können ihre Bücher „zum Klingen“ bringen – unabhängig von der persönlichen Lesefähigkeit.

 

Im Rahmen des Projektes „Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien“ des Deutschen Bibliotheksverbandes haben die Bibliothek in Wusterhausen, die Kita Regenbogen und der Förderverein der öffentlichen Bibliotheken des Landkreises OPR ein lokales Bündnis gegründet, um sich der Leseförderung mit digitalen Medien anzunehmen.

 

In den Jahren 2014 bis 2015 kommen insgesamt drei Kitagruppen, die in jeweils zwei unterschiedlichen Bibliotheksbesuchen mit dem Buch „Pippilothek???“ von Lorenz Pauli und Kathrin Schärer vertraut gemacht werden. Die ehrenamtlichen Vorleserinnen Marianne Golde und Martina Pelzer gestalten ein interessantes und abwechslungsreiches Programm rund um das Buch.

 

Mit ihrer ersten Veranstaltung startete die Bibliothek Wusterhausen am 19.11.2014 im Alten Laden

des Herbst’schen Hauses.

Der Raum wurde von den beiden Vorleserinnen passend zum Buch „Pippilothek???“ geschmückt.

Auf einem Tuch lagen Zauber-Utensilien und versteckt unter Tüchern befanden sich Stofftiere, die in der Geschichte eine Rolle spielen. Somit konnte spannend in die Geschichte eingeführt werden.

Als die Vorleserin das Buch „Pippilothek???“ in die Hand nahm, wurde der Bilderbuchkino-Vorhang geöffnet. Gespannt folgten die Kinder nun der Geschichte:

 

Als die Maus gerade die Abendstille genießt, wird sie von einem Fuchs überrascht. Schnell flieht sie, aber der Fuchs jagt ihr hinterher. Plötzlich stehen die beiden zwischen vielen Regalen, sie sind in einer Bibliothek. Die Maus ist ganz pfiffig und erklärt dem Fuchs, was eine Bibliothek ist. Der Fuchs findet tolle Bücher und möchte immer mehr entdecken. Aber er kann nicht lesen, und ein Huhn, das er eigentlich fressen wollte, kann sich selbst retten, indem es dem Fuchs vorliest. Fuchs, Huhn und Maus werden Freunde und entdecken immer neue Bücher und andere Sachen in der Bibliothek.

Nach einem Gespräch mit den Kindern über die Geschichte erfolgten verschiedene Aktionen rund um das Buch. So wurden einzelne Szenen nachgespielt:

Es gab einen Wettlauf mit Hindernissen, bei dem die Kinder krabbelten, hüpften, schlichen, suchten und zauberten. In Begleitung mit dem Akkordeon lernten die Kinder das Lied „Fuchs und Maus“ (nach Singspiel „Katz und Maus“) kennen. Bei dem anschließenden Bewegungsspiel hatten die Kinder großen Spaß, jeder wollte gern als Fuchs die kleine Maus fangen. Da die Kinder in der zweiten Veranstaltung als kleine neugierige Lesefüchse die Bibliothek besuchen, durften sich alle ein Fuchsbild ausmalen.

Interessiert haben die Kinder sich aus der bereitgestellten Bücherkiste Bilderbuchgeschichten und Sachbilderbücher angeschaut und vorlesen lassen.

Eine Überraschung gab es am Ende: die Tiere Maus, Fuchs und Huhn wurden als hübsch gestaltete Löffeltiere überreicht. Nun können die Kinder jederzeit in ihrer Gruppe die abenteuerliche Geschichte der leselustigen Tiere nachspielen.

 

In der nächsten Woche, am 26.11.2014, treffen sich die Kinder wieder in der Bibliothek, um Neues und Spannendes rund um Bücher und digitale Medien kennenzulernen.

Foto zu Meldung: „Pippilothek??? Eine Bibliothek wirkt Wunder“ – 1. Projekttag für eine Gruppe der Kita Regenbogen am 19.11.2014

Die Bibliothek Wusterhausen machte mit beim Bundesweiten Vorlesetag am 21. November 2014

(24.11.2014)

Er gilt als das größte Vorlesefest Deutschlands: Die Initiatoren DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung möchten Begeisterung für das Lesen und Vorlesen wecken und laden in diesem Jahr bereits zum 11. Mal zum Bundesweiten Vorlesetag ein.

Der Aktionstag folgt der Idee: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen. Im vergangenen Jahr gab es eine Rekordbeteiligung: Über 80.000 Vorleserinnen und Vorleser beteiligten sich am Bundesweiten Vorlesetag, darunter viele Prominente aus Politik, Kultur und Medien.

In der Wusterhausener Bibliothek und im Alten Laden  stellten der Bürgermeister Roman Blank und die ehemalige Deutschlehrerin Erika Lugauer ihre ausgewählten Bücher vor.

Die Flexa-Klasse beschäftigte sich mit dem Thema Mobbing,  das in dem Buch „Sophie wehrt sich“  von Petra Mönter aufgegriffen wird.

Frau Lugauer verstand es wieder, durch gezielte Fragen die Kinder  einzubeziehen und für dieses Thema zu sensibleren.

 

Mit dem Buch „Das wilde Määäh“  von Vanessa Walder konnte Herr Blank die Drittklässler begeistern. Aus dem Blickwinkel eines kleinen schwarzen Schafs, das von Waldtieren entdeckt und großgezogen wird, erzählt die Autorin auf lustige Weise, wie sich dieses Schaf in der Welt einer Wolfsfamilie zurechtfindet.

 

Foto zu Meldung: Die Bibliothek Wusterhausen machte mit beim Bundesweiten Vorlesetag am  21. November 2014

Es wurde gruselig im Alten Laden zum Tag der Bibliotheken

(28.10.2014)

„Gänsehautmärchen“ im Alten Laden des Herbst'schen Hauses in Wusterhausen am 25. Oktober 2014

 

Es ging ziemlich gruselig zu am Samstag im Alten Laden in Wusterhausen. Drei Kerzen flackerten, eine Lampe brannte, ansonsten Dunkelheit, so dass man gerade noch seinen Nebenmann erkennen konnte in dem voll besetzten „Alten Laden“. Da war es gut, dass man im Vorfeld Wein zur Beruhigung erstehen konnte.

Und dann ertönte betörend schöne Harfenmusik und Bettina Beyer alias Tina SonnenHerz begann, die „Gänsehautmärchen“ vorzutragen.

 

Es gab viele unheimliche Todesfälle, Skelette, die wieder zusammengefügt wurden – vorgetragen fast im Flüsterton und dann wieder mit ganz lauter Stimme. Frau Beyer war großartig und alle hingen an ihren Lippen. Zum Glück gingen aber auch die Gänsehautmärchen – wie auch bei normalen Märchen üblich – gut aus. Frau Beyer wurde übrigens im September 2014 in die Gilde der Europäischen Märchengesellschaft e.V. aufgenommen, zu Recht möchte man nach diesem gelungenen Abend sagen.  

 

Begleitet wurden die Märchen mit Harfenmusik von Camilla Pinder, die nicht nur die Harfe virtuos spielte, sondern auch eine Reihe von Liedern sang. Auch die Ballade vom Frauenzimmer Sabinchen und dem Schuhmacher aus Treuenbrietzen war dabei, die sie hinreißend vortrug. Da spritzte auch schon mal das Blut (im Lied).

 

Den Mitarbeitern der Bibliothek und den Helferinnen soll Dank gesagt werden für die tolle Idee, die beiden Künstlerinnen hierher geholt zu haben. Und auch für die Überraschung in der Pause ein Dankeschön: es gab Naschereien in dunkelrot, gelb und schneeweiß, die so recht zur Atmosphäre passten und wunderbar schmeckten.

 

Rosemarie Blank

Foto zu Meldung: Es wurde gruselig im Alten Laden zum Tag der Bibliotheken

Kreativwettbewerb der Bibliothek: Charlie Schenkowitz braucht dringend Hilfe!!

(23.09.2014)

1.September bis 30. September 2014

 

Allein kommt Geschenkemeister Charlie Schenkowitz gegen den akuten Geschenkideenmangel auf der Welt nicht an.

 

Verzweifelt bittet er Euch als kreative Experten um Hilfe.

 

Also, helft Charlie Schenkowitz und nehmt mit euren Kreationen am Wettbewerb teil.

 

Ein kleiner Tipp: Schaut einfach im Buch „Geschenke basteln“ von Anje von Stemm in eurer Bibliothek nach!

 

Das Geschenk gebt ihr dann in der Bibliothek bis zum 30. September 2014 ab.

 

Bitte Name, Anschrift und Alter nicht vergessen.

 

Es warten wieder eine schöne Abschlussfeier (15.Oktober) und tolle Preise auf euch!

Foto zu Meldung: Kreativwettbewerb der Bibliothek: Charlie Schenkowitz braucht dringend Hilfe!!

„Schönes neues Land – Heimat kann süß, sauer bitter oder salzig sein“

(18.09.2014)

Zu einer Lesung mit der Autorin Astrid Hoffmann in der Reihe Literatur-Café

der Wusterhausener Bibliothek am 10. September 2014

 

Theodor Fontane schrieb im 19. Jahrhundert seine „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. Franz Fabian, Gabriele Stave und Gisela Heller – bekannt durch „Märkischer Bilderbogen“ – erkundeten im 20. Jahrhundert das Land Brandenburg.

Jetzt – im 21. Jahrhundert –  ist die Kulturjournalistin und  Autorin Astrid Hoffmann unterwegs, um Land und Leute kennenzulernen. Was sie bisher auf ihren Entdeckungsreisen erlebte, ist in „Wir Potsdamer“, „Zeit zu verschenken“ und in dem neuen Buch „Schönes neues Land – Heimat kann süß, sauer, bitter oder salzig sein“ zu finden. Um Letzteres ging es vor allem bei der Lesung am Mittwochnachmittag im Alten Laden des Herbst‘schen Hauses.

Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas freute sich, mehr als 30 Besucher in der Reihe Literatur-Café begrüßen zu können. Nach einer Plauderei bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen  las  Astrid Hoffmann zunächst aus ihrem Buch „Aufgewachsen in West-Berlin in den 60er und 70er Jahren“.  „Das bietet sich sehr gut an“, sagte die Autorin, „wenn ich danach `Schönes neues Land‘ vorstelle.“

 Gepasst haben die Geschichten vor allem auch deshalb, weil sie an die deutsche Teilung erinnerten – und zwar aus Anlass des 25. Jahrestags des Mauerfalls am 9. November 2014. Bei ihren Geschichten aus dieser Zeit konnte man viel schmunzeln, erinnerten sie doch den einen oder anderen an die eigene Kinder- und Jugendzeit.

Dass Astrid Hoffmann nach 1990 mit ihrer Familie nach Potsdam-Babelsberg gezogen ist, hat einen besonderen Grund: sie liebt Land und Leute im Land Brandenburg, und das spürt der Leser in ihren Kurzgeschichten und Anekdoten, so auch in ihrem neuen Buch „Schönes neues Land“. Hierin „serviert“ sie Geschichten und Geschichtliches über die Orte und Menschen „häppchenweise“, so dass der Leser – möchte er mehr erfahren – selbst auf Entdeckungstour gehen kann.

In ihrem Büchlein schildert sie auch Eindrücke und kleine Episoden von ihren Besuchen in  Wusterhausen, Neustadt (Dosse), Kampehl und Friesack. Was sie sieht, betrachtet sie mit den Augen einer in der Großstadt Geborenen und staunt über Dinge, die Einheimische kaum noch wahrnehmen.

 

„Wusterhausen aber klang nach B 5: … mein Blick fiel auf die Tankstelle und den Kleingärtner neben der Tankstelle, der gelbe Früchte zum Trocknen an die Traufkante seines Hauses gehängt hatte. Auch das hatte ich noch nie gesehen. Es gefiel mir …“

(In: Astrid Hoffmann: Schönes neues Land; Abschnitt „Glück oder Freude“,  Seite 54)

 

Der Literaturnachmittag wird vielen in guter Erinnerung bleiben: eine beeindruckende Lesung mit der sympathischen Autorin Astrid Hoffmann, leckerer selbstgebackener Kuchen, neue Bekanntschaften mit netten Menschen und viele anregende Gespräche.

 

Marianne Golde

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Mit Ritter und Burgfräulein

(08.09.2014)

Nähen, flechten, waschen mit dem Waschbrett, Kräuter sammeln und trocknen, Getreide mörsern, eine Feuerstelle errichten – im Mittelalter musste vieles per Hand gemacht werden. Das haben Mädchen und Jungen der Wusterhausener Astrid-Lindgren-Grundschule beim gestrigen Bibliotheksfest selbst ausprobiert. Sie waren eingeladen zu einem mittelalterlichen Spektakel im Innenhof des Herbst`schen Hauses.

Etwa 80 Kinder der 4. und 5. Klassen vergnügten sich beim Strohsackschubsen, Ringe werfen, Strohpuppen basteln, Ritter- und Burgfräuleinprüfungen. Sogar ein Abgesandter aus der vergangenen Zeit war erschienen. Ritter Ivanhoe gab sich zünftig gerüstet die Ehre. Man konnte den Klängen einer Flötenspielerin lauschen und sich selbst verkleiden.

Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas hatte zur Begrüßung eine kleine Einführung in die Zeit des Mittelalters gegeben. Claudia Stricker vom „vogelfrei-theater“ las eine Rittergeschichte vor.

