Über 2,1 Mio. Euro für zukunftsweisende Projekte in der Region durch die Lokale Aktionsgruppe Ostprignitz-Ruppin freigegeben
Wusterhausen/Dosse, den 16.06.2026
Ende Mai tagte der Vorstand der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Ostprignitz-Ruppin, um über die Förderung „großer“ Vorhaben aus dem LEADER-Budget zu entscheiden. Alle sieben eingereichten Projekte konnten überzeugen und wurden für eine Förderung ausgewählt. Insgesamt fließen damit mehr als 2,1 Millionen Euro EU-Fördermittel in Projekte in Wusterhausen/Dosse, Walsleben, Lindows Ortsteil Banzendorf und Rheinsberg. Der nächste – und voraussichtlich letzte – Förderaufruf der Förderperiode ist für Mitte Oktober 2026 geplant.
Gemeinsam einen grünen Begegnungsort gestalten
Den ersten Platz im Ranking der ausgewählten Vorhaben belegte das Projekt zur Neugestaltung des Volksgartens in Wusterhausen/Dosse. Mit Unterstützung europäischer Fördermittel entsteht dort ein naturnaher, generationsübergreifender Begegnungsort. Geplant sind eine Neuordnung der Wegeführung, barrierefreie Zugänge sowie vielfältige Aufenthalts-, Spiel- und Bewegungsangebote.
Zu den vorgesehenen Maßnahmen zählen Spielmöglichkeiten für Kinder, Freizeitangebote für Jugendliche, Sitzbereiche mit Seeblick sowie eine neue Slipanlage. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung junger Menschen: Im Rahmen einer Kinder- und Jugendbeteiligung wurden konkrete Wünsche für die Gestaltung des Spielplatzes erarbeitet. So können beispielsweise die gewünschten Bodentrampoline dank der LEADER-Förderung realisiert werden.
Weitere Projekte stärken Gemeinschaft, Bildung und Kultur
Neben dem Volksgarten wurden weitere Projekte vom Vorstand der LAG für eine Förderung ausgewählt. In Wusterhausen/Dosse erhält das Gemeindehaus „Kaland“ eine umfassende Hüllensanierung. Ebenfalls positiv beschieden wurde das vereinseigene Projekt der LAG zur Stärkung von Kunst und Kultur in den Dörfern der Region, das in den kommenden Jahren umgesetzt werden soll.
In Walsleben wird die Grundschule energetisch saniert. Zudem wird die ehemalige Hausmeisterwohnung zu einem Aufenthalts- und Begegnungsort für Schülerinnen und Schüler sowie lokale Gruppen umgestaltet.
Gleich zwei Projekte werden im Lindower Ortsteil Banzendorf realisiert. Ein derzeit leerstehendes Gebäude wird saniert und künftig für Workshops sowie sogenannte „Residencies“ genutzt. Ergänzend dazu begleitet ein weiteres Projekt die Umgestaltung durch verschiedene Workshops. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie mit kreativen Ansätzen und vergleichsweise geringen Mitteln große Wirkung erzielt werden kann.
Auch in Rheinsberg wird ein bedeutendes Vorhaben umgesetzt: Das Haus der Stadtgeschichte erhält eine umfassende Gebäudesanierung. Mit LEADER-Mitteln werden die Innenräume modernisiert und unter anderem ein Aufzug eingebaut.
Nächster Förderaufruf im Herbst 2026
„Nach dem Förderaufruf ist vor dem Förderaufruf“, sagt Regionalmanagerin Maike Herbst vom BÜRO BLAU. Für den Herbst 2026 – voraussichtlich Mitte Oktober – ist der nächste und vermutlich letzte Förderaufruf der aktuellen Förderperiode vorgesehen.
Wie es ab 2028 mit dem LEADER-Programm weitergeht, ist derzeit noch offen. Vor diesem Hintergrund empfiehlt Maike Herbst interessierten Projektträgerinnen und Projektträgern, ihre Vorhaben frühzeitig vorzubereiten und zum kommenden Aufruf einzureichen. „Interessierte können sich schon jetzt gerne an uns wenden. Wir beraten umfassend zu Fördermöglichkeiten und Antragsverfahren“, so Frau Herbst. Förderanfragen können per E-Mail an oder telefonisch unter (030) 63 960 37-17 an Maike Herbst gerichtet werden.
HINTERGRUNDINFORMATION
Bereits seit 2004 arbeitet die Region Ostprignitz-Ruppin mit Partnern aus Wirtschaft und der Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsam die Entwicklung der Region voranzutreiben. Seit 2007 werden hierfür europäische Fördermittel aus dem LEADER-Programm eingesetzt wodurch bereits eine Vielzahl an erfolgreichen Projekten umgesetzt werden konnten.
Was ist LEADER? LEADER ist ein Förderansatz der Europäischen Union, der Menschen in ländlichen Gebieten dabei unterstützt, Projekte zur Entwicklung ihrer Region umzusetzen. Wörtlich verbirgt sich hinter der Abkürzung LEADER "Liaison Entre Actions de Dévelopement de l'Économie Rurale", zu Deutsch: "Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft". Grundidee von LEADER ist es, Akteure ausverschiedenen Bereichen – von der Kommune über die Wirtschaft bis hin zu Vereinen und Privatpersonen – zusammenzubringen, um gemeinsam die Entwicklung ihrer Region voranzubringen. In jeder Region entscheidet eine Lokale Aktionsgruppe (LAG) auf Grundlage einer gemeinsam erarbeiteten regionalen Entwicklungsstrategie (RES), für welche Projekte die LEADER-Fördermittel eingesetzt werden sollen. Ein Regionalmanagement unterstützt die LAG und die regionalen Akteure dabei, Projektideen zu konkretisieren und die Fördermittel zu beantragen und abzurechnen.
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