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Metzelthin

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Das Dorf Metzelthin liegt fünf Kilometer südöstlich von Wusterhausen. Es hat eine wechselvolle Geschichte. Bereits 1160 wird ein Marod von Musithin als einer der Ritter und Lehnsvasallen der Grafen von Lindow und Ruppin erwähnt.


In einer Urkunde der Stadt Wusterhausen von 1293 findet „Mutzelthin bzw. Mützelthin“ Erwähnung mit vier Rittergütern. 1541 besaßen es u. a. die von Sandow. Nach dem Landbuch von 1491 wird Metzelthin als zum Lande Wusterhausen gehörig benannt. Mitte des 17. Jahrhunderts werden von Schönermark, von Schütte, von Rike und von Warnstedt als Besitzer genannt. 1724 gehörten die Güter den von Zieten, von Brunn, von Jürgaß und von Fabian. Diese vier Güter werden nach und nach durch Generalleutnant von Kröcher erworben, dann 1763 an von Rathenow verkauft. Bald darauf wieder den Kröchers gehörig, erwerben es 1785 die von Krosigk und schließlich 1797 die von Wartenberg. Der letzte Gutsbesitzer bis 1945 war Herr von Byeren.


Das ehemalige Gutshaus stammt aus dem Jahr 1793 und wurde von der Familie von Krosigk im Stil der Gilly-Schule errichtet. Der zweigeschossige, neunachsige klassizistische Putzbau mit Walmdach strahlt Schlichtheit und Würde aus. Nach 1945 fanden hier Flüchtlinge eine Bleibe. Bis zur Wiedervereinigung bot das Haus etliche Wohnungen, einen Gemeinderaum, Arztzimmer, Kindergarten und diente als Konsumverkaufsstelle. Danach stand es einige Jahre leer. Nach einigen Jahren des Leerstands wurde es 1997 von einem Berliner Ehepaar gekauft und in alter Schönheit restauriert. Das Herrenhaus mit dem zugehörigen Park wurde somit zum Schmuckstück des Dorfes.


Die aus Feldsteinen errichtete Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. Im Dreißigjährigen Krieg verwüstet, erfuhr sie 1698 eine umfangreiche Renovierung, 1710 wurde das Innere der Kirche ausgeputzt, die Decke 1909 erneuert. Von besonderer Bedeutung ist der barocke Kanzelaltar aus dem Jahr 1710. Das einstige Guts- und Bauerndorf hatte bis zur Wiedervereinigung eine Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft. Nach 1990 siedelten sich einige Gewerbetreibende an.


Metzelthin war von 1975 bis zum 2001 als Doppelgemeinde Bückwitz/Metzelthin zusammengeschlossen, gehörte ab dem 1992 zum Amt Wusterhausen und ist seit 2001 als Ortsteil Metzelthin zur Gemeinde Wusterhausen/Dosse zugehörig.

 

In Metzelthin leben 124 Einwohner.