Keine Mühe hatten die Bibliotheksmitarbeiter und die vielen freiwilligen Helfer gescheut, um für die Kinder das Mittelalter aufleben zu lassen. So glich der Hof einem bunten Handwerksmarkt aus alten Zeiten. In Wusterhausen durfte dabei natürlich das Schustergewerbe nicht fehlen. Staunend  erfuhren die Kinder, dass es mal 98 Schuster in der kleinen Stadt gab. Heute betreibt nur noch die Familie Arndt das Handwerk. Sie war gestern mit einem Stand dabei.

Beim Ritter-Quiz konnten die Mädchen und Jungen ihr Wissen testen. Hilfreich waren da die von der Bibliothek vorsorglich angefertigten Informationstafeln. Und natürlich gab es viele Bücher zum Thema. Die waren auch beim Flohmarkt und auf der  Tauschbörse zu haben. Gut versorgt wurden die Zeitreisenden aus der „Burgküche“. 

 

Renate Zunke

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Ihr Kind kommt in die Schule?

(25.07.2014)

Die Bibliothek Wusterhausen bietet zahlreiche Bücher für Schulanfänger und Ratgeber für Eltern an.

Besonders empfehlenswerte Titel, die ausgeliehen werden können, wurden in einem Bücherverzeichnis (zum Download im Anhang) aufgelistet. Konnten wir Ihr Interesse wecken? Dann freuen wir uns auf Ihren Besuch!

[Download]

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Lesen macht Laune

(21.07.2014)

 

Zur ersten Lesestart-Aktion von Stiftung Lesen in der Wusterhausener Bibliothek am 18.07.2014.

 

In gemütlicher Atmosphäre der Kinderbuchabteilung der Wusterhausener Bibliothek nahmen am vergangenen Freitagnachmittag dreijährige Mädchen und Jungen, ihre größeren Geschwister sowie Eltern und Großeltern Platz. Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas lud innerhalb der Lesestart-Aktion der Stiftung Lesen dazu ein, um schon die Kleinen auf Bücher neugierig zu machen.

 

Noch etwas schüchtern lauschten die Kinder der Geschichte vom Bärenkind Emma, das wegen des kaputten Fernsehers unglücklich war. Was sich die Bären-Eltern auch überlegten, sie konnten ihr Kind für nichts begeistern. Erst als Emma und ihre Mama es sich mit einem Buch gemütlich machten, war die Welt für Emma in Ordnung – ein wunderbares Plädoyer fürs Lesen und Vorlesen.

 

Durch den Einsatz von Stabfiguren gelang es Kerstin Jonas, die Kinder aktiv in die Geschichte einzubeziehen. Danach fanden die 8 Mädchen und Jungen bei den Büchern mit dem gelben Farbstreifen vieles, was interessierte: Märchen, wunderbar illustrierte Kinderbücher und Sachbuchgeschichten. Einige probierten Gesellschaftsspiele aus, so dass die Zeit wie im Flug verging.

 

Im Alten Laden des Herbst’schen Hauses informierte Kerstin Jonas über das Ziel der Lesestart-Aktion und zeigte in einer Ausstellung neue und von der Stiftung Lesen besonders empfohlene Kinderbücher dieser Altersgruppe. Für die kleinen und großen Besucher gab es außerdem eine kleine Stärkung. Einige Eltern nahmen die Gelegenheit wahr, sich als Leser der Bibliothek anzumelden. Zum Schluss erhielten die Kinder einen gelben Stoffbeutel mit dem Kinderbuch „Tschüss, kleines Muffelmonster!“ und Informationsmaterialien für die Erwachsenen.

 

Das Resümee der Eltern: Es war eine rundherum gelungene Leseaktion.

 

Marianne Golde

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"Die Menschen sind lustige Leute" ein literarisch-musikalischer Abend

(26.06.2014)

Ein literarisch-musikalischer Abend erwartete am 21. Juni die ca.70 Besucher zur Mitsommernacht im Wusterhausener  Alten Laden des Herbst'schen Hauses Am Markt 3. Sie wurden  natürlich  nicht enttäuscht. Der in Wusterhausen geborene Klaus Schleiff und seine Ehefrau  Renate Hundertmark  präsentierten Texte u.a. von H. Heine, W. Busch und  P. Ensikat.  Neben „Patriotisches Bettgespräch“  von Kästner,  „Der Klon“ von St. Heym  und „ Episode“ von R. Strahl- also Kabarett vom Feinsten,  verriet uns Schleiff, wie er die Liebe zum Theater entdeckte,  lange bevor er Walzwerker wurde.  In ihrer Begrüßung stellte Christiane Schael,  Kulturvereinsvorsitzende, die beiden Schauspieler vor und wies  auf ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum in einigen Wochen hin. Unter den Gästen waren auch 10 Teilnehmer(innen) eines Klassentreffens, darunter eine Schwester von Klaus Schleiff. Sie machten vor 60 Jahren das Abitur in Neustadt (Dosse)  und wollten sich den Kunstgenuss nicht entgehen lassen. Kleine Gesangseinlagen von Renate Hundertmark  sorgten für gute Stimmung und das gemeinsame Singen des Volksliedes „Leise zieht durch mein Gemüt“ klappte hervorragend. Ein Buffet mit Getränken und Schnittchen sorgte in der Pause für anregende Gespräche. An der Stelle ein herzlicher Dank an Hannelore Schmidt, Marianne Golde, Rotraut Asmus, Helga Schimpke, Ruth Granowski, Edith Thomsen und Bärbel Hartwig. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit von Kulturverein und der Bibliothek statt. Ein Dankeschön gilt auch Helmut Klohs, der für die Technik zuständig war. Die Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas dankte allen Akteuren  vor und hinter der „Kamera“ für den wunderschönen Sommerabend. Zum Abschluss gab es Rosen für die Schauspieler.

 

Bärbel Hartwig

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Wer wird Biblionär?

(12.05.2014)


Am 12. Mai veranstaltete Bibliotheksmitarbeiter Tobias Kahler mit 19 Schülern der 5. Klasse der Astrid-Lindgren-Grundschule Wusterhausen (Lehrerin: Frau Winterle) das Bibliotheksquiz „Wer wird Biblionär“ im Alten Laden des Herbst’schen Hauses.

 

In diesem Quiz, basierend auf der Grundlage von „Wer wird Millionär“, wurden insgesamt 50 Fragen in 5 Runden rund um das Thema Bibliothek gestellt. Pro Runde antwortete ein Kandidat auf die teils recht kniffeligen Fragen. Doch zum Glück hatte er seine Mitschüler als Joker, die ihm hilfreich zur Seite standen. Die 5 Kandidaten bekamen Urkunden, und freudig und mit guten Eindrücken ging die Klasse wieder gen Schule.

Runde 2 zu „Wer wird Biblionär“ wird am 19. Mai mit einer 6. Klasse der Astrid-Lindgren-Grundschule Wusterhausen sich den Fragen des Bibliotheksquiz‘ stellen. Anschließend wird eine Bibliotheksführung mit den Schülern stattfinden.

 

Tobias Kahler

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Bücherflohmarkt und Heimat-Quiz der Bibliothek auf dem Kunstmarkt zur 48-Stunden-Kleeblattregion am 10./11. Mai 2014

(12.05.2014)

Wie viele Ortsteile gibt es in der Gemeinde Wusterhausen/Dosse?

Wo wurde der Orgelbaumeister Albert Hollenbach geboren?

Beim „Heimat-Quiz rund um Wusterhausen/Dosse“ konnten Interessierte in die Geschichte der Region eintauchen.  Für die Beantwortung der Fragen hatte die Bibliothek zahlreiche Bücher und Broschüren bereitgestellt. Am Ende nahmen 8 von 26 Teilnehmern die gesponserten Preise vom Kulturverein, Förderverein der Bibliotheken und Wolfgang Hörmann entgegen: das Buch „Keks oder Kacke“ sowie Gutscheine fürs Wegemuseum und Kino.

Die Bibliothek bedankt sich bei den freundlichen Spendern.

Ein Dankeschön gilt auch den fleißigen Helfern, die den Bücherflohmarkt betreuten und an unsere Bücherfee Linda, die mit einem kleinen Gedicht von Theophil Dombrowski  viele Berliner begrüßte.

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„Mit gespitzten Ohren“ am 9. Mai 2014

(09.05.2014)

Ob bei Oma Eierschecke in der Kaffeestraße, am Schwanenteich, wo Emil Zahnlücke eingebrochen ist oder im Tierpark, wo die uralte Linde umgefallen ist oder woanders in der Stadt: Löschmeister Wasserhose und seine Feuerwehrleute sind zur Stelle. Immer, wenn sich die Feuerwehrmänner nach ihrer verantwortungsvollen Arbeit wieder um den großen Holztisch versammelt haben, um endlich ihren Kaffee zu trinken und ihre Stulle zu essen, klingelt wieder das Telefon…

Das herzerfrischend witzige Kinderbuch „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“ von Gerhard Holtz-Baumert erfreut auch heute noch die Kinder. Einiges muss  erklärt werden, denn wer heizt schon noch mit Kohlen? Oma Eierschecke!

Die lebendig gestalteten Illustrationen von Gerhard Lahr  machen das Bilderbuch besonders reizvoll.

Nicht nur die zwei Kindergruppen der Kita Regenbogen, sondern auch die beiden Vorlesepaten Bärbel Hartwig und Marianne Golde hatten ihre Freude an dieser Geschichte.

Viele sachbezogene Kinderbücher zum Thema Feuerwehr lagen bereit und konnten nach der Lesung angeschaut werden.

Eine spielerische Bibliotheksführung hatte Premiere: Es wurden 2 Gruppen mit je 5 Kindern gebildet, die Bücher, Spiele und CDs aus den Regalen suchen mussten. Am Ende sollte alles wieder an den richtigen Platz gestellt werden. Lesezeichen aus Holz, die die Kinder schon von anderen Bibliotheksbesuchen kennen, waren eine gute Hilfe.  So werden sich die Kinder bald immer besser in der Bibliothek zurechtfinden.

 

Marianne Golde

Foto zu Meldung: „Mit gespitzten Ohren“ am 9. Mai 2014

Vorlesereihe "Mit gespitzten Ohren" fand zum 5. Mal statt

(29.04.2014)

Bereits zum fünften Mal wurde eine Lesung innerhalb der Lesereihe der Bibliothek Wusterhausen „Mit gespitzten Ohren“ durchgeführt. Ehrenamtliche Vorleserin war diesmal Rotraut Asmus. Sie las die Geschichte „Kim kann stark sein“ von Elisabeth Zöller, und 10 Kinder aus der Kita „Am Markt“ hörten aufmerksam zu, wie Kim lernt, sich gegenüber anderen Kindern durchzusetzen und ihr Selbstbewusstsein stärkt.  Die Problematik des Buches passte auch haargenau, denn in der Kita steht auch das Thema Mutigsein auf dem Programm.
Anschließend konnten die Kinder noch im Bestand der Kinderbibliothek stöbern. Dabei wurden Bücher zu den Themen Fahrzeuge und Dinosaurier gern angesehen, aber auch Märchenbücher und Bilderbücher fanden großen Anklang, und Brettspiele wurden ausprobiert.

 

Tobias Kahler (Bibliotheksmitarbeiter)

Lesung aus den „Känguru-Chroniken“ und „Lumia“ zum Welttag des Buches

(25.04.2014)

Der Schauspieler und Autor Claudius Drewin war am 25. April 2014 auf Einladung der Bibliothek zu Gast im Alten Laden des Herbst'schen Hauses in seinem Heimatort Wusterhausen. Anlässlich des Welttages des Buches las er aus den „Känguru-Chroniken“ des Literaten Marc-Uwe Kling. Die humoristischen und satirischen Dialoge zwischen dem vorwitzigen Känguru und einem freischaffenden Künstler trug Drewin professionell und brillant vor. Die oftmals komischen Episoden und Drewins besondere Vortragsweise sorgten für manchen Lacher bei den etwa 60 Zuhörern.

Nach einstündigem Programm war Zeit für Gespräche bei einem Glas Wein. Diese Pause nutzte so mancher Besucher, um  bei den Buchhändlerinnen der Buchhandlung Steffen aus Kyritz  ein Buch oder Hörbuch des Literaten Marc-Uwe Kling zu kaufen.

Im letzten Teil des Programms stellte Claudius Drewin seinen Fantasy-Roman "Lumia" vor,  den er gemeinsam mit der Co-Autorin Pia Lahti verfasste. Die Reihe Lumia soll am Ende fünf Bände umfassen. Aus dem ersten Buch „Die dunkle Verschwörung", das bisher als E-Book vorliegt, präsentierte er eine Passage.

Die sechzehnjährige Fiona wird entführt in das Land Lumia. Mit dröhnendem Kopf erwacht sie in einem dunklen Verlies, aus dem sie jedoch auf wundersame Weise entkommen kann. Sie  irrt durch die dunklen Gänge, gehetzt von Bären, sprechenden Echsen und machthungrigen Kobolden. Sie wollen etwas, das nur Fiona besitzt: eine geheime Kraft. Fionas Flucht führt sie durch die sagenhafte Welt Lumias, einer Welt mit goldenem Himmel und faszinierenden Wesen. Ein Stück dieser abenteuerlichen Reise präsentierte Drewin dem Publikum.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Lukas Sabionski (Klavier), Agnes Bothe (Querflöte, Klavier) und Christopher Bothe (Klavier). Der Schauspieler Claudius Drewin, die  jungen Musiker und  Bücherfee Laura Pelzer erhielten für ihre Darbietungen am Ende viel Applaus.

 

Tobias Kahler (Bibliotheksmitarbeiter)

Marianne Golde (Mitglied des Fördervereins der Bibliotheken im Landkreis OPR)

Foto zu Meldung: Lesung aus den „Känguru-Chroniken“ und „Lumia“ zum Welttag des Buches

Vorlesestunde „Mit gespitzten Ohren“ Vom faulen Mädchen“ und „Mog, der vergessliche Kater“

(14.03.2014)

 

Eine Katze, ein Tisch und ein Stuhl gehen des Nachts auf Wanderschaft.  Auf dem Kalenderblatt für den Monat März der Künstlerin Katrin Mason Brown ist dieses Bild zu sehen.

Warum die Katze und die anderen Gegenstände davonlaufen,  konnten Kinder der Kita Regenbogen am Freitagvormittag erfahren. Vorlesepatin Marianne Golde las und erzählte das tschechische Märchen “Das faule Mädchen“.  Die faule, böse Grete hatte zu rein gar nichts Lust. Sie hielt in ihrer mit Stroh bedeckten Hütte keine Ordnung, wusch sich nicht, schlug ihre Katze Mieze und ließ sie hungern.

Da entschloss sich Mieze, das faule Mädchen zu verlassen, und mit ihr zogen der Waschtrog, das Fass, Tisch, Stühle, Becher, Teller, Messer, Gabeln, der alte, kurzatmige Schrank, das Bett, die Kissen – kurzum, alle Gegenstände, die ihr gehörten. Zum Schluss erhob sich  die Hütte über Grete hinweg. Als das Mädchen am nächsten Morgen aufwachte und sich streckte, flohen auch noch ihre Pantoffel, auf denen sie gelegen hatte. Sie machten sich ebenfalls eilig aus dem Staub, denn Grete rannte ihnen schnell hinterher. Die Hasen und die anderen Tiere des Waldes staunten sehr über diesen seltsamen Wettlauf. Wie aus dem faulen, bösen Mädchen mit Hilfe der Katze Mieze ein fleißiges, ordentliches und liebenswertes Mädchen wurde, wird in dem herrlich bebilderten Märchen erzählt.

 

Um Mog, einen vergesslichen Kater, der aber eigentlich ganz lieb ist, ging es anschließend in der Geschichte von Judith Kerr. Schulpraktikantin Mathilda Schroeder hatte zuvor diese wunderbare Geschichte bei ihrem Bruder Albert erprobt, der sie cool und spannend fand. Auch die zweite Kindergartengruppe war von der Geschichte angetan. Es ging also um Kater Mog, der so vergesslich war, dass er manchmal gar nicht mehr wusste, dass er längst Abendrot gegessen hatte oder vergaß, dass er doch gar nicht fliegen kann. Aber am allerschlimmsten war es, wenn er seine Katzenklappe nicht fand, um in sein Haus zu kommen. Doch eines Nachts, als er wieder einmal draußen bleiben musste, überrascht er einen Einbrecher…

Eine wunderbare Geschichte, die Mathilda den Kindern spannend vorlas und nahebrachte.

Anschließend  stöberten die Kinder in den Bücherregalen und fanden vieles,  was ihnen gefiel.

Bei den Jungs standen die Dino-Bücher hoch  im Kurs. Ein Junge staunte und sagte immer wieder:

„Hier gibt es  so viele tolle Bücher!“.

 

Wenn den Erzieherinnen der Kitas in Lögow oder Nackel eine der Geschichten besonders gefällt, können sie einen Termin für eine Lesung in der Bibliothek absprechen und mit ihren Gruppen einen Ausflug nach Wusterhausen unternehmen.

Als weitere Vorlesepaten haben sich neben Marianne Golde bisher Rotraut Asmus, Erika Lugauer und Bärbel Hartwig gefunden.

Wer hat noch Interesse, Kindern vorzulesen?  Dann melden Sie sich in der Bibliothek und werden auch Vorlesepate!

Über weitere Buchtipps für Vorschulkinder informiert die Bibliothek auf ihrer Internetseite!

Auch Eltern können gern mit ihren Kindern die Bibliothek besuchen und sich Bücher und viele andere Medien für ihre Sprösslinge ausleihen.

 

Marianne Golde

Foto zu Meldung: Vorlesestunde „Mit gespitzten Ohren“ Vom faulen Mädchen“ und „Mog, der vergessliche Kater“

Literatur-Café: Die kleine Stadt, die sie liebte

(26.02.2014)

Christel Weimar bot Lyrik von Eva Strittmatter mit musikalischer Begleitung von Christa Eggert

 

Ein volles Haus bescherte der Wusterhausener Bibliothek die Einladung zum ersten Literatur-Café in diesem Jahr. Um die 70 Interessierte kamen am Mittwochnachmittag in den „Alten Laden“ des Wegemuseums, ein Zeichen dafür, dass sich diese Reihe zunehmender Beliebtheit erfreut. Nach Kaffee und leckerem Kuchen bot die Rezitatorin Christel Weimar aus Neuruppin unter dem Titel „Poesie und andere Nebendinge“ Lyrik von Eva Strittmatter, musikalisch untermalt von Christa Eggert aus Klein-Schönhagen (Gemeinde Gumtow).

 

Die 1930 geborene und 2011 verstorbene Eva Strittmatter hat mit ihren Gedichten treffend und poesievoll ausgedrückt, was Frauen bewegt, ihr Lebensgefühl versinnbildlicht. Deshalb waren wohl auch das weibliche Geschlecht bei dieser Veranstaltung sehr zahlreich vertreten. Generationen von Frauen haben mit den Gedichten der Strittmatter, gerade zu DDR-Zeiten, den Alltag bewältigt, Kraft aus dieser Lyrik geschöpft, deren sprachliche Schönheit natürlich auch die Männer anspricht. Denn mit ihrer Sprache formte Eva Strittmatter Landschaften, Pflanzen, Tiere, die Farben der Jahreszeiten, machte sie zu berührenden Sinnbildern. „Sie hat die Welt der Mark mit ihren Worten materialisiert“ , sagte Christel Weimar. Dank ihrer gekonnten und einfühlsamen Rezitation gingen die Gedichte der Strittmatter unter die Haut.

 

 „Roter Rotdorn meiner Kindheit, Straßenbaum der kleinen Stadt, die ich liebte, die mich liebte, die mich aufgezogen hat“, beschreibt sie in dem Gedicht „Rotdorn“ liebevoll ihre  Geburtsstadt Neuruppin. Hier lebte sie bis zum Abitur. Ihr späteres, nicht unproblematisches Leben mit dem viele Jahre älteren Schriftsteller Erwin Strittmatter in Schulzenhof (Landkreis Oberhavel), hat sie erst nach dessen Tod 1994 literarisch verarbeitet. Bestes Beispiel dafür ist das Gedicht „Freiheit“. Hier heißt es: „Hab nicht mehr das Herz, dich zu verlassen, ich habe mein Leben an dich verspielt“. Was wohl von Eva Strittmatter bleiben wird, hat sie selbst einst so formuliert: „Vier Söhne, zwei oder drei Gedichte“. Hier irrte  sie. Es bleiben mit Sicherheit sehr viel mehr Gedichte. Eine Rekordauflage ihrer Werke mit mehr als 2 Millionen Exemplaren spricht da Bände.

Christel Weimar traf für das Literatur-Cafe eine gekonnte Auswahl. Gekonnt war auch die musikalische Untermalung durch Christa Eggert. Das musikalische Allround-Talent hatte dafür das Saxophon ausgewählt. Ansonsten kann sie auch Klavier, Akkordeon, Flöte, Maultrommel und mehr bieten. Unbefangen und mit viel Spiellust greift die Hobby-Musikerin zu den Instrumenten, wissen ihre Sangesfreunde im Kyritzer Stadtchor. Ihre musikalischen Stücke, unter anderem  von Dvorak und Chopin sowie Volkslieder unterstrichen eindrucksvoll die Aussagekraft der Lyrik. Und gerade diese Mischung aus Sprache und Musik machte den Nachmittag im Literatur-Cafe zu einem Genuss.

 

Von Renate Zunke

 

Schauspieler zu Gast

 

Zur nächsten literarischen Veranstaltung lädt die Wusterhausener Bibliothek für Freitag, 25. April, um 19.30 Uhr in den „Alten Laden“ ein. Zu Gast ist Claudius Drewin. Er liest aus den Kängeru - Chroniken des Literaten und Kabarettisten Marc-Uwe Kling.

 

Claudius Drewin ist Schauspieler. Der gebürtige Wusterhausener lebt in Berlin. Im „Alten Laden“ des Herbst`schen Hauses hatte er Anfang 2013 aus dem von ihm geschriebenen Fantasy-Roman „Lumia“ vorgelesen. 

 

 

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„Mit gespitzten Ohren“

(31.01.2014)
Start für eine neue Vorlesereihe für Kinder in der Bibliothek Wusterhausen am 27.01.2014
 
Die Vorlesereihe „Mit gespitzten Ohren“ wurde von Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas für Kinder der Vorschulgruppen und ihre Erzieher der Kita „Regenbogen“ gestartet.  Diese Vorlesestunden, die künftig in regelmäßigen Abständen stattfinden und unter anderem auch von Vorlesepaten gestaltet werden,  sollen bei den Kindern Freude und Spaß beim Geschichtenhören vermitteln.
 
Und Freude und Spaß hatten die etwa 35 Kinder an diesem Montagvormittag mit den Geschichten und Bildern „Der kleine Angsthase“ und „Wie Putzi einen Pokal gewann“ von der Autorin und Illustratorin Elizabeth Shaw. Kerstin Jonas verstand es, die Kinder zu fesseln und sie geschickt anzuregen, über das Gehörte zu sprechen, nachzuerzählen und auch über eigene Erfahrungen zu berichten, zum Beispiel zum Thema Angst. Mit einem Bewegungslied wurde die Konzentration wachgehalten und der Bewegungsdrang gestillt.
Danach konnten die Kinder in den Regalen der Kinderabteilung nach Büchern stöbern oder ein Bild malen. Beim Malen griffen sie vor allem die Geschichte vom kleinen Angsthasen auf, die sie besonders berührte.
 
Die Auswahl der Kinderbücher für die Vorlesereihe richtet sich in diesem Jahr vor allem nach einem Kalender, den die Künstlerin Katrin Mason Brown eigens nach beliebten Märchen und Kinderbuch-Klassikern illustrierte und der bereits  in der Bibliothek und in der Kita Regenbogen hängt. Als Geschenk von der Künstlerin wird er nun noch an die Kita Am Markt weitergereicht.
 
„Mit gespitzten Ohren“ können die Kleinen auch neue Bilderbuchgeschichten hören, die entweder durch Spiel- und Bastelangebote, die Arbeit mit Klangkörpern oder Sprachspiele aufgelockert und bereichert werden.
Mit all dem möchte die Bibliothek auch die Eltern  anregen, mit ihren Kindern in der Freizeit die Bibliothek zu besuchen und den Wissensdrang ihrer Sprösslinge  durch die vielfältigen Angebote zu unterstützen. Immerhin hielten viele Mädchen und Jungen Bücher in der Hand, die sie gern nach Hause mitnehmen wollten. Sie werden nun für eine Weile reserviert – vielleicht  erzählen die Kinder ihren Eltern von ihrem Bibliotheksbesuch und von den Büchern, die auf sie warten!
Natürlich können die Erzieher der Kitas in Lögow und Nackel ebenfalls Termine für diese Vorlesereihe mit der Bibliothek absprechen.
 
Marianne Golde
 

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Startschuss für die Online Bibliothek des Landkreises OPR

(22.01.2014)

Ab dem 22. Januar 2014 starten die Bibliotheken des Landkreises OPR die OnlineBibliothek.

Um die Onleihe nutzen zu können, müssen Sie bei einer der teilnehmenden Bibliotheken Benutzer sein.

Die große Auswahl digitaler Medien (E-Books, E-Audios und E-Papers) reicht dabei von Reiseführern über Ratgeber-Literatur, Zeitschriften und Zeitungen bis hin zur Kinderliteratur  und Belletristik für Erwachsene.

 

Die Bibliothek Wusterhausen freut sich, auch unseren LeserInnen diesen neuen Service anbieten zu können.

Rund um die Uhr und von jedem beliebigen Internetterminal, ob von zu Hause oder unterwegs, können Sie auf die digitalen Medien zugreifen, stöbern und diese herunterladen.

Die ausgeliehenen Medien können Sie für eine von der Bibliothek festgesetzten Frist an Ihrem Computer oder auf einem kompatiblen tragbaren Gerät (z.B. E-Book-Reader) beliebig oft nutzen.

Nach Ablauf der Frist erlöschen Ihre Nutzungsrechte, die Datei lässt sich nicht mehr öffnen und steht wieder für die Ausleihe an andere Nutzer zur Verfügung.

Die „Rückgabe“ erfolgt automatisch und es können keine Mahngebühren anfallen.

Auf der Onleihe-Homepage (www.onlinebibliothek-opr.de) können Sie sich ganz einfach mit Ihren Zugangsdaten der Bibliothek Wusterhausen anmelden.

Hierzu benötigen Sie Ihre  Benutzerausweisnummer  und Ihr Passwort (JJJJMMTT).

 

Den Link finden Sie auch dauerhaft unter www.wusterhausen.de -> Leben.

 

 

Folgende Formate werden derzeit in einer Onleihe verwendet:

PDF-Format für eBooks und ePaper

ePub-Format für eBooks

 

Leihfristen:

 

eBook

21 Tage

eAudio

21 Tage

eMagazine

1 Tag

ePaper

1 Stunde

 

 

 

 

 

 

 

Falls Sie Fragen haben, können Sie die HILFE-Funktion nutzen oder sich gerne an die MitarbeiterInnen der Bibliothek wenden.

Tipps und Tricks von Nutzern für Nutzer finden Sie im: userforum.

 

[Flyer]

Foto zu Meldung: Startschuss für die Online Bibliothek des Landkreises OPR

Märchen der Gebrüder Grimm in der Wusterhausener Bibliothek am 17.12.2013 und 14.01.2014

(20.01.2014)

Mit Blick auf das „Grimm-Jahr 2013“ führte Bibliotheksmitarbeiter Tobias Kahler in der Kinderabteilung der Bibliothek Wusterhausen zwei Märchenlesungen durch.
Insgesamt besuchten etwa 40 Kinder der 1. und 2. Klassen der Astrid-Lindgren-Grundschule mit ihren Klassenlehrerinnen Frau Preuß und Frau Gohlke die Bibliothek und lauschten gespannt dem eher unbekannten Märchen „Die weiße Schlange“.
Anschließend hatten die Kinder viel Spaß bei einem Märchenquiz.
Nacheinander durfte sich jedes Kind aus einem großen abgedeckten Korb einen Gegenstand ziehen. Gemeinsam, mit viel Wissen und Fantasie wurde überlegt, wie dieser Gegenstand heißt und in welchem Märchen er eine Rolle spielt. Nicht nur Märchen der Gebrüder Grimm wurden genannt, sondern auch von Hans Christian Andersen und Wilhelm Hauff.
Nach dem Märchenquiz stöberten die Mädchen und Jungen in den Büchern oder erprobten eines der vielen Spiele. Einige Kinder möchten nun selbst Leser der Bibliothek werden.
Sie können dann nicht nur Märchenbücher, sondern Geschichten für Erstleser, sachbezogene Bücher mit beeindruckenden Illustrationen, Hörbücher, Musik-CDs, DVDs und Spiele ausleihen.

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Weihnachtliche Geschichten aus „Der heilige Strohsack“

(22.12.2013)

Mit einem sehr stimmungsvollen Abend, an dem Thom Novotny weihnachtliche Geschichten aus „Der heilige Strohsack“ der Berliner Autorin Patricia Koelle präsentierte, endete am 21. 12.2013 das sehr abwechslungsreiche Veranstaltungsprogramm 2013 im Alten Laden des Herbstschen Hauses, Am Markt 3 in Wusterhausen.

 

Thom Nowotny ist nicht nur seit 2010 in Potsdam als „Casanova in Sanssouci“ zu bewundern, sondern auch als Schauspieler in den unterschiedlichsten Rollen (z.B. im Tatort).

Nun gab er sich die Ehre und brachte zu seiner Lesung gleich noch die Musiker Jens Saleh/Kontrabass und Oliver Bostroem/Gitarre aus Berlin mit.

Trotz seiner Erkältung gestaltete sich der Abend als außerordentlich vergnüglich, wozu neben den besinnlichen Geschichten auch die Begleitung der beiden Musiker unter dem Bandnamen „CIELO E TERRA“ beitrugen.

Der Alte Laden konnte die Besucher gerade so fassen. Und sie kamen nicht nur aus Wusterhausen, sondern aus der gesamten Kleeblattregion.

 

Diese erfolgreiche Veranstaltung sollte deshalb Anregung sein, auch weiterhin neue Wege zu beschreiten und das abwechslungsreiche Angebot der Bibliothek und des Wegemuseums gemeinsam mit dem Kulturverein durch immer wieder neue Highlights zu ergänzen.

 

Ein Dankeschön an die Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas, die wie immer gemeinsam mit ihren Mitarbeitern und Vereinsmitgliedern dafür gesorgt hatte, dass es den Gästen an nichts fehlte.

Das Ambiente stimmte, Glühwein, Tee und weihnachtliches Gebäck wurden gern angenommen.

 

Rosemarie Blank

Foto zu Meldung: Weihnachtliche Geschichten aus „Der heilige Strohsack“

Schulentscheid des bundesweiten Vorlesewettbewerbes der 6. Klassen in der Bibliothek Wusterhausen

(02.12.2013)

Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben. Er wird bereits seit 55 Jahren durchgeführt und rund 600.000 Schülerinnen und Schüler beteiligen sich jedes Jahr.

Das hob die Leiterin der Bibliothek Kerstin Jonas zu Beginn der Veranstaltung in der Bibliothek Wusterhausen hervor.

In diesem Jahr stellten sich Max Joachim Bartel, Michelle Behrendt, Kim Hegermann, Christan Sayferth, Lisa Marie Schröder und Bernadette Voigt von der

Astrid-Lindgren-Grundschule der Jury.

 

Zu ihrer Unterstützung waren eine 5. Klasse und zwei Lehrerinnen mitgekommen, so dass der Alte Laden des Herbst‘ schen Hauses mal wieder gut gefüllt war.

Das Ziel der Vorleser(innen) war klar: Schulsieger des Wettbewerbs in Wusterhausen zu werden, um in der nächste Etappe – am Kreisentscheid – teilnehmen zu können.

Im ersten Teil lasen die Mädchen und Jungen aus ihren Lieblingsbüchern, im zweiten Teil aus einem Buch, das von der Bibliothek ausgesucht wurde.

Der Jury fiel die Entscheidung nicht leicht, denn drei der Vorleser(innen) konnten viele Pluspunkte für sich verbuchen. Als Siegerin wurde dann letztendlich Kim Hegermann gewählt, der es in besonderer Weise gelang, durch ihre Lesetechnik und Textgestaltung die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen.

Wir wünschen Kim von dieser Stelle viel Glück für den Kreisentscheid in Neuruppin im Februar 2014.

 

In der Vergangenheit konnten die Wusterhausener Schüler(innen) schon gute Erfolge beim Vorlesewettbewerb erzielen. Erinnert sei hier an Linda Reimann, Caroline Pelzer und Laura  Pelzer, die vielen Wusterhausenern als „Bücherfee“  bekannt sind.

Ein Dankeschön den Deutschlehrerinnen Birgit Herrmann und Martina Winterle, den  Eltern und der Bibliothek Wusterhausen, die wieder einmal die Kinder motiviert haben, an diesem Vorlesewettbewerb teilzunehmen.

 

Rosemarie Blank

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Bundesweiter Vorlesetag „Große für Kleine“ 2013

(15.11.2013)

Am 15. November 2013 war es wieder so weit: In ganz Deutschland wurde vorgelesen!

In der Kinderbuchabteilung der Bibliothek Wusterhausen/Dosse saßen die Kleinsten aus der Kita „Am Markt“ auf schönen bunten Kissen rund um Bürgermeister Roman Blank.

Er las die einfühlsame Geschichte  „Wuschelbär“ von Irina Korschunow.

 

Im Alten Laden des Herbst'schen Hauses lauschten die Kinder der Kita „Regenbogen“ der früheren Deutschlehrerin Erika Lugauer.

Sie hatte das Buch „Der heimliche Hund“ von Tilde Michels im Gepäck und bereitete ihnen eine vergnügliche Lesestunde.

In der Astrid-Lindgren-Grundschule waren weitere Vorlesepaten in Aktion.

 

Der stellvertretende Bürgermeister Jürgen Gottschalk stellte in einer 4. Klasse Detektivgeschichten aus der Reihe „Kommissar Kugelblitz“ von Ursel Scheffler vor.

In der Parallelklasse las die ehemalige Bibliothekarin Marianne Golde aus Anlass des 50. Jubiläums der Bibliothek aus dem Kinderbuch-Klassiker „Alfons Zitterbacke“ von Gerhard Holtz-Baumert vor.

Sie machte die Mädchen und Jungen neugierig auf die Abenteuer und Erlebnisse des liebenswerten Pechvogels Alfons.

Der bundesweite Vorlesetag feierte in diesem Jahr bereits sein zehnjähriges Jubiläum und ist  Deutschlands größtes Vorlesefest. Die Wusterhausener Bibliothek beteiligt sich seit 2007 regelmäßig daran.

Bei den Kindern soll damit Neugier an Büchern geweckt werden. Aber nicht nur das, sie erfahren das Lesen als eine Selbstverständlichkeit im Leben.

 

Die Mitarbeit interessierter Kinder in der Arbeitsgemeinschaft Leseclub in der Bibliothek – unter jetziger Leitung von Bianca Müller – kann deshalb nicht hoch genug bewertet werden, weil höhere Lesekompetenz letztlich auch Vorbedingung für mehr Bildungschancen bedeutet.

 

Rosemarie Blank

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Gestern vor 50 Jahren wurde die Wusterhausener Bibliothek eröffnet

(14.11.2013)

Topfit und in den besten Jahren

 

Die schmucke Gemeindebibliothek im Herbst'schen Haus von Wusterhausen feiert sich schon seit mehreren Wochen mit gut besuchten literarischen Veranstaltungen. 50. Geburtstag ist schließlich nicht alle Tage.  Da darf man auf die Pauke hauen und sich eine eigene Fotoausstellung gönnen, wie es die Dossestädter tun. Die Fleißarbeit in Rahmen stammt von Marianne Golde, Rosemarie Blank und Kerstin Jonas. Sie spiegelt die Entwicklung wider von einer Einrichtung, die 1963 mit 1600 Büchern begann, bis hin zur heutigen Zeit und einem Wissensspeicher, den 12 000 Medieneinheiten auffüllen. Auf den Fotografien findet man viele bekannte Gesichter, deutlich jüngere freilich. Sie zeigen, dass viele ihrer Bücherstube schon über Jahrzehnte die Treue halten.

Gestern nun erreichte der Marathon zum runden Geburtstag seinen Zieleinlauf. Im rappelvollen Alten Laden Am Markt 3 begrüßte Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen zahlreiche Gäste zur offiziellen Festveranstaltung. Einer der Gratulanten war Ernst Röhl. Der besonders als Eulenspiegel-Autor bekannt gewordene Schriftsteller mit der spitzen Feder las aus seinem Buch "Wörtliche Betäubung" und weiteren Veröffentlichungen. Die vielen Besucher fühlten sich mehr als eine Stunde lang bestens unterhalten. Der 75-Jährige gebürtige Mecklenburger und Wahl-Berliner  pflegt nach wie vor gute Kontakte zur Redaktion des Saire-Magazins, vertreibt sich aber mehr mit Lesungen die Freizeit.

Bis er an den Stehtisch trat, durften Bibliotheksleitung und -verein zahlreiche Glückwünsche entgegen nehmen. Wusterhausens Bürgermeister Roman Blank würdige die Einrichtung  als wichtige Begegnungsstätte, in der das "Miteinander der Menschen" möglich würde.  Dabei seien die Bibliothekarinnen das Beste an jeder Bibliothek. In diesem Sinne wurden jene Frauen lobend erwähnt, die in den vergangenen Jahrzehnten in der Stadt und den Dörfern der heutige Großgemeinde den Weg zum Buch möglich machten.  Zu ihnen gehört auch Marianne Golde. Sie leitete die Bibliothek in der Dossestadt 40 Jahre. Da staunte selbst die junge Bücherfee. Linda Reimann überreichte Rosen und zog die Gewinner beim Jubiläumsquiz. Insgesamt 14 Präsente wurden vergeben.  Den 1. Preis gewann Bärbel Hartwig. Es ist ein Gutschein für den Besuch in "Olafs Werkstatt" in Neustadt.

 

von Wolfgang Hörmann

Quelle MAZ

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Ein Rucksack voller Bücher

(05.11.2013)

Lesestunde mit Martin Klein am 29.10.2013

 

Mit einem Rucksack voller Bücher kam der beliebte Kinder- und Jugendbuchautor Martin Klein am Dienstagvormittag in den Alten Laden des Herbst‘schen Hauses in Wusterhausen/Dosse. Dort warteten die Mädchen und Jungen der 5. Klassen der Astrid-Lindgren-Grundschule, die Lehrerinnen und Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas bereits gespannt auf ihn. Martin Klein stapelte einen riesigen Berg seiner Bücher auf den Tisch und nahm ein kleines Exemplar „Lene und die Pappelplatztiger“ – eine Fußballgeschichte – in die Hand. Er hatte diese Geschichte 1989 geschrieben, und nach der Veröffentlichung im Jahr 1990 wurde dieses Buch ein großer Erfolg. Deshalb dachte er sich weitere Geschichten für Kinder und Jugendliche aus – inzwischen sind etwa 50 Bücher von ihm erschienen.

 

Nachdem er noch einige weitere Titel wie „Jungenspaß und Mädchenpanik“, „Wie ein Baum“, „Mats, der Held des Glücks“ zeigte und kurz über die Bücher erzählte, stellte er das Buch „Rita, das Raubschaf“ vor und las daraus das erste Kapitel. Dabei konnten sich die Kinder und auch die Erwachsenen köstlich amüsieren, denn Martin Klein präsentierte seine Geschichte mit großem schauspielerischem Talent.

Bei der Fragestunde erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass der Autor sein 1983 begonnenes  Sportstudium wegen einer Verletzung abgebrochen hatte. Danach machte er eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner. Von 1986 bis 1993 studierte er Garten- und Landschaftsplanung an der TU Berlin.

Die Kinder waren sehr neugierig und wollten eine Menge von ihm wissen: „Wie lange schreibt man an einem Buch?“, „Welche Hobbies haben Sie?“, „Welche Bücher lesen Sie selbst gern?“ und „Woher nehmen Sie die Inspiration zum Schreiben?“. Martin Klein beantwortete gern, ausführlich und manchmal auch witzig auf die Fragen der Kinder. Zum Schluss signierte er  45 Autogrammkarten.

Es war eine besondere Lesung der Bibliothek anlässlich der deutschlandweiten Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek – Information hat viele Gesichter “, die bei den Kindern  Lust auf Lesen machen sollte.

 

Marianne Golde

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Erotisches im „Alten Laden“

(28.10.2013)

Friederike Möckel trug aus dem „Dekameron“ vor

 

Frivol ging es am Sonnabend im Wusterhausener „Alten Laden“ des Herbst`schen Hauses zu. Anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens hatte die Bibliothek zu einer Lesung aus Giovanni Boccaccios „Dekameron“ geladen.

Die Schauspielerin Friederike Möckel erfreute die etwa 40 Gäste mit einer Auswahl der erotisch-amüsanten Novellen. Dazu gehörte zum Beispiel die Geschichte von Masetto aus Lamporecchio, der sich als Gärtner in einem Frauenkloster stumm stellt. Dessen Nonnen wollen nun alle  um die Wette mit ihm schlafen. Die Geistlichkeit kam auch in den anderen  Geschichten Boccacios oft nicht so gut weg. Deshalb habe die Kirche seinerzeit das Erscheinen des „Dekamerons“ verhindern wollen, erzählte Friederike Möckel eingangs ihren Zuhörern. Die erlebten bei Wein und einem kleinen Imbiss einen unterhaltsamen Abend.

 

Es war die dritte Veranstaltung für Erwachsene, die die Wusterhausener Bibliothek anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens organisiert hatte.

Aus diesem Anlass wird als nächstes für den 13. November zu 14 Uhr in den „Alten Laden“ des Herbst`schen Hauses zu einer Festveranstaltung eingeladen. Zu deren Programm gehört unter anderen ab 15 Uhr eine Lesung mit dem Schriftsteller und Humoristen Ernst Röhl. Er wird Passagen aus seinem Buch „Wörtliche Betäubung“ vortragen.

 

Renate Zunke

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Lesestunde zum 50. Bibliotheks-Geburtstag

(27.09.2013)

Mit Klaviermusik von Victoria Golde wurde am Freitagabend im „Alten Laden“ des Herbst`schen Hauses die Ausstellung „50 Jahre Bibliothek Wusterhausen“ eröffnet. Bürgermeister Roman Blank, Ortsvorsteher Wolfgang Kamphausen, die Chefin des kreislichen Medienzentrums Karin Kloke, ehemalige und jetzige Bibliotheksleiter aus dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin, treue Leser, Partner und Unterstützer der Bibliothek nahmen an dem festlichen Akt teil.

 

Die Ausstellung zeigt auf 41 Schautafeln die Entwicklung der Bibliothek. Ihr Domizil war 1963 Am Markt 6 mit einem Bestand von 1600 Büchern. Heute sind es 12 000 Medien. 1978 konnte in erweiterten Räumen die Stadt- und Zentralbibliothek eingerichtet werden. Von hier aus versorgte man 16 nebenberuflich geleitete Bibliotheken mit Büchern und gab fachliche Unterstützung. Ein besonderes Angebot war 20 Jahre lang die Buchausleihe auf dem Campingplatz. 1994 zog die Bibliothek in ein Gebäude auf dem Schulgelände. Am 1. Juni 2011 erhielt man attraktive Räumlichkeiten im sanierten Herbst`schen Haus am Markt 3. Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas versäumte es nicht, auf die sehr gute Zusammenarbeit mit der Astrid-Lindgren-Schule zu verweisen. So erarbeiteten zum Beispiel Kindern der Arbeitsgemeinschaften „Leseclub“ und „Kunst“ von 2008 bis 2010 das Kinderbuch „Vom Aal mit dem Schal bis Ziege mit der Fliege“. Das Buch entstand in Kooperation von Schule, Bibliothek und der Künstlerin Kathrin Mason Brown. 

 

Bilder, Pressetexte und andere Schriften der Exposition dokumentieren eine Vielzahl von Lesungen, Buchvorstellungen und  literarisch/musikalischen Veranstaltungen für alle Altersgruppen. Zusammengestellt und aufbereitet haben das Material hauptsächlich Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas, ihre langjährige Vorgängerin Marianne Golde und Rosemarie Blank – viel Arbeit für die drei engagierten Frauen.

Die Ausstellung zeigt auch, wie viele prominente Autoren schon im Wusterhausener Büchertempel vor Publikum lasen.

Und Lesen gehörte natürlich zum Programm am Freitagabend. Bücherfee Caroline Pelzer, ihre Schwester Laura, Nicole Zerbin, Bernadette Voigt, Lukas Sabionski, Marianne Golde, Christel Weimar die Autorin Astrid Hoffmann und der Schauspieler Claudius Drewin waren die Programmgestalter. Sie lasen Texte aus Büchern vor – nachdenkliche und humoristische. Danach gab es Zeit für viele gute Gespräche und fachsimpeln vor den Schautafeln.

 

Renate Zunke

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Immer einen Koffer in W

(23.09.2013)

Lesung mit Texten des in Wusterhausen geborenen Ulf Miehe im Alten Laden

 

Es war die zarte, einfühlsame Stimme von Esther Ofarim, die am Mittwoch im Alten Laden des Herbst`schen Hauses zu Beginn der szenischen Lesung „Die Zeit in W und anderswo“ zu hören war. Den meisten der mehr als 50 Zuhörer war die 1941 geborene israelische Sängerin und Schauspielerin bekannt, jedoch nicht, dass einige ihrer Songtexte von dem 1940 in Wusterhausen geborenen Schriftsteller und Regisseur Ulf Miehe stammen. Er wuchs in Westfalen auf, lebte von 1965 bis 1969 als freier Schriftsteller und Regisseur in Westberlin, dann aus Gesundheitsgründen in München, wo er 1989 verstarb. Um ihn ging es in der dritten Veranstaltung des „Literatur-Cafes“, in der Marianne Golde, Bärbel Hartwig und Lukas Sabionski die Akteure waren. Sie lasen ausdrucksstark nunmehr zum zweiten Mal aus Büchern des Autors Miehe, in denen sich Spuren seiner Geburtsstadt Wusterhausen und Umgebung wiederfinden, autobiografische Züge tragen.

Marianne Golde hat sie akribisch recherchiert. Als Bibliotheksleiterin erhielt sie nach der Wende eine Bücherspende aus Hamburg von der Tochter des ehemaligen Wusterhausener Sägewerksbesitzers Meyer. Unter den 700 Büchern befanden sich zwei von Miehe. Und erst im Nachhinein wurde der Bibliothekarin klar, dass die Buchspenderin Miehe gekannt haben muss. Jahre später, als Marianne Golde eine Auswahl Bücher über Berlin für eine Leserin zusammenstellte, stieß sie bewusst auf  den Autoren Ulf Miehe.

In seinen Büchern „Die Zeit in W und anderswo“, „Puma“, „Lilli Berlin“, „Ich hab noch einen Toten in Berlin“ hat er solche Orte wie den einstigen Verlauf der Dosse in Wusterhausen, Straßen, Häuser, Geschäfte aber auch den Neustädter Bahnhof, den Kahlbutz in Kampehl, die Insel im Kyritzer Untersee literarisch verarbeitet. Deren jetziges Schicksal ahnte er im Gedicht „Untersee“ fast unheilvoll voraus, empfanden einige der Zuhörer. Doch die Insel hat Miehe seinerzeit im Winter erlebt, wo sie immer einen verschlossenen und verlassenen Eindruck vermittelte. Sein Cousin Lutz Schindelhauer aus Werder, der mit seiner Frau an der Lesung teilnahm, erinnerte sich an einen Spaziergang mit Miehe 1977 in Berlin. So sei man von der Friedrichstraße bis zum Märchenbrunnen in Friedrichshain gewandert und Miehe hätte sich keinerlei Notizen gemacht. Später sei er, Schindelhauer, überrascht gewesen, dass sich dieser Spaziergang im Roman „Lilli Berlin“ wiederspiegelte.

Die Lesung, eingebettet in das Programm anlässlich des diesjährigen 50jährigen Bestehens der Bibliothek Wusterhausen, vermittelte viel Neues und hat auf jeden Fall Lust auf das Lesen der Miehe-Bücher gemacht.

 

Renate Zunke

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Bibliotheksfest mit dem kleinen Drachen Kokosnuss

(28.08.2013)

Mit dem Bibliotheksfest startete die Wusterhausener Bibliothek gestern Vormittag das Festprogramm anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens. Gut 260 Kinder aus den Kitas und der Grundschule der Gemeinde und auch einige erwachsene Besucher erkundeten dabei am Vormittag den Buchbestand, tobten und bastelten mit dem Spielmobil der Berlin-Brandenburgischen Landjugend, genossen den frischen Kuchen der Wusterhausener Landfrauen und erlebten vor allem, wie „Der kleine Drache Kokosnuss“ um die Welt reiste. Bibliothekarin Kerstin Jonas las aus dem Kinderbuch von Ingo Siegner und der kleine Drache trat sogar höchst persönlich auf – zur Freude der meisten und zum gelinden Schrecken einiger weniger.

Am 13.November 1963 hatte die Bibliothek im Haus Am Markt 6 erstmals ihre Türen geöffnet. 1994 zog sie in den Flachbau an der Schule um und 2011 schließlich ins frisch sanierte „Herbst’sche Haus“ am Markt.

 

In einer Ausstellung wird die Bibliothek ab dem 27.September ausführlich auf ihre Geschichte eingehen. „Wir haben dazu in den vergangenen Monaten die ganzen Chroniken gesichtet“, berichtet Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas, die bei dieser Arbeit maßgeblich von ihrer Vorgängerin Marianne Golde unterstützt wurde. 40 Plakate mit Texten und Fotos zu verschiedenen Themengebieten entstanden – von der „Campingausleihe“ bis zur „Zusammenarbeit mit der Schule“. „Das ist wirklich sehr, sehr umfangreich“, sagt Kerstin Jonas. Für alle Plakate reiche der Raum kaum aus. „Aber wir wollen zeigen, was die Bibliothek in den letzten 50 Jahren gemacht hat. Und wir wollen das feiern.“

Ein Bestandteil dieser Feier ist das große Jubiläumsquiz, das seit gestern in der Bibliothek ausliegt und das sich mit der Geschichte der Einrichtung befasst. Ein Besuch der Ausstellung wird bei der Lösung definitiv hilfreich sein. „Die Besucher haben aber auch die Möglichkeit, selbst in den Chroniken zu blättern“, verspricht Kerstin Jonas. Bis zum 4. November können Lösungsvorschläge eingereicht werden. Zu gewinnen gibt es natürlich Bücher und auch Eintrittskarten für Veranstaltungen. Und von denen hält schon das Bibliotheksjubiläum so einige bereit – vor allem Lesungen vom Kinderbuch über Humor bis Erotik. Höhepunkt dürfte die offizielle Festveranstaltung am 13. November ab 14 Uhr sein.

Bibliothekarin Kerstin Jonas dankt schon jetzt allen, die im Vorfeld am Jubiläumsprogramm mitwirkten. Ganz vorn mit dabei sind der Förderverein der öffentlichen Bibliotheken des Landkreises, der Kulturverein und die Landfrauen Wusterhausen sowie viele einheimische Unternehmen.

                                                  

Von Alexander Beckmann 

MAZ Donnerstag, 29. August 2013

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Aktionen der Bibliothek zur "48-Stunden-Kleeblatt-Aktion" am 4. und 5. Mai 2013

(08.05.2013)

Auch die Wusterhausener Bibliothek im Herbst’schen Haus beteiligte sich mit verschiedenen Angeboten an der Aktion „48-Stunden-Kleeblatt-Region“.
So präsentierte die Gymnasiastin Linda Reimann, verkleidet als Bücherfee, Heimatimpressionen in Lyrik und Prosa. Sie rezitierte das Gedicht "Unser liebes Städtchen" des Heimatmalers- und dichters Theophil Dombrowski aus den 1920er Jahren. Des Weiteren brachte sie Verse von Wilhelm Krüger alias Onkel Willem, einem Wusterhausener Original des 20. Jahrhunderts, zu Gehör. Von dem in Wusterhausen geborenen Autor und Regisseur Ulf Miehe wurden Texte aus Büchern wie „Die Zeit in W und anderswo“, "Lilli Berlin" und "Ich hab noch einen Toten in Berlin" gelesen, in denen der Markt und der Klempowsee beschrieben werden. Die Besucher erfuhren auch über Wusterhausen als Filmstadt.
Ein Bücherflohmarkt lud dazu ein, ausgesonderte Medien zu einem Schnäppchenpreis zu erwerben.
Wolfgang Hörmann las im Alten Laden aus seinem Buch "Keks oder Kacke“, in dem er Geschichten aus seiner Arbeitswelt vorstellte. Bei seiner Premiere hatte er ein aufmerksames und zahlreiches Publikum, und am Ende wechselte so manches Buch seinen Besitzer.
Ein großes Dankeschön gilt den vielen Helfern und Linda Reimann, die gekonnt und charmant die Heimatimpressionen verschiedener Autoren dargeboten hatte.
Mit Führungen durch die Bibliothek, einer Lesung und dem Bücherflohmarkt verzeichnete die Bibliothek an beiden Tagen insgesamt 300 Besucher.
In den nächsten Wochen und Monaten wird es zahlreiche Veranstaltungen der Bibliothek aus Anlass des 50. Jubiläums der Bibliothek am 13. November geben, unter anderem auch eine Ausstellung "50 Jahre Bibliothek Wusterhausen" und ein Quiz für Erwachsene.
        
Kerstin Jonas
Leiterin der Bibliothek Wusterhausen

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Literatur-Café „Märchen von klugen und pfiffigen Frauen“ mit Märchenerzählerin

(06.05.2013)

Tina Beyer am 20. März 2013 im Alten Laden des Herbst’schen Hauses
 
Die erste Veranstaltung der Reihe Literatur-Café in diesem Jahr wurde von der Märchenerzählerin Tina Beyer gestaltet. Mehr als 50 Gäste waren gekommen, um das Programm „Von klugen und pfiffigen Frauen“ zu erleben. Tina Beyer verstand es durch ihre hervorragende Erzählweise,  die Besucher auf eine spannende Reise mitzunehmen.

Neben Märchen der Brüder Grimm, die aus Anlass des Grimm-Jahres 2013 hoch im Kurs stehen, erzählte sie auch Märchen aus anderen Ländern. So schrieb Tina Beyer ins Gästebuch der Bibliothek:
„Wir sind heute auf Lorbeerzweigen und Schierlingsstängeln geritten, haben des Bischofs Wein gekostet und Hühner unseres Herrn verkostet. Mit der Fröschin sind wir nach Italien gereist und mit der Gans davongeflogen.“
Ein wunderbarer Nachmittag mit Literatur und netten Gesprächen bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen.
 
Marianne Golde

Literatur-Café im Alten Laden

(25.04.2013)
Zu einer Lesung in der Reihe Literatur-Café lud die Bibliothek am Mittwoch, dem 24. April 2013, um 14.30 Uhr in den Alten Laden des Herbst´schen Hauses Am Markt 3 in Wusterhausen/Dosse ein. Der in Bantikow lebende Autor Hans Peter Dannenberg trat hier zum ersten Mal mit seinen Büchern „Die sieben Leben des Hannes Huckepohl“ und „Familienbande“, die zwischen 2010 und 2012 entstanden, an die Öffentlichkeit. In dem zuerst genannten Buch geht es um die Freundschaft zwischen einem Bauernjungen und einem jungen Adligen. Die Handlung spielt zwischen dem Siebenjährigen Krieg und dem Einmarsch Napoleons in Preußen im Jahre 1806. Der Held des Buches, Hannes Huckepohl, trotzt  widriger Umstände und kämpft beharrlich um sein Leben.
Der Prolog und das erste Kapitel vermitteln Eindrücke von Bantikow und Umgebung.  Die Geschichten aus „Familienbande“, die stark biografische Züge tragen,  versetzen in die 1960er Jahre. Aus der Sicht des damals Zwölfjährigen werden Gefühle, Erlebnisse und Empfindungen aus dieser Zeit nachgezeichnet. Die vom Autor ausgewählten Geschichten und Textpassagen liest Lukas Sabionski.

Zum Autor: Hans Peter Dannenberg hat seine Wurzeln in Halle an der Saale, wo er 1953 geboren wurde. Im Jahre 1957 zog die Familie nach Westberlin. Nach dem Schulabschluss machte er eine Ausbildung als Koch. In diesem Beruf arbeitete er in den 1970er Jahren in Spanien. Er musste sich beruflich neu orientieren, als sich der Zustand seiner Augen verschlechterte. 1986 bis 1989 erfolgte eine Umschulung zum Verwaltungsfachangestellten in Würzburg. Bis 2002 war Dannenberg als Sachbearbeiter für Sozialwesen im Bezirksamt Tiergarten (heute Bezirksamt Mitte) in Berlin tätig. Seine dortigen Erlebnisse und Erfahrungen sind in zwei Bücher unter dem Titel „Und willst du nicht mein Bruder sein“ eingeflossen, in denen er sich insbesondere dem Thema Mobbing am Arbeitsplatz widmet. Um dem Großstadttrubel zu entfliehen, suchte Dannenberg mit seiner Frau auf dem Lande ein neues Zuhause.  Seine Wahlheimat wurde Bantikow, wo er seit 2012 wohnt.
 
Marianne Golde

Abenteuerland Bibliothek

(13.03.2013)

Mittwoch, 13. März 2013, im Alten Laden des Herbst’schen Hauses

 

Grundschüler der 5. und 6. Klassen der Astrid-Lindgren-Grundschule lasen ihre selbst verfassten

Gedichte unter dem Motto: „Abenteuerland Bibliothek“     

 

 

In der Kunst des Dichtens haben sich im vergangenen Jahr unter dem Motto „Abenteuerland Bibliothek“ Mädchen und Jungen der Astrid-Lindgren-Grundschule Wusterhausen ausprobiert. Dabei entstanden mehr als 80 Gedichte in verschiedenen literarischen Formen, wie unter anderem Akrostichon, Elfchen, Haiku und sogar ein Rap. Bei der Lesung am Mittwochvormittag im Alten Laden des Herbst’schen Hauses brachten etwa 25 Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen ihre selbst verfassten Gedichte zu Gehör. Sie erhielten von Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas Urkunden und Preise als Anerkennung für die bemerkenswerten Leistungen. Mit dabei waren auch die Preisträger aus Wusterhausen, die bereits auf Kreisebene im Rahmen der öffentlichen Bibliotheken des Landkreises OPR ausgezeichnet wurden. Zu der Veranstaltung im Alten Laden kamen zahlreiche

Gäste, unter ihnen Großeltern, ehemalige Deutschlehrerinnen und weitere Interessierte. Die fantasievollen Gedichte, die innerhalb des Deutschunterrichts und bei einem Workshop entstanden, werden in einer Broschüre zusammengefasst und zur Erinnerung an diese Aktion als Leseexemplar für die Schule und die Bibliothek bereitstehen. Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas würdigte das Engagement der Deutschlehrerinnen der Astrid-Lindgren-Schule, die sich gern an den Aktionen der Bibliothek beteiligen und somit immer wieder auf andere Weise fürs Lesen begeistern. Dafür sei an dieser Stelle diesmal besonders der Deutschlehrerin Birgit Herrmann gedankt, die viele Schüler zum Schreiben von Versen anregen konnte.

Ein Dankeschön gilt auch der Sparkasse OPR und dem Förderverein der öffentlichen Bibliotheken

des Landkreises OPR für die Preise, die zur Verfügung gestellt wurden.

Anregungen zum Schreiben von Gedichten und Geschichten gibt das wunderbare Kinderbuch

„Mein Urgroßvater und ich“ von James Krüss, das den Kindern am Ende der Veranstaltung empfohlen wurde.

Nach der etwa einstündigen Lesung eroberten die Schüler die Bibliothek und nahmen Bücher und andere Medien mit nach Hause.

 

Marianne Golde

 

Ein Elfchen (Gedicht mit 11 Wörtern) von Lisa Marie Schröder soll hier für die kreativen Ideen der Kinder stehen.

Bibliothek

das Bücherland                                                       

entdecken wir´s zusammen

komm nimm meine Hand

Abenteuerland

Foto zu Meldung: Abenteuerland Bibliothek

Das Herbst‘sche Haus mit Leben erfüllen

(29.01.2013)

Mehr als 5.000 Besucher verzeichnete die Bibliothek Wusterhausen im vergangenen Jahr – Leser, die sich Bücher, Zeitschriften, DVDs und andere Medien ausliehen, Internetnutzer und Besucher der zahlreichen Veranstaltungen.

Um das Herbst’sche Haus mit Leben zu erfüllen und zum Lesen anzuregen, organisierte die Bibliothek  mit Unterstützung ehrenamtlicher Helfer 50 Veranstaltungen, die von etwa 1065 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen besucht wurden.

 

Im März begann mit dem Eugen-Roth-Programm im Alten Laden eine Lesereihe in den Nachmittagsstunden, umrahmt von Klaviermusik und einer Kaffeetafel. In diesem Jahr wird diese neue Lesereihe als Lesecafé mit unterschiedlichen Themen weitergeführt. Zum Welttag des Buches las der aus Wusterhausen stammende Schauspieler Claudius Drewin aus seinem mit Pia Lathie verfassten Buch „Lumia“.

Die szenische Lesung „Die Zeit in W und anderswo“ aus den Werken von Ulf Miehe stellte erstmals den in Wusterhausen geborenen Autor in den Mittelpunkt. Rund 70 Besucher erlebten das Programm, zu dem die Witwe Angelika Miehe aus Kreuzpullach/München anreiste.  „Weil die Lesung einen großen Zuspruch fand, wird sie im März in der Reihe Lesecafé wiederholt“, berichtet Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas.

 

Die Aktion „Treffpunkt Bibliothek – Information hat viele Gesichter“ im Oktober wurde gemeinsam mit der Aktion „Feuer und Flamme“ des Wegemuseums verbunden. Zum Abschluss dieses Aktionstages brachte der  Buchautor Bernd Donner seine heiteren Geschichten aus dem Berufsalltag als Lehrer unter dem Titel „PISA, Pauker und Pennäler“ zu Gehör.  „So konnten beide Einrichtungen die Kräfte bündeln und mit Unterstützung des Kulturvereins e.V. ein abwechslungsreiches Programm darbieten“, resümiert Kerstin Jonas.

 

Zu den Höhepunkten des Literarischen Bilderbogens zählte die Autorenlesung mit Jörg Nießen, der bereits zum zweiten Mal im Bootshaus für ein volles Haus sorgte. Die Zusammenarbeit mit den Kitas und der Astrid-Lindgren-Grundschule erfolgte in bewährter Form.

So erlebten die 5. Klassen den Schriftsteller Martin Klein, der sein Buch „Jungsspaß und Mädchenpanik“ vorstellte. 

Die Schauspielerin Friederike Möckel  zog mit der Märchenerzählung „Die drei Federn“  Zweitklässler in ihren Bann. Innerhalb der  Berlin-Brandenburgischen Märchentage erzählte Iljana Planke „Märchen & Mythen von Riesen und Zwergen“.

Erstmals präsentierte sich die Märchenerzählerin Tina Sonnenherz alias Tina Beyer. Sie erzählte  russische Märchen, dazu erklang Harfenmusik.                

 

Bibliotheksführungen sind im Programm fest verankert, um die künftigen Leser mit der Klassifikation und den Katalogen vertraut zu machen. Neu im Angebot war die Bibliotheksführung „Wer wird Biblionär“ – ein Quiz rund um Bücher und die Bibliothek insbesondere für die 5. und 6. Klassen.

Unter  dem Motto „Sachbuchexperten gesucht“ lernten die 4. und 5. Klassen anhand der Sachbuchreihen „Was ist was“ und „Sehen, Staunen, Wissen“ die Arbeitsweise mit Sachbüchern kennen.

Am Kreativwettbewerb „Abenteuerland Bibliothek“  der Bibliotheken des Landkreises OPR beteiligten sich Grundschüler der Astrid-Lindgren-Schule mit 60 Einsendungen. Für die verfassten Gedichte  und Verse von Akrostichon über Elfchen bis Rap erhielten sechs Kinder aus Wusterhausen in einer Abschlussveranstaltung in der Bibliothek Wittstock eine Auszeichnung.

Die Veranstaltungen dienen dem Ziel, neue Leser zu gewinnen. 91 Neuanmeldungen gab es im zurückliegenden Jahr, wobei 35 neue Leser zur Altersgruppe der Sechs- bis 17-Jährigen gehörten.

 

Nachdem im Jahre 2010 die Medienausleihe am Computer eingeführt wurde, gibt es in absehbarer Zeit ein neues Angebot: ein Online-Katalog (OPAC) ermöglicht  dann dem Leser, bequem von zu Hause im Bestand der Bibliothek Wusterhausen nach Medien zu recherchieren sowie Vorbestellungen und Verlängerungen vorzunehmen.

Am 13. November 2013 wird das 50. Jubiläum der Bibliothek als hauptamtliche Einrichtung gefeiert.

Eine Feier gab es das letzte Mal 1983, als sie 20 Jahre bestand.

                                                               

Foto zu Meldung: Das Herbst‘sche Haus mit Leben erfüllen

Vorlesewettbewerb im Alten Laden des Herbst'schen Hauses am 6. Dezember 2012

(11.01.2013)

Die 53. Staffel  des bundesweiten Vorlesewettbewerbs der 6. Klassen, initiiert vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, begann mit dem Schuljahr 2012/2013.

Seit 1994 beteiligt sich die Astrid-Lindgren-Grundschule Wusterhausen regelmäßig daran, denn Lesen und Vorlesen nehmen einen großen Stellenwert ein.

Nachdem in den 6. Klassen jedes Kind sein Lieblingsbuch vorstellte und somit die sechs besten Vorleserinnen und Vorleser ermittelt wurden, fanden sich die Klassensieger am 6. Dezember 2012 im Alten Laden des Herbst'schen Hauses ein.

 

Nach einführenden Worten der Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas stellten Jörg und  Lisa Gruhl, Theresa Louis, Anna Pfennig, Sarah Thiel und Philipp Baumann zunächst ihre selbst ausgewählten Bücher vor.  Sie lasen Passagen aus  "Gregs Tagebuch, "Hanni und Nanni",  "Geisterritter", "Warrior Cats", "Neue Pferde, Pferdeglück" und "Die drei ???".

Dieser Teil des Vorlesewettbewerbs wurde mit Bravour gemeistert: Es beeindruckten die kurzen, präzisen Inhaltsangaben zum Buch, die spannenden Textstellen sowie die ausdrucksstarke Vortragsweise. Dafür erhielten sie von den Schülerinnen und  Schülern der 5. Klassen und den weiteren Gästen viel Applaus.

Während sich die Jury (Erika Lugauer, Bärbel Hartwig, Rotraut Asmus, Marianne Golde und Christian Sayferth aus der 5. Klasse) zur Beratung zurückzog, konnten sich alle mit weihnachtlichem Gebäck stärken.

Im zweiten Teil lasen die Mädchen und Jungen einen unbekannten Text. Diesmal fiel die Wahl auf das Buch "Die wilden Hühner und das Glück der Erde" von Cornelia Funke. Auch in dieser Runde bewiesen sie erstaunliche Leseleistungen. Theresa Louis gelang es besonders eindrucksvoll, die Stimmung des Textes interessant und lebendig wiederzugeben. Sie war es dann auch, die zur Schulsiegerin gekürt wurde. Im Februar 2013 darf sie am Kreisentscheid in Neuruppin teilnehmen. Natürlich muss dann ein anderes Buch vorgestellt werden, denn dies zählt zu den Bedingungen des Vorlesewettbewerbs. Theresa verriet, dass sie bereits wieder ein spannendes Buch liest. Für die nächste Stufe des Wettbewerbs wünschen ihr die Jurymitglieder  schon jetzt viel Erfolg. Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas überreichte den Klassensiegern eine Urkunde und einen Lesezeichenkalender. Die Schulsiegerin Theresa  erhielt außerdem noch eine Urkunde und einen Büchergutschein. Christian Sayferth aus der  5. Klasse  meisterte hervorragend seine Aufgabe als Jurymitglied. Auf die Frage, ob er denn im nächsten Jahr beim Vorlesewettbewerb mitmachen wird, kam prompt die Antwort: "Ja, auf jeden Fall!" Die ehemalige Deutschlehrerin Erika Lugauer gab den Kindern noch motivierende Worte fürs Lesen mit auf den Weg.

Eine rundherum gelungene Veranstaltung, die durchaus dazu ermuntern kann, einmal mehr "die Nase ins Buch zu stecken".

 
Marianne Golde

Junge Dichter in der Wusterhausener Bibliothek

(05.10.2012)

Zu einem Schreib-Workshop im Rahmen des Kreativwettbewerbs „Abenteuerland Bibliothek“ lud die Wusterhausener Bibliothek am Dienstag in der ersten Ferienwoche in den Alten Laden des Herbst’schen Hauses ein. Sieben Mädchen und Jungen fanden sich ein, um sich einige Tipps und Anregungen geben zu lassen.  Ein Sprachspiel, Ideenfindung und Kennenlernen verschiedener Gedichtformen stimmten auf das Schreiben ein.  Mit viel Kreativität und Fantasie entstanden Akrostichen, Elfchen, Haikus oder einfache gereimte Verse, die über ein Leseabenteuer erzählen.

Der größte Lohn für ihre Mühe an diesem Vormittag war es, als die jungen Dichter ihre selbst verfassten Gedichte darbieten konnten. Jeder Beitrag wurde mit viel Applaus  ausgezeichnet.

Wer ebenfalls noch am Kreativwettbewerb teilnehmen möchte, kann sich in der Wusterhausener Bibliothek und in den anderen Bibliotheken des Landkreises OPR informieren. Es besteht noch die Möglichkeit, die Gedichte bis Mitte November in der örtlichen Bibliothek oder im Medienzentrum OPR einzureichen.

An dieser Stelle schon einmal ein großes Dankeschön an Sanny Krönert, Lisa Marie Schröder, Linda Wenkel, Sara Michelle Mehls, William Mason Brown, Christian Sayferth und Lukas Zerbin fürs Mitmachen.

 

Marianne Golde  (Leiterin des Schreib-Workshops, ehemals Bibliothekarin der Bibliothek Wusterhausen)

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Zu den Aktionen zum Welttag des Buches 2012 in der Wusterhausener Bibliothek

(03.05.2012)

 

Der Welttag des Buches 2012 war auch für die Bibliothek Wusterhausen ein besonderer Anlass, Kindern und Erwachsenen Bücher näherzubringen. Am 23. April erlebten die 2. Klassen der Astrid-Lindgren-Grundschule das Grimm’sche Märchen „Die drei Federn“. Die Schauspielerin Friederike Möckel begeisterte ihr Publikum durch ihre interaktive Märchenstunde.

Gleich zwei Veranstaltungen gab es am 27. April, die der junge Schauspieler Claudius Drewin, dessen Heimatort Wusterhausen ist, darbot. Den Krimi „Kalle Blomquist“ von Astrid Lindgren machte der junge Künstler durch seine besondere Vortragsweise schmackhaft. Er schlüpfte gekonnt durch stimmlichen Ausdruck in die Rollen von Kalle, Eva-Lotte und Onkel Einar, was den Zuhörern sichtlich Freude bereitete. Weiterhin brachte er eine Geschichte aus dem Buch „Alfons Zitterbacke“ von Gerhard Holtz-Baumert zu Gehör, eine Lieblingslektüre vieler Kinder der 1970er und 1980er Jahre. Dass die Erlebnisse von Alfons Zitterbacke auch heute noch Spaß bereiten war zu merken. Am Ende der Vorlesestunde ließen sich zahlreiche Mädchen und Jungen ein Autogramm von Claudius Drewin geben.

Am Abend fanden sich über 30 Besucher ein, um die Lesung aus dem Buch „Da geht ein Mensch“ von Alexander Granach mitzuerleben. Es ist eine zutiefst warmherzige und berührende, mit nur wenig Fiktion angereicherte Autobiografie des Schauspielers Alexander Granach, der in einer kinderreichen Kleinbauernfamilie im Jahre 1890 in Werbowitz/Galizien geboren wurde.

Der junge Schauspieler Claudius Drewin beeindruckte auch die Erwachsenen durch seine hervorragende und lebendige Vortragsweise. Zum Abschluss des Abends stellte er seinen mit der Autorin Pia Lahti verfassten Fantasy-Roman „Lumia“ vor und erhielt auch hierfür viel Applaus. Lukas Sabionski sorgte für musikalische Unterhaltung am Klavier, so dass für jeden Geschmack etwas dabei war und für viele Besucher der Freitagabend zu einem rundherum kulturellen Genuss wurde.

Die Bibliothek Wusterhausen wirbt zudem durch die besondere Aktion „Lesefreunde“ bis zum

1. Juni 2012 um neue Leser. Jeder Erwachsene, der sich bis zu diesem Zeitpunkt als Benutzer anmeldet, erhält ein Buchgeschenk. Wer demnächst Leser der Bibliothek Wusterhausen wird, kann eintauchen in die wunderbaren, spannenden, humorvollen und nachdenklich stimmenden Geschichten von Siegfried Lenz „Schweigeminute“, Robert Harris „Ghost“, Wladimir Kaminer „Mein deutsches Dschungelbuch“ oder Ildikó von Kürthy „Mondscheintarif“. Darüber hinaus stehen vielfältige weitere Romane und andere Medien (ca. 12.000 Bände) in der Wusterhausener Bibliothek zum Ausleihen bereit. Vorbeischauen lohnt sich!

 

Marianne Golde

(Mitglied des Fördervereins der Bibliotheken des Landkreises OPR)

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"Genau besehen" - Ein literarisch- musikalisches Programm lud zum Verweilen ein

(15.03.2012)

Wieder einmal war der Alte Laden des Herbst’schen Hauses Am Markt 3 in Wusterhausen Anziehungspunkt für eine kulturelle Veranstaltung und wieder wurden alle Plätze gefüllt. So erlebten ca. 60 Interessierte am Mittwoch einen vergnüglichen Nachmittag mit Literatur, Musik und abwechslungsreichen Gesprächen bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen.
„Genau besehen“ – so lautete das Motto des Programms nach dem gleichnamigen Buch von Eugen Roth, dem großen Humoristen und Satiriker. Er hat seine Mitmenschen aufs Genaueste beobachtet, und so haben seine heiteren Verse nichts von ihrer Aktualität verloren. Ob es um Themen wie Kunst, Urlaub, Bekanntschaften, Liebe oder Kinder geht, der Literat macht sich sprachlich pointiert seinen Reim darauf.
Die Kurzgeschichten, Anekdoten und Verse wurden von Marianne Golde und Bärbel Hartwig abwechslungsreich dargeboten. Zur musikalischen Unterhaltung trugen Klavierstücke gespielt von Waltraud Mönck bei.
Für die Akteure war die Lesung in dieser Form eine Premiere. Das Publikum belohnte die Darbietungen mit viel Applaus und brachte den Wunsch nach weiteren Veranstaltungen dieser Art zum Ausdruck. Viele Gäste ließen sich durch die Beiträge anregen, ein Buch des Literaten von der Bücherecke John aus Kyritz, welche mit einem Verkaufstisch vor Ort war, käuflich zu erwerben.
Ein Dankeschön allen fleißigen Helfern und Kuchenbäckerinnen und dem Meister für den guten Ton, Fritz Pfeiffer. Der Ortsvorsteher Wolfgang Kamphausen überraschte in seiner abschließenden Rede mit einem Vers von Eugen Roth und bedankte sich für diese gelungene Veranstaltung.
Das Team vom Herbst'schen Haus bedankt sich natürlich auch bei allen Gästen für das große Interesse an unseren Veranstaltungen und dem positiven Zuspruch.

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Kunst in der Bibliothek

(25.08.2011)

"Ein großer Künstler sieht die Dinge niemals so, wie sie sind. Wenn er sie so sähe, wäre er kein Künstler mehr."

- Oscar Wilde -

 

Kunst und Literatur schließen sich ja bekanntlich nicht aus. Um unsere neuen Räumlichkeiten für unsere Leser noch heimischer zu gestalten, fehlte noch etwas an den Wänden. Bisher blickten sie kahl und einfarbig daher. Was käme da besser in Frage als die Werke regionaler Künstler?

 

Die einladende Sitzecke im Sachbuchbereich erhielt ein abstaktes Werk, welches die Farben der Umgebung sehr gut in sich aufnimmt und wiederspiegelt. Durch die Collagetechnik des Bildes lässt sich für jeden Betrachter noch einiges entdecken. So wird auch dieses Plätzchen der Bibliothek noch attraktiver und lädt zum Verweilen ein.

 

Ein kleines Highlight im Kinderbuchbereich kam ebenfalls hinzu. Ein kleiner Farbkleks an der grünen einfarbigen Wand.

 

Wir freuen uns sehr über beide Bilder und möchten uns recht herzlich bei den Künstlern dieser Werke, Friederike Meintke und Hartmut Behder aus Lögow, bedanken.

 

www.atelier-meintkebehder.de

 

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Roman Blank las zum bundesweiten Vorlesetag in der Bibliothek Wusterhausen

(26.11.2010)

Bereits zum siebten Mal findet der bundesweite Vorlesetag statt. Für die Vorschulkinder der Kita Regenbogen Wusterhausen, der Kita "Am Markt" der Kita "Parkspatzen" aus Nackel und der Kita "Krümelkiste" aus Lögow las heute Roman Blank aus dem Buch "Wuschelbär" von Irina Korschunow vor.

 

Es handelt sich bei "Wuschelbär" um eine Eifersuchtsgeschichte, wie sie viele Kinder selbst erleben. Anhand von dem Jungen Benjamin und zwei Teddybären schildert Irina Korschunow die Gegebenheiten.

 

Die 24 Kinder gesellten sich dicht an den Vorlesenden und hatten dabei sogar eine Aufgabe zu erfüllen. Sie mussten ganz genau zuhören, denn im Anschluss sollten sie die Geschichte anhand der Bilder von Reinhard Michl nacherzählen. Das klappte natürlich auch wunderbar.

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Grusel und Spuk in der Bibliothek

(05.11.2010)

Am Dienstag gestalteten sich die Unterrichtsstunden für die 5. Klasse der Astrid Lidgren Grunschule ein wenig anders als sonst.

 

Die Bibliothek lud im passenden Ambiente zum Gruseln ein.

Zum Aufwärmen wurde von der Bibliotheksleiterin eine Gruselgeschichte vorgetragen. Dann waren die Schüler selbst an der Reihe! Im Vorfeld sollten sie im Unterricht eigene Gespenstergeschichten verfassen, die dann auch vorgestellt werden sollten.

Hier war der Kreativität keine Grenze gesetzt und so reichte es vom unsichtbaren Spukschloss bei Gartow bis hin zum Geist von Elvis Presley.

 

Die Schulklasse hatte ihr eigenes Gruselbuch zusammengestellt. Inklusive aller 21 Geschichten mit Bildern und Inhaltsverzeichnis.

 

Das Team der Bilbiothek möchte sich bei den kreativen Schülern und den Lehrern recht herzlich für die Beiträge an dieser gelungenen Veranstaltung bedanken!

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Von gut gelaunten Gabelböcken

(03.05.2010)

Ein Kinderbuch entsteht an der Astrid-Lindgren-Grundschule Wusterhausen

 

 „Von Aal über Wal bis Ziege“ wird das Kinderbuch heißen, an dem 18 Mädchen und Jungen der 3. und 4. Klassen der Wusterhausener Astrid-Lindgren-Grundschule in ihren Arbeitsgemeinschaften „Leseclub“ und „Kunst“ seit dem Schuljahr 2008 gearbeitet haben. Es handelt sich dabei um ein lustiges Tier-ABC mit Zeichnungen und Reimen für Leseanfänger. Ermöglicht wurde das Projekt durch einen Kooperationsvertrag zwischen Schule, Bibliothek und der Künstlerin Katrin Mason Brown aus Ganzer.

Das Besondere an dem Kinderbuch wird sein, dass es von Kindern für Kinder gemacht ist.

Außerdem werden nicht nur der kleine und der große Buchstabe des Alphabets vorgestellt, sondern es kann auch das Lesen in Silben geübt werden. Deshalb werden die Verse in zwei unterschiedlichen Farben gedruckt, die auf jeder Seite der jeweiligen Grundstimmung angepasst sind. Die Bilder wurden in der AG „Kunst“ unter Leitung von Katrin Mason Brown in zwei Arbeitsphasen angefertigt. Zunächst erlernten die Kinder die Arbeitstechnik Monotypie und schufen "Einmal-Drucke", die den Hintergrund für die Bilder darstellen. Anschließend machten sie sich daran, die von den Mädchen und Jungen der AG „Leseclub“ geschriebenen Reime fantasievoll zu zeichnen. Momentan bearbeitet Katrin Mason Brown Drucke und Zeichnungen am Computer und führt sie zu einzelnen Buchseiten zusammen.

Die zum Teil ungewöhnlichen Tiere wie „Der gut gelaunte Gabelbock bekommt manchmal einen Schock“ oder „Der tapsige Tapir entdeckt im flachen Wasser Briefpapier“ haben sich die Kinder an Hand eines Tierlexikons aus der Bibliothek selbst ausgewählt. Weil ein Tier mit dem Buchstaben „X“ nicht zu finden war, dachte man sich das „Xerxotier“ aus. So reimten dann  zwei Mädchen: „Das x-beinige Xerxotier tanzt eine flotte Samba – und zwar hier“ mit dem Zusatz „Das Xerxotier – das verraten wir – gibt es natürlich nur hier“. Die Kinder beider Arbeitsgruppen haben motiviert und mit viel Spaß ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. Sie stellten aber auch fest, dass manchmal viele Versuche erforderlich sind, um zu einem guten Ergebnis zu kommen. Von den kleinen Künstlern kommt jetzt  immer häufiger die Frage:“ Wann wird denn unser Buch fertig?“

Es soll Anfang Juli in den Druck gehen, doch das erfordert noch weitere finanzielle Unterstützung. Auch im Rahmen der Vernissage „Kunst im Turm“ erhielten die Leiterinnen der Arbeitsgemeinschaften die Möglichkeit,  für das Buchprojekt zu werben. Dabei ist von den Besuchern und Mitgliedern des Kulturvereins eine Spende in Höhe von 50,00 EUR zusammengekommen. Allen bisherigen Unterstützern und freundlichen Spendern sagen die Kinder und ihre Betreuerinnen schon einmal ein herzliches Dankeschön.

 

Marianne Golde (Autorin des Artikels)  und Katrin Mason Brown

(Bibliothekarin i. R. Marianne Golde leitete bis 2009 die AG „Leseclub“ und führt das Projekt momentan ehrenamtlich zu Ende.)

 

Spenden auf das folgende Konto der Sparkasse OPR

Förderverein Astrid-Lindgren-Schule Wusterhausen

Konto: 154 000 3414

BLZ: 160 502 02     

Verwendungszweck: Buchprojekt

sind sehr willkommen.

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Claudius Drewin las "Da geht ein Mensch" von Alexander Granach in der Bibliothek Wusterhausen

(28.04.2009)

Aus Anlass des Welttages des Buches 2009 fand am Freitag in der Wusterhausener Bibliothek eine beeindruckende Lesung statt. Der Schauspieler Claudius Drewin, 1985 in Wusterhausen geboren und dort zur Schule gegangen, stellte den autobiographischen Roman „Da geht ein Mensch“ von Alexander Grachach vor. Es sind die Memoiren des 1890 in Werbowitz/Galizien geborenen Schauspielers, der als 9. Kind einer jüdischen Bäckerfamilie aufwuchs, sich bis nach Berlin durchschlug, um an der Max-Reinhardt-Schauspielschule aufgenommen zu werden. Später gelang Granach eine glänzende Karriere als gefeierter Bühnen -und Stummfilmstar. Mehr als 60 interessierte Zuhörer waren mit großen Erwartungen gekommen und wurden auch nicht enttäuscht, im Gegenteil. Der Künstler verstand es sehr gut, ausgewählte Passagen lebendig und ausdrucksstark zu interpretieren.. Durch seine lockere Art, mit Witz und Humor zog er seine Zuhörer in den Bann, fesselte sie von der ersten bis zur letzten Zeile. Die Besucher sparten nicht mit Beifall. Anschließend stellte sich Claudius Drewin den Fragen. Er konnte sich noch gut an seine Schulzeit in Wusterhausen erinnern. In der 5. und 6. Klasse hatte er bei seiner damaligen Lehrerin Gisela Scheurell Deutschunterricht. Die hatte ihm nach szenischen Lesungen im Unterricht mit auf den Weg gegeben, er könne doch Schauspieler werden. Sie gab ihm später einen Zeitungsausschnitt mit einem Text über eine Theatergruppe in Neuruppin. Dort bewarb sich Claudius und spielte 8 Jahre nebenbei mit. In diesen Jahren festigte sich bei ihm der Wunsch, Schauspieler zu werden. Das Gymnasium in Kyritz beendete er nach der 11. Klasse, als er endlich 18 Jahre war. Er fuhr nach Berlin, bestand die Aufnahmeprüfung und studierte an zwei privaten Schauspielschulen, zuerst Theater- und Synchronsprechen, später Film und Fernsehen. Bibliothekarin Marianne Golde bedankte sich bei dem Künstler mit einem CD-Hörbuch mit Geschichten von Wusterhausener Schülern. Anschließend verkaufte die Bücherecke „R. John“ die Autobiographie Alexander Granachs, die Claudius Drewin zur Erinnerung an die Lesung zum Welttag des Buches signierte. Die Zuhörer können sich gewiss auf weitere interessante Lesungen freuen, denn Claudius Drewin versprach, zu einem späteren Zeitpunkt wieder nach Wusterhausen zu kommen. Aber auch andere Bibliotheken könnten diese Veranstaltung „Da geht ein Mensch“ bei ihm buchen. 


Kontakt:

Claudius Drewin

Tel.: 030/39740720

 

 

Renate Schönfeld

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"Marga, Unkraut vergeht nicht" - Lesung mit Klaus Hoferichter am 4. März 2009 in der Bibliothek Wusterhausen

(09.03.2009) Aus seiner Autobiographie „Marga, Unkraut vergeht nicht“ las Klaus Hoferichter am 4. März 2009 in der Bibliothek Wusterhausen. Mehr als ein Jahrzehnt hatte er die Geschichte seiner Familie zusammengetragen und aufgeschrieben. So erschien im Dezember 2008 sein Buch „Marga, Unkraut vergeht nicht“ im Trafo-Verlag Berlin in der Reihe Autobiographien. Es umfasst 437 Seiten, enthält zahlreiche Familienfotos und Federzeichnungen. Die Geschichte beginnt Anfang der 1920er Jahre und endet 1950 in Wusterhausen, als Klaus Hoferichter gerade erst 14 Jahre war .Während des Zweiten Weltkrieges flüchtete die Familie von Berlin nach Ostpreußen und kam schließlich 1945 in Wusterhausen bei Verwandten unter. Über die Ankunft der Familie mit inzwischen 6 Kindern in Wusterhausen, die Eindrücke und einige besondere Episoden aus der Zeit in Wusterhausen las Klaus Hoferichter fast 1 ½ Stunden vor einem großen und interessierten Publikum. Bei der anschließenden Diskussion ließen einige Zuhörer ihre eigenen Erinnerungen einfließen. Viele der Besucher waren sich einig, dass dem Autor ein einfühlsames, lebendig geschriebenes Buch gelungen ist. Zum Abschluss konnte die Biographie bei der Bücherecke John, die an diesem Abend ebenfalls präsent war, käuflich erworben werden. Davon machten zahlreiche Besucher Gebrauch und sie nutzten die Gelegenheit, sich ihr Exemplar signieren zu lassen. Außerdem steht natürlich das Buch zur Ausleihe in der Bibliothek Wusterhausen bereit. Diese Lesung, die in einer gemütlichen Atmosphäre stattfand, wurde in Zusammenarbeit mit dem Förderverein der öffentlichen Bibliotheken des Landkreises OPR organisiert.

Marianne Golde

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Astrid Deppert - Allerlei Interessantes aus der Welt von Astrid Lindgren

(21.11.2008)

Zu Besuch in der Wusterhausener Bibliothek war am Montag die in Schweden lebende Bibliothekarin Astrid Deppert. Sie führte auf interessante und abwechslungsreiche Weise die Kinder der 4. Klassen in die Welt der bekannten schwedischen Schriftstellerin 
Astrid Lindgren ein und regte somit zur weiteren Beschäftigung mit deren Büchern an. Am 14.11.2008 wäre sie 101 Jahre geworden. Von und über Astrid Lindgren stehen derzeit mehr als 60 Bücher, CDs, DVDs und Kassetten zum Ausleihen in der Bibliothek Wusterhausen bereit.

 

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Vorlesewettbewerb Parole "Lesen" in der Bibliothek Wusterhausen

(13.11.2008)

Unter dem Motto Parole „Lesen“ fand kürzlich ein Vorlesewettbewerb für Grundschüler im Rahmen des Literarischen Bilderbogens in der Bibliothek Wusterhausen statt. Es hatten sich 10 Kinder darauf vorbereitet, ihr Lieblingsbuch vorzustellen. Ein bisschen Aufregung vor Beginn der Vorlesestunde war zu spüren, die sich aber bald legte, nachdem Anne Klocke als Erste mit Bravour ihr Buch „Sheltie und das kleine Fohlen“ von Peter Clover vorstellte. Auf der Hitliste der Lieblingsbücher standen Pferdegeschichten, aber Themen wie Freundschaft, Liebe und Fantasy spielten eine Rolle. So führte Laura Pelzer aus der 6. Klasse die Zuhörer in die Welt von „Harry Potter“ von J. K. Rowling. Mit Spannung verfolgten die Jury 
(4 Erwachsene und 3 Schülerinnen) und der Fanclub die Vorlesekünste der Dritt- bis Sechstklässler. Den Akteuren ist es gelungen, mit Begeisterung die Lieblingsbücher vorzustellen, eine interessante Passage vorzulesen und somit Lust auf Lesen zu machen. Nach etwa 45 Minuten Lesezeit zog sich die Jury zur Auswertung zurück, um die besten Vorleserinnen der einzelnen Jahrgangsstufen zu ermitteln. Es war keine leichte Aufgabe, denn alle hatten sich viel Mühe gegeben. Schließlich konnten sich Ida Salomo (3. Klasse) aus Neustadt, Luisa Schilling (4. Klasse), Linda Reimann (5. Klasse) und Laura Pelzer (6. Klasse) aus Wusterhausen über einen Büchergutschein freuen. Die Leistungen der übrigen Teilnehmerinnen wurden mit kleinen Preisen gewürdigt. Besonders beeindruckten Linda Reimann mit ihrem Buch „Conni und der Neue“ von Julia Boehme und Ida Salomo mit der Geschichte „Hokuspokus in der Hexenschule“. Sie erhalten nun die Möglichkeit, auf der Lieblingsbuchparty am 22. November im Alten Gymnasium Neuruppin nochmals ihre Vorlesekünste unter Beweis zu stellen. Wer dort Sieger wird, hat die Chance, an der Sendung „quergelesen“, die bei dem Fernsehsender KI.KA läuft, teilzunehmen. Aber auch die übrigen Vorleserinnen können gern zur Lieblingsbuchparty kommen, wenn sie sich bis zum 17. November in der Bibliothek Wusterhausen anmelden.


Ein Dankeschön möchten die Leiterinnen der Bibliotheken Wusterhausen und Neustadt den Deutschlehrerinnen und den Eltern aussprechen, welche die Kinder zum Mitmachen der Lieblingsbuchaktion motivierten und sie darauf vorbereiteten. 

Marianne Golde
Bibliothek Wusterhausen